psychologische hilfe?!?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lilliane 21.10.10 - 19:10 Uhr

Hallo ihr lieben, heute frag ich mal für meine beste freundin. weil sie nicht hier im forum ist und weil ich ihr sogerne helfen würde und weil sie mich um meine meinung gebeten hat. sie hat eine tochter(fast 3) und einen sohn, der vor 1,5 jahren leider still geboren ist. das war eine ganz schlimme zeit für ihre ganze familie, meine freundin hat wochenlang geweint, logischer weise, und ihre tochter hat vielmehr mitbekommen, als sie sollte. die kleine hat es auch verstanden, denn immer wenn irgentein kind sagte - mein bruder- oder - meine schwester-, dann sagte sie immer-ich habe auch einen bruder, der wohnt im himmel, nicht bei uns zuhause- .

seit einiger zeit hat sie jetzt einen imaginären bruder. sie ist sich dessen bewußt, dass es nicht der verstorbene ist, denn ersten heißt er anders und zweitens sagt sie ausdrücklich, dass dieser bruder nicht im himmel bei ihrem anderen bruder wohnt, sondern bei ihr daheim und bei ihr im bett schläft. für meine freundin ist das ganz ganz schwer, denn sie w+rde ihrer tochter den wunsch vom geschwisterchen so gerne erfüllen, aber es klappt zur zeit einfach nicht. kinder in dem alter haben doch manchmal freunde, die sonst keiner sehen kann oder imaginäre haustiere, also bis zu einem gewissen grad ist das sicher normal, aber wie soll sie damit umgehen? bisher hat sie so getan als ob nix wär, hat sogar zum teil mitgespielt... aber sie fragt sich, ob sie die kleine aufklären sollte, dass dieser bruder nur eingebildet ist, oder sogar zum kinderpsychologen gehen soll.... was würdet ihr raten? LG LILLI

Beitrag von bine3002 21.10.10 - 19:19 Uhr

Auch wenn das jetzt hart klingt, deine Freundin soll in den imaginären Bruder nicht zu hinein interpretieren.

Kinder in dem Alter befinden sich in der "Magischen Phase" und haben alle Arten von imaginären Freunden, Geschwistern oder Haustieren. Wir z. B. haben mindestens 364 Dinosaurier, 30 Krokodile, 2078 Katzen, 3678 Hunde und vieles mehr. Außerdem hat meine Tochter Freunde namens Lilli, Lärli, Lari (-Schnucki), Pupsi und Kacki. Kacki wohnt aber nicht hier, weil der immer so stinkt.

Wenn ich sie vor eineinhalb Jahren gefragt habe, ob sie ein Geschwisterchen möchte, dann hat sie "Ja" gesagt, wobei sie damit vermutlich eher meine eigene Unentschlossenheit widergespiegelt hat. Mittlerweile ist sie sich, genau wie ich, sicher, dass sie kein Geschwisterchen möchte, sondern ein Hund oder wahlweise auch ein Kaninchen ;-)

Das, was deiner Freundin da passiert ist, ist hart, ganz klar. Aber ich finde es völlig Ok, dass die Tochter davon weiß, dass sie darüber aufgeklärt wurde und die Tatsache, dass sie davon auch erzählt, zeigt, dass das Kind sich damit auseinandergesetzt hat. Der imaginäre Bruder mag ein unterbewusster Wunsch sein, aber sicher kein Fall für einen Psychologen, sondern eben Teil der Phantasiewelt eines kleinen Kindes. Deine Freundin sollte auch kein weiteres Kind bekommen, weil sie ihrer Tochter den Wunsch erfüllen möchte, sondern weil sie sich selbst ein Kind wünscht. Im Umkehrschluss könnte sie nämlich denken: "Mama ist unglücklich, weil sie MIR den Wunsch nicht erfüllen kann. ICH bin schuld, dass Mama unglücklich ist." und so ist es ja nicht. Also unbedingt trennen...

Beitrag von babybaer4 21.10.10 - 20:43 Uhr

Hallo,

ich denke nicht das sie da Hilfe braucht.
Meine Tochter hat unsere Familie in dem Alter wahnsinnig vergrößert.Da gab es zusätzlich zu ihrem echten Vater noch einen(besser 2 als 1) und einen Bruder der Paul hieß.Lina war ihre Freundin die ständig Mist gebaut hat.
Ich habe selbst im Kindergarten bescheid gesagt das sie mich bitte Fragen sollen ,wenn meine Tochter von einem Familienmitglied erzählt den sie nicht kennen#zitter.
Mein Sohn hatte dagegen nur Thome seinen Freund.Ich war schon kurz davor mit ihren imanigären Freunden eine richtige Freundschaft zu schließen,da sie soetwas von real in unserem Familienleben teilgenommen haben:-p
Aber bevor das passierte waren sie auch schon wieder weg.

Lg Sabine

Beitrag von morla29 22.10.10 - 22:45 Uhr

Hallo Lilli,

also ich kann aus Erfahrung berichten. Meine große tochter hatte auch eine Imaginäre Freundin und eine Schwester, die still geboren wurde un dauch im Himmel ist.

Allerdings war die imaginäre Freundin vor der still geborenen kleinen Schwester da.

Ich hab meine Tochter einfach gelassen. Manchmal hab ich sogar nach "Halla" (so heißt die Freundin) gefragt, was sie grad macht usw.

Ob sie zum Kinderpsychologen gehen soll? Da würd ich mal mit dem KA reden oder mit dem Kindergarten, wenn sie schon geht. Allerdings finde ich, dass Kinder viel ehrlicher, besser und urslprünglicher trauern, als Erwachsene.

Ich hab im letzten dreiviertel Jahr sehr viel von meinen Töchtern gelernt. Wenn ich daran denke, wie sie sich vorstellen, wo ihre kleine Schwester ist und wie es ihr da geht, dann beruhigt mich das.

Es war sehr rührend, als der kleine Elefant vom Münchner Tierparkt starb: Meine sagte dann: So, jetzt hat V. sogar einen kleinen Elefant im Himmel zum Spielen.

Viele Grüße
morla
mit zwei Mädels an der Hand (3 und fast 5)
und einem Mädel tief im Herzen (still geb. 29-1-10 in der 31. ssw)