grundsätzliche ablehnung meines sohnes bei aktivitäten

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von lala2712 21.10.10 - 21:01 Uhr

hallo!

ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, dass mein sohn (3 jahre) alles ablehnt. z.b. ist er auf einen geburtstag eingeladen. er hat direkt nein gesagt. auf die frage warum, kommt meist gar nichts oder er sagt weil xy doof ist.

er ist immer sehr gern ins hallenschwimmbad gegangen. im freibad hat es ihm eigentlich auch ganz gut gefallen. als ich jetzt nachfragte, ob wir nicht mal wieder schwimmen gehen, kam direkt wieder ein nein. mit o.g. begründung.

will sich jemand mit uns treffen. nein
wollen wir in den zoo. nein

er fängt beim nachfragen auch oft an zu weinen und sagt, ich soll xy auch nicht machen, oder besuchen.

im kiga scheint er sich allerdings lt. den erziehern gut eingewöhnt haben. naja er geht ja auch schon seit mai. er hat auch freunde gefunden. allerdings will er sich nicht ausserhalb mit ihnen treffen.

ich weiß er ist schüchtern und geht nicht auf andere zu, aber alles ablehnen kann doch auch nicht richtig sein.
und ganz ehrlich, finde ich es auch langweilig immer nur alleine mit ihm zu sein. immer die gleichen dinge spielen und immer nach dem selben schema, sonst bekommt er einen "anfall".

kinder sollten doch neugierig sein und sich auch mit anderen kindern treffen und spielen. habe angst, dass er ein eigenbrödler wird.

er spricht auch kaum mit anderen. wenn wir auf dem spielplatz waren (natürlich alleine) und wir nach hause kommen, erzählt er seinem vater nichts, dass soll ich dann machen. wenn ich ihn auffordere es doch selbst zu erzählen wird geweint und verweigert. auch vom kiga erzählt er nichts.

hab jetzt schon von anderen gehört, dass sie meinen sohn als "komisch" oder "das ist ein ganz spezieller", betiteln.

scheinbar mache ich etwas falsch, aber was?

vielleicht kennt das jemand und kann mir sagen, dass sich das ändert.

sorry für das lange #bla

vlg

Beitrag von connie36 21.10.10 - 21:09 Uhr

viell. ist er so, weil du auf seine launen eingehst.
es hat doch bisher funktioniert, wenn er nein sagte, dann bleibt es für dich ja bei einem nein.
wäre es mein kind, ich würde trotzdem auf den spielplatz gehen, oder ins schwimmbad. mein kind kann in dem alter doch überhaupt nicht einschätzen was diese oder jene frage nach freizeitaktivität bedeutet.
soll es doch theater machen, es beruhigt sich auch wieder. und wenn es dann doch spass an der sache hat, ist er viell. offener das nächste mal.
ich würde weniger fragen und mit einbeziehe, als vielmehr einfach handeln.
lg conny

Beitrag von michi0512 21.10.10 - 23:34 Uhr

Mein SOhn ist 4,5.

Alles was ihm Spaß macht darf sein. Alle Anderen und ihre Bedrüfnisse sind egal.

Heute Morgen der erste Streit: WIR (Tochter, Papa und ich) wollten mit dem Hund spazieren. Majestät hatte kein Bock, wollte daheim bleiben etc. <- er MUSSTE mit und am Ende hatte er doch spaß.

Heute Nachmittag wollten wir Alle zur Oma - gestern alles ausgemacht. Heute: NEIN ich WILL nicht! <- Ich habe ihn gezwungen und er hatte Spaß #aha

Ich habe mich in letzter Zeit sehr nach meinem Sohn gerichtet da ich dachte: neuer Kita - neue Interessen - ich lass ihn Mal.

Am Ende war es scheinbar so wie die Dame vor mir schrieb: Ich ging zu sehr auf SEINE wünsche ein und er hatte mich in der Hand.

GlG

Beitrag von 0908578 22.10.10 - 08:38 Uhr

Hallo,

ich denke mal, dein Sohn sucht Grenzen.

Du lässt ihn viel zu viel entscheiden. Er ist 3 Jahre alt, und somit deutlichst ein Kleinkind. Du bist die Mutter und entscheidest.

Also nicht fragen "möchtest du heute auf den Spielplatz?" , sondern festlegen, "heute gehen wir auf den Spielplatz".

Und auch keine 3 Möglichkeiten anbieten, Kinder sind damit einfach überfordert.

Kinder in dem Alter brauchen die Sicherheit der Eltern.

Wir haben am Anfang auch den Fehler gemacht und zu viele Möglichkeiten eröffnet, tja, der eine wollte dann das, der andere das, der nächste gar nix. Das ging nicht.

Somit entscheide nun ich was wann gemacht wird, am WE entscheide ich mit meinem Mann.

Seitdem läuft es viel besser und jeder muss lernen auch mal was mit zu machen was er vielleicht gerade nicht will. Meist ist es dann ja doch ganz toll.

Also, lass ihm nicht so viel Spielraum.

