Umzugskosten und fahrkosten?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von kleene-1987 22.10.10 - 09:47 Uhr

Hallo,

ich habe ab heute meinen neuen Arbeitsvertrag und da diese Arbeit 180km entfernt ist, möchte ich umziehen. Bisher fahre ich jeden Tag, ich habe bei meinem Arbeitsvermittler Umzugskosten beantragt. Und nun wollte ich gestern (vor inKraft treten des Vertrages) Fahrkosten für die tägl. Pendelfahrten beantragen.

Nun sagte mir mein Arbeitsvermittler, das geht nicht, es sind beides Mobilitätsbeihilfen und man kann nur eins beantragen. Stimmt das so?
Ich kann ja nicht von heute auf morgen umziehen, sondern erst in zwei Monaten und so lange muss ich täglich fahren.

Trennungskostenbeihilfe kann ich auch nicht beantragen (laut AV) das das auch wieder eine Mobi ist und ich eine die andere ausschließt.

Mein Freund, unser Kind und ich bleiben eine Bedarfsgemeinschaft und mein Freund wird erst in drei Monaten übernommen, also würde wir für diese drei Monate aufstockend ALG II bekommen. Wenn ich keine Fahrkosten für die täglichen Pendelfahrten beantragen kann, werden denn meine Fahrkosten anteilig bei der Berechnung des ALG II berechnet?

Kann mir da jemand Auskunft geben?

lg

Beitrag von ziva2008 22.10.10 - 10:37 Uhr

Hallo, also sofern du im Leistungsbezug bleibst, mindern deine Fahrkosten dein Einkommen. Sprich dein Einkommen wird ja bereinigt um Freibeträge und die Fahrkosten mindern dies zusätzlich nochmal (einfache Fahrt x AT (19 bei ner 5-Tage-Woche und 23 bei ner 6-Tage-Woche) x0,20 Euro). Bitte mit Anlage EK einreichen und Police der Kfz- Versicherung zum Absetzen!!!!!
Eine Trennungskostenbeihilfe trifft nur zu, wenn du auch getrennt vom Haushalt bist (z.B. wegen Montage) aber du fährst ja regelmäßig hin und wieder nach Hause.
Die Umzugskosten gibt es aber auch nur bis zu einer bestimmten Höhe, mach dich da nochmal schlau bitte (früher waren es 1500 Euro max.) und bestimmte Einschränkungen können auch gemacht werden (Umzug in Eigenregie etc.).

Beitrag von kleene-1987 22.10.10 - 11:10 Uhr

Hallo,

Ok, also werden meine Fahrkosten bei der Einkommensbereinigung zusätzlich zu dem freibetrag berücksichtigt? hab ich richtig vertsanden?
Also wäre ein Antrag auf Fahrkosten unnötig, wenn ich bis mein Freund übernommen wird eh noch aufstockend ALG II bekomme?

Danke für deine Antwort.

lg

Beitrag von ziva2008 22.10.10 - 11:23 Uhr

Diese Fahrkostenbeihilfe ist eine Kann- Entscheidung. Im Grunde ist es egal, ob diese dein Einkommen mindert in der Berechnung, oder du diese so bekommst. Dein Brutto wird ja bereinigt um den Grundfreibetrag von 100 Euro und das verbleibende Brutto nochmal um 20 %. Davon werden (sofern die Werbungskosten 100 Euro übersteigen, was sie in deinem Fall ja definitiv durch die Fahrkosten tun) nochmal die Kfz- Versicherung, Fahrkosten, gesetzl. vorgeschriebene Versicherungen (für besondere Berufe), Riesterrente und eine Versicherungspauschale sowie Werbungskostenpauschale abgezogen. Solange du ALG II bekommst, ist es im Grunde nicht nötig, zumal die Fahrkostenbeihilfe auch Kriterien unterliegt (z.B. KANN sie auf günstigstes Verkehrsmittel bezogen werden)und max. 6 Monate gewährt wird.

LG

Beitrag von kleene-1987 22.10.10 - 12:00 Uhr

ok, super.
dann danke ich dir für die Auskunft.

lg