Jeden Abend stundenlanges Gebrüll..........

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von wasserdrachen 20.10.10 - 11:21 Uhr

Hallo liebe erfahrene Urbianerinnen(lach).
Es geht um meinen kleinen Enkel.
Er ist fast 2 Jahre alt. Bisher war das ins Bett gehen kein Thema.
Bei mir ist es immer noch ok.
Aaaaaber bei meiner Tochter dreht er voll auf.
Trotz Abendritual: kuscheln,vorlesen,gute Nacht sagen macht er sofort Terror wenn meine Tochte das Kinderzimmer verlässt.
Er schreit und tobt in voller Lautstärke.
Und lässt sich nicht beruhigen.
Er wird >scheinbar< richtig wütend.
Schmeißt Nucki und Flasche aus dem Bett.Immer wieder.
Holt sie ihn dann wenn er sich nicht beruhigen lässt nach einiger Zeit aus dem Bett, ist er sofort ruhig und spielt vergnügt.
Er hält bis ca 15:00 2 Stunden Mittagsschlaf.(geht nicht ohne).
Ins Bett gehts dann so um 20:00 Uhr.
Dann gehts los.
Auch immer wieder mal reingehen und beruhigen klappt nicht.
Er schreit bis zu 3 Stunden!Aus voller Brust.
Bei mir lege ich ihn hin. Und es ist Ruhe und er schläft.

Was würden die Mamas hier raten?
DANKE schon mal im voraus.
Wasserdrachen

Beitrag von scura 20.10.10 - 11:30 Uhr

Hallo,
meine Tochter ist auch zwei und macht seit einiger Zeit auch Theater beim verlassen des Kizi. Um die zweiten Geburtstag erkennen Kinder die eigene Persönlichkeit und die der Eltern. Das kann Angst machen und Verlassensängste schüren. Dann muss getrunken werden, nochmal gerufen werden u.s.w.
Ich bleibe jetzt die viertel Stunde im Zimmer bis sie eingeschlafen ist. Erspart den Stress des ständigen reinlaufens und sie muss nicht brüllen, was sie nicht zur Ruhe kommen lässt.

Beitrag von scura 20.10.10 - 11:32 Uhr

Ach so: bei meinen Eltern und im Kiga schläft sie auch alleine ein.
Ich denke sie braucht grad ganz stark Mama. Ist ja auch irgendwie süss.

Beitrag von thyme 20.10.10 - 11:31 Uhr

Kann es sein, dass er noch nicht müde ist?
Falls er Mittagsschlaf macht: Vielleicht ein paar Tage lang weglassen und
entsprechend früher eintüten oder schlafen lassen und etwas später ins Bett?

Wir haben uns damals noch ein paar nervigen Wochen den Stress erspart und gekuschelt, bis er eingeschlafen ist. Als er dann drei wurde haben wir vorher abgemacht, dass er jetzt gross ist und selber einschlafen kann. Hat vom ersten Tag an auch wunderbar geklappt.

LG thyme

Beitrag von sternenzauber24 20.10.10 - 11:32 Uhr

Was ist denn, wenn sie den Kleinen mit zu sich ins Bett nimmt? Würde das besser klappen?

Ansonsten sind Ratschläge schwierig, vielleicht auch den Mittagsschlaf minimieren, oder gar ausfallen lassen?

LG,
Julia

Beitrag von pitty29 21.10.10 - 08:53 Uhr

häää soll sie denn jeden abend um 20 uhr ins bett gehen oder wie?

Beitrag von ayshe 21.10.10 - 08:58 Uhr

Nur Einschlafbegleitung.

Wenn das Kind schläft, kann man ja wieder gehen.

Beitrag von anyca 21.10.10 - 09:46 Uhr

??? Ich bin auch bei meiner Kleinen, bis sie einschläft, und meine Große ist erst mi 3 alleine eingeschlafen. Das heißt ja nicht, daß ich um sieben ins Bett gehe.

Beitrag von xbienchenx 22.10.10 - 11:27 Uhr

<<<Was ist denn, wenn sie den Kleinen mit zu sich ins Bett nimmt? Würde das besser klappen?

Da würde ich Grundsätzlich von abraten. Er ist 2 Jahre alt und hat sein eigenes Bett wo er drin schlafen sollte.
Bei Oma klappt´s doch auch.
Der Fehler liegt hier bei der Mutter.
Da hilft nur Duchsetzen und stark bleiben.
Wenn er alles aus dem Bett schmeisst, dann hat er Pech gehabt. Solche Dinge die er wegschmeisst, bekommt er so schnell nicht wieder. Man verlässt dann halt mit Nucki und Trinken das Zimmer...er muss begreifen das er nicht machen kann was er will. Natürlich gibt man die Dinge schnell zurück (paar Minuten)
Wir haben damit ware Wunder bewirkt.

