Mein Sohn (13)....will zu seinem Vater ziehen....

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von jana074 21.10.10 - 20:05 Uhr

Hallo,

habe ein Problem, mein Sohn, möchte zu seinem Vater ziehen. Mein Exmann und ich sind seit 2002 geschieden, damals gab es da keinerlei Fragen, wohin mein Sohn wollte ( er war damals knapp 6). Nun gibt es in der letzten Zeit häufig Stress mit ihm, manchmal wegen Kleinigkeiten. Nun bin ich seit 2004 wieder neu verheiratet und mein neuer Partner hat ihn auch immer voll akzeptiert. Nur in der letzten Zeit ist mein Sohn immer unzufriedener mit allem, dabei fehlt es ihm an nichts. Meine Vermutung, bei seinem Vater bekommt er immer das, was er will (lange fernsehen, etc.) Bei uns zu Hause "nerven" ihn sogar seine Geschwister (7,5,3 und 1,5 J.) Zur Zeit bekomme ich von meinem EX mtl. Kindesunterhalt gezahlt. Wenn mein Sohn jetzt wirklich zu ihm ziehen will, wie ist dann die Sachlage mit dem Unterhalt. Ich bin momentan noch in Elternzeit bis 02/2011 und mein Mann geht arbeiten. Muss dann mein Mann für seinen "Stiefsohn" zahlenoder ich (die ja kein eigenes Einkommen hat) oder wie ist dann die Situation???#zitter
#kratz
Bin für Antworten sehr dankbar

Jana074

Beitrag von manavgat 21.10.10 - 20:29 Uhr

Dein Mann muss definitiv nicht zahlen. Bei weiteren 4 Kindern glaube ich nicht, dass Dir ein Nebenjob zwecks Zahlung des Unterhalts zugemutet werden kann. Näheres weiß eine Anwältin.

Ich hätte an Deiner Stelle aber vorrangig ein anderes Problem. Wenn es Trennungskindern zu leicht gemacht wird, immer wenn sie an ihre Grenzen stoßen (pubertät!) zum jeweils anderen Elternteil zu ziehen, dann kann das gravierende Folgen haben. Noch dazu, wenn damit ein Schulwechsel verbunden ist.

Wer hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht?

Gruß

Manavgat

Beitrag von patchworkfamily007 22.10.10 - 11:59 Uhr

Natürlich muß der Mann zahlen. Aber keinen KU an den anderen Vater, sondern er muß seiner Frau * Unterhalt * zahlen, sofern er das von seinem Gehalt her kann. Und ihr kann zwar im Moment kein Job zugemutet werden, aber ihr kann obligatorisch ein Gehalt angerechnet werden, weil man sich nicht auf eine neue Ehe und kleine Kinder berufen kann.
Woher ich das weiß ? Ganz einfach, weil genau das das Argument bei mir in diesem Jahr war. Weil wir genau dasselbe durchgemacht haben.

Und wie kommst du darauf, dass man es Trennungskindern zu leicht macht, wenn sie zum anderen Elternteil ziehen wollen, nur weil sie an ihre Grenzen stoßen? Ich habe mir die Entscheidung damals sicherlich nicht leicht gemacht und letztendlich war es für den Buben das beste, dass er gehen konnte. Sicherlich bekommt er nun bei seinem Papa das, was ich ihm nicht geben konnte: nämlich die alleinige Aufmerksamkeit die er so sehr benötigt. Aber ihm geht es gut dort und ich finde, er hat das Recht zu entscheiden wo er leben will.

Gruß
Patchwork

Beitrag von manavgat 22.10.10 - 14:22 Uhr

auf deine 1000 "Wie kommst Du darauf" muss ich jetzt nicht ernsthaft antworten, oder?

Gruß

Manavgat

Beitrag von patchworkfamily007 22.10.10 - 14:39 Uhr

... wenn ich ernsthaft darüber nachdenke...nein, da mußt du nicht drauf antworten...man kann es ja jederzeit in den Foren nachlesen :-)

Beitrag von elsa345 22.10.10 - 18:00 Uhr

Aber sie hat doch nur einmal gefragt???#gruebel

Beitrag von elsa345 22.10.10 - 18:08 Uhr

Nicht immer entscheiden Kinder aus egoistischen, pubertären Gründen beim anderen ET leben zu wollen, manchmal auch aus einer großen inneren Not und sie leiden sehr darunter.

Nicht jede Mutter ist das "Beste fürs Kind", es gibt sogar ganz gute und brauchbare Väter. Das sollte langsam mal ankommen!

