Frage zu Alkoholismus!

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Beitrag von magdalene84 20.10.10 - 08:13 Uhr

Hallo an alle,

ich bin mir gar nicht so sicher hier das richtige Forum erwischt zu haben, aber ist ja schon "was mit Gesundheit"..

Ich habe folgendes Problem:

Ich kann schlecht einschätzen, ab wann Alkoholkonsum krankhaft ist, also mir ist schon klar, dass bei drei Flaschen Wodka am Tag irgendwas nicht in Ordnung ist, aber bei meinem Freund ist es zum Beispiel so, dass er ab und zu mal was trinkt, dann aber auch meistens bis über die "fröhliche-gesellige Angetrunkenheit" hinaus. Dann ist es manchmal auch so, dass er, im Urlaub zum Beispiel, ein paar Tage lang abends mal nur ein oder zwei Biere trinkt.

Aber hauptsächlich ist es wie gesagt so, dass er selten (seltener als früher immerhin) und eher unregelmäßig, aber doch ein paar Mal im Jahr, einen über den Durst trinkt. Ist das jetzt alkoholkrank? Wovon hängt das ab, von der Regelmäßigkeit oder der Menge, oder ganz anderen Sachen?

Mal abgesehen davon, dass ich es einfach nur bescheuert finde, sich abends mit seinen Kollegen hinzusetzen und, ob jetzt mit oder ohne Anlass, einen über den Durst zu trinken, mache ich mir Sorgen bzw. Gedanken darüber.

Hoffentlich könnt ihr mir ein bischen helfen/Ratschläge geben, wie ich das mit ihm besprechen kann, hab ihm schon mal gesagt, dass ich mir Sorgen deswegen mache, hat er aber abgewunken (ist das schon ein Zeichen?)..oder kann ich nix machen außer zugucken, da er es "von selber einsehen" muss, dass da eventuell ein Problem/eine Krankheit vorliegt?

Danke schonmal im Voraus #winke

Beitrag von ninnifee2000 20.10.10 - 08:54 Uhr

Ich trinke auch ein paar Mal im Jahr einen über den Durst. Aber ich bin keine Alkoholikerin. Ich trinke gern mal ein Gläschen Wein am Abend, am Wochenende zusammen mit meinem Mann mal eine ganze Flasche.

Solange ich aber ohne Alkohol leben kann und kein ständiges Verlangen danach spüre, sollte alles in Ordnung sein. Wenn aber jemand gar nicht mehr ohne Leben kann bzw. sich nur noch mit Alkohol durch das Leben schlagen kann, dann ist das für mich ein Alkoholiker. Dann sind Mengen egal - Hauptsache der Alkohol ist im Blut.

Jeder definiert Alkoholismus anders, jeder hat eine andere Meinung. Wenn er ohne sein Feierabend-Bierchen nicht mehr kann, dann könnte man von Alkoholiker reden. Wenn er es nicht dringend braucht, dann nicht.

Selber einsehen muss er es sowieso. Ansonsten hat eine Therapie keinen Sinn.

Beitrag von enni12 20.10.10 - 09:16 Uhr

"Ich kann schlecht einschätzen, ab wann Alkoholkonsum krankhaft ist, also mir ist schon klar, dass bei drei Flaschen Wodka am Tag irgendwas nicht in Ordnung ist, aber bei meinem Freund ist es zum Beispiel so, dass er ab und zu mal was trinkt, dann aber auch meistens bis über die "fröhliche-gesellige Angetrunkenheit" hinaus. Dann ist es manchmal auch so, dass er, im Urlaub zum Beispiel, ein paar Tage lang abends mal nur ein oder zwei Biere trinkt."

Hallo,

dein letzter Satz ist der eigentliche Anlass zur Sorge! Gelegentliche Saufgelage sind sicher kein Hinweis auf Alkoholismus. Aber abends immer "nur" ein oder zwei Biere trinken finde ich bedenklich!

Ich würde an deiner Stelle mit ihm über deine Bedenken sprechen. Sag ihm, dass du Angst um ihn hast. Und bitte ihn, dir zu liebe doch mal 2 Wochen komplett auf Alkohol zu verzichten. Hat er kein Problem, sollte ihm das nicht schwer fallen.

Ich wünsche dir alles Gute

Dani

Beitrag von bert 20.10.10 - 11:29 Uhr

Hallo,

ich will nicht nur einfach einen Link posten, aber die Thematik ist einfach zu komplex um sie hier beantworten zu können.

Der Link gibt einen Überblick über die Thematik.

http://www.saufnix.com/

Alles Gute

Beitrag von magdalene84 20.10.10 - 11:43 Uhr

..an euch alle.

"Aber abends immer "nur" ein oder zwei Biere trinken finde ich bedenklich"

--> ja, ich auch. Vielleicht kam das falsch rüber, ich meinte nicht, dass er den ganzen Urlaub/wenn Feierabend ist/etc. über jeden Abend ein paar Bier trinkt, sondern dass es auch mal Phasen gibt, in denen er nicht bis an die Grenze und darüber hinaus trinkt, sondern so, dass man es als "im Rahmen" bezeichnen kann. Wie gesagt, ich finde es schwierig einzugrenzen, was normal ist, daher ja die Frage.

Dann gibt es auch Phasen, wovon auch immer die bei ihm abhängig sind, ob es eine Abhängigkeit zu irgendwas gibt, keine Ahnung, in denen er gar nichts trinkt, also "zwei Wochen mal gar nichts trinken" ist überhaupt kein Problem, meine hauptsächliche Sorge ist, dass er sich halt häufig nicht stoppt und es eben nicht bei einem Getränk bleibt. Wirkt ein bischen so wie Komasaufen dann, wenn man es so nennen will..

Aber ich gucke mir jetzt erstmal den Link an, vielen Dank!

Beitrag von julie8r 20.10.10 - 16:25 Uhr

Das Nicht-mehr-anhalten-Können ist ein deutliches Anzeichen für Alkoholismus,

sagt Dir eine ehemalige Co-Alkoholikerin. Mein Ex hat oft auch kein Ende gefunden, noch ein Bierchen und noch eins und noch eins, zum Abschluss ein Schnäppschen, einmal ist keinmal, und weil es sich ja auf einem Bein schlecht steht noch eins, und weil aller guten Dinge 3 sind noch eins...

An "normalen" Abenden waren's allerdings "nur" 2, 3 Bierchen. Und über die "echten" Alkoholiker auf der Arbeit hat er gelästert...

Schlimm, schlimm,, diese Kulturdroge.

Sprich mit ihm und informier Dich...
Alles Gute.

#blume
Juli