Reden Eure Kinder auch öfters vom "tot sein"

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von martina100 20.10.10 - 14:42 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist seit September KiGa-Kind.

Vor kurzem kam er nach Hause uns sagte unsere Nachbarin (hat sie auch mit Namen genannt) sei tot. Ich wußte natürlich das mit ihr alles in Ordnung war, da ich sie gerade erst gesehen habe. Dann meinte er auch noch ich sei tot uvm. ...ich habe ihn gefragt wie er denn darauf kommt, aber er sagte weiter nichts. Ich habe ihm erklärt was tot sein bedeutet....das es zum Leben dazugehört aber das man wenn man tot ist auch nicht wieder kommt und viele Leute dann sehr traurig sind....ich hoffe das war eine einigermassen altergerechte Erklärung....

Hatten Eure Kleinen auch eine solche Phase?

Grüße

Beitrag von agostea 20.10.10 - 14:51 Uhr

Ja, klar. Immer mal wieder.

Ich erkläre dann, das jeder zu einem schönen Schmetterling wird, der stirbt....und dann fliegen kann und sich die Welt von oben anschaut und überall hin kann, wo er will. :-)

Auf die Frage, was passiert, wenn ich (die Mutter) sterbe, sage ich dann, das ich ein Schmetterling werde und sie immer begleite.

ICh finde das eine schöne Vorstellung für die Kinder.

Gruss
agostea

Beitrag von bine3002 20.10.10 - 15:08 Uhr

Ich bin da weit weniger romantisch wie meine Vorrednerin und erkläre alles so wie es ist: Man ist tot und kommt nicht wieder, das macht einem selbst aber wohl weit weniger was aus als den Angehörigen, die sind dann nämlich ziemlich traurig (also so ähnlich wie du).

Beitrag von jule0009 20.10.10 - 15:23 Uhr

Hallo,


mein Sohn ist jetzt 4 1/2 und kam auch immer mal wieder nach hause und erzählte immer der und der ist tot.

Ich habe im immer wieder erzählt, wenn man tot ist kommt man nicht wieder. Dann ist bei uns im Bekanntenkreis was schlimmes passiert. Ein 3 1/2 jähriger Junge den mein Sohn auch gut kannte ist ertrunken.

Da hat er zuerst gesagt, das ist ja nicht schlimm, er kommt ja bald wieder. Da meinte ich nein, das er Junge nie wieder kommen würde. Das der Junge nie wieder draußen sein wird und mit ihm spielen wird.

Seit diesem Vorfall hat mein Sohn das nie wieder gesagt. Ich glaube er hat in seiner kindlichen Vorstellung ein wages Bild bekommen was es wirklich bedeutet.

Jule

Beitrag von zucchini78 20.10.10 - 15:57 Uhr

Meine Tochter (4) redet sehr oft davon, obwohl wir noch nie einen Sterbefall in unserem Umkreis hatten und ich auch nichts aus dem Kiga weiß. Sie fragt auch, wann man stirbt. Ob Mama oder Papa auch sterben. Letztens fragte sie mich, wie sich sterben anfühlt... das fand ich schon sehr befremdlich, wenn es auch eine berechtiggte Frage ist.

Ich habe ihr erklärt, dass wenn man stirbt, das Herz aufhört mit Schlagen, entweder weil es krank oder alt ist.

Beitrag von morla29 20.10.10 - 21:05 Uhr

Hallo,

ja, meine Kinder sprechen viel über das Thema Tod und Sterben. Aber das liegt wohl an unserer familiären Situation.

Ich lerne viel von meinen Kindern, was Trauer betrifft, weil sie sehr ehrlich trauern. Und manchmal rühren sie mich sehr zu Tränen, wenn sie von ihrer kleinen Schwester sprechen.

Anfang des Jahres haben sie auch viel "Beerdigung" oder "Grab herrichten" gespielt.

Gruß
morla
mit zwei Mädels an der Hand (3 und fast 5)
und einem Mädel tief im Herzen (still geb. 29.1.10 - 31. ssw)