Es gefällt Ihm einfach nicht im Kindergarten

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lotte79 20.10.10 - 15:34 Uhr

Hallo zusammen,

ich brauche heute doch nochmal euren Rat, denn allmählich weiss ich keinen mehr.

Niklas geht jetzt seit 6 Wochen in den Kindergarten und er gewöhnt sich einfach nicht ein:-(
Schon von Anfang an hat er morgens geweint wenn ich mich von Ihm verabschiedete und so geht das auch jetzt noch. Er spielt mit keinen anderen Kindern, hängt sich nur an seine Lieblingserzieherin und macht auch zu 99% tagsüber immer mal wieder Theater, indem er weint und nach Mama fragt (Mama soll kommen):-(

Mensch ich weiss allmählich nicht mehr wirklich weiter. Ich kann mich berufsbedingt nicht wochenlang neben Ihn setzen im Kindergarten. Ich hatte zu Anfang zwei Wochen Urlaub. Da war ich mal vormittags komplett mit bei und dann blieb er stundenweise immer länger. Das klappte auch mehr oder weniger gut und wir sind nun soweit, das er von 08:00 Uhr bis um 14:00 Uhr geht. Aber halt immer mit Weinen beim Abgeben und zwischendrin auch weinen und nach Mama fragen:-(

Hat noch jemand ne Idee wie es besser laufen könnte? Wie gesagt ich bin planlos. Er muss doch in den Kindergarten. Kindergarten ist so wichtig und Ihm fehlt auch definitiv der soziale Kontakt zu Gleichaltrigen.

Ich danke euch und lieben Gruss

Silke

PS.: Frage ich Ihn allerdings abends, wie es im Kindergarten war, sagt er immer: Schön:-)#kratz

Beitrag von agostea 20.10.10 - 16:10 Uhr

Na also, er findet es im Grunde "schön" - prima. Zieh es weiter durch, es ist nur eine Gewöhnungssache, so wie er es evt. angewöhnt hat, Theater zu machen.

Wie sehen die Erzieher denn die Situation?

Gruss
agostea

Beitrag von lotte79 20.10.10 - 16:39 Uhr

Hallo agostea,

danke Dir für die Antwort. Stimmt, immerhin findet er es ein bischen schön:-D

Es macht mich nur allmählich echt wahnsinnig. Jeden Morgen das gleiche Theater und keine Besserung in Sicht....

Mit den Erziehern werde ich erst nochmal sprechen müssen um Ihre Einschätzung zu bekommen. Problem ist, ich sehe die Erzieher morgens meist nur 3 Minuten (so lange brauche ich um Niklas in die Gruppe zu schmeissen:-D) Bleibe ich morgens länger da, wird Niklas Theater nur umso mehr, also sehe ich immer zu, so schnell wie möglich weg zu kommen. Und mittags holt Ihn die Oma ab, da ich noch arbeiten bin. Daher bekomme ich Infos meist nur über die Oma....

Naja Freitag morgen werde ich das mal mit der Erzieherin besprechen (Morgen geht Niklas nicht, da Arzttermin).

LG
Silke

Beitrag von agostea 20.10.10 - 16:45 Uhr

Ah, in etwa die gleiche Situation, wie bei mir (mittags holt Oma die Jungs ab....ich bin VZ - berufstätig)..

Naja, ich würde mal sagen: Hart bleiben. Immer wieder stur das gleiche Programm abziehen morgens...

Er muss halt. Wenn er mal in die Schule geht, kann er auch nicht rumheulen und "ich hab aber keine Lust" - Schiene fahren (hart ausgedrückt jetzt).

Das war für mich immer Motivation genug, "hart" zu bleiben.
(vorausgesetzt man kann ausschliessen, dass das Kind ECHTE Probleme im Kiga hat).

