Ganz böse Frage....

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von 5kids. 21.10.10 - 20:29 Uhr

Hallo!
Ich habe mal eine aussergewöhnliche Frage,deren Antwort reiflich überlegt sein sollte.
Es geht um eine liebe Bekannte. Diese hat "bereits" 2 Mädchen - eine davon noch recht klein ( weis nicht genau wie alt,jedenfalls so zwischen 3-6 Jahre) und die andere grad erwachsen. Nun hat sich besagte Bekannte vor einiger Zeit für ein letztes absolutes Wunschkind entschieden. Leider musste sie im Übungszeitraum von etwa 1 Jahr schon 2 FG`s miterleben. Vermutlich spielt auch das Alter eine Rolle - sie ist etwa in meinem Alter ( um die 40+/- 3 Jahre) .Nun hat sie es endlich geschafft,daß ihr Krümel bei ihr blieb und ihr FA riet ihr jedoch zu einer Fruchtwasser-Untersuchung. Nun hat sie das Ergebnis:
ein Junge #huepf#ole

ABER auch: Trisomie 21 #schmoll:-(

Wie würdet ihr an ihrer Stelle entscheiden? Würdet ihr das Kind bekommen? Immerhin ist es eine schwierigere Lebensaufgabe als mit einem gesunden Kind. Bitte keine Verurteilungen,daß ich gerade HIER frage - aber wo sonst? #gruebel
Mir selbst ist bekannt,daß es sich bei Down-Kids sehr wohl um liebenswerte Menschen handelt - das steht auch ausser Debatte. Es geht mir rein um die Entscheidung,ob ihr euch einer solchen Aufgabe gewachsen fühlen würdet...

Lieben Dank!
Andrea

Beitrag von mama-von-marie 21.10.10 - 20:34 Uhr

Hallo,

ich habe in einem Alten-/ und Behindertenheim meine Ausbildung
gemacht, und dort auch Kinder mit Down Syndrom kennengelernt.
Es sind sehr liebenswerte Menschen, die den selben Respekt
verdienen, wie "gesunde" Menschen und nicht verurteilt werden
sollten.

Aber ich glaube nicht, dass ICH das schaffen würde. Es würde mir und
meinem Mann bestimmt das Herz brechen, jeden Tag unser (leider)
krankes Kind zu sehen.

Ich hoffe, Deine Bekannte trifft die richtige Entscheidung für sich und das Baby #klee

LG
mama-von-marie, 26.SSW

Beitrag von janahaesi 21.10.10 - 20:36 Uhr

also so böse es klingt , ich würde mich gegen das Kind entscheiden. Ich würde mich der aufgabe nicht gewachsen fühlen, hab hochachtung vor allen die das auf sich nehmen und leben aber ich könnte es nicht.

und ich weiß wovon ich spreche mein neffe ist aufgrund seiner epelepsieerkrankung von baby an geistig behindert.

ich hoffe für sie sie trifft die richtige entscheidung um die ich sie nicht beneide!


glg jana

Beitrag von amalka. 21.10.10 - 20:37 Uhr

nette Menschen stellen nicht böse fragen:-p

ich glaube, das hängt nicht von der Behinderung aber von mir als der person, die das kind dann betreuen muss. Man muss sich immer die eigenen Ressourcen anschauen, dann mögliches unterstützungsfeld und dann...hat das Kind noch mögliche weitere Behinderungen (herzfehleretc.)

ichglaube, man kann nicht anhand von uns sagen, was man tun würde..

Beispiel: du kennst meine vorgeschichte, i ndiesem Zustand vollkommen unmöglich, hat aber nicht mit Trisomie 21 zu tun aber mit mir..

wenn ich aber im Gegensatz dazu gesund wäre und mit meiner Ausbildung...dann locker und mit Freude..

ich würde mir nie erlauben überhaupt jemandem zu raten: tue dies oder jendes,weil ich bin icht die Person...verdstehst du das..

Beitrag von sannifee83 21.10.10 - 20:41 Uhr

hallo Andrea,

es gibt keine bösen Fragen!

Ich würde mich für das Kind entscheiden. Gerade darum weil es ein Wunschkind ist.

Wir haben keine zusätzlichen Untersuchungen machen lassen.
Aus diesen Gründen:

- Wer gibt uns das Recht zu entscheiden wann ein Leben lebenswert ist?
- Ein Abbruch wäre für mich nicht in Frage gekommen.
- Wäre der kleine Mensch nicht lebenfähig, hätte die Natur die Schwangerschaft schon eher beendet.

Sanni mit #niko Sporti 32. SSW

Beitrag von mamaneuburg 21.10.10 - 20:42 Uhr

Hallo!

