Würdet Ihr für eine Stelle umziehen??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nele27 20.10.10 - 15:36 Uhr

Hi,

angeregt durch eine Diskussion im Politikforum interessiert mich, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen Ihr wegen eines Jobs umziehen würdet...

Ich bin vor 2 Jahren komplett mit meiner Familie in eine andere Stadt gegangen, weil ich eine gute Stelle bekam und in meiner vorherigen Heimat gerade nichts Lukratives dabei war. Hatte mich gut verteilt in ganz Deutschland und der Schweiz beworben und wäre, wenn Stelle und Bezahlung stimmen auch überall hingegangen.

Wegen ein paar Kröten mehr im Monat würde ich es mit Kindern und vll später mal Eigentum nicht mehr tun. Damals hatte ich zwar Familie, aber wir waren relativ ungebunden.
Aber auch heute würde ich, wenn mir in meinem Ort Arbeitslosigkeit droht und ich keine Perspektive mehr habe, lieber umziehen als mit meiner Familie am Existenszminimum rumzukrepeln und nur miese Jobs zu machen.
Oder wenn mein Mann zB so einen tollen Job irgendwo bekommt, dass er mein Gehalt mit verdient. Dann würde ich auch weggehen und das auch ins Ausland.

Heimat, Freunde etc. sind für mich eher kein Argument.

Wie sieht es bei Euch aus?

LG, Nele

Beitrag von nisivogel2604 20.10.10 - 15:48 Uhr

Ich finde sowas kann man mit Familie nur machen, wenn das neue Arbeitsverhältnis unbefristet ist und so sicher wie möglich.
Und ich würde das auch nicht beliebig oft machen. Kinder sollten schon eine feste Heimat haben und irgendwo einen festen Lebensmittelpunkt.

Ein Umzug kostet ja auch Geld und wenn ich in einen Umzug mal eben knapp 1000€ stecke, dann nicht für weitere Unsocherheit und die Option in 1 Jahr das Spiel wieder von vorne zu beginnen.

Familie ist für mich z.B. mittlerweile durchaus ausschlaggebend. Wenn ich könnte, würde ich so schnell wie möglich in die Nähe ziehen. Da mein Mann schlechte Arbwitszeiten hat und oft operiert wird, ist es allein mit 3 Kindern oft sehr schwierig.

lg

Beitrag von anarchie 20.10.10 - 16:00 Uhr

oh...schwiiiierig...


Also , ganz sicher nicht, weil der Job etwas besser ist oder mehr Kohle reinkommt.
Dafür lebe ich zu gern hier.
Meine Kinder gehen hier zur schule,
ihre großeltern und Cousins wohnen hier.

Aber wenn wir hier keinerlei Perspektive mehr hätten, woanders aber ein gutes Leben, ja, dann würde ich wohl...

Aber für uns stellt sich das so nicht, mein mann ist gut bezahlt unkündbar und wir haben ein haus gebaut...

lg

melanie

Beitrag von wuestenblume86 20.10.10 - 16:03 Uhr

Hallo!

Also wir sind auch ungebunden :-) wir haben uns zwei + unseren Junior im Bauch und mehr brauchen wir nicht...all die anderen Verwandten und Freunde kann man besuchen fahren, telefonieren und auch neue Bekanntschaften machen.

Jobmäßig ist es uns wichtig gutes Geld heimzubringen ;-) aber gottseidank haben wir beide überall Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit unseren Qualifikationen.

Derzeit wohnen die nächsten Verwandten 400 km entfernt von uns :-p in Zukunft würden wir aber gerne dauerhaft ins Ausland gehen #freu

lg #winke

Beitrag von meckikopf 20.10.10 - 18:30 Uhr

Huhu,

was macht ihr (dein Mann/Partner und du) denn beruflich so Tolles, dass ihr überall Chancen auf dem Arbeitsmarkt habt? (Und bevor dies - evtl. wieder; wie öfters mal im Netz/in den Foren - grottenfalsch verstanden wird - meine Frage ist NICHT(!) ironisch; geschweige denn zynisch, gemeint - und ich bin auch NICHT(!) neidisch, sondern ich FRAGE nur aus reinem Interesse!). Und das ist auch keine Rechtfertigung, sondern nur eine Erklärung, da meine Frage evtl. ironisch/zynisch und neidisch klingen KÖNNTE - ist es aber nicht; wie schon gesagt, und ich meine es so, wie ich es schreibe: Nämlich ERNST.


