Hausgeburt?!?

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von swissamore 21.10.10 - 18:19 Uhr

Hallo Ihr lieben

Ich wollte Euch mal fragen, wie eine Hausgeburt abläuft?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dies möchte, weil ich doch einwenig respekt davor habe! Ich habe noch eine Tochter, sie wird, wenn das Baby auf die Welt kommt 3jahre und 8 Monate alt sein. Möchte sie, wenn ich ehrlich bin gerne dabei haben ( Bitte steinigt mich nicht, wir werden sicher noch mehr mit ihr daarüber sprechen). Im KH denke ich, würde sie sich nicht wohlfühlen, geschweige denke ich auch nicht, dass sie dabei sein dürfte und zu Hause könnte sie dann spielen oder sonst in ein anderes Zimmer gehen wie sie will!
Wer hat schon mal eine Hausgeburt gehabt? Waren eure Kinder dabei? Wenn ja, wie haben sie sich verhalten? Wart Ihr entspannter als im KH weil es eine gewohnte/vertraute Umgebung war?

Fragen über Fragen. Freue mich auf Eure Antworten!

LG debbie mit Alisha (3) UND Krümel im Bauch 16+5

Beitrag von nisivogel2604 21.10.10 - 18:55 Uhr

Ich hatte beim dritten Kind endlich eine Hausgeburt

Guck doch mal bei www.privatgeburt.de rein Da sind fast nur Hausgeburtsfrauen.

Meinen Bericht findest du hier:

http://www.privatgeburt.de/forum/viewtopic.php?f=52&t=297

Ich kann nur sagen das e für uns die Option gab die Kinder dabei zu haben, ich sie dann aber doch lieber aus dem Haus haben wollte. Und nie wieder würde ich zum Kinderkriegen in eine Klinik gehen. Was soll ich da? Ich will gebären, nicht krank werden.

lg

Beitrag von swissamore 21.10.10 - 19:36 Uhr

Ich danke dir vielmals! Werd auf der Seite mal lesen und stöbern!

;-)! Ist echt nicht eine leichte endscheidung!!!

lg

Beitrag von tekelek 21.10.10 - 19:27 Uhr

Hallo Debbie !

Wie eine Hausgeburt abläuft ? Du suchst Dir möglichst früh eine Hausgeburtshebamme (spätestens jetzt, da diese immer seltener werden und auch oft ausgebucht sind).
Mit der kannst Du erstmal über Deine Wünsche und Ängste sprechen. Sie macht auch nur die normale Vorsorge, wenn Du dann am Ende doch ins Krankenhaus gehen möchtest, kannst Du das auch.
Ich hatte zwei Hausgeburten. Bei der ersten Geburt hatte ich am Nachmittag leichte Wehen und habe die Hebamme schon mal informiert. In der Nacht hatte ich dann einen Blasensprung, anschließend bekam ich recht heftige Wehen und habe die Hebamme dann gebeten, zu kommen.
6 Stunden später war unsere Tochter geboren. Während der Geburt hat sich die Hebamme im Hintergrund gehalten, ich konnte machen, was ich wollte und als es wirklich heftig wurde, hat sie mich gut beruhigen können.
Ich hatte einen Dammriss 2.Grades, den sie aber super genäht hat, ich hatte eine Woche später kaum mehr Schmerzen #pro
Eine Stunde nach der Geburt ist sie dann nach Hause gefahren, ca. 8 Stunden später kam dann die Nachsorgehebamme (normalerweise machen die Hausgeburtshebammen auch die Nachsorge, diese musste aber 60 km einfach fahren, deshalb habe ich zur Nachsorge eine andere genommen).
Bei der zweiten Geburt bekam ich beim Frühstück Wehen, habe auch da die Hebamme bereits vorgewarnt. Bei dieser Geburt habe ich sie aber erst 4 Stunden vor der eigentlichen Geburt herbestellt, als die Wehen so richtig fies wurden und ich merkte, daß der Muttermund schnell aufging.
Auch sie hielt sich im Hintergrund (wir waren umgezogen und ich hatte eine andere Hebamme), hat mich nur unterstützt, wenn ich ihre Hilfe brauchte.
Da unser Sohn am Abend geboren wurde, blieb sie über Nacht, vor allem da ich recht starke Nachblutungen hatte (habe dann von ihr auch zwei Oxytocinspritzen deswegen bekommen).
Das Schöne an der Hausgeburt ist, daß Du an Ort und Stelle bleiben kannst, völlig entspannt, und die Hebamme erst dann kommt, wenn es nötig ist bzw. wenn sie gebraucht wird. Auch unser drittes Kind wird zu Hause geboren werden, vorausgesetzt, die Schwangerschaft verläuft weiterhin so bilderbuchmäßig.
Meine Tochter hatte ich bei der zweiten Geburt nicht dabei, da sie mit knapp 20 Monaten noch zu klein war - außerdem wollte ich sie selber nicht mehr um mich haben, als die Übergangswehen einsetzten. Sie wurde von meiner Freundin gegen 16 Uhr abgeholt, um 19 Uhr war ihr Bruder auf der Welt, um 20 Uhr hat mein Mann sie wieder abgeholt :-)
Dieses Mal bin ich mir etwas unsicher. Die Kinder sind gut aufgeklärt und würden gerne bei der Geburt dabei sein, ich weiß nur noch nicht, ob ich das möchte. Im Zweifelsfall wird auf jeden Fall eine Betreuungsperson bereitstehen !
Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mir gerne über die VK schreiben !

Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (5), Nevio (4) und Sohn Nr.2 (ab morgen 29.SSW)

Beitrag von swissamore 21.10.10 - 19:36 Uhr

hallo

Mensch, ich danke dir für den Ausführlichen Bericht!
Das einzige was mich noch daran hindert, sind die schmerzen! Meine erste Geburt war zart "toll" doch irgendwie möchte ich die Schmerzen nicht mehr haben, jedenfalls nicht mehr so doll! hab plötzlich so schiss #schwitz!
Ich werd aufjedenfall mal mit meiner Ärztin sprechen!

Ich Danke dir nochmals #herzlich!

LG

Beitrag von qrupa 21.10.10 - 19:44 Uhr

Hallo

mach dich darauf gefasst dass deine Ärztin davon wenig halten wird. Die meisten halten einen für völlig verrückt.

Beitrag von .4kids. 21.10.10 - 19:54 Uhr

Verrückt nicht, aber Fahrlässig und Verantwortungslos:-p

Das hätten sie früher mal den Bauernweibern erzählen sollen;-)

Beitrag von swissamore 21.10.10 - 19:56 Uhr

;-) genau!

Rechne schon damit, dass die im KH nicht gerade freude haben ,-)!!!

Beitrag von .4kids. 21.10.10 - 20:04 Uhr

Ich hab zwar immer im KH entbunden, 2 BEL geburten, aber die haben mich da schon bescheuert angesehen weil ich es erst mal normal versuchen wollten;-)

Beitrag von minnie85 23.10.10 - 14:08 Uhr

Hab ich auch gehört, dass die Ärzte da teils etwas realitätsfern reagieren - ich würde ihnen dann einfach mit den zig Unetrsuchungen kommen, nach denen außerklinische Geburten sogar sicherer sind für die low-risk Gruppe als eine KKH-Geburt.

Beitrag von magdalena70 30.10.10 - 22:20 Uhr

Hallo,
wegen der Angst vor den Schmerzen...
Wie wär´s mit HypnoBirthing?
Wir planen gerade selbst unsere dritte Hausgeburt und diesmal werde ich diese Methode dazu anwenden. Es ist eine seriöse Methode und auch meine Hebamme kennt sie und ist von ihr überzeugt.
Unsere Kinder (13,10, 4) wollen bei der Geburt auch dabei sein. Für unsere Hebamme ist es kein Problem. Sie habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht mit Geschwisterkindern bei der Geburt. Außerdem bereiten wir sie sehr ausführlich vor und werden sehen, dass eine Freundin da sein wird, die sich ausschließlich um die Kinder kümmert - damit sie auch gut versorgt sind, wenn sie es sich anders überlegen oder zwischen durch lieber spielen gehen.
Viele Grüße!

Beitrag von anarchie 21.10.10 - 23:30 Uhr

Hallo!

meine 4 Kinder sind alle zuhause geboren...

Allerdings sehe ich das mit dem geschwisterkind sehr zwiespältig...ich persönlich wollte meine Kinder immer aus dem Haus haben, einafch weil ich nicht ausschliessen kann, dass ich schreie wie irre(meine 3. geburt war nicht sooo lustig#schwitz), ich kann auch nicht ausschliessne, dass was schiefgeht , und meien Kinder es dann miterleben müssen...ebenso wie ich nicht ausschliessen kann, dass sie trotz guter Vorbereitung Angst haben - ich könnte mich dann nicht auf sie beziehen, obwohl sie vielleicht nach mir weinen - schrecklich für mich.

ich wollte einafch den Kopf frei haben, um in Ruhe zu gebären..

Ausserdem hätte mein mann ja dann für die Großen da sein müssen, denn noch mehr leute wollte ich hier nicht haben, und der wollte auch sein Baby begrüssen.
meine jeweils größeren Kinder kamen anch der geburt sofort dazu...und des war gut so für uns..

generell ist es aber gerade bei hausgeburten möglich, das die Geschwister dabei sind und ich weiss, dass es bei einigen sehr schön gelaufen ist..

Wenn du zuhause gebären willst, soltest du dir schleunigst eine hebamme dafür suchen - da bist du im grunde schon recht spät dran.

Solltest du Fragen haben, frag gerne;-)

lg

melanie mit den 4 Kurzen(8,6,3,1)

Beitrag von uvd 22.10.10 - 09:27 Uhr

mein 4. kind kam zuhause. hätte ich gewusst, wie das ist, hätte ich alle meine kinder zuhause geboren!
mich kriegst du freiwillig nie wieder in ein KH.

die kleine maus kam ganz locker und entspannt an EGT+5 problemlos zuhause im geburtspool zur welt. sie wog 4050 gramm.
die große schwester war dabei und hat die nabelschnur durchgeschnitten.
sie war aber auch schon 16 jahre alt.
die jüngeren geschwister wollten auch dabei sein, waren zu dem zeitpunkt aber gerade in ferien.

wären sie zuhause gewesen, wäre eine freundin nur für sie da gewesen, damit sie sich hätten zurückziehen können, wäre es ihnen zuviel geworden.
auch ich habe mir die option offen gelassen, nein zu sagen, wenn es mich gestört hätte.
man muß die kinder nur gut vorbereiten, dann ist es für alle harmonisch und eine bereicherung.

ins krankenhaus hätte ich ein kind nie im leben mitgenommen, ich finde, das geht nur zuhause, wo jeder seinen rückzugsort hat und seine gewohnte umgebung.

meinen geburtsbericht findest du hier: http://www.geburtspool.de/Geburtsberichte.html (Marla *22.08.2006)