Das ist echt eine schwierige Frage.
Ich arbeite an einer Integrationsschule, an der wir auch immer wieder Down-Kinder haben. Und ich muss sagen, sie sind toll! Das wäre für mich persönlich kein Grund, ein Kind abzutreiben, sie sind sicherlich wahnsinnig anstrengend, weil sie einfach über ein gewisses Level nie hinauskommen werden (wobei die Tochter unseres Konrektors auch Trisomie 21 hat und die ist durch gute Förderung ein recht pfiffiges Mädchen - naja, sie ist mittlerweile schon 25 oder so), aber ich finde, Down-Syndrom-Kinder sind total liebenswert!
Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich diese Aufgabe zutraut.
Ich wünsche deiner Freundin, dass sie für sich die richtige Entscheidung treffen wird!

lg Steffi

Beitrag von bianca87hl 21.10.10 - 20:44 Uhr

hey

ich bin zwar erst 23 jahre alt aber ich würde dieses kind definitiv auf die welt bringen.
klar ist es eine sehr große herausforderung aber ich finde auch kids mit dem trisomie 21 syntom haben es verdient geliebt zu werden.

ich denke es sieht jede/r anders, aber wenn ihr euer kind auf dem us seht mit herzschlag würdet ihr es schaffen den wurm umzubringen und zu sagen ne es hat eine behinderung ich will das kind nicht mehr?

ich will hier keinen angreifen aber für mich wäre es absoluter mord und ich kann niemanden verstehen der sein kind umbringen würde!

das ist meine meinung aber ich stehe dazu und es tut mir leid wenn sich hier irgend jemand angegriffen fühlt!

glg#winke

Beitrag von leoniechantal 21.10.10 - 20:45 Uhr

erstmal hut ab davor (und das meine ich wirklich ernst) jetzt nochmal bei null anzufangen.

sagen wir mal so,hätte sie die FW untersuchung nicht machen lassen dann würde sich die frage nicht stellen ob für oder gegen.

ich bin der meinung (meine kidis waren und sind alles wunschkinder)
es ist und bleibt mein kind,man spürt das es lebt und weiß auch mit trisomie21 das es lebensfähig ist.

meine persönlich entscheidung wäre FÜR das kind.

ich weiß zwar nicht ob ich in 15jahren genauso denken würde (auf das alter bezogen) aber ich denke mal wenn die entscheidung gegen das kind wäre dann würde man es ein lebenlang bereuen.

lg und alles gute für deine bekannte.

katja

Beitrag von gundi2000 21.10.10 - 20:45 Uhr

Hallo du,

ich stand vor drei Jahren vor der Entscheidung was machen wenn unsere Maus mongolid ist, für mich war klar ich bekomme das Kind für meinen Mann war es nicht klar, er meinte er würde nicht mit der Situation zurecht kommen, hab mich dann damals zu einer Fruchtwasseruntersuchung überreden lassen, die dann gezeigt hat, das die Maus gesund ist.

Nur hat mich das Ergebnis nicht interessiert, weißt du warum, bei dieser Untersuchung können sie dir nur sagen ob das Kind eine Behinderung hat und nicht in wie weit die Behinderung ist, das heißt unsere süße hätte nur etwas anders aussehen können und eine Lernschwäche haben können und ich fand es unfair, das Leben zu beenden bevor es überhaupt begonnen hatte.

Wenn mein Mann damals gegangen wäre, dann wäre er gegangen aber ich konnte das nicht.
Deshalb hab ich auch diesmal außer den Us untersuchungen und den blutuntersuchungen keine andere machen lassen.

Klingt jetzt blöd weißt du was mir geholfen hat meine Entscheidung zu treffen. Es gibt einen Österreichischen Liedermacher, der heißt Georg Danzer (weiß ja nicht ob du ösi oder deutsche bist, als Ösi kennst du ihm) und der hat ein Lied das heißt depperts Kind (auf Deutsch dummes Kind) in dem Lied geht es um sein behindertes Kind und dieses Lied war meine Entscheidung, egal was meine Maus hat, sie bleibt meine Maus :-)

http://www.youtube.com/watch?v=Q4rZxTOjvU8
3 Tage nach dem meine Maus auf die Welt gekommen ist, ist er gestorben, war für mich der Hammer.


glg
Gudrun #ei24+4

Beitrag von 2008-04 21.10.10 - 20:47 Uhr

Haben die den mutterkuchen punktiert??? die untersuchungs methode ist noch besser.

ich hab ne bekannte 45 jahre, sie hatte verdacht auf trisomie, die chance standen 1:;3 sie hat dann den mutterkuchen punktieren lassen und es war alles bestens, sie hat das kind auch bekommen und ist gesund.