Beitrag von dodii 20.10.10 - 11:39 Uhr

Hallo!

Ich würde auf jeden Fall den Mittagsschlaf kürzen, also nach 1,5 h wecken (wvt. noch früher). Dann ist er abends auf jeden Fall müder. ISt zwar nicht schön ein schlafendes Kind zu wecken, aber er wird sich dran gewöhnen. Und ich denke, wenn er abend noch 3h Stunden brüllen kann, ist er einfach nicht müde genug.

Tja und dann würde ich im Zimmer bleiben bis er eingeschlafen ist, ganz klar. Wenn er bisher alleine einschlafen konnte, ist natürlich zu befürchten, dass er das wieder "verlernt". Aber ich finde, Kinder sollen sich beim Einschlafen geborgen fühlen. Wir bleiben auch bei meiner knapp 4jährigen Tochter noch im Zimmer bis sie schläft (dauert allerhöchstens 15 Min.). Langsam finde ich auch, dass sie alt genug wäre alleine einzuschlafen aber ich lasse sie noch solange sie das will. DAs ganz Raus-Komm-Usw.-Drama fällt dafür bei uns weg.

Viel Glück!

Beitrag von sternchen730 20.10.10 - 11:41 Uhr

Hallo,
ICh würde sagen, er hat Mama gut dressiert.
Er ist 2 und weiß ganz genau, was er mit seinem Aufstand erreicht, denn sie befreit ihn ja wieder, wenn er lange genug brüllt.

Ich würde sagen, erst mal sollte er wirklich müde sein, wenn er ins Bett soll.
Ist der Mittagsschlaf vielleicht überflüssig?

Ansonsten ist das mein Tipp:
Beim zu Bett bringen die üblichen Rituale und mit ihm so gut wie möglich besprechen, dass sie ihn NICHT wieder rausholt, auch wenn er schreit.
Ihm erklären, dass Mama auch Ruhe braucht und es ihr in den Ohren weh tut, wenn er so schreit. Und dass der Schlaf wichtig ist.
Vielleicht in einem kuscheligen Gespräch in Ruhe herausfinden, ob es etwas gibt, was ihm helfen könnte einzuschlafen (ein Buch, ein Kuscheltier, eine CD, ein Licht, Bett wonaders hin, Tür auf....)
Dann weiß er das, wird aber vielleicht trotzdem schreien, um herauszufinden, ob Mama es ernst meint.
Dann muss er da durch. Mama kommt hin und wieder, um ihn zu trösten, zu beruhigen, zu erinnern, aber ER BLEIBT IM BETT.
Ist hart, wenn er doll schreit. Ein paar Tage wird es möglicherweise dauern und es ist wichtig, ihn zwischendurch am Tage in einer ruhigen Situation obiges nochmal zu erklären.
Ist aber eine Möglichkeit, die ich in Betracht ziehen würde.
Vielleicht hat noch jemand eine bessere Idee.
Gruß, sternchen#stern

Beitrag von luna1986 20.10.10 - 11:59 Uhr

Zitat von dir:

>>>>Ansonsten ist das mein Tipp:
Beim zu Bett bringen die üblichen Rituale und mit ihm so gut wie möglich besprechen, dass sie ihn NICHT wieder rausholt, auch wenn er schreit.
Ihm erklären, dass Mama auch Ruhe braucht und es ihr in den Ohren weh tut, wenn er so schreit. Und dass der Schlaf wichtig ist.
<<<

Find ich total daneben! Das Kind ist 2! Vielleicht braucht es einfach ein wenig mehr Nähe. Vielleicht sollte man sich, anstatt sich die Ohren zuzuhalten weil es so anstrengend ist, einfach auf das Kind eingehen, sich mit ihm hinlegen bis es in Ruhe (!!!) eingeschlafen ist.

Unsere Tochter ist 2 und hat noch nie ohne uns schlafen müssen. Wir sind Familienbettler und das Zu-Bett-gehen bei uns ist immer ruhig, ich hatte wirklich noch nie ein brüllendes Kind in unserem Bett. Und sieh mal einer an: Unsere Tochter schläft durch.

Ich weiß, das Familienbett ist nicht jedermans Sache, ich finde es aber eine Selbstverständlichkeit, ein kleines Kind in den Schlaf zu begleiten.

