Ausschluß aus dem Kiga für einen Tag...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 09:07 Uhr

Hallo!

Mein Sohn (4) hält sich schon seit fast 3 Monaten im Kindergarten nicht an die Regeln. Anfangs haute er mit Eisenbahnschienen und warf anderen Kindern Spielzeug an den Kopf. Das hat er zum Glück eingestellt. Als ich es erfahren hatte, habe ich ihm das durch Reden und Strafen (Sandmann-Verbot) "ausgetrieben".

Dann hielt er einem kleineren Kind auf der Toilette die Tür zu und nun ist es so, daß er anderen Kindern das Spielzeug wegnimmt ohne zu fragen oder Kinder wegschubst, wenn sie ihn nicht lassen.

Wir hatten ein Gespräch mit der Erzieherin und dort hieß es, sie würden ihn gerne mal einen Tag vom Kindergarten ausschließen als Erziehungsmethode.

Ich finde solche Erziehungsmethoden nicht gut und fühle mich wie in der Provinz oder in einer anderen Zeit. Wir wohnen auf dem Dorf, aber Stadtnah.

Egal, wem ich das bisher erzählte (Freundinnen, Mama, Schwiegermutter, Schwägerin): Alle finden das total komisch und fragwürdig.

Nur die Erzieherin nicht. Wir erklärten ihr, daß wir das nicht möchten und dann müssen wir es auch nicht machen. Allerdings sagte sie auch, sowas würden sie schon immer machen und er wäre nicht das erste Kind, dem es so gehen würde. Aber wie gesagt, wir machen das jetzt nicht, weil es nur in Absprache mit den Eltern geht.

Andere Dinge, wie aus der Situation rausholen, vor eine Sanduhr setzen, nochmal erklären, was falsch war, machen sie schon mit ihm. Aber das ist wohl ein längerer Lernprozess, wurde uns gesagt.

Wie findet ihr so eine Erziehungsmethode, einem Kind zu sagen: "Du darfst heute nicht in den Kindergarten, weil Du gestern das andere Kind geschubst hast."??

Eure Meinungen würden mich sehr interessieren.

Schöne Grüße

Beitrag von engelchen28 22.10.10 - 09:10 Uhr

hallo!
mal angenommen, du würdest arbeiten: wer betreut denn das kind an dem tag, an dem es vom kiga ausgeschlossen werden soll? die erzieherin persönlich? müsst ihr dann für den tag auch nichts zahlen??
ich sage mal einfach: die erzieherin ist mit der anzahl der kinder völlig überfordert und weiß sich nicht mehr zu helfen. es sollte mehr nach dem "warum" geforscht werden und nicht nur daran gearbeitet werden, dass das kind sich benimmt.
ich würde das gespräch mit der erzieherin, der leitung und evtl. dem kinderarzt suchen.
lg
julia

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 09:22 Uhr

Wie gesagt: Es würde nur in Absprache mit den Eltern gehen. Also wenn sich einer Urlaub nehmen könnte oder wenn eine Oma oder so Zeit hätte.

Danke für Deinen Rat mit dem Kinderarzt.

Die Erzieherin, mit der wir sprachen, ist die Leitung.

Liebe Grüße

Beitrag von engelchen28 22.10.10 - 10:47 Uhr

huhu!
ich würd's einfach mal beim kinderarzt ansprechen, wenn es sehr auffällt, das schadet nichts und dann guckt eine neutrale person auf deinen sohn. das bringt oftmals sehr viel.
lg & euch alles gute!
julia

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 11:04 Uhr

Dankeschön! Lieb von Dir!

Liebe Grüße

Beitrag von jbw 22.10.10 - 09:12 Uhr

Hallo!

Ich finde das auch seltsam. Allerdings: Wenn es fuer Deinen Sohn eine echte Haerte waere, nicht gehen zu duerfen, dann wuerde ich es mal versuchen. Vielleicht fruchtet das mehr als die bisherigen Strafen (die ja anscheinend nicht so viel gebracht haben).

Bei meinen Kids waere eher das Problem, dass die sagen "Hey, klasse, wir duerfen zu Hause bleiben" --> Also auf der ganzen Linie verloren.

Was waren denn die bisherigen Erfahrungen, wenn diese Methode angewandt wurde?

Kannst ja mal berichten, wie die Sache weitergeht!
Alles Gute, J.