Ob ich es bekommen hätte kann ich dir nicht sagen.

Beitrag von braut2 21.10.10 - 20:52 Uhr

Hm.......schwere Frage. Ich hab keine FWU machen lassen, aber meine Untersuchungen waren bisher unauffällig. Ich weiß nicht was ich gemacht hätte wenn mein FA mir aufgrund bestimmter Ergebnisse dazu geraten hätte eine FWU machen zu lassen. Er hat immer gesagt: entscheide Dich nicht für eine FWU wenn Du nicht weißt was Du mit dem Ergebnis anfangen willst.
Wie auch immer......ich hab zwei kleine Kinder (4 und 3) und ich weiß nicht, ob ich mit einem Down-Kind nicht überfordert wäre. Obwohl wir im Bekanntenkreis jemanden haben, die haben 2 kleine Jungs und dann ein Down-Jungen bekommen. Und die sind sowas von glücklich und vermitteln das auch so. Als wär alles "ganz normal", so daß man selbst gar nicht auf die Idee käme sie zu bemitleiden oder sonstiges.
Wahrscheinlcih hätt ich mir erstmal genau von derjenigen Tipps geholt und Gespräche geführt.

Aber im ernst.........ich kanns nicht sagen........ich weiß es einfach nicht. Ich würd nicht NEIN und würd nicht gleich JA sagen #kratz

Lg b2 ET-7
Hoffentlich treffen Deine Freunde für sich die richtige Entscheidung

Beitrag von 5kids. 21.10.10 - 20:52 Uhr

Vielen lieben Dank für eure ehrlichen Antworten #herzlich

Ja das ist richtig: Die Entscheidung kann man ihr nicht nehmen und auch ich hoffe,daß sie in jedem Fall glücklich wird!


Wünsche euch noch einen netten Abend! #liebdrueck

Beitrag von woelkchen1 21.10.10 - 20:58 Uhr

Ohje, das ist böse.

Ich persönlich würde dieses Kind bekommen wollen. Aber mit dem Hintergrund, dass ich 28 bin. In dem Alter deiner Bekannten würd ich das anders sehen- wahrscheinlich. Denn dieses Kind wird immer auf seine Eltern angewiesen sein. Natürlich gibt es gute Einrichtungen, wo es sich gut leben läßt, aber mich als Mutter würd es bedrücken, vielleicht nicht lange genug fit genug zu sein!

War das jetzt böse?#gruebel

Beitrag von amalka. 21.10.10 - 21:00 Uhr

#liebdrueck

Beitrag von woelkchen1 21.10.10 - 21:07 Uhr

Was das böse in Bezug auf die Älteren hier Schatz?

Beitrag von 5kids. 21.10.10 - 21:11 Uhr

Nein nein Quatsch!
Du hast ja nicht Unrecht - hab ja extra auch das Alter mit erwähnt!

Beitrag von woelkchen1 21.10.10 - 21:13 Uhr

#schwitz

Beitrag von hova 21.10.10 - 21:06 Uhr

Man kann sich ja gar nicht vorstellen, was in einem vorgeht wenn man so ein Ergebniss mitgeteilt bekommt.
ich habe auch mal eine FWU machen lassen mit niederschmetterndem Ergebnis, was sich zum Glück als falsch heraus gestellt hat. Wir haben uns damals für das Kind entschieden und es war auch gesund.
In der 4. SS war ich zur VS nur bei der Hebi ab der 20. Woche. Jetzt in der SS haben wir uns auch gegen eine FWU entschieden. Viele Haben uns für verrückt erklärt. Mein FA akzeptiert unsere Meinung, findet es aber nicht toll. Alle sagen, ihr habt 4 gesunde Kinder warum geht ihr das Risiko ein.
Aber auch mein Mann sagte letztens, wenn das Schicksal für uns ein krankes Kind bereit hält, müssen wir da durch. Schließlich geben wir ja auch unsere jetztigen Kinder nicht weg, nur weil sie durch einen Unfall plötzlich behindert sind.

Aber trotzdem kann ich auch verstehen, wenn sich einer gegen ein behindertes Kind entscheidet. Ich weiß, dass es viel Arbeit ist. Psychisch und auch physisch und das muss man sich klar vor Augen halten. Evtl muss man dann halt auch mehr an sich und seine anderen Kinder denken so hart das klingen mag!

