Wie sieht das rechtlich aus? Mutterschaftsgeld/ irrtümliche Lohnfort..

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von diva71 22.10.10 - 08:46 Uhr

..zahlung des Arbeitgebers.

Hallo erstmal,

ich habe hochschwanger einen befristeten Arbeitsvertrag unterschrieben und der Arbeitgeber hat "angeblich" nichts von der Schwangerschaft gewußt und mir weiter Lohn gezahlt-dieses Geld wollen sie nun von mir zurück ("mit Bezügen überzahlt"..)
D.h. sie wollten das schon vor 6 Monaten -daraufhin habe ich der Krankenkasse,die ja für diesen Zeitraum eigentlich Mutterschaftsgeld hätte zahlen müssen,eine Abtretungserklärung verfaßt,damit das Geld gleich an den Arbeitgeber geht.
Jetzt kam raus,daß das nie geschehen ist-die KK sagt,das Mutterschaftsgeld ruhe,da ja der Arbeitgeber für den Zeitraum bezahlt hätte und der AG fordert das Geld zurück..
Außerdem hat mir mein Sachbearbeiter erst das Geld zugesagt,aber nach Rücksprache mit seinem Prüfer,sieht es jetzt so aus s.o.
Er sagt außerdem,das ich dem AG das Geld nicht zurückzahlen muß-da das ja deren Fehler war und ich es ja schon ausgegeben haben könnte und jetzt nicht mehr habe... #kratz #gruebel

Wer weiß Rat?
Was soll ich tun?

Vielen Dank,Alex

Beitrag von ina_bunny 22.10.10 - 08:56 Uhr

Meiner Meinung nach muss das alles wieder ins Reine gebracht werden.
Sprich du mußt den zuviel gezahlten Lohn zurück zahlen.

Was wäre denn wenn der AG zu wenig bezahlt hätte? Dann würdest du doch auch auf eine Richtigstellung bestehen, oder.

LG Ina

Beitrag von diva71 22.10.10 - 09:04 Uhr

Danke für Deine Antwort-ich will mich ja nicht bereichern,sondern nur das,was mir zusteht und die KK will nicht zahlen.
Ich hatte das Geld ja auch schon längst "freigegeben",wie ich ja schon geschrieben habe.
Lg,Alex

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 09:11 Uhr

M. E. sind das aber 2 Paar Schuhe.
Der AG hat Dir gegenüber einen Anspruch auf Rückzahlung und Du mußt dann selbst schauen, wie Du es von der Krankenkasse bekommst.

Wie ist das denn überhaupt passiert, Du mußt doch die Bescheinigung vom Arzt eingereicht haben vor Beginn des Mutterschutzes, oder?

Gruß,

W

Beitrag von diva71 22.10.10 - 09:22 Uhr

Die Bescheinigung vom Arzt war doch nur für die KK oder?
Mein Chef wußte ja auch immer von der Schwangerschaft-nur die Lohnstelle nicht.
Lg!

Beitrag von raena 22.10.10 - 09:28 Uhr

Ähm.... ich glaube genau da liegt der Fehler!
Ich hatte eine für den Arbeitgeber und eine für die Krankenkasse!

Der AG benötigt normalerweise diese Bescheinigung damit du überhaupt zum Zeitpunkt x in Mutterschutz gehen darfst, sonst könnte man ja bei Entbindungstermin sagen was man will!

LG
Tanja

Beitrag von nakema 22.10.10 - 09:30 Uhr

Hi,
so Bescheinigungen sind immer für den AG und dieser setzt sich dann mit der KK auseinander!
Ich kann echt nicht verstehen wie so etwas passieren kann. Du muss doch gleich mitbekommen haben, dass hier etwas nicht stimmt und hättest es sofort mit dem AG klären müssen dann wäre dies nicht passiert.

LG NaKeMa

Beitrag von diva71 22.10.10 - 09:34 Uhr

Der Lohn kam knapp 3 Monate später,10 Tage vor ET, in einem "Rutsch" für die letzten 3 Monate-daher habe ich nicht gemerkt,das etwas nicht stimmt.
LG!

Beitrag von nakema 22.10.10 - 10:19 Uhr

Hallo,
du hast 2 Monate KEINEN Lohn bekommen und dich nicht dafür interessiert bzw. gekümmert? Da fällt mir echt nichts mehr ein!

LG

Beitrag von diva71 22.10.10 - 10:31 Uhr

Lies doch mal richtig-ich habe dort erst hochschwanger angefangen,zu arbeiten.Das war also der 1.Lohn.
Das der Lohn so spät kommt,ist in manchen öffentlichen Länderfinanzdirektionen leider normal.
Also,nicht immer so vorschnell urteilen,bitte!
LG!

Beitrag von nakema 22.10.10 - 10:41 Uhr

Sorry, aber sicher ist es nicht normal, dass der 1. Lohn erst 3 Monate später kommt - egal wo man arbeitet! Und richtig lesen kann ich.

LG

Beitrag von susannea 22.10.10 - 10:46 Uhr

Doch, im öffentlichen Dienst ist das normal wenn man keine Abschlagzahlung beantragt hat mit dem 1. Gehalt!

