Chef sauer weil ich ausfalle wegen einem kranken Kind?

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Beitrag von modern.art 22.10.10 - 09:28 Uhr

Hallo liebe Urbia-Gemeinde!

Ich bin neu hier und habe auch gleich ein Problem:
Meine kleine Tochter hat schon eine ganze Weile mit einem Infekt zu kämpfen. Am Dienstag bekam sie dann hohes Fieber, mittwochs blieb ich mit ihr zu Hause (hatte einen Krankenschein vom Kinderarzt für die restliche Woche bekommen) aufgrund einer Mittelohrentzündung. Allerdings hatte sie schon zu diesem Zeitpunkt kein Fieber mehr, so dass ich mich entschloss sie donnerstags wieder in den Kindergarten gehen zu lassen.
Leider kam dann abends wieder der Einbruch, sie war wieder quengelig und fiebrig. Heute Morgen übergab sie sich dann auch noch, ihr geht es wirklich nicht gut.

Also habe ich meinen Chef angerufen und mitgeteilt, dass ich heute wieder nicht in der Arbeit erscheinen kann. Er sagte, dass das schade sei und klang recht angesäuert.
Nun habe ich etwas Magengrummeln vor Montag. Was sage ich denn wenn er mich "zusammenfaltet"? War es nicht okay von mir zu Hause zu bleiben? Mir ist mein krankes Kind aber ehrlich gesagt wichtiger, als die Arbeit. Ich denke, das sollte selbst ein Chef verstehen, oder?

Liebe Grüße!
M.A.

Beitrag von thea21 22.10.10 - 09:33 Uhr

Menschlich kann ein Chef das verstehen. In der Arbeitswelt sieht er, dass eine Arbeitskraft ausfällt, er Mehraufwand hat, Arbeit ggf. liegen bleiben könnte, du vllt. länger ausfallen könntest, er sich um Ersatz für die Zeit kümmern muss, er Mitarbeiter zu Mehrarbeit verdonnern muss ect. pp.

Ich war selbst vorgestern in der unglücklichen Lage und habe mir fast in die Hose geschissen, als ich anrufen musste mit dem Hinweis ich muss 1. Tag zuhause bleiben, die restlichen 2 Tage wird sie durch Papa betreut.

Halb so schlimm. Begeistert war niemand, aber das kann ich auch nicht erwarten.

Sie wissen das ich gute Arbeit leiste, pünktlich komme, nie krank bin und vor allem wissen sie das ich ne Tochter habe, wo es eben MAL vorkommen kann.

Wer aber dein Chef genau ist und wie er genau reagiert, kann dir niemand sagen.

Beitrag von modern.art 22.10.10 - 10:07 Uhr

Hallo Thea!

Mich ärgert die ganze Sache eigentlich nur, gerade weil ich sonst nie fehle.

Es kam im ganzen Jahr bisher 1 (!!!) Tag vor, dass ich auch mit meiner Kleinen zu Hause bleiben musste, dann konnte ich sie auch zu Oma bringen.
Das Problem war dieses Mal eben auch das, dass ich schon gestern ankündigte, dass ich sie ansonsten zur Oma gebracht hätte. Aber morgens um 7 Uhr, wenn das Kind gerade gebrochen hat, nur weint (das hat er am Telefon auch gehört) macht man das eben dann doch nicht mehr so einfach.

Ich hoffe, das hat kein Nachspiel...

Liebe Grüße!

Beitrag von thea21 22.10.10 - 10:17 Uhr

Ich erzähl dir mal kurz was:

Ich war über anderthalb Jahre nie krank, geschweige denn Kindkrank, habe oft mit dem Feuer gespielt und war froh das doch nichts ausgebrochen ist bei meiner Tochter.

Dann bin ich, wie so oft, totkrank zur Arbeit, weil es nicht gerne gesehen war, wenn jemand krank wurde, bin zusammen gebrochen und mit Blaulicht ins KH gekommen, mit dem Verdacht auf Hirnhautentzündung.