Gruß

Beitrag von lichtchen67 22.10.10 - 09:11 Uhr

Und Dein größtes Problem jetzt ist, wer wann was für wen zahlen muss #kratz?

für mich ist das ein Verhalten vieler pupertärer Kinder, wie oft will man in dem Alter zu Hause ausziehen, weil alles doof ist und alle nerven? oft. Nur wenn beide Elternteile noch zusammen sind, weiß man nicht wohin und es ist klar, das man da durch muss.

Durch diese Trennungen hat man eben den anderen Elternteil noch, wo man hin kann, wo eh alles besser ist (scheint), weil man dort nie den Alltag verbringt, sondern mal ein Wochenende und sich dann eh alles nach einem richtet.... Diesen Drang hat sicher fast jeder Teenie - ob dem nachzugeben immer das richtige ist sei dahingestellt. In dem Alter nerven Eltern und Geschwister einfach. Isso.

Vielleicht wäre eher mal ein sachliches klärendes Gespräch mit sohn und den leiblichen Vater fällig? in dem man ihm erklärt, dass auch ein Umzug zum anderen Elternteil einen neuen nervigen Alltag beinhaltet?

Lichtchen

Beitrag von zwiebelchen1977 22.10.10 - 09:15 Uhr

Hallo

Das Kindergeld würde dein Mann für euren Sohn dann bekommen.

Wegen dem Unterhalt. Dein jetziger Mann ist dir, sofern er kann( nach dem Kindesunterhalt) unterhaltspflichtig. Auch, wenn ihr zusammen wohnt.
Wird dann als eine Art Taschengeld gesehen. Und davon kann dann der Unterhalt berrechnet werden.

Näheres kann dir das Ja sagen

Beitrag von elsa345 22.10.10 - 18:05 Uhr

Hallo,
die Tochter meines Mannes ist auch zu uns gezogen. Es waren bei ihr viele Gründe, sicher aber nicht einer davon oberflächlich und pubertär. Vielleicht ist Dein Sohn etwas überfordert? Er soll seine Aufmerksamkeit mit VIER kleineren Geschwistern teilen und braucht sie von Dir vielleicht ganz im Moment.

Du mußt Unterhalt zahlen, aber wovon? Also wirds wohl für den Sohn beim Vater nix geben. Ist meist so!

Gruß Elsa

Beitrag von setta 24.10.10 - 16:22 Uhr

wundert es dich wirklich, dass ihn als teenager seine VIER kleinen geschwister nerven?!?!?!?

#klatsch

Beitrag von patchworkfamily007 24.10.10 - 16:26 Uhr

Und was soll sie nun machen?? Sich trennen und mit ihm alleine wohnen?

Ist es neuerdings verboten, Kinder zu bekommen, nur weil man Angst haben muß, dass ein Teenie damit nicht klar kommt?

Beitrag von stormkite 25.10.10 - 17:19 Uhr

Nein,

aber vielleicht ein wenig Verständnis dafür entwickeln, das ein Teenie dann doch lieber bei einem Elternteil lebt, bei dem die Bedingungen etwas ruhigere sind.

Grade pubertierende Jungs sind beim Vater oft besser aufgehoben - also, was spricht dagegen?

Kite

Beitrag von patchworkfamily007 25.10.10 - 18:32 Uhr

Hallo Kite,


nicht anders denke ich :-) auch ich bin den Weg gegangen und ich weiß, dass es meinem Buben beim Papa besser geht. Er hat dort, was er bei uns nicht bekommen konnte, nämlich die Aufmerksamkeit die er brauchte oder heute noch braucht :-)

Für ihn war das eine richtige Entscheidung aber für uns auch. Denn nun leben wir alle ein wenig ruhiger.

Liebe Grüße
Patchwork

Beitrag von badguy 26.10.10 - 10:30 Uhr

Also wenn ich meine zwei so höre, was sie über ihre kleine Schwester berichten... Sie sind 12 und 10 und mitunter nervt es sie ganz gewaltig, wenn der Schwimmbadbesuch nach den Gesichtspunkten der kleinen Schwester (2 Jahre) ausgesucht wird. Gerechtigkeit haben sie da nicht zu erwarten. Genauso, was eine gepflegte Privatsphäre, die Kinder in diesem Alter auch schon brauchen, angeht.

Sicherlich ist es für die Kinder nicht schlecht zu sehen, dass man aufeinander Rücksicht nehmen muss, teilt und Kompromisse schließt, nur dürfen es keinen faulen Kompromisse sein.

Zum Unterhalt: Deine größte Sorge ist, ob dein Mann zahlen muss. Ich finde das ziemlich dreist. Mir wäre es ein Bedürfnis, dass mein Kind versorgt ist, gut versorgt ist. Und wenn das gewährleistet ist, dann zahle ich gerne Unterhalt. Ich als dein Ex käme mir verarscht vor, wenn meine Ex mir sagen würde "Äh sorry, du weißt, ich arbeite nicht aber mach du mal!"