Beitrag von 5kids. 21.10.10 - 21:15 Uhr

Genau so sehe ich es auch und ich bin in fast der gleichen Situation. Bei mir hat man mich beim 2. Kind so verrückt gemacht. Habe insgesamt 5 Kinder und bei 3en davon eine FU machen lassen. Jetzt bei Kind Nr. 6 habe ich mich bewusst gegen eine FU entschieden - mit den gleichen Gedanken,die ihr dabei hegt/gehegt habt! Und auch mein FA hat nicht gerade gejubelt,als ich ihm die Entscheidung mitteilte....

Beitrag von hova 21.10.10 - 22:00 Uhr

Oh jaaaaaa! Mein Arzt ist Pränataldiagnostiker und ein Freund von uns. Für den ist das unbegreiflich aber er hat es nun akzeptiert. "Zur Strafe muss" ich jetzt öfters zum US kommen. ;-)
Bei mir hätte die Untersuchung keinerlei Konsequenz zur Folge. Damals war ich auch total aufgelöst und erzählte meiner Hebi von der Untersuchung. Die nahm mich in den Arm und meinte alles geht seinen Weg....wie was ausgeht weiß eh niemand.
Dass Du nach drei FWUen keine mehr machen lässt ist ja auch ein Ding!
Ich wünsche Dir alles Gute :-)#klee

Beitrag von babys0609 21.10.10 - 21:12 Uhr

Huhu 5 kids!

Ich weiss wen du meinst!
Ich habe die Nachricht eben erfahren!
Mein mann und ich sind uns einig das wir ich bin in der 9ten SSW wenn es zu einem solchen ergebnis kommen sollte das Baby behalten würden!

Mein Mann sagte auch ein krankes kind ist unser Kind und ich libee es jetzt schon weil ich weiss das es in dir Heranwächst!

Wir gesagt ich würde es einfach behalten!
Ich kenne solche kinder aus dem bekannten und Freundeskreis und finde sie Faszinierend und bereichernd!

Sie sind was ganz besonders!

LG Maria #ei 9.SSW

Beitrag von jenna26 21.10.10 - 21:16 Uhr

Hallo zusammen

ich denke das ist eine sehr schwere frage.
ich denke dazu muss man sich vor augen führen das auch ganz viel während der geburt passieren kann, was dann??
gibt man so ein kind zur adoption frei weil es ist ja behindert??
was passiert wenn meinem kind irgendwas passiert und dadurch behindert wird?
ich denke es wird oft nicht weit genug gedacht und behinderung wird auf das down-syndrom reduziert.

sorry wenn ich jetzt jemandem zu nah trete aber das sind so meine gedanken dazu

LG jenna

Beitrag von 5kids. 21.10.10 - 21:24 Uhr

Ja das ist natürlich immer so eine Sache. Allerdings - und das liest sich jetzt echt bescheuert und fies - gibt es ja extra diese FU,damit man sich für oder gegen ein krankes Kind entscheiden kann,wenn man es frühzeitig weiss. Wenn etwas während der Geburt oder Unfall etc. passiert,ist es genau so Schicksal - aber dann kann man es nicht mehr "ändern". Weisst bestimmt,wie ich es meine...#schwitz

Beitrag von anne2112.86 21.10.10 - 21:25 Uhr

Hallo,

zu deiner Frage ob ich es behalten würde? NEIN!!

Klingt zwar hart, aber ich würde mich dazu nicht bereit fühlen!!

Ich habe ja schon einen Sohn und denke dann immer das er in Zukunft dann viel zu kurz kommen würde bzw. er merkt das er erstmal nur die2. Geige spielt!!

Wichtiger Punkt noch:

Meine Cousine hat auch einen fast 3 jährigen Sohn mit Trisomie(sie wusste es nicht, hat keine FWU machen lassen), und ich weiß wie hart es ist!!

NEIN, für mich definitiv NEIN!!

LG Anne mit Julian(3) und#ei6+4

Beitrag von haseundmaus 21.10.10 - 21:33 Uhr

Hallo!

Ich habe Kontakt zu Müttern mit Down Syndrom-Kindern und wenn ich an diese tollen Kinder denke, würde ich jetzt sagen, ja, ich würde es bekommen. Die Kinder die ich kenne, sind jedoch relativ gesund für ihre Verhältnisse. Haben keine Herzfehler, keine Verdauungsbeschwerden, was angeblich typisch sein soll. Sie sind organisch absolut gesund. Man sieht es eben nur am äußeren Erscheinungsbild, dass sie das Down Syndrom haben und sie sind in der Entwicklung hinterher. Aber sie sind echt klasse, die Kinder haben absolut das Recht zu leben.

Meine Meinung. Aber das muss sicher jeder mit sich selbst ausmachen.

Manja mit Lisa Marie, 13 Monate alt #sonne

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