Lag zwei Wochen zuhause und fühlte mich wie der Tod auf Latschen. Als ich wieder kam, meinte mein Chef mir nur sagen zu müssen, das ich jetzt ja erstmal wieder richtig ranklotzen müsse, da ich ja lange genug nun weg war.

Just 2 Monate später bekam meine Tochter ne deftige Magen Darm Grippe, ich musste 3 Tage mit ihr daheim bleiben, als ich wiederkam bekam ich allen Ernstes zu hören: "Na, gut erholt in ihrem Kurzurlaub?"

Du siehst also, es dankt einem niemand das man sich totkrank zur Arbeit schleppt.

Ich denke heute sogar, das wenn man oft genug zeigt das man krank bis zum verderben auf die Arbeit geht und dann plötzlich doch mal zuhause bleibt, noch viel weniger Verständnis aufgebracht wird, weil man ja sonst immer da war und die Gewohnheit siegt.

Ärger dich nicht!

Beitrag von hermina 22.10.10 - 09:51 Uhr

Hallo.

Erstmal gute Besserung für deine Maus.

Dein Chef weiß, dass du Mutter bist. Also muss er mit Ausfälle rechnen. Ich hätte meinen Kleinen nicht in die Kita gegeben, auch wenn das Fieber runter ist. Siehst ja, hat sie doch noch nicht so verkraftet. Mach sie erstmal wieder richtig gesund, so bist du dann länger arbeitsfähig, als wenn immer ein Rückschlag kommt. Denk an dein Kind, die Gesundheit gibt dir keiner zurück. Er wird dir den Kopf nicht abreißen, wie gesagt, er weiß, dass du Mutter von einem Kleinkind bist.

LG Hermina

Beitrag von modern.art 22.10.10 - 10:09 Uhr

Hallo Hermina!

Ich weiß, dass es wohl nicht so gut war sie gleich wieder in den Kindergarten zu bringen. Allerdings hatte ich es nicht als sinnvoll erachtet sie daheimzulassen wenn sie fit ist und Bewegung braucht. Nun weiß ich, dass das wohl eher ein Fehler war, kann es aber nicht mehr ändern.

Ich hoffe, dass er am Montag nicht mehr allzusauer auf mich ist!

Liebe Grüße!

Beitrag von raena 22.10.10 - 09:54 Uhr

Kann verstehen, dass dein Chef sauer ist, wäre ich auch wenn meine Angestellte ausfallen würde und die Arbeit liegen bleibt. Es hat auch ein gutes Recht darauf sauer zu sein, denn das sind seine ganz persönlichen Gefühle und die kann ich ihm doch nicht verbieten.

ABER ..... es ist völlig in Ordnung, dass du zuhause bleibst, du hast eine Krankschreibung und gut! Dein Chef hat zwar ein Recht darauf sich nicht zu freuen, aber er darf dir daraus keinerlei negativen Konsequenzen zukommen lassen!

Bitte versuch dich davon frei zu machen, dass ein Chef "verstehen" muss das dir dein Kind wichtig ist. Das muss er nämlich nicht. Er muss eine Krankschreibung akzeptieren.

Es geht im Berufsleben nicht darum dass er die Bedürfnisse einer Mutter versteht, sondern darum, dass es gesetzliche Regeln gibt an die sich alle halten müssen.

Natürlich ist es schöner wenn man das Gefühl hat, das der Chef auch ein emotionales Verständnis aufbringt, wenn man das aber erwartet, dann wird man nur ständig gegen die Wand laufen und ein Magengrummeln wird sich zu einem Tornado auswachsen und das bringt dir dann auch überhaupt nix.