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 09:24 Uhr

Hi,

er geht sehr gerne in den Kiga und es wäre eine Strafe, wenn er nicht dürfte.

Über die bisherigen Erfahrungen habe ich irgendwie noch nichts gehört.

Liebe Grüße

Beitrag von _sunny29_ 22.10.10 - 10:26 Uhr

dann wäre das aber doch ne gute konsequenz und hat mit seinem verhalten deutlich mehr zu tun als sandmännchenverbot....

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 10:28 Uhr

Wie gesagt haben wir mit dem Kiga geklärt, daß wir das nicht möchten. Das Thema ist also vom Tisch und ich wollte nur Eure Meinungen hören.

Beitrag von dore1977 22.10.10 - 09:12 Uhr

Hallo,

ganz ehlich ich finde es gut das Dein Sohn dann nicht in den Kindergarten gehen darf.
Meine Tochter ist auch mal von so einem Kind in die Mangel genommen worden mit Tür zu halten und Finger einklemmen. Am Ende waren es gequetschte Finger in einer Brandschutztür und Eltern die das ja alles gar nicht so schlimm fanden. #aerger

Dein Sohn quält andre Kinder und tut ihnen weh und Du treibst es ihm mit "Sandmannverbot" aus ???? #schock Geklappt hat das wohl nicht sonts hätte er es ja eingestellt oder ?

Du solltest nicht nur Dein Kind sehen sondern auch die Kinder die unter Deinem Kind leiden. Ich finde es vollkommen in Ordnung das sie ihn vom Kindergarten ausschießen wollen.

LG dore

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 09:27 Uhr

Hallo!

Schade, daß Du einfach drauflos schreibst, ohne es richtig zu lesen.

Mein Sohn HAT ES EINGESTELLT. Wir haben mehrfach mit ihm gesprochen, daß man nicht mit Spielzeug werfen und keine anderen Kinder hauen darf und das macht er auch nicht mehr. Hatte ich oben erwähnt.

QUÄLEN ist wohl was anderes. Und es gibt kein Kind im Kindergarten, das unter meinem Kind LEIDET.

Das andere Kind SASS auf der Toilette, es waren keine Finger in der Tür. Also bitte bleiben wir sachlich.

P.S. Mit was hättest Du es Deinem Sohn denn "ausgetrieben"?? Mit "kein Essen mehr" oder Schlägen???

Liebe Grüße

Beitrag von dore1977 22.10.10 - 09:45 Uhr

Hallo,

es scheint aber nach wie vor Probleme zu geben. Ob er mit Spielzeug wirft oder andre Kinder schupst ist doch egal. Er benimmt sich schlicht nicht.
Das er dem Kind auf der Toilette die Finger nicht eingeklemmt hat sondern nur die Tür zugehalten hat ist doch auch nicht wichtig. Mein Kind hat seit diesem Vorall unglaublich Angst eingesperrt zu werden. Sie bekommt Scheißausbrüche und Herzrasen. Die blauen Finger sind verheit das war "nur" körperlich der "Schaden" an ihrer Seele ist viel größer.

Nein ich bestrafe meine Tochter niemals mit irgendwelchen Verboten. In den ganzen 7,5 Jahren. Der Sandmann hatte doch gar nicht s in seinem Verhalten im Kindergarten zu tun. Ein Du darfst nicht in den Kindergarten weil Du schupst ist für das Kind viel besser nach zu vollziehien.

LG dore

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 10:03 Uhr

Und Du meinst, wenn man das Kind, was Dein Kind eingesperrt hat, einen Tag dem Kiga ferngeblieben wäre, hätte Dein Kind keine Angst mehr, eingesperrt zu sein?

Bevor er dem Kind auf der Toilette die Tür zuhielt, war er 10 Tage lieb.

Das Sandmann-Verbot war im direkten Zusammenhang. Ein Freund von ihm war zu Besuch, der Freund wurde geärgert. Es war 18 Uhr, wir sagten, daß er jetzt nach Hause geht, weil mein Sohn ihn ärgert und daß er nach dem Abendbrot sofort ins Bett geht und es kein Sandmännchen gibt.