Reine Nervensache. #schwitz

Beitrag von lotte79 20.10.10 - 17:01 Uhr

Ja dann wohl so in etwa. Allerdings gehe ich nur drei Tage die Woche voll arbeiten. Die anderen bin ich zu Hause:-)

Stimmt, er muss..... Wenns nur nicht so nerven würde#schein Mal ehrlich, die ersten vier Wochen hatte ich ja noch Verständnis. Aber so allmählich nervt mich das tägliche Theater einfach nur noch#hicks

Nun gut, ich nehme den Kampf auch weiterhin auf und hoffe darauf, das er sich vieleicht (ich setz mir mal ein Ziel:-D) bis Ostern nächsten Jahres eingewöhnt hat:-p#schein

LG
Silke

Beitrag von juni78 20.10.10 - 16:28 Uhr

Hallo,

muss wohl am Namen liegen, denn wir hatten mit unserem Niklas im letzten Jahr ähnliche Sorgen.

Morgens beim Bringen ging es noch, da sein bester Freund auch in die Gruppe geht.
Aber zwischendurch gabs immer wieder Tränen und nach Mama fragen.
Auch die Erzieherin war seine Hauptkontaktperson.
Sie hat ihn dann halt auch mal in die Küche mitgenommen, da hat er dann
die Spülmaschine mit ausgeräumt usw.
Auch hat er sich bei Spielen und Bastelarbeiten beteiligt, solange "seine" Erzieherin da war.

Nach ca. 3 Monaten wurde es langsam besser. Er hat zwar immer noch gefragt, aber nicht mehr täglich mehrmals geweint.
Ganz vorbei war es nach ca. 6-7 Monaten. Da war er komplett integriert, ist allein frühstücken gegangen und hat sich einfach freier bewegt.

Jetzt im 2. Jahr hilft er sogar den Kleinen und tröstet sie wenn sie weinen.

Also, wenn er sich nicht total sträubt kann es nicht verkehrt sein. Es ist einfach eine riesige Herausforderung.

Ich wünsche euch alles Gute und nur nicht den Mut verlieren.

LG
Tanja mit Niklas (*15.05.2006)

Beitrag von lotte79 20.10.10 - 16:42 Uhr

Hallo Tanja,

danke Dir für die Antwort. Ja so handhaben Sie es mit unserem Niklas auch. Er geht dann halt mit der Erzieherin überall hin (auch kopieren und so). Grausam sind nur immer die Tage, wo seine Lieblingserzieherin nicht da ist. Da gibts dann doppeltes Geschrei#schock

Na Du machst mir ja Mut#schock Naja ok meine Hoffnung, dass sich das ganze zeitnah mal geben könnte, habe ich ja eh schon aufgegeben. Dann bin ich ja mal gespannt, wie lange Niklas für diese neue Herausforderung noch benötigt:-)

LG
Silke

Beitrag von zauberfee69 20.10.10 - 16:50 Uhr

Liebe Silke,

unter Umständen hast Du so einen Sohn wie ich.
Wir hatten auch ziemliche Startschwierigkeiten. Jeden Morgen war Weinen angesagt und das über ein Jahr lang.

Jetzt, im dritten Kindergartenjahr, weint er zwar nicht mehr, aber jeden Morgen ist die erste Frage: "Muss ich heute in den blöden Kindergarten!". An manchen Tagen ist es extrem schlimm und ich muss alle nur erdenkliche Überzeugungsart leisten, damit er geht.

Ich glaube aber nicht, dass es ihm nicht gefällt. Er hat viele Freunde und lernt unheimlich viel. Das könnte ich ihm zuhause nicht bieten, vorallem weil ich ja auch arbeiten gehe.

Ich habe mich damit abgefunden, dass ich einen Sohn habe, dem der Kindergarten einfach nicht gefällt, obwohl wir einen wirklich schönen Kindergarten mit netten Erzieherinnen haben und die alles tun, damit es ihm gefällt.

Liebe Grüße und alles Gute für Euch
Lisa

Beitrag von lotte79 20.10.10 - 17:03 Uhr

Hallo Lisa,

mal die Frage vorab: Wie hältst Du das aus???#schock

Wenn ich dran denke, dass das Theater noch monatelang weiter geht, bekomme ich Panikpickel#schock

Sei mir bitte, bitte nicht böse, aber ich hoffe doch das sich Niklas irgendwie früher eingewöhnt und auch mal gerne in den Kindergarten geht:-D

LG
Silke

Beitrag von zauberfee69 20.10.10 - 17:59 Uhr

Liebe Silke,

man härtet ab ;-)
Wie heißt dieses blöde Sprichwort: "Was Dich nicht umbringt, macht Dich nur härter!"