Liebe Grüße
Tanja

P.s. Ich würde an deiner Stelle am Montag nicht groß auf die Krankheit eingehen, nur auf nachfrage eben kurz erwähnen, dass es ihm erst besser ging und es sich dann aber wieder drastisch verschlechtert hat. Keine weiteren Details (Temperatur, Übelkeit, wie oft übergeben etc.)

Beitrag von modern.art 22.10.10 - 10:14 Uhr

Hallo Tanja,

warum keine Details? Stellt das nicht alles plastischer dar? ;-) :-p

Ich denke du hast schon Recht. Werde mich am Montag zurückhaltend verhalten und erst einmal abwarten. Hoffe, dass er mich nicht noch deswegen zur Schnecke macht. Was könnte ich dann erwidern? "Sorry, aber die Gesundheit und die Bedürfnisse meines Kindes (nicht morgens bei - 4 Grad, gerade übergeben und mit Fieber zur Oma geschafft zu werden) sind mir wichtiger!" ???

Ich schrieb weiter oben schon, dass dies nun der 3. Tag ist in diesem Jahr, an dem ich wegen dem Kind ausfalle. Das ist doch lächerlich. Mein Mann kann leider gar nicht freinehmen, also sind das alle Tage die wir genutzt haben! Die sollten uns auch wirklich "gegönnt" werden.

Vor allem ist mein Chef gar nicht mein wirklicher Chef, er ist nur der Teamleiter (ich arbeite im Öffentlichen Dienst). Er direkt bezahlt mich nicht. Die Arbeit? Naja, dann bleibt sie eben liegen. Allerdings habe ich noch eine direkte Kollegin, die das Wichtigste machen kann. Eigentlich halb so wild. Umso mehr ärgert es mich, dass ich jetzt ein schlechtes Gewissen habe -n muss-. #aerger

Danke für deine Worte!
Liebe Grüße

Beitrag von manavgat 22.10.10 - 11:05 Uhr

Ich habe keine Lust, mir von meinen Mitarbeitern die Privatgeschichten anzuhören!

Ich kann/konnte nicht kommen/arbeiten weil "kurz-und-knapp" und gut ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von raena 22.10.10 - 11:36 Uhr

Was könnte ich dann erwidern? "Sorry, aber die Gesundheit und die Bedürfnisse meines Kindes (nicht morgens bei - 4 Grad, gerade übergeben und mit Fieber zur Oma geschafft zu werden) sind mir wichtiger!" ???

.... genau das ist meiner Meinung nach genau das Falsche!

Du MUST dich nicht rechtfertigen. Du hast eine Krankschreibung für diese Tage und er kann sich glücklich schätzen, dass du DENNOCH 1 Tag in der Arbeit warst.

Wenn du anfängst dich zu rechtfertigen, begibst du dich freiwillig in die Verliererposition, die um Verständnis "betteln" muss.

Und bringe NIE so Sachen wie "die Bedürfnisse meines Kindes sind wichtiger als meine Arbeit" ..... denn dann bekommst du ganz schnell die Antwort, "Dann kümmern sie sich doch besser um ihr Kind und überlassen den Job jemanden dem er wichtig ist!" ..... denken darfst du so, aber sagen darfst du es nie!

Vergiss die Sache mit dem Verständnis, ... du hälst dich an die Regeln, dein Kind war Krankgeschrieben und Basta! Kein Mann würde deshalb anfangen sich zu rechtfertigen! Warum auch, es ist völlig unnötig!

LG
Tanja

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 12:30 Uhr

Du mußt dich gar nicht rechtfertigen, Du hast ja eine Krankmeldung.
Wenn Du aber anfängst, Dich zu rechtfertigen, würde ich mir sowohl die Bemerkung, dass Dir die Betreuung wichtiger ist, verkneifen, als auch zu erwähnen, dass Dein Mann beruflich unabkömmlich ist. Das hört beides sicher kein AG gern.

Mich wundert, dass es hier im Forum offensichlich überall so ist, dass der Mann einen total wichtigen Job hat, der wichtiger ist als das eigene Kind und die Frau scheinbar locker entbehrlich ist im Job...

