Ich weiß nicht mehr weiter, brauche Rat!!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schokokeks1990 20.10.10 - 09:11 Uhr

Hallo zusammen,

Mein Sohn Finn ist 3 Jahre alt! Bis jetzt war er immer ein liebes Kind. zwar ein wirbelwind und manchmal laut :-) aber er hat gehört und kaum gebockt.
Seit ca. 2 Wochen ist mein Kind wie ausgewechselt, er macht um alles ein riesen Theater, bekommt richtige Tobsuchtsanfälle wenn er was nicht darf oder wenn er etwas tun soll wie zb. Ins Auto einsteigen, die Jacke anziehen oder sonst etwas banales alltägliches. Ich weiß nicht mehr weiter und auch nicht wie ich damit umgehen soll was ich tun kann damit das wieder besser wird.

Unteranderem habe ich dann auch ein schlechtes Gewissen aufgrund meiner Reaktion: Zum Bsp heute morgen habe ich ihn wie immer in den Kiga gebracht ( er geht wirklich gerne immer schon) und seit 2 Tagen macht er auch hier ein riesen Theater sobald wir den Kiga betreten, schmeißt sich auf den boden heult schreit tobt und macht und tut. Hab ihm dann einfach Jacke und Schuhe ausgezogen, versucht ihn in den Arm zu nehmen ( war unmöglich dank seinem Hauen) und hab ihm gesagt das Ich nun zur Arbeit muss und er hier bei seinen Freunden bleibt. Noch mehr Theater! Dann kam die Erzieherin und meinte Ich solle gehe sie würde das machen. Bin dann auch gegangen hatte um 8.00 Uhr einen wichtigen Termin. Aber es hat mir im Herz wehgetan mein Kind so schreien zu hören.

Was kann ich tun um ihn wieder etwas zu "entschärfen" damit wir wieder ein harmonisches Alltagsleben haben?

Für Tipps und Tricks bin ich mehr als dankbar meine Nerven leiden doch sehr im Moment!

Liebe Grüße Lisa

Beitrag von flexi 20.10.10 - 09:32 Uhr

Hi,

also erstmal, mir geht es im moment genauso, Anika ist 3,5 liegt wohl irgendwie am Alter.

Anika weint auch schon wenn wir zu Kiga hin gehen, ich hab beschlossen ich gehe darauf nicht mehr ein.
Die Erzieherin hat recht, du musst gehen, denn je länger du bleibst, umso schlimmer wird der Abschiedsschmerz.

Tja, wegen Jacke usw. hab ich mir ein Trick ausgedacht, der ganz gut funktioniert.
Wir machen immer eine Wettkampf wer sich am schnellsten angezogen hat( ich mach natürlich meist langsam, aber manchmal lass ich sie auch verlieren)
Vielleicht kannst du das auch bei anderen Dingen anwenden auf die er keine Lust hat.

Ich hoff ich konnte dir etwas helfen,

Alex

Beitrag von nadja172 20.10.10 - 09:36 Uhr

Guten Morgen Lisa,

lass dich erstmal #liebdrueck

Dein Sohn ist wohl voll in der Trotzphase und findet sich gerade selbst. Das heißt, dass er so langsam merkt, dass er eine eigene Persönlichkeit ist.

Er versucht jetzt seinen Willen durchzusetzen mit allen Mitteln die ihm einfallen. Die Phase geht wieder vorbei. Auch wenn es schwer ist aber du hast es vollkommen richtig gemacht. Du hast versucht ihn in den Arm zu nehmen und das solltest du auch weiterhin so machen. Es wird wieder besser. Zeige ihm das du für ihn da bist auch wenn er nicht weiß mit seinen Gefühlen um zugehen. Zeige ihm aber auch Grenzen. Hauen darf er dich nicht #nanana Bei uns hat die stille Treppe gut geholfen oder mal für eine kurze Zeit das Lieblingsspielzeug weg nehmen.

GLG Nadja

Beitrag von binnurich 20.10.10 - 10:26 Uhr

naja, manchmal denke ich, dass es für Leute die bisher ein plegeleichtes Kind hatten einfach noch erschreckender ist, wenn dieses beginnt zu rebellieren und auszutesten.


Meine Tochter war schon immer recht "anstrengend", so dass ich Zeit hatte zu lernen damit umzugehen.

Vielleicht kannst du aber auch mal mit ihm sprechen und fragen, ob er was hat was ihn bedrückt oder ob in den letzten Tagen im Kiga was war. Weil ich denke auch die "Trotzphase" kommt nicht von heute auf morgen

Beitrag von luna1986 20.10.10 - 11:07 Uhr

Ja, das Gleiche hab ich auch gerade gedacht. Hatte auch von Anfang an ein Mädchen mit einem sehr, sehr starken Durchsetzungsvermögen, die auch ungern nachgibt. Natürlich hat sie ihr Grenzen, aber ich habe gelernt, damit umzugehen weil ich es nicht anders kenne.

Bei den Mamas, welche eher ein ruhiges, zurückhaltendes Kind hatten, kommt dann dieser Umschwung so plötzlich, dass sie es selbst nicht glauben.

Mit einem 3-jährigen würde ich reden, ob ihn tatsächlich was beschäftigt, vielleicht kann er es ja formulieren.

lg Steffi

Beitrag von schokokeks1990 20.10.10 - 15:09 Uhr

Danke für eure Antworten!

Erstens hab ich mich da wohl etwas doof ausgedrückt, Finn war noch nie ein ruhiges zurückhaltendes Kind, auch er hatte schon immer einen Sturkopf, und einen starken Willen, aber in anderen Dimensionen, es war leichter zu lösen bis vor kurzem.

Neu sind diese doch sehr extremen Tobsuchtsanfälle!

Ich hab ihn gefragt ob im Kindergarten was war, er sagt nein! Die Erzieherin sagt nein!

Es war ein hartes Jahr für Finn und mich! Seine Großmutter ist im Juni gestorben, daraufhin hat meine Großmutter das Haus verlassen und den Kontakt abgebrochen, und mein Lebensgefährte ist zurück nach Amerika gegangen, er hat also auf einen Schlag 3 Menschen verloren die er liebte!
Ich weiß das dass auch ein Grund sein kann das er im moment so schwierig ist, aber so geht es auch nicht!

Liebe Grüße