Das hatte im weitesten Sinne nichts mit dem Kiga zu tun. Aber wir erklärten ihm halt auch hier wieder, daß man keine anderen Kinder ärgern darf. Das ist ja ein Lernprozess auch außerhalb des Kigas. Leider bekam ich vom Kiga erst 6 Wochen später Bescheid, daß es nicht klappt bei ihm, sonst hätte ich schon viel eher gegengesteuert. Nun habe ich einen längeren Lernprozess.

Aber ich habe mit der Erzieherin schon abgemacht, daß ich mittlerweile täglich hören möchte, wenn etwas gewesen ist. Zum Glück war er seit einer Woche wieder lieb.

Beitrag von jono 22.10.10 - 15:09 Uhr

Hallo,

toll, er war eine Woche lieb, was für ein Erfolg!!! Ironie off!

Und die anderen Kinder leiden doch unter Deinem Sohn, was wird er denn dann machen, wenn er keine Türen mehr zuhält und andere schubst, er bekommt doch von Dir die Bestätigung, dass das o.k. ist (Du findest das auch nicht wirklich schlimm, oder?), denn die richtige Strafe, nämlich zuHause bleiben, das willst Du nicht. Da könnte ja Dein Liebling seelischen Schaden erleiden.
Denkst Du auch einmal an seine Opfer, die, denen die Türe zugehalten wird oder die, die die Eisenbahnschienen an den Kopf bekommen haben? Ganz ehrlich? Ich als Mutter eines der anderen Kinder hätte schon längst bei der Leitung insistiert, das Dein Kind in eine andere Gruppe muss bzw. zuHause bleibt.

Im KiGA meines jüngsten Kindes wird solchen Kindern GSD der Vertrag gekündigt (wenn es nach mehrmaligen Konsequenzen nicht funktioniert), es ist aber auch ein privater Kindergarten. Da merken die Eltern ganz schnell, dass auch sie mitzuarbeiten haben.
Bei einem Kind musste die Mutter am Ende täglich das Kind sofort abholen, wenn es sich daneben benommen hat. Was meinst Du, wie schnell der Kurze auch zuHause die Konsequenzen zu spüren bekommen hat. Er durfte keine Freunde mehr einladen, nicht auf Geburtstage und auch nicht mehr an Gruppenaktivitäten teilnehmen. Er hat ziemlich schnell gespürt, das gutes Benehmen auch seine Vorteile bietet.

Beitrag von martina100 22.10.10 - 15:14 Uhr

...sei mir nicht böse aber ich finde das ist maßlos übertrieben....

Beitrag von tauchmaus01 22.10.10 - 10:04 Uhr

Meine Tochter hätte auch Panik wenn sie jemand auf dem Klo einsperren würde.Eingesperrt sein ist denk ich für viele Kinder schlimm und wenn es nur kurz ist.
Ich finde es auch schlimm wenn ein Kind so auffällig ist. Da fragt man sich woher das kommt, ein Kind kommt ja nicht so auf die Welt.
Denke auch dass die Kinder sehr wohl unter einem Kind leiden das immer wieder andere ärgert. Das ist so nervig. Und auch die Erzieher haben mehr zu tun als sich um ein auffälliges Kind zu kümmern, vielleicht braucht er einen anderen Kindergarten mit weniger Kindern und mehr Erziehern.

Ich würde auch den Rat des Kinderarztes suchen, evtl. bei anderen Stellen Hilfe suchen.

Mona

Beitrag von nightwitch 22.10.10 - 09:47 Uhr

Wenn dein Sohn sich neuerdings an die Regeln halten würde und die Kinder soweit in Ruhe lassen würde, dann würden die Erzieherinnen auch nicht auf die Idee kommen, ihn auszuschließen!!!

Spielzeug wegnehmen, schubsen und ähnliches kann für kleine Kinder auch genauso "quälend" sein wie wirkliche körperliche Schmerzen. Meine Tochter wollte übrigens mal ein paar Tage überhaupt nicht in den Kindergarten, weil ein anderer Junge sie einfach nur ein wenig angepampt hat. Da mag ich mir echt nicht vorstellen, wie es anderen (vielleicht noch jüngeren) Kindern gehen mag, wenn sie von deinem Sohn geschubst werden oder er ihnen das Spielzeug einfach so wegnimmt.