Gruß´,

W

Beitrag von arkti 22.10.10 - 10:14 Uhr

Das größte Problem wird wohl sein das du gestern wieder arbeiten gegangen bist, so hat er sich drauf verlassen das du heute auch erscheinst.
Ich weiß ja nicht als was du arbeitest, aber wenn er nun für heute dann wieder kurzfristig Ersatz besorgen muss ist das nicht immer einfach.

Beitrag von nele27 22.10.10 - 10:16 Uhr

Hi,

Du hast das Recht natürlich auf Deiner Seite, da Du ja 10 Kindkrank-Tage nutzen kannst.

Aber mir wäre ein einvernehmliche Lösung mit dem Chef immer lieber (schon allein aus Egoismus: Wenn ich dann mal was will, worauf ich kein Recht habe, lässt er sich auch eher drauf ein).

Was arbeitest Du denn? Kannst Du anbieten, etwas zu Hause zu erledigen, wenn Deine Tochter schläft??
So habe ich das immer gemacht. Da ich ein Home Office habe, hab ich in der Mittagszeit und abends insgesamt so ca. 4-6 Stunden arbeiten können immerhin. Aber selbst wenn Du eine Stunde anbietest oder vorschlägst, das Firmentelefon auf Dich umzuleiten, würde das vll als kooperativ aufgenommen. Ist immer besser als auf Konfrontation zu gehen (und sich hinterher zu beschweren, dass Mütter nicht gern eingestellt werden :-))

Und wo in der Geschichte ist eigentlich Dein Mann? Teilt Euch doch Ausfälle lieber auf in Zukunft. Dann trifft es nicht einen gleich viele Tage auf einmal.

LG, Nele

Beitrag von modern.art 22.10.10 - 10:25 Uhr

Hallo Nele,

das ist an sich ein guter Vorschlag von dir, bei mir aber leider nicht umsetzbar und auch nicht nötig.

Ich arbeite im Öffentlichen Dienst, im gleichen Büro noch eine Kollegin, die sowieso meist den Telefondienst macht. Sie arbeitet Vollzeit, ich nur halbtags. Wir teilen uns die Aufgaben und wenn da mal ein bisschen was liegenbleibt ist das nicht so schlimm.
Ich denke auch, dass es hier eher um´s Prinzip geht für meinen Chef. Gestern war ich da, okay, aber man kann das Leben nunmal nicht planen.

Ursprünglich war es so gedacht: Ich bleibe mittwochs mit ihr zu Hause, donnerstags und freitags gehe ich arbeiten, Sophie zu ihrer Großmutter. Der Oma hatte ich aber am Mittwoch wieder abgesagt weil die Kleine so fit war. Gestern im Kindergarten ging auch alles gut, erst gestern Abend fing es wieder an. Eigentlich dachte ich Rabenmutter wir ziehen den Tag heute vollends durch, erst als sie sich dann erbrochen hat kam ich zur "Vernunft". So kurzfristig morgens hätte ich die Oma auch nicht mehr einspannen können, davon abgesehen wollte die Kleine auch gar nicht hin. Da steht man dann morgens und muss schnell eine Entscheidung treffen. Tja, da ich sowieso den Krankenschein für heute hatte (der Arzt hat Mittwoch, Donnerstag und Freitag einzeln ausgestellt) beschloss ich eben zu Hause zu bleiben.

Mein Fehler war, dass ich der Oma abgesagt hatte. Sie hätte gestern und heute dahingehen sollen und alles wäre okay gewesen. Für den Chef. Für mich und das Kind wäre es ein Hin- und Herfahren gewesen und heute ja auch nicht möglich aufgrund ihrer Verfassung.
Aber so kann ich es dem Chef ja nicht erklären. Er muss eben sauer sein auf mich und ich hoffe, dass sich das nicht rächt. #zitter

Liebe Grüße!

