mache ich es falsch?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von julianek09 20.10.10 - 20:47 Uhr

Hallo Ihr Lieben. Mein Sohn ist nun 14 Monate alt und mit dem schlafen haben wir leider oft ein Problem. Er schläft immer bei mir auf dem Arm ein, das dauert so 10 Min. und ich lege ihn in sein Bett. In letzter Zeit wird er sehr oft wach (so ca. alle 2 std.) und ich gehe rein, versuche ihn mit Stimme zu beruhigen, lege ihn wieder hin und bleibe am Bett stehen bis er wieder einschläft. So bis ca. 24 Uhr (je nachdem wann er wieder wach wird) klappt das ganz gut. Irgendwann aber so nach 24 Uhr ist er ein wenig ausgeschlafen (habe ich so das Gefühl - jedenfalls macht er keinen sehr müden Eindruck) und mit dem hinlegen und zureden klappt es leider nicht mehr. Dann nehme ich ihn einfach zu uns rüber ins Bett und er schläft bei uns weiter. Eigentlich habe ich kein Problem damit, dass er bei uns schläft, ich denke aber dass es besser wäre wenn er lernt alleine in seinem Zimmer zu schlafen. Vor ein paar Wochen war es noch so, dass er auch immer bis ca. 4-6 Uhr dort geschlafen hat, und dann erst habe ich ihn zu uns rüber genommen, mit den Wochen wurde er aber immer früher rübergeholt da er immer direkt anfängt zu schreien und sich nicht mehr beruhigen lässt. Jetzt macht er schon so zwischen 24 Uhr-3 Uhr ein Radau, dass ich keine andere Wahl habe. Wenn ich ihn versuche zu beruhigen, schreit er nur, er setzt sich immer wieder hin und steht auch auf wenn er mich nicht mehr sieht (ich lege mich manchmal neben sein Bett). Also ich habe auch immer das Gefühl dass er viel Energie hat und nicht ablässt..da ich auch müde bin und auch ihm dass alles nicht antun mag, nehme ich ihn mit rüber. Aber richtig ist das doch nicht oder? Ich meine wie soll er lernen alleine zu schlafen? Wir würden ihn auch gern mal zum schlafen zu meinen Eltern geben...so aber ist das leider nicht möglich..leider hat er nie gelernt allein einzuschlafen, da er als Baby 4 Monate lang Koliken hatte, er ist immer im Wiegegriff auf dem Arm eingeschlafen. Vielleicht bekomme ich ja einfach mal einen Rat....lg

Beitrag von lexa8102 20.10.10 - 20:53 Uhr

Hallo,

bei uns hat das Problem Papa gelöst als mein Sohn 16 Monate alt war. Davor war es exakt so wie bei euch.

Mit 16 Monaten hat mein Mann angefangen, ihn ins Bett zu bringen (ich war nicht da). Er hat ihn hingelegt oder hingesetzt und ihm dann gesagt "Papa geht jetzt raus, du kannst alleine einschafen". Dann ist er raus. Wenn mein Sohn geweint hat, hat mein Mann durchs Babyphone gequatscht (hat meist gereicht) oder ist noch mal kurz reingegangen. Auch die Musik am Babyphone hat gut geholfen.

Als es dann bei Papa geklappt hat, habe ich das dann so übernommen. Ich stille ihn noch und lege ihn dann hin, wünsche Gute Nacht und gehe raus. Wenn er weint, rede ich durchs Babyphone und/oder mache Musik an.

Und seitdem schläft er auch durch...

Früher hätte ich nie gedacht, wie wichtig es ist, vom einem unterstützenden Ritual (Einschlafstillen, Tragen usw.) wegzukommen. Ich hätte es nie übers Herz gebracht und bin total froh, dass mein Mann das quasi zwangsweise übernommen hat (er hatte keine Lust sich danebenzusetzen bis mein Sohn eingeschlafen war).

Vielleicht hilft dir das ja ein bißchen.

Viele Grüße,
Lexa

Beitrag von bine3002 20.10.10 - 21:09 Uhr

Wenn ich es richtig verstehe, schläft er bei Euch dann gut oder? Sei froh darüber. Kuschele dich an seinen warmen kleinen Körper und erfreu dich daran, dass er so gesund und munter ist. Dein Sohn ist noch so klein, fast ein Baby. Genieße doch diese Zeit. Ich mein das wirklich ernst.

Kinder werden von alleine groß und selbstständig. Sie WOLLEN irgendwann nicht mehr bei ihren Eltern sein und eng umschlungen bei ihnen schlafen. Sie finden ihre Eltern irgendwann doof, peinlich etc. Ganz von allein, ohne dass wir was machen müssen (oder können).

Die Vorstellung, dass ein Kind unbedingt allein einschlagen muss ist kulturell bedingt. Wir sind eine leistungsorientierte und egoistische Gesellschaft. Andere Gesellschaften sind so strukturiert, dass jeder für jeden einsteht, dass Junge für die Alten sorgen, der Nachbar Wasser hat, dafür Getreide bekommt, dass Oma auf die Kinder aufpasst und dafür Essen und eine Schlafstätte bekommt. Wieder andere haben gar nicht den Raum, dass Kinder ein eigenes Zimmer bekommen könnten. Und trotzdem werden all diese Kinder selbstständig. Sie ziehen aus, gründen eigene Familien usw.

