8. Klasse - Selbständiges Lernen?

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Beitrag von aquila-et-arbor 21.10.10 - 09:44 Uhr

Hallo,

ich hab da mal ´ne Frage...... Bereiten sich Eure Kinder komplett selbständig auf die Schule vor oder

- fragt Ihr ab?
-erinnert Ihr an die Vorbereitung?
-lernt Ihr mit Euren Kindern?
- kontrolliert Ihr Hefteinträge?
- seid Ihr bei den Hausaufgaben dabei?

Mein Sohn geht in die 8. Klasse und wenn ich z. B. nicht Vokabeln abfrage, dann lernt er die auch nicht. Ich denke aber, dass ein 13-Jähriger in der Lage sein muss sich ganz selbständig um seine schulischen Belange zu kümmern. Wie seht Ihr das??????

Danke schon mal für Eure Antworten!

Beitrag von mimi1410 21.10.10 - 09:54 Uhr

Hi,

ein Achtklässler sollte definitiv in der Lage sein, allein zu arbeiten. Auch allein Vokabeln lernen und sich eigenständig auf Tests vorbereiten.
Mein Großer geht in die zweite Klasse und ich schau nach, ob er alle Hausaufgaben gemacht hat, bei Bedarf helf ich ihm auch, aber generell macht er alles allein. Damit haben wir ab Mitte der ersten Klasse angefangen - wie sonst sollen die Kinder Eigenständigkeit lernen?
Auch bei meinen Fünftklässlern weis ich die Eltern darauf hin, die Kinder bitte die Aufgaben selbst machen zu lassen. Ich erkenn auch an den Hausis, was die Kinder können und was noch mehr geübt werden muss. Sitzen die Eltern dabei und verbessern / korrigieren alles, geben die Kinder richtige Hausaufgaben ab, ich denk, alles passt .... und die schlechte Note folgt :-(

Also: lass ihn seine Arbeit allein machen!

LG Mimi

Beitrag von ayshe 21.10.10 - 10:40 Uhr

Da meine Tochter noch nicht so weit ist, gehe ich mal von meiner Schulzeit aus.

Ich finde schon, daß ein Kind in dem Alter selbständig lernen und seine Aufgaben machen sollte.

Vokabelnlernen können aber manche besser durch Abfragen, da kann man ja mitmachen.
Ich weiß nur, daß mein Bruder es so besser lernte und meine Mutter um Abfragen bat.
Ich konnte das wiederum nicht so leiden und habe lieber für mich mit Abdecken glernt.
Ist vllt Veranlagung.


Ansonsten mußten sich meine Eltern um rein gar nichts kümmern, haben nur in der ersten Klasse nachgefragt, sich alles zeigen lassen.


Meine Tochter ist erst in der ersten, aber ich lasse mir auch zeigen, was sie an Hausaufgaben gemacht hat (die sie allein macht), frage mal nach, ob sie auch nichts vergessen hat.
ich möchte noch etwas im Bilde sein.

Beitrag von manavgat 21.10.10 - 10:54 Uhr

Ich denke aber, dass ein 13-Jähriger in der Lage sein muss sich ganz selbständig um seine schulischen Belange zu kümmern.

Das würde bedeuten, dass wir alle ab einem bestimmten Alter - sozusagen als Entwicklungssprung - in der Lage sein sollten: verantwortungsbewußt, strukturiert, organisiert und mit intrinsischer Motivation unsere (Lebens-)aufgaben zu erfüllen.

Das ist aber ein Lern- und Sozialisationserfolg, der so in der Schule leider oft nicht mehr erreicht wird. Was das anbelangt, sind unsere Schulen lehrschwach.

Ich habe ein Nachhilfeinstitut und kann Dir sagen, dass nur 50 % der Arbeit meiner Lehrer auf die Stoffvermittlung entfallen, 30 % auf die Methoden- und 20 % auf die Sozialkompetenz. Das variiert natürlich von Schüler zu Schüler.