Beitrag von nele27 22.10.10 - 10:36 Uhr

Tja, dann wird er sich aber schnell wieder beruhigen denke ich - wenn es ums Prinzip ging und nicht den Millionenschaden verursacht hat :-)

Denk trotzdem mal drüber nach, solche Dinge mal anzubieten. Wenn er es auch nicht für nötig hält und es nicht zum Einsatz kommt - es ist doch gut fürs Arbeitsklima.
Natürlich hätte ich mein Kind auch nicht weggeschickt, wenn es sich übergibt, das ist schon richtig (stand auch schon oft morgens mit quasi-gesundem Kind da und dachte nur "bitte jetzt nicht kotzen", bloß keinen Rückfall #zitter)
Nächstes Mal plane einfach einen Tag länger Genesung, dann stehst Du sicherer da!

Beitrag von modern.art 22.10.10 - 10:29 Uhr

Achso, mein Mann....
Der kann leider überhaupt nicht frei nehmen. Er hat einen Job und einen Chef, der keinen Ausfall zulässt!
Außerdem ist er der Hauptverdiener bei uns, ich arbeite "nur" halbtags. Ich kann eher ausfallen als er und wenn ich meinen Job verliere ist das nicht ganz so schlimm...

Obwohl es eigentlich schon tragisch ist, dass man heutzutage schon wegen einem kranken Kind Angst um den Job haben muss. :-[

Beitrag von nele27 22.10.10 - 10:33 Uhr

Mal interessehalber: Arbeiten in dem Unternehmen Deines Mannes auch Mütter? Dürfen die auch nicht wegen eines kranken Kindes ausfallen?

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 12:34 Uhr

Ja, warum läßt Dein Mann sich das denn gefallen, dass in seiner Firma gegen geltendes Recht verstoßen wird?
Dann müßtet Ihr folgerichtig ja Deinem Chef auch einen Wutanfall und ein Zusammenfalten zugestehen...

Gruß,

W

Beitrag von kati543 22.10.10 - 10:24 Uhr

"Ich denke, das sollte selbst ein Chef verstehen, oder? "
Aber im Gegenzug sollte selbst eine Mutter verstehen, in welche Situation du deinen Chef katapultiert hast. Also sauer darf er schon sein - natürlich darf er es nicht an dir auslassen. Aber du solltest dir dringend mal ein paar Alternativen einfallen lassen. Wenn es deiner Kleinen schon ganz guit wieder geht, dann ist eine gute ALternative, dass mal die Oma die Kleine betreut oder eine Freundin, Babysitter,... und nicht unbedingt der Kiga.
Wenn dein Kind übrigens einen Krankenschein für die ganze Woche hat, darfst du es aus versicherungstechnischen Gründen nicht in den Kiga geben.
Also du hast dich keinesfalls korrekt benommen. Eine kleine Entschuldigung gegenüber dem Chef lässt so etwas aber schnell vergessen. Gib doch einmal eine Runde beim morgendlichen Kaffee aus. Da läßt sich das ganz super machen und die Kollegen haben auch eine kleine Entschädigung für die Mehrarbeit.

Beitrag von modern.art 22.10.10 - 10:27 Uhr

Hallo Kati!

Ich hatte keinen Krankenschein für die komplette Woche. Der Arzt hat mir den Mittwoch, Donnerstag und Freitag einzeln ausgestellt. Nur der, den ich abgebe ist dann auch gültig. Von daher also kein Problem.

Hatte Nele weiter oben die ganze Situation etwas erläutert. Habe wohl eine Fehlentscheidung getroffen, ABER ich kann jetzt bei meinem kranken Kind sein und das ist die Hauptsache!

Das mit dem Kaffee überlege ich mir noch, aber eigentlich sehe ich es auch nicht ein, mich bei ihm "einzuschleimen". Ich kann nichts für mein krankes Kind. Wenn er eines hat bleibt seine Frau beim Kind, er kennt dieses Problem nicht.