Euch hat es ja in Amilands Nachbarland verschlagen - und dazu muss ich schon sagen - toll!:-) (Obwohl ich mich in meiner Heimat (BR)D weiterhin pudelwohl fühlen werde).



Gruß

Beitrag von wuestenblume86 20.10.10 - 19:13 Uhr

Wir sind beide Ingenieure ;-) mein Mann hat dazu noch vor dem Studium eine sehr seltene Ausbildung gemacht welche ihm im Studium einen sehr sicheren und gut bezahlten Job gebracht hat und ich habe dafür den höheren Studienabschluss wenn ich mal endlich meine Abschlussarbeit fertig schreibe und abgebe :-p

Natürlich ist die Bezahlung nicht überall unseren Vorstellungen entsprechend #cool aber dennoch hat der Arbeitsmarkt genug Bedarf für uns.

Wir wohnen zur Zeit hauptsächlich in Deutschland ;-) wegen den Arbeitsplätzen...nutzen aber jede freie Zeit um nach Kanada zu fliegen. Dort haben wir auch Eigentum, Arbeitsgenehmigungen und die Großeltern unseres Juniors #freu

Beitrag von meckikopf 20.10.10 - 21:24 Uhr

Ach so - #danke für deine Antwort. Und auch schön, dass du meine "harmlose" Frage nicht falsch verstanden hast.:-)#schwitz#hicks

Beitrag von gutelaunemom 21.10.10 - 12:50 Uhr

Hallo! Mmmhh, das was ich hier so in meinem Freundes-und Bekanntenkreis mitbekommen habe, ist der Ingenieurberuf wohl ziemlich überlaufen und schlecht bezahlt... gutes Geld kann man in diesem Beruf nicht mehr verdienen. LG

Beitrag von nele27 21.10.10 - 14:01 Uhr

Das ist ja seltsam ... also ich lese fast jeden Tag vom Ingenieursmangel #kratz
Gerade heute wieder in der Zeitung. Mein Mann ist in der Maschinenbaubranche (als Techniker) und erzählt dasselbe.

Hier ein Text dazu:

****Studie aus dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln:

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieure bundesweit lag im 01/2005 bei 63901. Im 09/2010 waren nur noch 24.130 Ingenieure arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen Rückgang um ca. 62%. Die offenen Stellen sind im gleichen Zeitraum um ca. 30% angestiegen. Die Ingenieurlücke bzw. der Ingenieurbedarf stieg von 01/2005 von ca. 21.000 auf bis zu ca. 66.000 im 07/2007 an und erreichte im 01/2010 in etwa wieder den Ausgangswert von 01/2005 (ca. 21.000). Also trotz wirtschaftlicher Krise bestand bzw. besteht immer noch eine immense Nachfrage nach Ingenieuren. Von 01/2010 bis 09/2010 steigt die Ingenieurlücke bundesweit wieder kontinuierlich an und erreicht im September 2010 einen Wert von ca. 41.000. Beachten Sie bitte, dass der Ingenieurbedarf größer ist als die Differenz aus offenen Stellen und Arbeitslosigkeit, weil nur eine begrenzte regionale Mobilität besteht.
***

LG, Nele

Beitrag von ichclaudia 20.10.10 - 16:09 Uhr

Hallo,

ich würd es eher nicht machen, weil mein Mann hier einen sicheren Arbeitsplatz hat, gutes Geld verdient (bei 14 Monatsgehältern). Was bringt es dann, wenn ich irgendwo einen Job angeboten bekäme und umziehen müsste, mein Mann dann dort aber arbeitslos wäre und dafür seinen sicheren Arbeitsplatz verlieren würde ???

