Tochter kippt Wasserglas aus - mit Absicht

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von dentatus77 20.10.10 - 21:48 Uhr

Hallo!

Meine Tochter kann eigentlich schon sehr schön alleine essen oder aus dem Glas trinken. Aber in letzter Zeit hat sie die Angewohnheit, ihr Glas auszuschütten (in ihre Richtung) wenn sie getrunken hat oder sogar statt zu trinken. Und sie macht es ganz sicher mit Absicht, oft täuscht sie vorher sogar an trinken zu wollen oder das Glas abzustellen, aber dann kippt sie - schneller als ich reagieren kann, auch wenn ich damit rechne - das Wasser oder was auch immer sich in ihrem Glas befindet (heute war es Milch) über sich.
Das Einfachste wäre, ihr kein Glas mehr zum Trinken zu geben, aber eigentlich will ich ja, dass sie aus dem Glas oder der Tasse trinkt.
Wenn ich schimpfe, ihr das Glas wegnehme... ist ihr das völlig egal, meist grinst sie mich nur an.
Wie kann ich ihr diese Marotte nur wieder abgewöhnen? Ich wär für jeden Tipp dankbar!
Liebe Grüße!

Beitrag von bine3002 20.10.10 - 21:53 Uhr

1. Wer trinkt wie ein Baby, bekommt Trinkgefäße für Babies, also verschließbare Becher.

2. Offensichtlich hat sie Lust zu planschen, also sollte sie die Möglichkeit bekommen. Lass sie am Spül- oder Waschbecken planschen, leg eine Plane drunter oder pack sie in eine Regenkombi ein und lass sie mit Buddelfäustlingen draussen planschen. Wenn sie das nächste Mal ihren becher umkippt, sagst Du "Du willst planschen? Dann plansch hier, aber nicht mit TRINKwasser!"

Beitrag von ikarya 20.10.10 - 21:56 Uhr

Das hat unsere Kleine auch gemacht. Es half nichts, kein schimpfen, kein Wegnehmen, etwas Anderes anbieten. Nichts.

Nach drei Wochen wars wieder vorbei. :-)

Beitrag von eishaendchen80 20.10.10 - 22:00 Uhr

Was für ein Theater für die Kleine! ich gebe meiner Vorrednerin kein Recht. Nimm es ihr weg und nimm sie kurz vom Tisch weg.

Bei uns hilfts!

Wenn Timmi wieder mal mitm Essen spielt (macht er sehr selten) dann nehme ich ihn samt Stuhl und schiebe/ziehe ihn weg vom Tisch. Spätestens nach dem 4. Mal wird sie vielleicht überlegen was los ist, natürlich auch erklären aber weg vom Tisch
Bei Tim habe ich mit nem Trinkhalm angefangen und es klappt wunderbar.

Beitrag von littlecat 20.10.10 - 22:05 Uhr

Hi,

ich hab grad mal geschaut: Deine Tochter ist noch jünger als meine, von daher würde ich mich meiner Vorrednerin anschließen. Mit der Begründung, wer sich nicht benimmt wie ein großes Mädchen, der kann auch nicht ein Glas oder einen Becher für große Mädchen bekommen.

Wenn es tatsächlich schon in Richtung Trotzphase geht (wir hatten den ersten Höhepunkt schon mit ca. 18 Monaten), würde ich schon noch etwas weiter gehen. Mit knapp 1,5 Jahren kann man auch durchaus schon beim Aufwischen helfen. Sicherlich soll sie die Pfütze nicht allein wegwischen, aber mit dem nassen, pappigen Zewa würde ich sie sich schon ein bisschen abplacken lassen.

Und auch was die bekleckerten Klamotten angeht, würde ich es mir nicht verkneifen können, ein bisschen drauf rumzureiten, dass ein nasser Pulli ja ziemlich unangenehm ist. Und der Body hat auch was abbekommen, dann ist ja der Bauch auch nass und kalt. ICH würde das ja überhaupt nicht schön finden, aber wenn DU Dich unbedingt nass kleckern musst...;-)

LG
Littlecat

Beitrag von nanny103 20.10.10 - 22:52 Uhr

Wir haben gerade genau das gleiche Spiel. Ich lege meiner Tochtern beim Essen schon immer ein Tuch zusätzlich auf den Schoß, damit ich sie nicht ständig danach umziehen muss. Ich gebe zu, mich hat diese Sache schon echt etwas wütend gemacht, denn ich will ja auch essen ;-) Aber ich sage mir jetzt einfach das wird schon wieder weggehen. Wenn sie ihr Wasser ABSICHTLICH ausschüttet, stelle ich den Becher weg. Punkt! Sie meckert dann vieleicht kurz aber dann ist in der Regel Ruhe. Sie hat IMMER die Möglichkeit zu trinken, weil sie tagsüber immer eine Trinkhalmflasche griffbereit stehen hat. Sie wird also nicht den riesen Durst haben. Ich denke unsere Kinder sind schon in nem Alter wo sie diese Grenze verstehen lernen können. Sie kippen das Glas sicher nicht mit böser Absicht um, aber es gehört sich halt nicht am Tisch und fertig. Aber natürlich ist es trotzdem ne gute Sache in einem anderen Rahmen das mit Wasser matschen anzubieten. Ich lasse Julia oft mal "spülen". Lege dann einfach ein großes Handtuch unter die Spüle und dann kann sie loslegen. Und ich schaffe in der zeit auch ne Menge meiner Arbeit ;-)

Beitrag von incredible-baby1979 21.10.10 - 08:21 Uhr

Hallo,

musste schmunzeln, als ich den Beitrag soeben gelesen habe.
Julian spielt/plantscht zurzeit auch so gerne mit Wasser herum.
Vor ca. 20 Minuten jedoch fand ich das Ganze nicht mehr so witzig. Da hat er seinen Trinkbecher aufs Parkett gekippt, ich habe das nicht gesehen, bin in die Pfütze getreten und schwuppsss - lag ich auf dem Boden :-[.

Wollte zuerst mit ihm schimpfen, aber weil er so erschrocken geguckt hat, musste ich zuerst mein Kind beruhigen und dann die Pfütze wegwischen und meine Kleidung wechseln.
Am Tisch kippt er sich auch hin und wieder das Wasser über, aber nicht absichtlich, sondern weil ihm mehr Flüssigkeit in den Mund läuft, als er möchte.

LG,
incredible mit Julian (18,5 Monate)

Beitrag von fbl772 21.10.10 - 09:41 Uhr

Hallo, ich glaube du schreibst von meinem Sohn - die Phase dauerte von 13 Monaten bis ca. 2 Jahre (immer mal 2 oder 3 Wochen am Stück und dann wochenlang nicht um dann wieder plötzlich ...).

Es hat übrigens weder geholfen ihn das Zeug aufwischen zu lassen (fand er super ....), den Becher gegen ein geschlossenes Gefäß zu tauschen (wenn man Durst hat ist es doch egal aus was man trinkt), Becher einfach wegstellen - er gelobte hoch und heilig Besserung und nach 10 Sekunden war das vergessen.

Es half einzig und allein schneller sein und ihn die ganze Zeit im Auge zu behalten - man konnte es ihm meist direkt ansehen wenn ihn der Schalk in den Augen stand ...

Der Spuk ging dann irgendwann von alleine weg. Richtig laut geschimpft habe ich mit ihm nie, hätte auch nicht mehr gebracht und das spar ich mir für wirklich "schlimme" Sachen auf.


VG
B