Gruß

Manavgat

Beitrag von motzkuh05 21.10.10 - 10:56 Uhr

Hallo,
tja, das ist bei meinem 9. Klässler leider auch noch so.
Ich glaube, die Entwicklung einer intrinsischen Motivation dauert eben noch etwas. Noch ist mein Sohn eben der Meinung er lernt für mich, für die Lehrer etc. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass er noch erkennen wird, worauf es ankommt.
Wir fragen Vokabeln ab, erinnern an das Lernen und die Hausaufgaben, jedoch muss er von sich aus kommen, wenn er Verständnisprobleme hat (klappt jetzt immer besser, nach einigen schlechten Noten). Wir kontrollieren die Hausaufgaben nur stichprobenartig und schauen meist nur, ob sie gemacht sind.
Wir lassen ihn auch mal mit Fragen wieder in die Schule gehen.
LG Motzkuh

Beitrag von tinamaria32 21.10.10 - 11:04 Uhr

Hallo,
meiner ist in der 7. Klasse

Abfragen - Ja, auch Vokabeln diktiere ich , er muss sie ja auch schreiben können.

Erinnerung- Er hat eine Pinnwand da stehen groß die Proben die anstehen, nicht zu übersehen so groß.

Lernen- ich sage schon, lern den letzten Eintrag, oder für die nächste Probe.
Macht er auch selbstständig.

Hausaufgaben dabei - Nein, er geht hoch in sein Zimmer .
Punkt 14 Uhr ist Hausaufgabenzeit, das ist schon seit der 1.Klasse so.
Ausser er hat Nachmittagsunterricht.

Ich schaue ab und an rein und frag ob es klappt, wenn nicht (Mathe#schwitz)
helf ich ihm.

lg Tinamaria





Beitrag von froehlich 21.10.10 - 11:11 Uhr

Ich finde, man kann da nicht verallgemeinern....grundsätzlich: ja, klar, man sollte meinen, daß ein 13-jähriger die Schulvorbereitung alleine hinkriegt. Ich wette aber, daß das in vielen Familien NICHT der Fall ist. Wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke....weiß nicht. Aber ich glaube, gerade mit 13, 14 hatte ich einen totale Tiefphase was die Schule anging und da musste meine Mutter dann schon ziemlich puschen. Ich kann mich erinnern, daß sie mich zumindest immer die Lateinvokabeln abgefragt hat....bei den Hausaufgaben war sie nicht dabei, aber ansonsten war sie schon "hinter uns her"...sozusagen. Ich glaube nicht, daß das meiner Entwicklung zur Selbstständigkeit geschadet hat. Habe später mein Studium ohne Probleme durchgezogen ganz zu schweigen von meiner beruflichen Laufbahn. Also: mach Deine Unterstützung abhängig von der momentanen Befindlichkeit Deines Kindes. Jede(r) ist anders und gerade Jungs brauchen manchmal ein bisschen länger, bis der Knoten platzt. Vielleicht braucht Dein Sohn gerade jetzt einfach (noch) jemanden, der schaut.

LG, Babs

Beitrag von leiahenny 21.10.10 - 11:32 Uhr

Kommt nun mal aufs Kind an.

Meine Tochter macht fast alles alleine, mein Sohn brauchte Unterstützung. (Erinnerungen)

Hausaufgaben sollten allein funktionieren. Aber zum Beispiel Vokabeln lernen nun mal manche durch Abfragen besser.
Hefteinträge müssen bei uns unterschrieben werden , insofern muss ich sie mir ansehen.

Denke Jungs sind da auch anders als Mädchen,

Beitrag von barbarelle 21.10.10 - 11:59 Uhr

Hallo,

ich denke es kommt auf das Kind an. Trotz heftigen Bemühens und Erziehung zur Selbständigkeit sehe ich, dass mein Kind (3te Klasse jetzt) noch etwas Unterstützung braucht.

Vokabeln höre ich ab, Diktate werden geübt und sie möchte hin und wieder, dass ich kontrolliere ob ihre Hausaufgaben richtig gemacht wurden.

Sicher gibt es in ihrer Klasse Kinder, die alles ruck - zuck und ordentlich erledigen. Aber das ist eine Minderheit. Manche Kinder brauchen noch viel Unterstützung und andere hie und da noch etwas Hilfestellung.

