Er hört kein bisschen.

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von gartenschnecke 21.10.10 - 11:45 Uhr

Hallo :)

ALso ich hab da mal ne Frage..
Mein Sohnemann ist jetzt 2,5 Jahre aber er macht was er will.
Meine nerven liegen blank.

Er schmeisst alles was ihn stört auf den boden.
Er spuckt sein trinken aus.
Er schreit ununterbrochen wenns nich so geht wie er gerne hätte..
Und alle seine spielsachen schmeisst er durch die gegend.

Ich hab schon so einiges probiert, normal mit ihm geredet und gesagt das ich es nicht möchte das er das macht aber ihn interessiert das nicht wirklich.

Ich hab ihm die sachen weg genommen hab ihn in sein Zimmer geschickt und gesagt wenn er wieder lieb ist darf er wieder raus aber alles fruchtet nicht.

Jetzt meine Frage. Was kann ich da noch machen?

Ich will ihn ja nich anschreien oder sowas, aber meine nerven liegen wirklich blank.

Danke schonmal für Antworten

Katja und Luca :)

Beitrag von karna.dalilah 21.10.10 - 11:59 Uhr

Was erreicht dein Sohn mit seinem Tun?
AUFMERKSAMKEIT von dir.

Vielleicht hilft es euch, wenn du ihn in DEINEN Alltag integrierst indem du ihn helfen läßt.
Spülmaschine einräumen (zumindest das Geschirr reichen)
Tisch abwischen usw.
Gönne dir zwischendrin eine Pause, mache ihm und dir etwas zu trinken und setzt euch gemütlich.-lass dir etwas "vorlesen" oder lies vor.
Je mehr er in deiner Nähe beschäftigt ist, umso weniger kann er zunächst unbemerkt ausräumen, zerstören.

Was das trinken betrifft bin ich vielleicht ein bisschen hart.
Ich nehme den Becher weg und fertig.

Das wird wieder mal eine Phase sein.
Aus Erfahrung weiß ich- das geht vorbei ;-)

Viel Kraft
Karna

Beitrag von dodo0405 21.10.10 - 12:26 Uhr

"hab ihn in sein Zimmer geschickt und gesagt wenn er wieder lieb ist darf er wieder raus aber alles fruchtet nicht. "

"Lieb sein" kennt ein Kind in diesem Alter nicht. Er kann nicht verstehen, dass mit "lieb sein" gemeint ist, sein Trinken nicht auszuspucken oder zu schreien

Was hilft, ist Konsequenz. Und zwar sinnvolle.
- Wer sein Trinken ausspukt bekommt nichts mehr. Oder dann nur solche Dinge, die keine Flecken machen (Wasser z.B.). Und außerdem gibt's ein Babylätzchen um.

- Wer Spielsachen durch die Gegend wirft, bekommt keine mehr. Da packst du schön alle Spielsachen in eine blaue Mülltüte und verstaust sie mal für 1 Woche in der Garage

- Wer umher schreit disqualifiziert sich für gemeinsame Aktionen.

Beitrag von redrose123 21.10.10 - 12:53 Uhr

Ignorier Ihn mal länger, oder nimm die dinge weg und wenn er trinken spuckt aufputzen lassen, und nicht mehr geben....

Beitrag von fbl772 21.10.10 - 16:02 Uhr

Klingt für mich spontan nach Aufmerksamkeitsuche und Langeweile .... hat er ausreichend Abwechslung, Spielgruppe, Sport etc.?

LG
B

Beitrag von marion2 21.10.10 - 16:58 Uhr

Hallo,

OHRENARZT aufsuchen und zwar dringend.

Gruß Marion

Beitrag von hannih79 22.10.10 - 21:06 Uhr

#rofl #rofl

Beitrag von marion2 24.10.10 - 15:43 Uhr

Ich kann die Stelle zum Lachen nicht finden.

In der Tat ist es häufig so, dass Kinder, die nicht hören, Störungen im Ohr haben.

Beitrag von zahnweh 21.10.10 - 20:36 Uhr

Hallo,

auf Augenhöhe gehen und ihn ansprechen, wenn er dir in die Augen schaut! (schaut er weg, wird er dir nicht zu hören - so war es bei meiner). Am besten mit Körperkontakt.

Kurze klare Sätze.

Kaputte Schallplatte sein. Kurze klare Sätze.