Gruß Tanja

Beitrag von woelkchen1 22.10.10 - 09:17 Uhr

Wenn ich Scarlett fragen würde, was wir machen wollen, würden wir wohl NIE das machen, was ich dachte! Ich bin auch nie auf die Idee gekommen.

Klar darf sie Sachen entscheiden- wenn wir nur einfach spazieren gehen, mir das Ziel egal ist, darf sie bestimmen, wo lang es geht. Aber sie entscheidet nicht, OB wir spazieren gehen.
Ich stelle sie da vor Tatsachen- wir machen jetzt das und dies und das....

Ich würde ihm auch nicht so viel Entscheidungsfreiraum lassen, anscheinend ist er überfordert!

Beitrag von amadeus08 22.10.10 - 14:06 Uhr

wie die anderen schon schrieben, bin auch ich der Meinung, dass Du Deinem Kind die Dinge vorgeben musst. Ich habe neulich schonmal einer Mama geantwortet, dass eine Heilpädagogin mir gesagt hat "beim Spiel entscheiden die Kinder, im Leben die Eltern" als sie von einem Seminar erzählte, das sie gehalten hatte vor ganz jungen Müttern. Und ja, ich denke der Satz passt ganz gut. Immer wieder stellen ja nun Pädagogen und Psychologen fest, dass wir selbst schuld sind, wenn Jugendliche aus dem Ruder laufen, weil wir ihnen einfach viel zu viel zugemutet haben an Entscheidungen. Dein Kind ist noch zu klein dazu. Klar, es soll auch mitentscheiden, zum Beispiel zwischen den roten und den blauen Socken, aber nicht die Diskussion Socken oder keine im Winter und dergleichen mehr. Das heißt auch, dass Du einfach die Entscheidung triffst, wir fahren heute ins Schwimmbad.
Lg

Beitrag von diebina 22.10.10 - 14:17 Uhr

Dass Dein Sohn nicht viel erzählt finde ich nicht merkwürdig - ich kenne ganz viele Mütter, die über das gleiche Problem klagen ;-)

heute bei uns:
ich: wie war es denn im Kindergarten?"
er:"gut"
ich"was hast Du denn gemacht"
er"gespielt"

und er ist schon 5! :-)

wegen der anderen Sache würde mich interessieren, ob Du seine NEINs auch "befolgst".

Mein SOhn hat auch nicht immer Bock auf Schwimmbad, Freunde treffen o.ä. (vor allem wenn er dringend noch was aufbauen möchte) Aber bei uns gibt es da keine Diskussionen. Ich weiß, dass schwimmen meinen KIndern gut tut und gefällt und darum heißt es dann bei uns "hey, heute nachmittag fahren wir schwimmen!:-)"

Ich denke, er ist noch zu klein, um zu entscheiden, wollen wir schwimmen? oder Freunde treffen? oder zoo?
Du bist seine Familienplanerin - also mach ein Freizeitprogramm für ihn! weint er denn auch und sagt nein, wenn ihr dann losfahrt oder da seid??

LG
die bina

Beitrag von sina236 22.10.10 - 21:06 Uhr

einen 3jährigen muss man noch nicht dauernd fragen, ob der dies oder das will. du bist die mutter, du entscheidest, was du meinst, das gut für ihn ist. wenn du meinst, für ihn sei gut in den zoo zu gehen, dann sage "wir gehen in den zoo". klar hat er dann da auch spaß. aber wie soll er denn sowas entscheidenß auf wieviel kindergeburtstagen war er denn bisher? nimm ihn, geh mit ihm hin, lass ihn sein geschenk abgeben und geh ein paar minuten mit rein. wenn er die anderen sieht, wird er sicher nicht gehen wollen. wenn doch, dann geh halt wieder. vielleicht hat er auch einfach angst, dort allein bleiben zu müssen. dann bleib einfach mit da und frage die andere mutter, ob du mithelfen sollst. hab ich immer so gemacht, denn meine tochter wollte lange auch nicht allein irgendwo bleiben. das kam dann aber ganz von selber udn heut heisst es nur immer "mama, nu geh schon" ;-). also, nicht viel fragen, einfach machen.

sina

Beitrag von rienchen77 23.10.10 - 14:38 Uhr

lass dem Jungen nicht so viel Entscheidungsspielraum...

ich frage mein Kind nicht, ob wir ins Schwimmbad gehen, ich sage: wir gehen ins Schwimmbad...

bei Geburtstagen ist es was anderes...zu zwingen geht ja auch nicht...

ich habe eine Mutter im Bekanntenkreis und sie fragt ständig ihre Kinder willst du das machen, willst du dahin usw...

und die Kinder sagen zu allen nein...

also waren die Kinder noch nie auf ein Kindergartenfest, weil sie sagen von Natur aus nein, waren auf keinen Schulfest, nehmen keine Extranageobte an, keine Kurse, kein Sport...weil sie sagen nein...

würde ich immer darauf warten das meine Kinder ja sagen würden wir nirgednwo hinkommen...

ich frage nicht, ich plane....

als Elternteil soll man das Kind anleiten und sich nicht vom Kind den ablauf diktieren lassen...