Benötige dringend Hilfe, 1 jähriger schläft Abends nicht mehr ein.

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von amelie01 20.10.10 - 20:10 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich bin total ratlos. Kurz zur Situation:

Unser kleiner Mann 12,5 Monate ist immer gut eingeschlafen in allen Lebenslagen. Seit ca. 2-3 Wochen ist totaler Alarm. Gut, alles begann als er vor 6 wochen mal krank war und wir uns zum einschlafen daneben gelegt haben. Mit singen und kuscheln ist er dann gut eingeschlafen, dass geht jetzt aber schon seit 3 wochen so. mittlerweile hilft auch nicht mehr unser gesinge. er schläft jetzt er gegen 22.00 23.00 uhr ein. er ist aber auch todmüde. und gut 5 stunden vorher wach. er schläft noch bei uns im schlafzimmer. Meine schwester ist gerade zu besuch für die nächsten 2 wochen und ist bei unserem kleinen "eingezogen". er schläft allerdings schon von anfang an bei uns. sobald meine schwester weg ist, soll er dann in sein eigenes zimmer einziehen. Er wird auch ständig nachts wach, mind. 7 - 10 mal. Mensch hatte das auch jemand von euch? Wir sind mittlerweile echt am ende.

Es kamen schon Angebote wie:


- Es ist nur eine Phase, ja ja die hat er schon seit seiner Geburt ;-)
- Angst ins bett zu gehen kann es auch nicht sein, weil er tagsüber ja auch dort schläft.

- am Tagesablauf habe ich auch nichts geändert.
- wir haben gestern auch mal versucht ihn schreien zu lassen aber das bringe ich nicht lange übers herz.

bitte vielleicht habt ihr ja auch noch einen tip.

Einschlafrituale habe ich auch schon hinter mir ;-(

Danke für Eure hilfe

Beitrag von samcat 20.10.10 - 20:22 Uhr

Hallo, vielleicht kannst du dich zu ihm ins Zimmer setzen, aber nicht direkt neben das Bett. Vielleicht wo er dich nicht sieht, aber hört. Wenn er dann weint, könntest du beruhigend und kurz mit ihm sprechen, sowas wie: Schhhhh, schlaf jetzt mein Schatz oder Ähnliches#schein Er weiß dann, dass du da bist, muss aber allein einschlafen- sprich wird nicht mehr herausgenommen, Händchen gehalten etc. Wenn er aufsteht- kurz hingehen, wieder hinlegen und dich wieder auf deinen Platz setzen.
Das ist sozusagen eine sanftere Form des Ferberns, das Kind ist nie alleine.

Wichtig ist noch zu wissen, dass alles was ihr einführt erstmal verinnerlicht werden muss. Es kann also drei vier Tage dauern, bis die Methode Wirkung zeigt. Man muss geduldig sein und durchhalten. Das Kind sollte außerdem wirklich müde sein ! Nach einiger Zeit ist der müde Punkt vorbei und man muss den nächsten abwarten. Sonst hat es keinen Sinn und ist Quälerei für euch und das Kind.

Diese Methode hat bei meiner besten Freundin (arbeitet im Schlaflabor) in den meisten Fällen Erfolg gezeigt. Vielleicht klappt es ja bei euch auch.

LG!

Beitrag von bine3002 20.10.10 - 20:23 Uhr

"Einschlafrituale habe ich auch schon hinter mir"

Was heißt "hinter dir"? Einschlafrituale sind nicht unbedingt dafür da, dass das Kind besser einschläft. Sie helfen dem Kind lediglich zu erkennen, was als nächstes passiert. Das gilt aber auch grundsätzlich am Tag. Alle Arten von Ritualen und sei es nur, dass man Schuhe anzieht, vermeiden Stress bei einem kleinen Kind. Deswegen sollten Rituale auch immer gleich sein, z. B. Jalousie runter, Schlafanzug an, Geschichte, Licht aus immer in der gleichen Reihenfolge.


"Es ist nur eine Phase, ja ja die hat er schon seit seiner Geburt"

Wenn Du sagst, dass es erst seit etwa 3 Wochen so ist, dann widerspricht sich das... Ist er vorher gut eingeschlafen oder nicht?


"Angst ins bett zu gehen kann es auch nicht sein, weil er tagsüber ja auch dort schläft."

Das ist etwas anderes. Die Nacht bedeutet für die Kinder eine Trennung. Dinge , die wir schon gar nicht mehr bemerken, können Kinder verängstigen, z. B. Schatten an der Wand, Muster in der Gardine usw. Betrink dich mal ordentlich und betrachte die Tapete, dann siehst Du was ich meine ;-)

In der Nacht entwickelt sich außerdem das Gehirn stärker als am Tag. Träume sind intensiver. Es gibt viele Faktoren, die die Nacht zu etwas Besonderem machen.


Grundsätzlich ist es so, dass sich das Schlafverhalten immer wieder ändert, vor allem um den 1. und 2. Geburtstag herum haben Kinder Probleme beim Schlafen. Das kann man hier immer wieder lesen und auch ich kann bestätigen, dass es bei uns zu diesen Zeiten Änderungen gab.

Ich würde Euch raten, die Bedürfnisse Eures Sohnes zu befriedigen. Offensichtlich braucht er gerade mehr Zuwendung beim Einschlafen. Gebt sie ihm! Und "arbeitet dann in kleinen Schritten in die "richtige" Richtung, d.h. geht ruhig raus, so lange er das toleriert, aber bleibt, wenn er weint. Und dann geht Ihr immer nur ganz kurz, z. B. mit den Worten "Ich muss mal eben Pipi." Pipi machen ist etwas, was die Kinder schon früh zuordnen können und wo sie die Dauer ungefähr abschätzen können. So kann man das Allein bleiben ganz gut üben. Loben, wenn das Kind ruhig geblieben ist und beruhigen, wenn es geweint hat. Es ist wichtig, dass der Junge das Vertrauen bekommt, dass Ihr wieder kommt.