Wenn es jetzt so wäre, dass es dich stört, dass er bei Euch schlfät, weil dein eigener Schlaf dadurch beeinträchtigt wird oder weil er eben gar nicht schlafen kann, dann hätte ich Ratschläge für dich. Ich lese aber heraus, dass Du eher Bedenken hast, weil es für ihn besser wäre, wenn er alleine schlafen könnte... da kann ich dich absolut beruhigen.

Ich jedenfalls bin nach langer schlafloser Zeit froh, wenn meine Tochter nachts ruhig ist. Wo und wie sie schläft ist mir toatl egal, Hauptsache sie schläft.

Beitrag von bine3002 20.10.10 - 21:15 Uhr

Ach so, noch was. Meine Tochter hat schon mit 9 Monaten bei Oma und Opa geschlafen, obwohl sie so schlecht geschlafen haben. Die haben das gut gemeistert.

Beitrag von anela- 20.10.10 - 21:09 Uhr

Wenn du damit kein Problem hast, ist es ok.
Ich finde es Quatsch, daß Babys/Kleinkinder alleine einschlafen müssen. Klar, in manchen Situationen wäre es ganz schön (Übernachtung bei Oma etc).

Bei unserer Tochter habe ich immer neben ihrem Bett gesessen und sie gestreichelt oder ihre Hand gehalten, bis sie eingeschlafen ist. Seit sie 3 ist schläft sie trotzdem problemlos mit ihrer Musikkassette alleine ein.
Unser Sohn ist jetzt fast 14 Monate und er schläft nach dem Stillen bei mir auf dem Arm ein. Dann lege ich ihn hin.

Mir macht es nichts aus, ich könnte meine Kinder auch gar nicht ins Bett legen und sie alleine lassen, womöglich noch weinen lassen.

Wenn eines unserer Kinder Nachts unruihg schläft oder dergleichen, dann nehme ich sie auch mit zu uns ins Bett. Da schlafen sie immer viel besser. Ich mache das gerne und habe auch keine Bedenken, sie zu verwöhnen. Warum soll ich sie in ihrem Bett weinen etc lassen, wenn sie bei mir ruihg schlafen?

Hör auf dein Herz, dann machst du es schon richtig.

Beitrag von fanti8 20.10.10 - 21:24 Uhr

Hallo Du,

ich kann dich so gut verstehen, hätte ich auch schreiben können. Unser Kleiner kann allerdings seit ca. 2 Monaten tadellos alleine einschlafen. Leider habe ich nicht die geringste Ahnung wieso sonst würde ich jetzt wahrscheinlich reich mit Bücher schreiben oder so :-). Es war von heute auf morgen kein Problem mehr. Damit kann ich aber auch sagen: Wer alleine einschlafen kann, kann noch lange nicht durchschlafen und/oder gut nachts wieder einschlafen, leider.

Er schläft auch bis ca 22:30 Uhr gut, manchmal gar ohne Unterbrechung. Wenn ich dann im Bett bin geht es los: Anfangs reicht einmal streicheln und reden, später nicht mehr. Auch ich nehme ihn mit, wenn ich zu müde für Alternativen bin, bzw. lege mich mit ihm im Kinderzimmer aufs Schlafsofa, weil mein Mann nicht schlafen kann, wenn er bei uns im Bett ist. Wenn ich die Energie aufbringe und er nicht zu sehr tobt, mache ich es wie du: wieder hinlegen und mit immer demselben Spruch volltexten, gehen, wenn er anfängt zu weinen kommen, hinlegen, streicheln, reden, gehen..... Das kann bis zu 1,5 Stunden gehen. Wenn ich es allerdings hinbekomme, dass er in seinem Bett wieder einschläft, schläft er meist den Rest der Nacht durch, das macht er bei uns im Bett nicht.

Ich glaube auch, dass es für ihn besser wäre, wenn er immer in seinem Bett schlafen würde, zumal ich das Gefühl habe, dass er tagsüber ausgeglichener und wacher ist, wenn er in seinem Bett geblieben ist. Doch ich packe das nicht immer. Außerdem habe ich noch eine große Tochter, die auch ihr Recht bekommen soll und eine müde Mama ist ganz bescheiden, da bin ich ziemlich unausstehlich.

Seit ich akzeptiert habe, dass er einfach ein schlechter Schläfer ist (und so wie es jetzt ist, ist es im Verhältnis zu den ersten 9 Monaten der Traum!), bin ich nicht mehr so ungeduldig mit mir und ihm und ich hoffe, dass es einfach Stück für Stück weiter besser wird.

Leider kann ich Dir auch nicht viel raten. Mach es so, dass ihr alle damit klar kommt und wenn du etwas verändern möchtest, nimm dir ein kleines Teilziel, damit nicht alles auf einmal anders wird.