Steffi

Beitrag von ayshe 20.10.10 - 12:38 Uhr

Danke, ich finde es auch völlig daneben,
aber manche wollen eben auf Biegen und Brechen ihr Kind irgendwohin dressieren #augen

Beitrag von marysa1705 22.10.10 - 23:18 Uhr

#danke

Beitrag von zahnweh 20.10.10 - 12:08 Uhr

Einer der Gründe, warum ich meinen Eltern nichts mehr anvertraut habe und mir innerlich lieber andere Bezugspersonen gesucht habe, sofern sie greifbar waren und tagsüber nur noch an meiner Mutter klammerte (aus Angst sie könne mich verlassen). Selbst als Teenie hatte ich nachts noch Ängste und konnte nicht einschlafen. Ich blieb dann zwar liegen, aber geschlafen hab ich erst weit nach Mitternacht. Ist ja nicht aufgefallen, ich war ja brav im Bett.

Sorry, kann von dieser Methode nur abraten!

Beitrag von sternchen730 20.10.10 - 12:17 Uhr

Jaja, ich kann Eure Vorbehalte verstehen.
Ich sage ja nicht, sie soll ihr Kind im Dunkeln, Tür zu schreien lassen, bitte nicht missverstehen.

Beitrag von ayshe 20.10.10 - 12:40 Uhr

Schreienlassen und zum Alleinsein zwingen ist es trotzdem und das auch mit allen Folgen und Konsequenzen.

Ehrlich gesagt, ich finde solche Methoden völlig zum Kotzen und nicht kindgerecht.

Beitrag von thyme 20.10.10 - 13:31 Uhr

Schmeiss dein Exemplar von "Jedes Kind kann schlafen lernen" in den Müll.

LG thyme

Beitrag von perserkater 20.10.10 - 18:45 Uhr

"ICh würde sagen, er hat Mama gut dressiert."

#augen

http://www.eltern.de/kindergarten/erziehung/tyrannen.html

Beitrag von sternchen730 20.10.10 - 21:41 Uhr

Herrje, was willst Du mir den damit sagen?
Aber vielen Dank für den Link, ich habe meine Diplomarbeit über die Rolle der Frau im Nationalsozialismus geschrieben, das Erziehungsbuch der Johanna Harrer war natürlich ein wichtiger Faktor darin.
Wenns um einschlafen geht, kochen hier die Emotionen über, ich sollte mir sparen, mich in solche Diskussionen einzumischen, die Gewichtungen sind ungleich verteilt.
Ich traue mir und auch anderen Müttern zu, zwischen Wut und Angst bei meinem Kind unterscheiden zu können.
Wenn Geschrei generalisiert wird und Mütter verteufelt, die sich nicht zum Sklaven ihrer Kinder machen...bitte schön.
Grüße, sternchen#stern

Beitrag von ayshe 21.10.10 - 08:12 Uhr

#augen

Beitrag von perserkater 21.10.10 - 12:35 Uhr

#augen

Beitrag von mimi1410 21.10.10 - 10:06 Uhr

Hi,

"er hat Mama gut ..." - genau das hab ich mir auch gedacht - warum klappts bei der Oma und bei Mama nicht? Wahrscheinlich weil er weiß, wie es sie im Griff hat.

LG MImi

Beitrag von ayshe 21.10.10 - 10:09 Uhr

Weil die Oma nicht die Mutter ersetzen kann für dieses Kind.


Warum stillen manche gern in den Schlaf, aber im Kiga geht es auch ohne?
Warum schlafen viele gern im Arm der Mama, aber im Kiga geht es auch ohne?

Weil sie die MUTTER brauchen und wollen, ansonsten akzeptieren sie eben, daß sie nicht da ist, aber nicht, daß sie sich verweigert, WENN sie da ist.

Beitrag von mimi1410 21.10.10 - 10:15 Uhr

Hi,

die Mutter verweigert sich doch nicht dem Kind, sie will blos nicht - verständlicherweise - jeden Abend drei Stunden Einschlaftheater. Ich glaub, dass sich mit dem Kind zusammen hinlegen etc nicht die Lösung ist. Meiner Erfahrung nach haben alle Kinder immer wieder einmal eine Phase, wo sie nicht schlafen möchten bzw. nicht einschlafen möchten - sich zusammen hinlegen ist m.E. die schlechteste Lösung!
Sinnvoller find ich es, das Kind in Ruhe ins Bett zu begleiten und ihm dort noch vorzulesen, eine Geschichte zu erzählen - und dann konsequent zu gehen.

LG Mimi