Nur ankündigen, was du halten kannst. Nach der zweiten Ankündigung umsetzen.

So wenig Verbote wie möglich, so viele wie nötig.

Wenn du was verbietest, Alternativen bieten.
"Spuck das Trinken nicht aus. Bitte schlucke das Wasser"
"nicht schmeißen! Bitte gib es mir"
"nicht schmeißen. Du bist wütend, dann schrei die Wut raus"
auch Kinder dürfen wütend sein, allerdings brauchen sie jemanden, der ihnen zeigt, wieder und wieder, wie sie mit ihrer Wut umgehen können!
"kein Spielzeug schmeißen! nur Bälle darfst du schmeißen"

Meine ist jetzt 3 Jahre, kann sich verbal schon etwas besser ausdrücken. Aber Alternativen wie sie mit ihren Gefühlen umgehen kann, braucht sie immer wieder. :-)

Ach ja, ganz wichtig: immer loben, wenn er's gut gemacht hat. Oder positivem mehr Ausdruck verleihen

"heute trinkst du ja toll aus dem Becher"
"so schön spielst du mit deinen Sachen"
"das aufräumen macht uns heute richtig Spaß"
"schön, dass du mir sagst, was du möchtest. So verstehe ich dich viel besser :-)"

Beitrag von kathrincat 22.10.10 - 12:44 Uhr

was er auf den boden schmeisst, kommt weg für den restlichen tag

wenn er sein trinken ausspuckt es es auch verschwunden, besser er wirklich tinken will und ortentlich trinkt


läss ihn schreien und beachte ihn nciht, wenn er so schreit kann man ihn nicht verstehen


spielsachen weg für den tag, und nur eins pro tag zurück ab dem nächsten tag

Beitrag von jaaclaudia 22.10.10 - 12:45 Uhr

hi,

meine tochter ist auch 2einhalb und sie ist genauso schlimm :))))

ich denke das ist eine phase aber das wichtige ist jetzt die grenzen nicht zu überschreiten.

sie will malen 2 minuten und dann schmeisst sie mit den stiften um sich her na dann sind die stifte mal weg !

für einige zeit....

aber das aller wichtigste ist sie wollen damit aufmerksamkeit auf sich ziehen das ist auch völlig normal, nimmt euch einbisschen für einander zeit mach mindesten eine halbe stunde mit ihm was beschäftige ihn lass ihn am haushalt mit helfen oder soo,

gestern gings hier auch drüber und drunter, dann hab ich eine ganz große schüssel genommen etwas wasser rein paar spiel enten rein das hat sie ganz toll beschäftig, die kleinen wollen auch mal abwechslung...

lg

Beitrag von romy76 26.10.10 - 21:18 Uhr

Mein Sohn hatte kurzzeitig auch mal den Ansatz dazu sich so zu verhalten. Ich habe zum Glück die Kurve gekriegt, weißt du wie?

Ich habe einfach lange mit ihm gespielt. Ganz lange, immer und immer wieder. Ich habe ihm meine volle Aufmerksamkeit geschenkt, so oft und lange es eben ging. Ich war kein Glucke, aber ich habe einfach immer mit ihm gespielt, verstehst du?

Es könnte sein, dass das Verhalten deines Kleinen einfach ein Hilferuf ist. Ich kenne dich ja nicht und weiß nicht, was ihr so macht... Vielleicht könnte dir da eher eine Freundin helfen, oder einer der das objektiver sehen kann als du. verstehst du?

Wirst du denn hysterisch in seiner Anwesenheit, ich meine was heißt das denn bei dir wenn deine Nerven blank liegen, bekkommt er das mit, das wäre nämlich nicht wirklich günstig für ihn...

Beitrag von gartenschnecke 26.10.10 - 23:55 Uhr

Danke erstmal für deine antwort :)

Nein er bekommt das nicht mit wenn er wieder so ist gehe ich raus und beruhige mich erstmal. Zähle bis Zehn oder sowas.

Also ich bin alleinerziehend und er sieht seinen Vater einmal die Woche..

Ich bin 24 std mit ihm zusammen da er ja eh nachts so gut wie garnich schläft.

Tagsüber auch nicht mehr. Spielen will ich auch immer mit ihm aber er blockt total ab rennt schreiend raus und schmeisst alles weg.
Ich versuche immer ruhig zu bleiben aber nichts fruchtet.