Buchtipp: Vollwertig Essen

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von zwillinge2005 20.10.10 - 13:05 Uhr

Hallo,

Diesen Buchtipp fand ich gerade in der SCHROT&KORN, Ausgabe Oktober 2010

Wilkesmann, Ute-Marion: Hartz IV in aller Munde: 31 Tage Vollwertkost bei knapper Kasse. Verlag Books on Demand, 2009,176 Seiten, 12,45 Euro
Kann man sich 31Tage lang von dem im Hartz IV vorgesehenen Antiel von 132 Euro wirklich vollwertig-biologisch ernähren?

Für alle, die sagen man kann sich nicht gesund UND günstig ernähren.

LG, Andrea

Beitrag von daddy69 20.10.10 - 13:46 Uhr

Hallo,

zu diesem Buch und ähnlichen ein paar interessante Meinungen:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32808/1.html

LG
Peter

Beitrag von zwillinge2005 20.10.10 - 14:01 Uhr

Hallo Peter,

es wird aber immer wieder berichtet, man könne sich kein frisches Obst leisten und wäre übergewichtig, WEIL man ALGII Empfänger ist.

Bei der Aufstellung Deiner Bücher hört es sich an, als könne man sich sogar gesund und kalorienarm ernähren - ohne Fertigprodukte etc.

Mehr als 400,- Euro gebe ich in unserem 5 Personen-Haushalt nicht für Lebensmittel/Haushalt aus - selbstverständlich sind da keine Restaurantbesuche enthalten!

LG, Andrea

Beitrag von windsbraut69 20.10.10 - 15:14 Uhr

Ein Beispiel hab ich rauskopiert.
Das betrifft jetzt nicht das von Dir empfohlene Buch, ist aber m. E. alles andere als ausgewogen und gesund. Da kann man nur froh sein, wenn man komplett von ALGII lebt und nicht noch arbeiten muß:

"Morgens zwei Scheiben Toastbrot, mittags zwei Eier mit Kartoffelbrei, abends eine Scheibe "Schwarzbrot dünn" mit Leberwurst "

Wenn Du aber mit 2,60 Euro pro Tag und Kopf auskommst, scheint es irgendwie doch zu klappen, davon langfristig zu leben, was ich mir nicht vorstellen kann.

Gruß,

W

Beitrag von zwillinge2005 20.10.10 - 16:27 Uhr

Hallo,

unser kleinstes Familienkind wird noch fast voll und ausschliesslich gestillt - aber sogar der Gemüseeinkauf für den Mittagsbrei aus dem Bioladen habe ich mitgerechnet.

Bei mehr Familienmitgliedern steigen nicht automatisch die Nahrungsmittelausgaben. Als DINKIS (double income no kids) sind mein Mann und ich fast nur essen gegangen - das war sicher deutlich teurer, als für 2 Erwachsene zu kochen.

Und da ich jetzt tgl. koche ist der Mehraufwand für drei Kinder noch minimal.

Das ist der Fehler an ALGII. Mehr Kinder heisst automatisch deutlich mehr "Einkommen". Das "Glück" hat ein Arbeitnehmer nicht - da steigen die Kosten. Der Steuergewinn durch die Kinderfreibeträge ist gering - und die Kita-Gebühr wird z.B. nach dem GesamtBRUTTOEinkommen berechnet.

Da kann man ALGII Bezieher verstehen, die lieber nicht arbeiten gehen...

LG, Andrea

Beitrag von windsbraut69 20.10.10 - 16:51 Uhr

Ja, Du kannst ja nicht Euer Leben vor den Kindern mit ständig Essengehen mit den Kosten jetzt für 5 Personen vergleichen, die Du Zuhause versorgst :)

Ich hab auch meine Probleme damit, im ALGII-Bezug bewußt weitere Kinder zu planen, ABER natürlich muß es pro Kopf den Regelbetrag zusätzlich geben, es ist ja schon das Existenzminimum.

LG

Beitrag von zwillinge2005 20.10.10 - 17:03 Uhr

Hallo,

wir haben da schon die ähnlichen Ansichten.

Aber dieses Existenzminimum an Esswaren reicht nun wirklich.

Leider sieht man häufig, dass gerade diese Personengruppe sich nicht gesund zu ernähren scheint. Und auch hier kommt häufig das Argument, man könne sich und die Familie nicht gesund ernähren.

Gerade bei der Kinderernährung findet man dann die Frauen, die früh abstillen oder nicht stillen und 500,- bis 1000,- Euro für Säuglingsnahrung, Fläschchen und Gläschen ausgeben. Oft mit dem Argument, dass sie wieder rauchen und Alkohol trinekn wollen oder auch feiern gehen wollen/Unabhängigkeit brauchen etc.

Oder die Kinder, die schon früh an Toastbrot und Saft gewöhnt werden anstatt Wasser und vernünftiges Brot zu essen zu bekommen etc.

Und ständig Essen gehen kann man machen, wenn beide Partner Vollzeit und mehr arbeiten - aber nicht, wenn man drei Kinder hat (die Zeit fehlt). Richtig teuer ist da nämlich nicht die Restaurantrechnung, sondern der Babysitter.

LG, Andrea