Wie werde ich ihn los...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von chatterbox 21.10.10 - 18:47 Uhr

Hallo!

Nach langer Zeit schreib ich hier mal wieder, weil ich mir ein echtes Problem eingehandelt habe. Zur Vorgeschichte:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=28&id=2523604
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2411835&pid=15326695&bid=28

Also, der Mieter ist tatsächlich ausgezogen, aber erst, als der erste 38-Tonner-Containerlaster vorfuhr und die Bauarbeiter vor der Tür standen. Das hat als Hinweis gereicht, dass ich es ernst meine…
Das Haus ist so gut wie fertig (und ich mit den Nerven und meinen Ersparnissen fast am Ende).
Damit ich den Mieter überhaupt rausbekomme, hab ich ihm angeboten, dass er übergangsweise in meinem alten Wohnwagen (Erbstück von Papa) auf meinem Grundstück wohnen kann, bis er was anderes gefunden hat. Ist für ihn nicht leicht, eine Wohnung zu bekommen, da er ALG II bezieht und auch ganz schöne Ansprüche stellt (die eine Wohnung ist ihm zu klein, die andere zu dunkel, er will kein grünes Bad usw.)

Tja. Und diese „Übergangslösung“ geht jetzt schon fast ein halbes Jahr und er zieht nicht aus. Im Gegenteil. Wenn ich ihn drauf anspreche, dass der Winter vor der Tür steht und er doch schauen soll, dass er irgendwo unterkommt, fängt er an zu schreien, aber so, dass man meint er geht einem gleich an die Gurgel. Obendrein ist er auf dem Trip, dass ich ihn mit einziehen lasse, wenn das Haus fertig ist….da sei Gott vor…

Dass ich ihn theoretisch kündigen könnte, ist mir klar, aber das wird wahrscheinlich nichts nützen und so direkt auf die Straße werfen will ich ihn ja auch nicht. Wohnwagen mit Gasheizung ist jetzt noch besser als Brücke…
Bleibt nur noch eine Sozialwohnung, aber die will er nicht und bemüht sich natürlich auch nicht, eine zu bekommen. Kann ich als „Wohnwagenvermieter“ wegen einer Sozialwohnung auf der Gemeinde nachfragen? Oder hat jemand vielleicht sonst eine Idee, was man noch tun könnte? Das kann doch irgendwie nicht so schwer sein, eine Wohnung zu bekommen. Frei wären genug, auch in der Preislage, die die ARGE bezahlt. Aber er sträubt sich total dagegen….

Ratlose Grüße

chat

PS. Ich kann vermutlich heute nicht mehr antworten, hole das aber nach. Die Baustelle ruft.#zitter

Beitrag von wasteline 21.10.10 - 19:28 Uhr

Bei dem ganzen Vorlauf kann ich absolut nicht verstehen, dass Du dem Mieter auch noch Deinen Wohnwagen zur Verfügung stellst. Was hast Du erwartet?

Teile ihm ultimativ mit, dass der Wohnwagen zum 1.12. in die Schrottpresse geht......mit oder ohne ihn. Und sage ihm auch, dass er keine Wohnung in dem Haus bekommt.

Wenn Du den Mund nicht aufmachst, dann wird sich der gute Mann auch nicht bewegen.

Beitrag von chatterbox 21.10.10 - 21:08 Uhr

Hi!

Selbst, wenn ich sage, ich schau mit dem Feuerzeug nach, ob noch Gas in der Flasche ist... er geht nicht raus.

Manchmal hab ich schon das Bedürfnis, die Anhängerkupplung aus dem Kofferraum zu holen, anzuhängen und die Kiste in den Wald zu stellen.

Aber das ist ja auch strafbar, oder?

Beitrag von manavgat 21.10.10 - 22:12 Uhr

Ich glaube, Du kannst den Wohnwagen abstellen, wo Du willst.

Hast Du keine Anwältin, die Du Du beschäftigen kannst?

Wirf den Kerl raus!

Gruß

Manavgat

Beitrag von chatterbox 22.10.10 - 21:21 Uhr

Meine beste Freundin ist Anwältin. Gott sei Dank, sonst wäre ich schon arm. Die Beratungshonorare wären schon ein kleines Vermögen#schwitz

Sie hat gesagt, sie kann ihn zwar nach Kündigung rausklagen und räumen lassen. Dauert mindestens ein Jahr, kostet ne Menge Geld,das ich nie wieder sehe und geht auf die Nerven.
Sie kauft sich lieber beim Raiffeisen ein paar Arbeitshandschuhe und hilft mir beim Ankuppeln.#schein

Ich muss mir echt was anderes einfallen lassen, wenns schon die Anwältin gruselt...

LG

Beitrag von hoeppy 21.10.10 - 20:02 Uhr

Hallo,

Ich erinnere mich noch an Deinen Fall...

ich würde mich mal bei der Stadt/Gemeinde informieren was Du tun kannst.
Mir stellt sich eben die Frage ob es in D überhaupt erlaubt ist in einem Wohnwagen zu leben. Ist er dort gemeldet?
Habt ihr einen "Mietvertrag" darüber gemacht?
Wo geht seine Post hin?
Zahlt er Miete für den Wohnwagen und wenn ja-übernimmt das die ARGE??