LG claudia

Beitrag von nele27 20.10.10 - 16:41 Uhr

Mein Mann hat seinen unbefristeten Vertrag damals tatsächlich wegen meiner neuen Stelle gekündigt...
Aber er wollte sich eh weiterbilden und hatte auf den Laden keinen Bock mehr (3 Schichten, blöde Arbeit). Inzwischen ist die Weiterbildung zuende und er hat hier einen neuen unbefristeten Vertrag, keine Schichten, mehr zu sagen und mehr Geld #freu

LG

Beitrag von ichclaudia 20.10.10 - 16:44 Uhr

Hi,

der Unterschied ist aber: Dein Mann hatte eh kein Bock mehr auf den Job. Mein Mann liebt seinen Job, den er seit mittlerweile über 10 Jahren macht und er verdient damit netto mehr wie ich brutto...

LG

Beitrag von nele27 20.10.10 - 16:49 Uhr

Das ist in der Tat ein Unterschied. Ich verdiene mehr als mein Mann (noch #schwitz) und wie gesagt, die Bude war eh nicht so sein Fall.

Trotzdem gab es viele, die ihn für total bescheuert erklärt haben, mit der Frau ohne eigenes Einkommen wegzugehen und als Schüler nochmal anzufangen.

Beitrag von ichclaudia 20.10.10 - 17:05 Uhr

Ich halte es auf jeden Fall für einen sehr mutigen und in eurem Fall scheinbar auch richtigen Schritt !

LG

Beitrag von october 20.10.10 - 16:18 Uhr

Hallo Nele,

aus meiner jetzigen Situation heraus sage ich ganz klar: Nein.
Für mich ist Familie ein sehr wichtiges Argument. Freunde weniger, die habe ich so oder so in ganz Deutschland verteilt und muss mir hier in meiner Heimat erst wieder einen Freundeskreis aufbauen.
Ich finde es sehr schön, dass meine Tochter sehr regelmäßigen Kontakt zu ihren Großeltern hat und auch mehr oder weniger mit ihnen aufwächst (Besuche alle 1-2 Wochen)
Außerdem bin ich auf verlässliche Betreuungspersonen außerhalb der Krippenzeiten sowohl beruflich als auch für meinen persönlich Ausgleich angewiesen und die habe mit meiner Familie hier.
Da ich einen relativ sicheren Arbeitsplatz habe (unbefristet, kommunaler Arbeitgeber), würde für mich ein Jobwechsel nur aufgrund von Karriereentwicklungsmöglichkeiten in Frage kommen. D.h. ich würde mein stabiles Umfeld (inkl. Krippenplatz, der nicht überall in Dtl. zu bekommen ist) und meinen recht sicheren Arbeitsvertrag dafür aufs Spiel setzen. In den nächsten 5 Jahren (länger möchte ich nicht überblicken) ist es mir das definitiv nicht wert.
Wäre ich kinderlos, würde ich das sicher machen, vor allem auch weil meine Heimat nicht gerade die attraktivste Wohngegend Deutschlands ist.

LG Annika

Beitrag von falkster 20.10.10 - 16:24 Uhr

Wegen anhaltender Arbeitslosigkeit ging ich vor 6 Jahren nach England und liess Berlin hinter mir. allein.

Im Sommer 2010 verliess ich wegen anhaltender Arbeitslosigkeit England und lebe nun wieder in Berlin. Mit Job. Und Frau. Und ab Dezember auch mit Kind...

Selbstverständlich wechselt man den Standort, wenn man es muss... Und was man dabei lernt und erlebt prägt für das ganze Leben und erweitert den Horizont ganz gewaltig...

Beitrag von annelie.77 20.10.10 - 16:27 Uhr

Hi,

das ist wirklich schwierig, wir haben es in der Vergangenheit bereits 3x getan, aber da hatten wir auch noch kein Kind. Jetzt müsste ich allerdings vermutlich auch länger nachdenken, bevor ich solch einen Schritt mache.

Familie und Freunde sind kein Argument für uns, weil man ja wie gesagt auch über große Entfernungen Kontakt halten kann, unsere Freunde sind über ganz Deutschland verteilt und es es funktioniert wunderbar.

