Wie geht ihr mit Trotzphasen / Schreiattacken um?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von babell 20.10.10 - 19:45 Uhr

Aus gegebenem ANlass (#schwitz) würde mich mal interessieren, was ihr gegen Trotzphasen eurer Kinder macht.

Unsere Große (wird bald 2), muss man manchmal nur schief anschauen und sie brüllt wie am Spieß - ohne Grund. Normalerweise ist sie sehr lieb, aber diese Phase hält nun schon eine ganze Weile #zitter

Wir haben schon viel versucht - ignorieren, leise und sanft mit ihr reden, ihr alles genau zu erklären warum, wieso, weshalb, mit ihr schimpfen, sie ins Kinderzimmer oder ins Bett zu stecken - bisher half leider gar nichts :-(

Ich freue mich auf eure Antworten.

LG Isa

Beitrag von sailing08 20.10.10 - 19:58 Uhr

Hallo Isa,

unsere ist fast 19 Monate und ich bin gespannt auf die Antworten, die da folgen werden :-) Wir haben gerade dieselbe Phase #zitter

Lg

sailing08

Beitrag von mugelz 20.10.10 - 20:39 Uhr

Hi,

also meine Kleine ist jetzt 29 Monate alt und die Trotzphase hat wohl ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Manchmal lasse ich sie einfach schreien und sage ihr, das sie wieder zu mir kommen kann, wenn sie sich beruhigt hat. Manchmal nehme ich sie auch auf meinen Arm und frage sie, warum sie jetzt so wütend ist. Das bringt sie meist etwas runter und sie möchte wieder kuscheln. Ja und manchmal schimpfe ich auch, was allerdings meist nur zu noch lauterem Geschreie führt, also sinnlos.
Ach, ich hab sie mal auf Video aufgenommen (da hatte sie nen Schrei und Heulanfall, weil sie ihre Socken nicht runter bekommen hat #augen) und hab ihr den Film gezeigt. Sie fand das unheimlich lustig und will es immer wieder schauen. Bisher hat sie beim "vergeblichen" Socken ausziehen keinen kleinen Tobsuchtsanfall mehr bekommen.

LG
mugelz (Emilia 29 Monate und 30. SSW)

Beitrag von tigertatze1205 20.10.10 - 20:39 Uhr

Hallo,

meine ist noch nicht so alt wie Deine Kleine, sondern erst 14 Monate, aber Schreiattacken hat sie auch schon super drauf.

Sie schmeißt sich auf den Boden und kreischt oder strampelt mit den Beinen, wenn man ihr etwas wegnimmt, was sie nicht haben soll oder etwas nicht bekommt was sie unbedingt haben möchte.

Ich hab mir jetzt angewöhnt sie dann in dieser Situation "allein" zu lassen. Wenn sie dann aufgestanden ist und vielleicht immernoch weinend zu mir kommt, dann nehm ich sie natürlich auf den Arm und tröste sie.

Einen anderen Tipp hab ich im Moment leider auch nicht, aber vielleicht ist Johanna mit ihren 14 Monaten auch noch leichter zu handhaben als Dein fast 2jähriger Zwerg.

LG und starke Nerven
Sabrina

Beitrag von saskia33 20.10.10 - 20:43 Uhr

Wir habe im Moment auch so ein Phase,Julian wird nächsten Monat 2 #zitter
Würde mich über Tipps auch freuen #schwitz

Julian ist auch nur noch am Schreien/Weinen,trau mich schon gar nicht mehr was zu sagen #schock
Egal was,er rastet sofort aus wenns nicht nach seiner Nase geht#augen
Hab ne tickende Zeitbombe hier rumlaufen #schock
Im Moment fliegt sein Spielzeug recht tief #rofl

Wenn er richtig sauer ist knallt er mit Absicht seinen Kopf gegen die Wand oder den Boden #schock

Kann dich also verstehen,bin zur Zeit echt froh wenn er schläft #schwitz #schein
Nur helfen kann ich dir leider nicht #schmoll ;-)

lg

Beitrag von lexa8102 20.10.10 - 20:59 Uhr

Hallo Isa,

wenn deine 2jährige schon die Große ist, könnte Eifersucht eine Rolle spielen...