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 12:45 Uhr

3 Monate bis zum ersten Gehalt?

Beitrag von susannea 22.10.10 - 13:17 Uhr

Ja, im öffetnlichen Dienst leider durchaus üblich bis die ihre UNterlagen bei einer erstmaligen Einstellung usw. sortiert haben.

Frag mal z.B. Lehrer usw. wie lange die aufs erste Gehalt bei einer neuen Stelle warten.

Alleine bis der Vertrag beim schulamt ist dauerts ja bei uns meist 14 Tage, denn das geht ja per Dienstpost. Dienstpost wird einmal die Woche abgeholt usw.

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 12:44 Uhr

Nee, 3 Monate sind sicher nicht normal.
Davon aber mal abgesehen, stimmt man doch mit seinem AG ab, wann der letzte Arbeitstag vor Mutterschutz ist und wenn es ein größeres Unternehmen mit eigener Lohnbuchhaltung/Betriebsabrechnung ist, dann mit dieser!

Bei "uns" geht niemand einfach in Mutterschutz, das wird vorher abgestimmt, man erfährt den letzten Arbeitstag und dazu gibt es auch ein Schreiben.

Gruß,

W

Beitrag von susannea 22.10.10 - 10:44 Uhr

Nien, andersrum, die sind für die KK, steht ja auch so drauf und die setzt sich mit dem AG auseinander!

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 09:33 Uhr

Nee.
Meiner Ansicht nach muß der AG die Bescheinigung ausfüllen und an die Kasse weiterleiten.

Woher hätte den AG bzw. die Lohnabrechnung wissen sollen, ab wann Du im Mutterschutz bist, wenn Du da nichts einreichst?

Gruß,

W

Beitrag von sassi31 23.10.10 - 03:01 Uhr

Die KK braucht eine Verdienstbescheinigung des AG, damit sie die Höhe des Mutterschaftsgeldes berechnen kann. Ich kenne da zwei Varianten. Einmal hat die Mitarbeiterin von der KK die Bescheinigung zur Vorlage bei uns bekommen und diese nach dem Ausfüllen bei der KK eingereicht. Und einmal kam die Bescheinigung per Post und wurde von mir per Post wieder an die KK geschickt. Beide Mitarbeiterinnen waren bei der DAK und pflichtversichert.

Normalerweise reicht man beim AG eine Bescheinigung über die bestehende Schwangerschaft mit dem vss. Geburtstermin ein. Daraus ergibt sich dann auch, ab wann ungefähr der Mutterschutz greift. Die Kosten für das Ausstellen der Bescheinigung muss der AG erstatten.

Gruß
Sassi

Beitrag von windsbraut69 23.10.10 - 08:48 Uhr

Hm.
In diesem Fall scheint aber keine Bescheinigung über den Termin in der zuständigen Stelle eingegangen sein.
Man müßte die internen Abläufe kennen, um festzustellen, wo der Fehler lieg oder einfach nur wissen, ob und wo die TE diese Bescheinigung abgegeben hat.

LG

Beitrag von susannea 23.10.10 - 09:35 Uhr

DIe TE hat ihren Chef informiert (steht oben) und das reicht, wenn er es hätte schriftlich haben wollen (was ja sein kann, dass er das sogar hatte), dann muss er es ihr mitteilen.
Mehr Leute muss sie nicht informieren, der direkte Vorgesetze reicht und das sogar mündlich!

Beitrag von susannea 22.10.10 - 10:43 Uhr

Ja, die ist nur füpr die KK und die KK setzt sich mit dem AG in Verbindung und das wohl mit der Lohnstelle, weil die der sagen müssen, was du verdient hast usw.

Wenn die das also nicht angegeben haben, zahlt logischer Weise die KK nicht. Da die aber zur Mitwirkung verpflichtet sind, können sie dann auch ihr Geld nicht bekommen!

Also sag der Lohnstelle, die sollen sich mit der KK in Verbindung setzten, denn dann kriegen die ja auch das restliche Geld erstattet!

Beitrag von nakema 22.10.10 - 10:54 Uhr

Hallo,
also in der freien Wirtschaft ist dies anders.

Man gibt die Bescheinigung bei seinem AG ab (bekommt die Kosten dafür erstattet) und dieser kümmerst sich dann darum. Er füllt ein Formular aus und reicht dieses bei der jeweiligen KK des AN ein.

Wie erfährt denn "bei euch" dann der AG, dass der AN ab ... in Mutterschutz geht?

LG

Beitrag von susannea 22.10.10 - 11:24 Uhr

Nein, das ist in der freien genauso, wie ich gesagt habe.
Der VET usw. hat der AG ja schon mit der Bescheinigung am Anfange bekommen, für den Mutterschutz gibts ja eine zusätzliche kostenlose ;)

Beitrag von nakema 22.10.10 - 12:40 Uhr

Hallo,
bei uns ist dies definitiv anders - ich habe schließlich 3 Jahre in der Personalabteilung gearbeitet.
Und die Beischinigung hat tatsächlich 5 EUR gekostet!

LG

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 12:47 Uhr

Bei uns auch :)

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