Aber Gott sei Dank müssen wir uns diese Gedanken momentan auch nicht machen, obwohl mir das Umziehen schon ein bisschen fehlt :-(

LG

Anne

Beitrag von smurfine 20.10.10 - 16:36 Uhr


Den letzten Umzug hat mein Mann ausgelöst. Er hatte gerade erst eine neue Stelle angetreten als in dem Konzern ein Hauen und Stechen unter dem Personal ausgelöst wurde, eine finanzielle Höherstufung sollte statt in einem erst in 7 Jahren stattfinden. Ich hatte gerade frisch entbunden. Just in dem Moment kam ein Angebot wo er jetzt mehr netto hat als vorher brutto. Er hat noch in der Probezeit beim anderen Arbeitgeber gekündigt, hat seine Vätermonate genommen und Kartons gepackt. Wir sind 700km weitergezogen. Wir haben beide schon im Ausland gearbeitet und würden dies auch wieder tun. Das Gehalt und die Perspektive muss stimmen. Allerdings jetzt mit Kind nur noch in entsprechend sichere Länder mit guter medizinischer Versorgung. Die Familie sieht man auch bei Entfernungen von 100 oder 200km selten und unsere Freunde wohnen auch so verteilt.


Lg,
FINA

Beitrag von ballroomy 20.10.10 - 18:27 Uhr

Wir sind vor 2 Jahren 500 km weit weg gezogen. Der Job war eine gute Chance für meinen Mann. 1 Jahr bleiben wir noch hier, dann gehts wieder weiter.

Irgendwann möchte ich aber auch mal ankommen. Die Kinder sollen eine Heimat haben.
Ich möchte sie nicht während der Schulzeit dauernd rausreißen.
Bis dahin bin ich aber noch flexibel, es muss auch nicht Deutschland sein.

Grüße
ballroomy

Beitrag von meckikopf 20.10.10 - 18:41 Uhr

Hallo Nele,

hmmm... schwierig; echt schwierig. Kann ich so pauschal und ad hok/spontan gar nicht beantworten, denn da spielen ja schließlich einige Faktoren mit; wie z.B. ob das auch eine sichere Stelle ist - und nicht nur befristet (obwohl... was ist heutzutage schon noch wirklich sicher?#gruebel#zitter), ob diese Stelle auch wirklich attraktiv; sprich, auch wirklich gut bezahlt ist (also weitaus BESSER als im Heimatort), ob das Arbeitsklima und das Umfeld stimmt; wie nette Kollegen/innen... und... und... und...

Des Weiteren kommt es auch schlussendlich noch darauf an, ob die/der andere Stadt/Gegend/Ort auch attraktiv ist mit Freizeitangeboten, dass man als "Fremde/r" von den dortigen Einheimischen gut aufgenommen wird... usw... usf... Das empfinde ich auch alles noch als sehr wichtige Aspekte, denn was nutzt (allein!) ein attraktiver; sprich weitaus besserer Verdienst und im allgemeinen bessere Arbeitsbedingungen, wenn man mit den dortigen Menschen/Einheimischen überhaupt nicht - oder kaum/sehr schwer - warm wird?! Und man will ja auch nicht immer nur an den Wochenenden und freien Tagen alleine zuhause hocken.


Zum Schluss noch eine Frage an dich: Du schreibst ja, dass du vor 2 Jahren nach HH gezogen wärst - der Arbeit wegen - und bist du denn Norddeutsche - oder kommst du wo ganz anders her? Denn im Norden der Republik sieht es ja stellenweise auch total mau aus mit Arbeit - und zwar bekanntlich im NordOSTEN.



Gruß

Beitrag von nele27 21.10.10 - 09:39 Uhr

***ob die/der andere Stadt/Gegend/Ort auch attraktiv ist mit Freizeitangeboten***

Das war ja zum Glück in Hamburg kein Thema #huepf

Ich habe vorher in Hannover gewohnt, war also nicht so weit weg. Aber wie gesagt, ich hatte auch eine Bewerbung in der Schweiz laufen, wären da auch hingegangen.
Für manche "Freunde" sind die 160 km übrigens unüberwindlich #augen Aber egal, dann war es eh nicht so wichtig...