Ich reagiere bei Trotzphasen immer so:
- Trösten/in den Arm nehmen
- Verständnis für sein Gefühl zeigen und äußern
- sein Gefühl in Worte fassen ("ich weiß, dass du dich ärgerst, weil du xy nicht bekommen darfs")
- eventuell Alternative anbieten ("aber dafür darst du xy bekommen")

Wenn nichts hilft einfach dem Gefühl freien Lauf lassen und weiter zeigen, dass es ok ist, dass er das gerade fühlt und ich ihn trotzdem lieb hab.

Viele Grüße,
Lexa

Beitrag von deenchen 20.10.10 - 23:28 Uhr

Abstand halten und warten bis der Anfall vorbei ist.
Wenn meine Tochter in Fahrt ist, zum Glück noch nicht soo häufig, hilft wirklich nur in Deckung gehen und sie in Ruhe lassen, umso schneller hat sie sich wieder beruhigt *grins*

Beitrag von super_mama 21.10.10 - 10:17 Uhr

Hallo,

also bei meinem Sohn (inzwischen 5 ... und glaub mir, sorry das ich so ehrlich bin ... die Trotzphase wird erst richtig schlimm;-)) hat es damals gereicht wenn ich ihn bocken lassen habe.
Anfangs hab eich es mit trösten versucht, streicheln, kuscheln - er beruhigte sich, aber danach wurd er nur noch zickiger, lauter und wütender.
Ins Bett steck sie bitte NICHT (!). Das Bett bekommt so einen fiesen Beigeschmack - sprich, ich bin unartig und tu nicht was die Großen wollen, also soll ich ins Bett - kann (muss nicht9 dazu führen das sie auch abends nicht mehr ins Bett mag.
Bei Tl half es letztendlich ihn ins Zimmer zu setzen, raus gehen, Tür anlehnen (nicht zu machen) und ihn ausbocken lassen. Immer wenn er raus kam - wieder rein, das alles ohne was zu sagen.
Aber das war nichts im Vergleich zur richtigen Trotzphase lach. Damals reicht das noch und als e rmit 3 in den KiGa kam bewunderten alle mein Kind, er sei sooo lieb und so ruhig, obwohl ich mir manches Mal was anderes dachte - aber die Trotzphase kam mit 3 1/2 und hält bis heut an - Phasenweise - also wir haben Erholungspausen ;-)
Es stimmt schon was "unsere Eltern" so sagen "Kleine kinder kleine Sorgen - große kinder große Sorgen" ;-)
Unser Lenilein wird nun 15 Monate und das Diva-Gehabe hat sie schon voll drauf ... also sie ist ihrem Bruder im verhalten und Zicken ein Jahr voraus ;-) Sie muss man auch nur ernst anschauen wenn si emIst macht (Schränke ausräumen, an der Toilette spielen oder Toilettenpapier abrollen, etc) und sie schreit wie nichts gutes. Nachdem auch bei ihr gut zureden und trösten da nichts bringt, lass ich sie bocken ... ins Zimmer bringe ich sie noch nicht, dazu ist sie zu klein und dann zu isoliert, das die Tür offen ist ist dann auch egal, aber noch reicht es so auch bei ihr. Sie schreit ne Minute und dann ist ok.
Was bei jedem Kind am besten hilft ist unterschiedlich, wie die kinder selbst ... manche wollen dann einfach nur gehalten werden, andere brauchen wirklich dieses "in die Schranken weisen".
Kinder brauche, auch wnen sie klein sind Grenzen - die sie und auch ihre Eltern konsequent einhalten müssen sonst nutzt es alles nichts. Ich schreibe das weil ich es an mir selbst sehe ... ich hab 2 - 3 tage wo ich wirklich sage, so wir ziehen das so durch mit Zimmer oder bocken lassen und dann ist eine kleine Sache wie zB das Telefon klingelt und während die Kinder meckern dran gehen ... also lass ich sie dann haben was sie wollen ... was natürlich nicht richtig ist, aber in dem Fall ... und schon gehts von vorn los.
Alles leichter gesagt als getan ...;-)

LG und viel Glück, Mara mit Til & Leni