Direkt zu Hause lassen würde ich prinzipell auch nicht gut finden. Aber irgendwo muss mal eine Grenze gesetzt werden. Wenn die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend sind (und das sind sie nicht, weil sonst würde er es komplett lassen), dann müssen eben "härtere" her. Und wenn es halt nur noch über den Kindergartenausschluss geht, dann muss man halt mal diesen Weg versuchen. Ich jedenfalls würde mich als Mutter besser fühlen, wenn ich weiß, dass der Junge, der meinem Kind schaden will , vielleicht mal ein paar Tage nicht zugegen ist.

Gruß
Sandra

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 10:11 Uhr

Hallo!

Es ist wirklich sehr anstrengend, hier eine Frage zu stellen.

Ich habe es schon mehrfach auf andere Fragen geschrieben:

Mein Sohn ärgert NICHT TÄGLICH!!
Er ist zwischenzeitlich 10 Tage bis 2 Wochen lieb!
Die anderen Kinder mögen ihn sehr gerne!
Die Idee, ihn auszuschließen kam vor 2 Wochen und seitdem war er wieder lieb!
Ich weiß erst seit dem 15.09. davon, daß er sich nicht an Regeln hält. Seitdem kam es nur dreimal vor, daß er andere Kinder ärgert und ich finde schon, daß das ein Fortschritt ist.

Liebe Grüße

Beitrag von nightwitch 22.10.10 - 10:35 Uhr

Du widersprichst dich..

erst schreibst du oben, er ärgert seit ca 3 Monaten und dass du ihm das Verhalten durch "Sandmannverbot" ausgetrieben hast (naja anscheinend ja nicht komplett).

Jetzt heisst es aufeinmal: er ist ja nur ab und an nicht lieb und dass das Sandmannverbot aufgrund einer Situation mit einem Freund gewesen wäre.

Ja was denn nun? Mir kommt es eher so vor, als wenn die Einschätzungen der anderen Userinnen eben doch eher der Wahrheit entsprechen, als du es wahrhaben willst.
Dein Kind ärgert und quält letztendlich die anderen Kinder. Wie oft und in welchen Zeitabständen wäre für mich ehrlich gesagt als betroffene Mutter egal.
Fakt ist, dass er es tut und es bislang durch deine Methoden nicht gelernt hat, dass man es eben nicht mehr tut. Und solange deine Methoden eben keine komplette Wirkung zeigen, muss dein Kind eben dort ausgeschlossen werden, wo er sich nicht zu benehmen weiss.

Ob es jetzt direkt mit einem kompletten Kindergartenverbot sein muss, mag noch dahin gestellt sein.

Ich weiß, es ist schwer einzusehen, dass das eigene Kind eben nicht so furchtbar lieb ist und sich einzugestehen, dass man vielleicht in der Erziehung in dieser Sache erstmal versagt hat, aber vielleicht solltest du es mal anders rum sehen: nutze dein Wissen JETZT um etwas zu ändern, nicht erst dann, wenn dein Sohn sieht, dass er durch ein solches Verhalten richtig Aufmerksamkeit bekommt. Sonst bleibt es vielleicht nicht beim schubsen oder Spielzeug wegnehmen.

Gruß
Sandra

Beitrag von shakira0619 22.10.10 - 10:39 Uhr

Hallo Sandra,

hast Du meine Antwort an Juniorette gelesen? Dort habe ich es nochmal erläutert. Danke.

Liebe Grüße

Beitrag von arielle11 22.10.10 - 12:08 Uhr

Sehr fut geschrieben!

Lg arielle

Beitrag von carmen7119 22.10.10 - 11:57 Uhr

#pro

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 13:21 Uhr

na, wenn er es jetzt nicht mehr tut, wird der Ausschluß ja auch momentan nicht angedacht sein.
Ich denke, das wird dann sicher kurfristig für den kommenden Tag angekündigt und durchgezogen und nicht für eine lange vergessene Untat, oder?

Beitrag von ina_bunny 22.10.10 - 09:28 Uhr

Sehe ich auch so!

LG Ina

Beitrag von perserkater 22.10.10 - 09:15 Uhr

Hallo

Klingt so als suche er Aufmerksamkeit. Hat sich bei euch was verändert?

Und sonst finde ich deine Art zu strafen nicht weniger seltsam als die Art des Kindergartens. Wobei der Kindergarten noch logischer vorgeht da es im direkteren Zusammenhang zur Tat steht.

LG