Du bist nicht allein, schönen Abend, Fanti

Beitrag von julianek09 20.10.10 - 21:36 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten, hat mich sehr gefreut. Naja, ich genieße es ja auch wenn mein kleiner Mann bei uns ist und meinen Mann stört es auch nicht sehr..da er aber vorher auch ganz gut allein geschlafen hat, hatte ich Sorge ob ich jetzt einen Fehler mache wenn ich ihn ständig direkt zu uns rüber nehme. Ich dachte ich müsste vielleicht "konsequenter" sein und ihm die "Regeln" aufzeigen. Naja, jetzt bin ich auf jeden Fall beruhigt und wünsche allen eine Gute Nacht! LG

Beitrag von bine3002 20.10.10 - 21:46 Uhr

Verwechsele nicht Konsequenz mit Regeln.

Konsequent sein sollte man immer. Die Regeln stellt aber jede Familie undividuell auf.

Es gibt Leute, denen Tischmanieren unheimlich wichtig sind. Dann müssen diese Leute ihre Tischregeln aufstellen und konsequent umsetzen.

Es gibt Leute, denen es wichtig ist, dass ihr Kind im eigenen Bett schläft. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, z. B. weil das Kind sehr unruhig schläft und die Eltern nicht zur Ruhe kommen oder weil sie nur ein kleines Bett haben. Wenn das der Fall ist, dann müssen diese Familien eben Regeln aufstellen und sie konsequent umsetzen.

Und dann gibt es Leute, denen das alles vollkommen egal ist oder die das nur in einem bestimmten Alter wichtig finden. Das bedeutet aber nicht, dass diese Menschen inkonsequent sind. Denn wo es keine Regeln gibt, braucht man auch keine Konsequenz.

Niemand hat das Recht, die Wichtigkeit von Regeln zu beurteilen oder anderen aufzuzwängen. Es gibt zwar gewisse allgemein gültige Verhaltensregeln, aber wir reden hier von Kleinkindern, die diese noch nicht beherrschen müssen.

Beitrag von gioia0107 20.10.10 - 22:00 Uhr

Hm....wieso muss er alleine schlafen??? Schläfst Du alleine??? Nee, oder?

Also wir halten das so, die Kinder gehen Abends beide ins Bett und zwar in ihr Eigenes! Lukas ist 4 1/2 und kommt irgendwann zu uns rüber, allerdings auch nicht jede Nacht. Ich liebe es, wenn er da ist, er ist so weich und warm und kuschelig! Wir geniessen das total, mal kuschelt er sich zu Papa, mal zu mir. Schwierig ists mit Lucy, die ist 14 Monate alt und etwas Entwicklungsverzögert, also eher so wie ein 11 Monate altes Kind, nur so zum Verständnis. Wenn sie da ist, kann ich kaum schlafen, sie ist bei jeder Bewegung wach, dreht sich solange bis sie mit dem Kopf an unseren Füssen liegt und ich immer Angst habe, dass sie erstickt.

Ich versuche immer von Nacht zu Nacht eine Lösung zu finden, weil ich lieber nur 1 Kind im Bett habe, aber auch nicht ungerecht werden will.

Ich finde wichtig, dass die Kinder in ihrem Bett einschlafen, schon allein, weil ich auch ein paar Stündchen mit meinem Mann allein haben mag, aber wenn sie nachts rüberkommen, finde ich das völlig ok!

LG Verena mit Lukas 4 und Lucy 14 Monate

Beitrag von xyz74 20.10.10 - 23:15 Uhr

lass dem kleinen Mann etwas Zeit.

Mein Sohn ist anfangs nur an der Brust eingeschlafen.
Dann nur mit Flasche.
Die Flasche hab ich ihm als er so ca. 15Monate war abgewöhnt in dem ich sie über Wochen hinweg immer etwas dünner angerührt habe.
Er wollte sie dann irgendwann von sich aus nicht mehr.
Dann bin ich dazu übergegangen ihn nur noch in den Schlaf zu wiegen.
Das erste Jahr hat er bei uns im Schlafzimmer geschlafen.
Anfangs bei uns im Bett, dann im Beistellbettchen.
Als er in dieses nicht mehr gepasst hat, hat er im Reisebett geschlafen.
Wenn er nachts wach wurde, hab ich ihn zu uns ins Bett geholt und in den Schlaf gestillt.
Mit einem Jahr ist er dann ins eigene Zimmer gezogen.
Auch da hab ich es noch so gehandhabt, dass ich ihn zu uns geholt habe, wenn er nachts wach wurde.
Als er laufen konnte, hab ich die Seitenstäbe raus geholt.
Er kam dann nachts einfach zu uns rüber wenn er wach wurde.
Seit er ungefähr 18Monate alt ist schläft er richtig gut durch und geht auch ohne Probleme in sein Bettchen schlafen.
Wir haben unser Bett nie zur Tabuzone erklärt und auch nie von ihm verlagt allein eventuell sogar weinend einzuschlafen.
War siche rnicht immer einfach aber es hat sich gelohnt.
Wir haben seit je her ein festes Abendritual und das zahlt sich aus.