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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von hannybanny 20.10.10 - 14:32 Uhr

Hallo

also ich habe mal eine ganz wichtige Frage. Vor der Geburt meiner Tochter bin ich in Teilzeit 3 Tage/Woche arbeiten gegangen. Jetzt bin ich vor der Geburt meiner Tochter eine Woche zu früh in Mutterschutz gegangen. Mein Arbeitgeber hat mir nach der Geburt meiner Tochter dann mitgeteilt, dass er entweder den von ihm bezahlten Betrag für die eine Woche zurück haben möchte oder aber mir 5 Urlaubstage abgezogen werden (für eine Woche). Während meiner Arbeitszeit (vor der Geburt) wurden mir allerdings immer nur 3 Tage Urlaub (bei einer 1 Woche Urlaub) abgezogen, da ich ja auch nur für 3 Tage die Woche bezahlt werde.

Hat mein Arbeitgeber Recht ???

Hat vielleicht jemand nen Link zu einem Gesetzestext.

Danke schon mal im Voraus.

Beitrag von malisch 20.10.10 - 14:48 Uhr

Hallo,

ich habe folgendes gefunden:

http://www.nordschwarzwald.ihk24.de/produktmarken/recht/recht/arbeitsrecht/merkbl/urlaub.jsp

Dein Anspruch auf Urlaub ist ja eh schon kürzer, also dürfen dir auch nur die drei Tage abgezogen werden. Während der anderen zwei hättest ja eh nicht gearbeitet. S. Beispiel 2 unten. Hier ein Auszug vom Link:


Zeitfaktor

Dieser bestimmt die Anzahl der Urlaubstage, die einem Arbeitnehmer zustehen. In der Rechtsprechung wurde hierfür folgende Formel entwickelt :

Nominale Anzahl der Urlaubstage geteilt durch Arbeitstage pro Woche x tatsächliche Arbeitstage pro Woche

Das Ergebnis entspricht der Anzahl der Urlaubstage.

Beispiel 1:

Arbeitnehmer arbeitet an 5 Tagen der Woche jeweils 4 Stunden;
Der Urlaubsanspruch bei Vollzeit beträgt 30 Tage
Es ergibt sich folgende Berechnung:
30 x 5 : 5 = 30 Urlaubstage

Beispiel 2:

Arbeitnehmer arbeitet an 3 Tagen der Woche jeweils 8 Stunden;
Urlaubsanspruch bei Vollzeit beträgt 30 Tage.
Es ergibt sich folgende Berechnung:
30 x 3 : 5 = 18 Urlaubstage

Beispiel 3 :
Arbeitnehmer arbeitet an 3 Tagen 8 Stunden und an 2 Tagen jeweils 4 Stunden.
Ergebnis wie oben Beispiel 1 : 30 Urlaubstage.

Gruß
Tatjana

Beitrag von windsbraut69 20.10.10 - 15:18 Uhr

Dass Dir für die Woche 5 Tage Urlaub abgezogen werden sollen, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Wie aber kam es denn, dass Du eine Woche zu früh in Mutterschutz gegangen bist? War das abgesprochen mit dem AG?

Gruß,

W

Beitrag von hannybanny 20.10.10 - 15:32 Uhr

Also es kam deshalb dazu, weil mein eigentlicher ET eigentlich am 27.04.10 sein sollte. Da ich allerdings nen geplanten Kaiserschnitt hatte wurde der Termin für die Entbindung vom Krankenhaus zunächst auf den 19.04.10 gesetzt. Jetzt habe ich dann irrtümlich den Mutterschutz vom 19.04.10 berechnet. Danach wurde der Kaiserschnitt auf den 15.04.10 gelegt. Allerdings wurde die 6 Wochen Frist vom 19.04.10 ab gerechnet.

Nun meint mein Arbeitgeber, da ich eine Woche früher in Mutterschutz gegangen bin könne er mir 5 Tage Urlaub abziehen für die Woche die ich zu früh in Mutterschutz bin. Daraufhin habe ich ihn angesprochen und gemeint, dass das nicht richtig sein könne, da höchstens 3 Tage abgezogen werden können. Mein Argument war, dass ich ja wenn ich die Woche Urlaub machen würde auch nur 3 Tage abgezogen bekomme und weiterhin bekomme ich auch nur für 3 Tage Geld, da ich ja wenn auch nur regulär 3 Tage arbeiten gegangen wäre.

Jetzt will ich meinem Arbeitgeber aber mitteilen, dass seine Ansicht nicht richtig ist und brauche dafür aber halt etwas stichfestes (wie z.B. Gesetzestext).

Beitrag von windsbraut69 20.10.10 - 15:43 Uhr

Ja, wenn Du nur 3 Tage pro Woche arbeitest, und dementsprechend Urlaubsanspruch hast, brauchst Du dafür doch keinen Gesetzestext.

Allerdings kannst Du genau genommen froh sein, dass Dir die Woche nicht als unentschuldigtes Fehlen ausgelegt wird...
Warum hast DU denn allein festgelegt, wann Du in Mutterschutz gehst, das stimmt man doch eigentlich mit dem AG ab, oder?

Gruß,

W

Beitrag von hannybanny 20.10.10 - 15:56 Uhr

Ja das war ja auch so abgestimmt. Mein AG hat sich da nicht so richtig informiert und ich bin halt von dem 19.04. ausgegangen. Somit war es von mir keine böse Absicht und es war auch nie Thema dass ich das mit Absicht gemacht hätte oder dass mein Chef von unentschuldigtem Fehlen ausgegangen wäre. Nach der Geburt meiner Tochter kam das auf den Tisch dass die Zeit falsch berechnet wurde und ich habe ihm direkt angeboten, dann die Tage von meinem Urlaub abzuziehen. Nur sehe ich nicht ein, dass ich zu viel abgezogen bekomme. Er stellt sich auf den Standpunkt er hätte Recht. Und da ich eh nach der Elternzeit nur in Teilzeit arbeiten gehen möchte bekomme ich ja schon eh nicht viel Urlaub und von daher will ich das mit ihm klären.

Beitrag von susannea 20.10.10 - 23:13 Uhr

Eigenltich muss man doch um in den Mutterschutz gehen zu könenn das Schreiben vom FA einreichen (beim AG und/oder der KK) und die teilen einem dann den Termin mit!