Aber an manchen Tage leide ich sehr darunter. Mein Kind geht morgens mit Tränen in den Augen in die Gruppe und ich sehe ja nicht mehr, wie schnell er sich erholt und Spaß hat. Ich sehe nur ein "leidendes" Kind und denke den ganzen Vormittag über, wie es ihm wohl geht. Dabei hat er Spaß... die Erzieherinnen bestätigen mir dies immer wieder und ich glaube ihnen.
Und an anderen Tagen bin ich von dem Gejammer "ich will nicht in den Kindergarten" einfach nur genervt... weil ich es mir ja schon fast 3 Jahre anhören muss.

Mein Sohn ist halt am Liebsten daheim bei Mama. Da gerät er ganz nach seinem Papa *grins*.

Aber natürlich muss das bei Euch nicht so ein.

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Dein Sohn bald gerne und freudestrahlend in den Kindergarten geht.

Liebe Grüße
Lisa

Beitrag von tweety12_de 20.10.10 - 19:02 Uhr

hallo,

als max in den kindergarten kam, war das auch alles sehr anstrengend.

max hat morgens fast immer geweint , wollte mittag dann oft nicht nach hause.

so richtig angekommen war er erst nach ca. inem halben jahr..

und jetzt ist er richtig gerne dort.

hab gedult, das gibt sich mit der zeit.

gruß alex

Beitrag von blaue-blume 20.10.10 - 20:01 Uhr

hallo!

bei meiner tochter lief es ähnlich, eigendlich sogar schlimmer.

ich habe mir dann 2 wochen frei genommen, und bin mit da geblieben, anschliessend hat mein mann 2 wochen frei genommen und sie begleitet.

ich bin die ganze zeit da geblieben, meinen mann hat sie dann schon nach dem 3. tag "nach hause geschickt"...

vielleicht wär es auch bei euch eine möglichkeit, das papa ihn eine woche oder so begleitet? meist lösen sich die kinder leichter vom vater als von der mutter...


lg anna

Beitrag von somaus 20.10.10 - 21:45 Uhr

Hallo Silke,

ich habe beim Lesen gedacht, Du schreibst über meinen Sohn!
Er geht auch seit 6 Wochen in den Kindergarten und es läuft genauso. Jonas hat sogar eine Nesselsucht wegen Stress bekommen. (WIrvermuten, dass das zumindest der Auslöser ist.) Er hängt nur an einer Erzieherin, spielt nicht mit anderen Kindern und macht Theater, wenn ich morgens weg gehe. ABER: Wenn mein Mann ihn hin bringt, winkt er ihm sogar lächelnd!!! Und heute hat er das erste Mal mitgeturnt!
Also, ich glaube, wir haben alle nur Kinder, die etwas länger brauchen, wenn ich mir hier so die Erfahrungen durchlese. Bestimmt sieht es in ein paar Monaten anders aus.

Viel Glück und Durchhaltevermögen,

somaus

Beitrag von hendrik-j 21.10.10 - 11:40 Uhr

Hallo,

ich bin so froh Deinen Beitrag zu lesen und zu sehen, das wir nicht die einzigen sind, die so "Probleme" haben. #freu

Jeden Morgen: Muss ich wieder in den Kindergarten? Im Kindergarten ist es blöd. Da ist es mir zu laut. Brot will ich nicht, ich ess und trink nicht im Kindergarten usw. usf. So geht es seit Anfang August und manchmal meine ich wir haben einen Exoten. ;-)

Gut das es noch viele andere Kinder gibt die so sind und die leider nicht bei uns im Kindergarten sind, damit ich jeden Tag sehen könnt, das es anderen auch so geht. :-)

Liebe Grüße und es wird bestimmt besser :-p
Nadine #sonne