LG

Beitrag von sneakypie 21.10.10 - 11:36 Uhr

>>Für manche "Freunde" sind die 160 km übrigens unüberwindlich<<

Das kenne ich. Von der "anderen" Seite scheinen 250 km viel weiter zu sein als von dieser. Interessanterweise haben die Leute, die selbst aus dem Heimatort in alle Winde gezogen sind, damit erfahrungsgemäß weniger Probleme.

Gruß
Sneak

Beitrag von nele27 21.10.10 - 13:57 Uhr

Das ist auch meine Beobachtung: Wer nie aus seinem Nest herauskam, schafft keine 100 oder 200 km um Freunde zu besuchen. Stattdessen heißt es immer "Wann biste denn mal wieder da?" #augen
Meine Antwort: "NIE - es sei denn, ich verabrede mich".

Wer selbst schon mal weg war, hat kein Problem mit wechselnden Besuchen.
Ich hatte in Hannover eine Freundin, die nun in Nürnberg wohnt. Interessanterweise hat die die Strecke Nürnberg - Hamburg schon häufiger geschafft als andere die Strecke Hannover - Hamburg #gruebel

LG

Beitrag von sneakypie 21.10.10 - 16:19 Uhr

>>Stattdessen heißt es immer "Wann biste denn mal wieder da?"
Meine Antwort: "NIE - es sei denn, ich verabrede mich".<<

#rofl

Meine Antwort lautet stereotyp: "Zu Weihnachten". Immerhin hab ich meinen Lebensmittelpunkt HIER seit sechs Jahren - man sollte meinen, das käme irgendwann mal an. Von den "Dagebliebenen" hat mich tatsächlich noch keiner besucht, "ist ja so weit". Ja, für den Weggezogenen ist es näher, oder wie?

Aber nächstes Wochenende fahre ich mal wieder - und treffe mich mit einer Freundin, die gerade in Frankreich ihren Doktor macht. Die schafft immerhin 1.500 Kilometer für ein Wochenende.
Meine Schwester, jetzt in Zürich, hat kein Problem damit, den Flieger zu besteigen, um Freunde in London oder Barcelona zu besuchen. DAS sind Entfernungen (Nürnberg-Hamburg allerdings auch). Aber zwei Stunden Autofahrt... pffft. Da kommt man sich latent veralbert vor. #aerger #schein

Beitrag von kikou 20.10.10 - 19:18 Uhr

Hallo Nele,

ich bin vor Jahren nach Frankreich gegangen und dort hängen geblieben. Aber auch hier bin ich für einen guten Job schonmal umgezogen, mitsamt der ganzen Familie. Da waren meine Kinder aber noch nicht in der Schule. Für sie war die Umstellung trotzdem am schwersten. Wir Grossen wussten ja, warum wir "alles aufgaben": das neue Haus ist grösser als die Wohnung, ich habe nur noch sehr kurze Wege, um ins Büro zu kommen, mein Mann war damals Freiberufler, da machte es Sinn, in die Nähe meines Arbeitsplatzes zu ziehen.

Mittlerweile sind meine Kinder 8 und 6 und ich würde eine solche Entscheidung nicht mehr so ohne weiteres treffen. Sie gehen hier auf eine zweisprachige Schule, die gibt's nicht an jeder Strassenecke, sie haben viele und richtig nette Freunde, sind in diversen Vereinen aktiv. Wir haben ein Haus gekauft, und sind, nach 4 Jahren so ungefähr mit den Renovierungsarbeiten fertig, kurz, wir fühlen uns hier sauwohl.

Ob ich dieses Wohlbefinden für einen neuen Job ins (wenn auch temporäre) Ungleichgewicht bringen würde? Ich weiss es nicht, eher nicht. Mir ist das Familienleben mittlerweile wichtiger und auch wenn ich noch beruflich weiterkommen möchte, ich bin nicht mehr willens, so "mir nichts, dir nichts" umzuziehen. Da müsste schon echt das Megaangebot daherkommen.

Gruss,
Kikou

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