Liebe Grüße!

Beitrag von arkti 22.10.10 - 10:40 Uhr

Welcher Arzt stellt denn die Scheine einzeln aus? #kratz
Hab ich ja noch nie gehört oder gesehen, naja wenn das aber so sein sollte dann wäre ich wohl als Chef auch sehr sauer.

Beitrag von modern.art 22.10.10 - 10:56 Uhr

Ich wusste beim Arzt noch nicht, ob die Oma am Do./Fr. aufpassen kann!
Dann hat er mir die Scheine eben einzeln ausgestellt, falls ich nur den Mittwoch brauche. Was soll daran verkehrt sein?

Beitrag von 1familie 22.10.10 - 10:42 Uhr

Hallo,

estmal finde ich das schon komisch, das hier soviele Mütter, auf der Seite vom Chef stehen, wo doch immer alle sagen - ich tue alles für mein Kind.

Ich bin der Meinung, wenn ein Chef weiss, das der/die Mitarbeiter Kinder haben muss er sich auch darauf einstellen, das diese krank werden können und das sogar öfter.

Mein Kleiner Sohn war dieses Jahr sage und schreibe 42 Tage krank und das Jahr ist noch nicht um!
Klar war Papa auch mit ihm daheim, dennoch ist er der Hauptverdiener und somit bleibe ich daheim. Wir haben uns nämlich eigentlich die Krankheiten aufgeteilt ( er die Kotzkrankheiten und ich den Rest).

So und nun hab ich ja noch einen grossen Sohn, der zum Glück noch nicht krank war, aber es dennoch werden könnte.

Was sollte ich eurer Meinung nach tun????
Mein krankes Kind in die Kita bzw Schule geben oder lieber daheim?

Mein Chef war noch nie "offensichtlich" sauer und das macht auch einen guten Chef aus! Noch dazu weiss er, das er sich darauf verlassen kann, das meine Arbeit erledigt wird.

Ich würde also an deiner Stelle am Montag auf Arbeit gehen und nichts sagen und wenn jemand fragt, wie es deinem Kind geht. Einfach sagen gut oder eben noch nciht so gut!

Gruss

Beitrag von thea21 22.10.10 - 10:47 Uhr

Darum geht es hier doch aber garnicht.

Fakt ist, guter Chef, schlechter Chef, die wenigsten können sich das zu 100% aussuchen.

Und ich denke, auch wenn ich sehr oft Magenschmerzen hatte, in Krankheitssituationen, das man einem Chef keinen Vorwurf machen kann und soll (solange es nicht ausartet).

Wer schreibt hier wem Gefühle und Empfindungen vor?

Wenn er sauer ist das jemand ausfällt und genervt von dem ganzen Aufwand, ist das sein gutes Recht. Ob ich das gut finde oder nicht.

Ich bin zwar auch der Meinung und handele so: Wenn sie krank wird, ist es so, jeder weiß ich habe ein Kind, und ändern kann ich es nicht.

Die Gedanken sind heutzutage aber trotzdem beim Arbeitsplatz, weil einfach jeder heutzutage irgendwie ersetzbar ist und man Angst haben muss.

Beitrag von 1familie 22.10.10 - 11:03 Uhr

Um was geht es denn?

Sie hat Angst auf Arbeit zu erscheinen, weil ihr Chef sauer war/ist.

Ich schreibe keinem Gefühle und Empfindungen vor, dennoch muss ein guter Chef sich beherrschen können.
Er darf natürlich sauer sein, denn er muss umstruktieren - ich weiss das von meinem Mann, dennoch wünscht er seinen Mitarbeitern immer noch Gute Besserung.

Ich muss doch keinem Rechenschaft ablegen, weil man Kind krank ist!
Wenn mein Kind krank ist, sind mein Gedanken bei ihm!

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