Wichtige Frage zu drohender Frühgeburt

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sacoma 20.10.10 - 08:48 Uhr

Hallo,

ich kämpfe seit der 18.SSW mit Wehen und habe mich schon in die 23.SSW gerettet. Ich bin jede Woche in der Uni zur Untersuchung, denn ich bin schwer Herzkrank und habe einen Verschluss der Gebärmutterarterie links.
Die Durchblutung ist aber nich okay, die andere Seite gleicht es super aus.

Meine kleine Maus, sie wird Melissa heißen, geht es super und entwickelt sich vollkommen normal. Jetzt erreiche ich so langsam (nächste Woche) die 24.SSW und die Überlebenschancen steigen ja deutlich von Woche zu Woche!
Jetzt habe ich die erste Etappe gleich geschafft, die nächste Etappe ist die 30.SSW und wenn ich es schaffe, wird unsere Maus bei 36+0 geholt.

Wie seit ihr denn mit diesem Druck Tag für Tag klargekommen. Ich habe Hochs und Tiefs, manchmal sehr positiv, manchmal sehr traurig... Die 30.SSW wäre super schön und es ist so meine Magische Grenze!
Wie habt ihr jede Woche gemeistert ohne ständig den Gedanken zu haben ein Frühchen zu bekommen?

Danke für eure Antworten, vielleicht kann ich mir ja ein paar Strategien abgucken :-D

LG Sacoma

Beitrag von sacoma 20.10.10 - 08:52 Uhr

HÄÄÄ #kratz mein Beitrag ist im falschen Forum, ich muss mal gucken, wie ich den verschieben kann!

Entschuldigt bitte aber ich kann mir nicht erklären, warum der Beitrag hier steht...

Beitrag von lilaluise 20.10.10 - 13:33 Uhr

Hallo Sacoma,
ich kann gut verstehen was du im Moment durchmachst- ich stecke auch gerade noch drin- aber haben den größten Teil des Berges schon geschafft.
Ich hatte in der 18ssw eine partielle Plazentaablösung und einen hohen Blasensprung. Die Ärzte machten mir damals keine Hoffnung. Ich lag dann ein viertel Jahr im Krankenhaus von JUni bis September. Es war der HOrror- besonders die Zeit zwischen 18 und 24 Woche. Ich lag 6 Wochen in meinem Bett und wusste nich ob es etwas bringt- Letztendlich wurde ich in der 31ssw entlassen, weil sich der Blasensprung geschlossen hat und die Blutung aufgehört hat. Seit dem zittere ich immer noch um jeden Tag...bin jetzt in der 36ssw.
Was mir geholfen hat um die Zeit zu überstehen:
- postitiv denken: ich hab mir immer Teilziele vorgestellt und hab 1000 dran gedacht z.B. wir schaffen die 30.Woche..hört sich vielleicht lustig an aber mir hat es geholfen
- ich hab angefangen zu meditieren um den schmerz und die Sorgen zu ertragen
- meine FAmilie hat mir unheimlich viel Kraft gegeben....sogar mein Vater hat angefangen für mich zu beten.

Ich wünsch dir alles alles Gute und dass du es noch ganz weit schaffst- es gibt eine Chance, daran musst du ganz fest glauben......
lg luise

Beitrag von nike81 20.10.10 - 15:49 Uhr

Hej Sacoma!

es ist doch klar das du Angst hast, und es ist eine verdammt schwere situation.
Ich wusste ab der 22 Woche, das mein kleiner mann nicht mehr ausreichend versorgt wird, und war dann bei ganz engen Kontrollen! Ich hatte Widerstände in den Gebärmutter Arterien. Ich habe dann ab der 25 Woche mehr oder weniger nur noch viel ausgeruht und stress vermieden, und immer mit dem kleinen Mann gesprochen " das wir das schaffen " ihm vorgesungen und auch gehofft die 30. Woche zu schaffen. Er musste dann bei 29+3 geholt werden, da er nicht mehr versorgt wurde. ( ab der 28 Woche hatten wir täglich Kontrollen). Es war eine sehr schwere zeit, und er war sehr leicht! Das alles ist nun schon "lang" her und er wird im November 3 Jahre alt und ist ein ganz kerngesunder Wirbelwind.
Was ich sagen will ist natürlich muss man sich mit dem gedanken auseinandersetzten das es ein Frühchen wird. mir hat meine Vorsorge/Beleghebamme geholfen, die mir Mut gemacht hat und mir vorher schon mal die ITS gezeigt hat und gesagt hat wir sollen uns nicht erschrecken Frühchen sehen auch ein wenig anders aus (weil sie noch so klein sind und eben so dünne haut haben und nicht so viel fett pölsterchen) Aber ich habe immer an mich und und vorallem an den kleinen Mann geglaubt.
Es ist doch toll wenn deine Melissa sich so super entwickelt ! und du hast das jetzt schon so toll durchgehalten hast. Ich drücke dir ganz doll die daumen das du mindestens bis zur 30 Woche kommst und dann noch weiter!
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig Mut machen und sende dir einfach ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen!!!!!!!!!! Nike

Beitrag von loewenhummel 20.10.10 - 22:14 Uhr

Hi! Nimmst du ASS und/oder Heparin wegen der Uterusarterie?
Du solltest dich vielleicht mal bei gestose-frauen.de informieren, da gibts auch ein Infotelefon, die sind ziemlich kompetent, was förderliche Maßnahmen bei Gestoserisiko angeht und das hast du sicherlich wegen der verschlossenen Arterie.
Alles Gute weiterhin, ich drück die Daumen, dass du noch lange schwanger sein darfst und ein fittes Kind zur Welt bringst!

