5 jähriger weint viel,trotzig Kiga meint er hat Emotionales Defizit

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von engel19_6 21.10.10 - 23:28 Uhr

Unser Sohn ist im August 5 Jahre geworden und seit September in einem neuen Kiga. Zur Zeit weint er bei Kleinigkeiten oder ist bockig/ trotzig. Oft weiss er gar nicht warum.
Im Kiga meinte heute die Erzieherin er hätte ein soziale/ emotionales Defizit. Keine Ahnung was wir noch machen sollen. Bitte gebt mir einen Rat. Wir reden viel mit ihm darüber und wollen ihm helfen, doch wir wissen nicht wie!
Danke für's lesen!
Antje

Beitrag von 3erclan 21.10.10 - 23:36 Uhr

Hallo Antje

hat er denn schon Anschluss gefunden??
WArum musste er wechseln??
Meiner ist auch 5 und laut der Kigaleitung im Moment ein kleiner Satansbraten.Das Jahr vor der einschulung ist ein schwieriges Jahr das habe ich bei meiner grossen mitbekommen.

lg

Beitrag von juniorette 22.10.10 - 08:37 Uhr

Hallo,

diese Phasen hat mein Sohn auch, deswegen hat man uns aber noch nie auf ein "soziale/ emotionales Defizit." angesprochen #klatsch

Ich denke mal, da hast du eine von den Erzieherinnen erwischt, die sich dafür berufen fühlen, medizinische oder psychologische Diagnosen zu erstellen, weil sie ja mal einen Lehrgang zu dem Thema hatte #klatsch

Ich höre mir gerne an, was unsere Erzieherinnen zu sagen haben, aber medizinische Diagnosen und auch das beurteilen von psychischen Auffälligkeiten überlasse ich schlußendlich unserem Kinderarzt.
Umgekehrt gibt es natürlich Sachen, die Erzieherinnen besser beurteilen können als der Kinderarzt, der das Kind nur bei den U-Untersuchungen erlebt, aber dann erwarte ich eine ausführliche und sachliche Begründung für ihre Einschätzung, und die fehlt mir bei deiner Beschreibung total.

LG,
J.

Beitrag von annja70 22.10.10 - 09:33 Uhr

Hallo Antje,

wenn ich versuche, mich in Deine Situation zu versetzen, würde ich den Ball einfach mal zurückspielen und nachfragen, was denn ein "emotionales Defizit" genau ist oder nach Meinung der Erzieher bedeutet.
Ich würde mir das schon sehr detailliert schildern lassen, denn kann man überhaupt ein Defizit an Emotionen haben? Das kann ja nicht gemeint sein - allenfalls dass nicht die gewünschten und erwarteten Emotionen auftreten...
Mein einziger Rat: lass Dich nicht durch pauschale Aussagen verschrecken oder einschüchtern, sondern versuche im Gespräch konkret herauszufinden, welchen Erwartungen des Kiga Dein Kind nicht entspricht....vielleicht holst Du Dir auch mal eine Meinung anderer ein, z.B. wenn Dein Kind mal bei anderen zu Besuch ist o.ä.
Mit Pauschalurteilen ist gerade in der Kindererziehung jeder schnell dabei und ich finde, es wird schon genug Verunsicherung unter Erziehenden Eltern verbreitet.
Erst wenn Du detaillierte Informationen zu dem "problematischen" Verhalten Deines Kindes hast kannst Du für Dich entscheiden, ob es überhaupt problematisch ist und ob man gegensteuern muss.

Meine sechjährige Elternerfahrung sagt mir, dass die Bandbreite kindlichen Verhaltens und kindlicher Entwicklung breiter ist, als wir Erwachsene es wahrhaben wollen. Oftmals hilft dem Kind schon eine extra Portion Gelassenheit und Vertrauen.

Beitrag von engel19_6 22.10.10 - 10:45 Uhr

Habe heute mit der Erzieherin gesprochen. Sie meint er ist schlecht zu motivieren wenn man ihm eine Aufgabe stellt wozu er keine Lust hat. Oder ihm sitzt ein Junge gegenüber der eine ähnlich Mütze auf hat wie er. Statt zu sagen ich glaube du hast die gleiche Mütze, weint er und schreit das der Junge seine Mütze hätte. Dabei saß er die ganze Zeit auf seiner eigenen.
Oder er schubst einen kleineren Junge weil dieser nicht schnell genug läuft oder ähnliches.
Sie meint er ist Intelligent reagiert aber emotional Falsch in Situationen die eigentlich Bagatellen sind. Ich glaube er hat noch nicht seinen Platz im Kiga gefunden. Aber wenn er nächstes Jahr in die Schule kommen soll wird das so wie er sich jetzt verhält schwierig.
Z.B. Ihm wird gesagt "kippel" nicht mit dem Stuhl du hast eine Schere in der Hand, da fuchtelt er wie wild mit ihr herum und fällt natürlich vom Stuhl. Er weiss das gefährlich ist handelt aber in dem Moment falsch!
Wir sollen uns jetzt an eine Erziehungsberatung wenden.
Ach wir sind umgezogen und er durfte mitentscheiden ob er in einen neuen Kiga möchte.
So da war lang aber ich bin total verunsichert, was haben wir falsch gemacht, wie können wir ihm helfen....
Vielen Dank für's lesen!

Beitrag von annja70 22.10.10 - 11:38 Uhr

Also, ganz offensichtlich ist er mit sich nicht im reinen...

Ich finde es eine gute Idee, zur Erziehungsberatung zu gehen, denn die können wirkich helfen und viel relativieren.

... in einem Jahr kann sich noch soviel ändern!

Alles Liebe!

Beitrag von shari25 22.10.10 - 14:55 Uhr

Hallo,
ich kann Dir dieses Buch empfehlen. Vlielleicht trifft das auf Deinen Sohn zu.

http://www.amazon.de/Das-hochsensible-Kind-Verlag-Redline/dp/3636063561/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1287752035&sr=8-1

Bunte Grüsse, Shari

Beitrag von engel19_6 22.10.10 - 21:50 Uhr

Danke hab mir das Buch gleich mal bestellt.
Lg Antje