Wenn alles mit Nein zu beantworten ist, dann würde ich mich erkundigen was zu machen ist. Es ist ja quasi so ähnlich als wenn ein Obdachloser in Deinem Wohnwagen hockt.
Kann den nicht jemand abholen?

Ich würde langsam mal aufhören ständig mitleid zu haben. Sonst wirst Du mit dem Kerlchen noch alt.

Alternativ-hat der Wohnwagen noch TÜV und ist zugelassen? Wenn ja, dann verleihe ihn doch einfach mal für einige Zeit. Ich glaube kaum, dass jemand diesen Kerl mitnimmt...

Es gibt doch bestimmt irgendwelche Ämter, die solche Kerle auch gegen ihren Willen irgendwo hin bringen können, wenn sie sich so uneinsichtig zeigen. Oder er verbringt mal einige Nächte im Winter unter der Brücke. Dann wirst Du staunen wie schnell im ein grünes Bad oder eine kleine Wohnung gefallen.

Alles liebe... Mona

Beitrag von chatterbox 21.10.10 - 21:03 Uhr

Hi!

Mir friert der Gips im Kübel fest, hab den Bau grad eingestellt.;-)

Das mit dem Wohnwagen funktioniert ganz normal, ist zwar juristisch keine Wohnraummiete, ich muss also keinen Eigenbedarf oder so als Kündigungsgrund angeben (Gott sei Dank), aber die ARGE hat die 150€ "kalt" im Monat ohne weiteren Kommentar akzeptiert und bezahlt das auch. Gemeldet ist er weiter unter der alten Adresse. Er hält sich ja noch auf dem gleichen Grundstück auf und der Postkasten hängt, wo er immer war, nur das Haus hab ich halt zum größten Teil abgebrochen und dann wieder aufgebaut.

Das mit dem Abholen lassen wär ja ein Traum. Er ist ja schon seit einem Jahr wegen Depressionen krankgeschrieben, aber irgendwie kommt auch die Krankenkasse nicht auf die Idee, ihn zur Kur zu schicken. Aber das macht die Kasse -glaube ich - nur, wenn man Krankengeld bezieht und das kriegt er ja nicht....

Ich wäre ja schon versucht, mal beim Bürgermeister anzufragen, ob sie ihn nicht irgendwo in eine Sozialwohnung packen können. Ich muss sowieso auf die Gemeinde wegen meines Wasseranschlusses. Aber viele raten mir auch davon ab, weil ich ihm dann ja wieder die Kohlen aus dem Feuer hole. Aber ich will ihn ja nur loswerden, ist mir egal ob er dabei auch noch gut wegkommt#gruebel

Das Schlimme ist ja, dass er so unzugänglich ist. Ich hab oft den Eindruck er bleibt jetzt im Wohnwagen, damit er so richtig seine Opferrolle kultivieren kann.

Liebe Grüße

PS. ich hätte schon jemanden, der den Wohnwagen gerne als Bauwagen mieten würde. Aber ob er das lebende Inventar auch mitnimmt#schein

Beitrag von hoeppy 21.10.10 - 21:19 Uhr

Ich glaube in Deiner Situation ist man froh wenn der Kerl weg ist. Egal was man dafür alles machen muss.

Eine Kur bekommt er glaub ich doch nur wenn er die auch beantragt-oder?

Es ist wirklich schwierig. Auf der einen Seite möchte man den Menschen natürlich nicht entmündigen und über seinen Kopf hinweg entscheiden. Auf der anderen Seite scheint er nicht in der Lage zu sein, sein Leben zu ordnen und rationale Entscheidungen zu treffen.

Frag doch mal beim Bürgermeister nach...

Ich helfe ja auch total gerne und kann mir vorstellen das es nicht einfach ist, ihn auf die Straße zu setzen...

Ne tolle Idee wäre doch noch ne Kontaktanzeige. Vielleicht findet sich so ein einsames Mütterchen die sich gerne um ihn sorgen würde *ironie off*

Aber irgendwie musst Du ihn los werden.

LG Mona

Beitrag von chatterbox 21.10.10 - 21:45 Uhr

Es ist nicht einfach, so einen "Abstieg" voll mitzuerleben. Für den eigentlichen Auslöser der ganzen Misere konnte er nichts. Der Kerl war früher ein ganz bodenständiger Typ mit Job, halbwegs ordentlichem Gehalt usw. Man konnte sogar einigermaßen vernünftig mit ihm reden. Aber jetzt wird er immer schräger... ist schon fast gruselig. Hab in echt teure Türschlösser investiert...#schwitz

Die Krankenkasse schickt einen schon von sich aus auf Kur, wenn man lange Krankengeld bezieht und eigentlich nicht wirklich was gegen die Krankheit tut, außer sich krankschreiben zu lassen. Kenne das von zwei Kollegen. Ich glaube, die hätten das Krankengeld gestrichen bekommen, wenn sie da nicht hingegangen wären. Hab das aber auch nur am Rande mitbekommen...