Beitrag von myimmortal1977 21.10.10 - 01:16 Uhr

Hast Du richtige Wehen, die muttermundwirksam sind? Oder Vorwehen?
Ich habe fast die ganze Schwangerschaft über geweht. Mir tat nachher die ganze Bauchdecke weh. Ich hätte schreien können.

Meine Wehen waren sehr deutliche Vorwehen, die ich doller gespürt habe, da ich sehr dünn bin. Ich mit 45 kg in die SS reingegangen und alle Ärzte sagten mir, dass ich dieses nur so deutlich spüre, weil an mir kein Gramm Fett ist.

Ich lag seit der 23 SSW. Zuerst im Krankenhaus, da dort echte Wehen auf dem CTG zu sehen waren. Nachher lag ich zuhause, stramm auf dem Sofa bis 38 + 0, dann wollte er wirklich raus.

Du hast ein Arteriennotching. Das ist jetzt erstmal nicht so wild, weil es gut sein kann, dass die Arterie wieder aufgeht. Meine war in der 28. SSW ohne Hilfsmittel wieder auf.

Dieses Notching gibt es übrigens sehr häufig, aber bleibt unentdeckt, da nicht jeder zum Doppler geschickt wird. Du wirst mit Sicherheit aufgrund Deiner eigenen Geschichte mehr überwacht. Ich habe auch eine eigene Geschichte und wurde deshalb auch zu allen möglichen Untersuchungen geschickt. Dabei entdeckte man auch bei mir das Notching, was aber tatsächlich, so wie es mir der Arzt auch gesagt hatte, in der 28. SSW weg war.

Komm ja nicht auf die Idee und nimm eigenständig Aspirin oder Heparin, wie eine TE hier schrieb, ob Du es nimmst. Das werden Dir die Ärzte schon von selbst verordnen, wenn man es für nötig hält.

Leg Dich einfach auf das Sofa, nimm Magnesium 3 x täglich, dass entspannt die Muskulatur und kann auch mal Vorwehen etwas dämmen.

Ich hatte keine Vorwehen, wenn ich allein war und einfach nur stur ins TV geschaut habe. Doch jedes Mal, wenn jemand bei mir war und ich mich unterhalten habe und mich in irgendeiner Weise auch positiv gefreut habe oder ich aufgeregt war, bekam ich wieder diese ollen Vorwehen.

Ich habe mich echt nachher nur noch ins Bett gepackt und wollte keinen hören und keinen sehen. Half sehr gut und für den Bauchbewohner da drin hatte ich es gern gemacht, auch wenn die Zeit lang und anstrengend war.

Meine Babyklamotten haben andere für mich gekauft. Den Kinderwagen auch, aber das war mir egal, hauptsache der Krümel blieb drin, so lange wie er konnte.

Und es hat funktioniert!!!! Die Wehen hörten übrigens so um die 34. SSW ganz auf!!!!

Ab diesem Zeitpunkt gaben die Ärzte mir allerdings auch Entwarnung, wenn er jetzt kommen würde, würde er es auf alle Fälle schaffen.

Vielleicht war ich auch in der SS zu ängstlich, zu angespannt, zu emotional, keine Ahnung. In dem Moment, wo ich loslassen konnte, war alles gut!

Dir alles Gute, Janette

Beitrag von sacoma 21.10.10 - 13:38 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Eure zahlreichen und so lieben Antworten.
Erstmal zu den Fragen. Die Wehen sind "echte" Wehen, die sich aber nicht auf den GBH auswirken und wenn nur minimal, habe in 2 Monaten 0.2mm verloren, nehme aber auch noch ein zusätzliches Medikament ein plus 600mg Magnesium über den Tag.

Ein Nothing habe ich nicht, ich habe einen totalen Verschluss der Gebärmutterarterie, welcher anatomisch bedingt ist, irgendetwas drückt drauf. Ich nehme schon ASS durch meinen Herzfehler.

Heute bin ich wieder bei der Frauenärztin zum etwas verspäteten 2. Screening und ich denke einfach auch positiv, diese Woche beginnt die 23.SSW und so langsam seh ich Licht am Ende des langen Tunnels. Bei 17+4 hätte unsere kleine Maus keine Chancen gehabt aber jetzt steigen diese von Tag zu Tag...

Vielen lieben Dank!
Sacoma