Ich hatte eine kleine Schlafkatstrophe hier, die jetzt mir 4 Jahren prima schläft. Ich bin möglichst immer darauf eingegangen, was sie gerade brauchte, habe sie bei mir schlafen lassen, habe bei ihr geschlafen, habe stundenlang Händchen gehalten usw.

Beitrag von samcat 20.10.10 - 20:40 Uhr

Finde ich sehr gut was du schreibst (:

lg

Beitrag von mama0102 20.10.10 - 21:10 Uhr

Deinen Beitrag finde ich klasse!
Wir machen das zur Zeit auch gerade durch, mein Zwerg ist 14 Monate alt und will seit einer Woche einfach abends nicht in sein Bettchen. Er ist bis kurz vor seinem ersten Geburtstag meist noch bei mir eingeschlafen, beim Abendfläschchen, dann wollte er das nichtmehr und wir haben ihn abends, wenn die Großen im Bett waren hingelegt. Er hat sich dann auch immer brav gekuschelt und hat geschlafen....dann hat er laufen gelernt und seither sind die Abende der pure Terror.
Aber man muss sich auch mal überlegen, was da so passiert, in der Zeit um den ersten Geburtstag rum. Die Kleinen machen da eine Entwicklung durch, wie sie größer zu kaum mehr einer Zeit wirklich ist. Ihr Gehirn arbeitet auf Hochtouren, auch nachts, sie wissen jetzt, dass "Zu-Bett-gehen" eine Trennung ist, nicht aber, dass der nächste Morgen auch kommt. Sie müssen nachts so viel verarbeiten, jeder der nach einem anstrengenden Tag mal völlig reizüberflutet im Bett wach lag, kann sich vorstellen, wie es den Zwergen geht.
Man muss, wie Du so schön sagst, einfach ganz viel Geduld haben und immer bei seinen Ritualen bleiben, dann geht das vorbei....bis zum nächsten Mal :-p

Liebe Grüße
Sandra

Beitrag von lara-1977 20.10.10 - 20:48 Uhr

Hallo Amelie,

wir machen das mit Marie auch zur Zeit durch. Heute Abend habe ich sie mal schreien lassen, eine Stunde lange. Es war aber mehr ein gequängel und etwas geweine. Jetzt ist sie vor Erschöpfung wahrscheinlich eingeschlafen und mich plagt das schlechte Gewissen. Habe so etwas vorher noch nieeeee getan, aber jeder in meinem Umfeld sagt mir, ich soll das tun, weil sie mir sonst auf der Nase herumtanzt. Bisher hat sie das nur Nachts getan, aber auch nicht jede Nacht. Ich habe sie dann mit zu uns ins Bett genommen. Vielleicht hat sie gedacht, sie könnte heute Abend gleich mit zu uns ins Bett?

Gruß, Lara

Beitrag von 98honolulu 20.10.10 - 20:58 Uhr

Wie kann man sowas übers Herz bringen?
1 Stunde schreien lassen... unglaublich!

Beitrag von hailie 20.10.10 - 21:40 Uhr

Eine STUNDE?!
Scheiße, da hätte ich auch ein schlechtes Gewissen.

Ich möchte niemals, dass eins meiner Kinder aus Erschöpfung und alleingelassen in den Schlaf fällt. Bei dem Gedanke könnte ich direkt mitweinen. #heul

Gruß,
hailie

Beitrag von massai 20.10.10 - 23:31 Uhr

wenn du schreibst dass er vor 22 Uhr , 5 Stunden wach war, heißt das er hat spät nachmittags noch mal geschlafen oder wie meinst du das?
wenn ja, also da würde meiner auch erst um 22 Uhr schlafen.

ansonsten muss ich mit der Phase leider rechtgeben...wobei sich unsere Phasen auch ineinander verlappen und wie nie raus kamen, was ich sagen will, in dem Alter macht dein Kind auf jeden Fall grad einen Sprung hat einen Schub. und wenn es schon so seit der Geburt ist, dann ist euer Kind einfach so.

unser kind wollte auch nie alleine einschlafen, ganz lange musste ich ihn in den Schlaf tragen also laufen, heute mit fast 15 MOnaten schläft er immer noch auf mir ein, liegend allerdings zum Glück oder kuschelt sich an mich. Ich habe ihn nie mehr alleine ins Bett gelegt nur weil andere Mütter Kinder haben, bei denen das klappt.

Ich wollte als Kind auch nicht alleine einschlafen und auch nicht wirklich alleine schlafen...kann das also verstehen und vielleicht sollten wir nicht immer die NORM aus den Büchern als Normal nehmen sondern sehen, dass die kleinen genauso individuell sind wie wir.

alles Gute

Beitrag von doreensch 21.10.10 - 10:49 Uhr

Mir würde es wie dir ergehen wenn ich nciht erkannt hätte das mein Kind immer früher ins bett mus, jetzt geht sie um 17:30 in den nachtschlaf bis morgens 7 uhr, jedes umdrehen ist mit quaken verbunden teilweise sitzt sie schlafend im bett

Aber wenn ich sie später als sie es braucht ins bett bringen will geht gar nix mehr, dann schläft sie erst sehr, sehr spät wirklich ein udn nur unter geschrei