Kontaktanzeige. Hm. Ohne Bild könnte es gehen, aber anbeißen wird wohl nur ein seh- und hörbehindertes Mütterchen...

LG

Beitrag von schickschick 21.10.10 - 23:02 Uhr

Juhu,

ich weiss das was ich jetzt sage bzw schreibe macht man nicht. Aber ich wuerde ihm sagen, dass der Wohnwagen verkauft wird und er doch nun ausziehen muesste. Ich wuerde einen fingierten Kaufvertrag aufsetzen und ihm zeigen.

Vielleicht hilft es ja.

Gruss

Yvonne

Beitrag von chatterbox 22.10.10 - 21:13 Uhr

Hi!

Bin bisschen spät dran mit Antworten, aber bei mir steppt der Bär im Kettenhemd.
Überlegt hab ich mir das auch schon, aber er reagiert gar nicht auf irgendwelche Papierchen. Genauso bei der Kündigung fürs Haus letztes Jahr. Er hat erst seine letzten Sachen ausgeräumt, als die Arbeiter angefangen haben, das Dach abzudecken. Bei meinem Mieter muss man Taten sprechen lassen...
Mein Chef hat mir heut angeboten, ich könnte mal nach Feierabend einen LKW mit Abrollvorrichtung mitnehmen und den Wohnwagen auf den Haken nehmen. Wie ich meinen Chef kenne, meint der das ernst.

Da komm ich echt in Versuchung....

Beitrag von hermina 22.10.10 - 08:37 Uhr

Hallo.

Ich staune, wie lange du diesen Zirkus schon mitmachst. Was nimmt er sich denn raus und du springst auch noch drauf an. Sag ihm, dass der Wohnwagen diese Woche abgeholt wird. Mit oder ohne Inventar. Hast ihn verschenkt, so wie gesehen. Hast du jemanden, der einfach mal so macht, als wäre er derjenige und holt sich den Wagen ab. Ich würde es drauf an kommen lassen. Du hast ihn zum 30.06. gekündigt und er hängt immer noch auf dein Grundstück rum. Und klemm blos das Gas vom Wagen.

Viel Glück und ich drücke die Daumen, dass du wenigsten ein schönes Fest mit deinem Kleinen feiern kannst.

Lg Hermina

Beitrag von chatterbox 22.10.10 - 21:29 Uhr

Hi!

Meine Geduld ist sprichwörtlich. Ist echt so. Manchmal bin ich echt ein Riesen-Schaf.
Ich hoffe ja inständig, dass er die Miete nicht mehr zahlt. Dann könnt ich ihn mit richtig gutem Grund rauswerfen. Die ARGE ist drauf gekommen, dass er seit Juli die Miete für das Haus kassiert, aber nur den Wohnwagen bezahlt (500 € Differenz). Das muss er jetzt zurückzahlen und hat jetzt natürlich gar kein Geld mehr. Wenn er zwei Monate nicht zahlt, dann ist der Wohnwagen weg. Ein paar finstere Gesellen, sie ihn abholen, treib ich schon auf.....:-)

Beitrag von mutschekiebchen 22.10.10 - 08:44 Uhr

Hallo,

nixs zur Sache, aber wollt dir mal schreiben das du einen schwer symphatischen Eindruck machst.

Liest sich fast schon witzig, obwohl es das vermutlich nicht ist.

Trotz des Ärgers noch soviel Mitgefühl zu haben ist klasse#pro

LG und viel Glück
mutschekiebchen

Beitrag von chatterbox 22.10.10 - 21:36 Uhr

Hi,

oh, DANKE SCHÖN#hicks.

Manchmal muss ich selber lachen. In der Mittagspause bin ich sehr begehrt. Alle wollen Neues aus der Wohnwagensiedlung hören. Wenn man das dann so alles erzählt (ist ja nur die Spitze des Eisbergs, die ich hier schreibe), dann muss ich selber echt lachen. Ist schon bizarr, in was für Situationen man sich so manövrieren kann.

LG und #liebdrueck

Beitrag von sternschnuppe215 22.10.10 - 15:55 Uhr

Hinweis: wenn er keinen festen Wohnsitz hat, bekommt er keine Leistungen mehr... dann sollte eine Meldung an das "Amt" genügen... dann wird er fix das Weite suchen


#rofl

Beitrag von chatterbox 22.10.10 - 21:43 Uhr

Das blöde an der Sache ist, ich hab mich ja auf den Mist mit dem Wohnwagen eingelassen. Und das Amt hat das mit dem Wohnwagen auch geschluckt und bezahlt das. Meine einzige Hoffnung ist, dass er länger die Miete nicht bezahlt. Dann bekommt er das Marschierpulver...