Klar, wäre schön wenn ein 13jähriger das schon drauf hätte. Vielleicht kannst du mal zusehen, welche Bereiche er komplett alleine übernehmen kann und dich bei diesen zurückziehen. Vokabeln - nun gut. Zum Abfagen wird er wohl jemanden brauchen. Ansonsten machen wir gerade sehr gute ERfahrungen mit Karteikästchen.

Grüße
Barbarelle

Beitrag von jazzbassist 21.10.10 - 12:45 Uhr

Meiner ist jetzt in der 6. Klasse, und, seit der 2. Klasse macht er diesen Komplex "Schule" eigentlich selbstständig und alleine; war damals auch sein ausdrücklicher Wunsch, dass wir ihm hier mehr Gestaltungsspielraum lassen. Haben wir die letzten Jahre nicht bereut.

Zum Vokabeln abfragen hat er ein kleines kostenloses Computerprogramm. Hat den Vorteil, dass er direkt auch lernt, wie man die Vokabeln richtig schreibt. An Vorbereitungen können wir ihm nicht erinnern, da wir nicht den leisesten Hauch einer Ahnung haben, wann die (oder über was die) eine Klassenarbeit schreiben. Lernen kam bis jetzt so gesehen noch nicht vor; das scheint irgendwie bei den Hausaufgaben mit beizusein.

Hefteinträge kontrollieren wir nicht, wobei er natürlich die Anweisung hat, alles, was für uns relevant ist, auch an uns weiterzuleiten. Er hat hier aber einen kleinen Entscheidungsspielraum - ich muss nicht wissen, dass er heute im Unterricht dazwischengesprochen hat... Ich habe aber noch nie einen relevanten Hefteintrag gesehen; bei uns haben die Lehrer immer Briefe geschrieben, wenn es irgendwas gab, was die Eltern wissen mussten. Bei den Hausaufgaben sind wir entsprechend auch nicht mehr dabei; er hat die mal eine ganze Zeit lang im Wohnzimmer liegend auf dem Boden gemacht; aber - mittlerweile hat sich das eher auf Abends verschoben.

Aber ja - mit 13 sollte man da eigentlich schon in der Lage sein, diese Dinge alleine hinzubekommen. Weil ich mir auch nicht vorstellen kann - zumindest nicht, wenn ich mein eigenes Kind anschaue - dass sich ein 13-Jähriger noch dabei wohlfühlen kann, dass Eltern hier wegen solchen Pillepalle hinterherrennen müssen.

Beitrag von diehilde 21.10.10 - 15:13 Uhr

Oh ja, das kenn ich auch. Zumindest seit meine Kinder auf der weiterführenden Schule sind. Sie sind jetzt in der 7. Klasse . In der Grundschule wurden selbständig und ohne Probleme Hausaufgaben gemacht, regelmässig freiwillig! der Ranzen aufgeräumt, mit Begeisterung die Stifte gespitzt ... . Jetzt auf dem Gymnasium klappt es leider nicht mehr so. Vokabeln frage ich regelmässig ab, da wenn sie die alleine lernen, bleibt leider nicht viel hängen. Wahrscheinlich, weil sie sich die immer nur "angucken". Auch bei Referaten und anderen Projekten brauchen sie schonmal meine Hilfe. Aber da glaube ich, wird es von den Lehrern auch erwartet. Das sollte immer so perfekt und professionell wie möglich sein und es wird auch nicht gefragt, ob die Eltern geholfen haben.
Hefteinträge gibt es nur selten und das kontrolliere ich auch nicht. Wenn irgendetwas ist, melden sich die Lehrer oder man erfährt es beim Elternsprechtag. Vor Arbeiten lerne ich auch des Öfteren mit den Kindern. Es wird aber langsam weniger und ich hoffe, irgendwann bekommen sie das auch alleine hin. Zudem üben sie jetzt auch manchmal mit Klassenkameraden.
LG
Hilde

Beitrag von kathrincat 24.10.10 - 14:41 Uhr

sorry, aber hast du das nicht selber gemacht als kind, spätestens ab der 4 klasse, vorher gab es hort wo auch hausaufgaben gemacht wurden sind.