Schule ja oder nein????

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mekiam 22.10.10 - 12:49 Uhr

Hallo,

ich habe mal eine Frage an euch und würde gerne eure Meinung wissen.

Meine Tochter ist jetzt am 3. oktober 5 jahre alt geworden und wir denken seit ein paar Monaten darüber nach, ob wir sie nächstes Jahr einshculen lassen sollen.

Das ist eine echt schwere Frage, denn eigentlich bin ich der Meinung, das kinder so lange Kinder bleiben sollen ohne Stress, wie es nur möglich ist. ich habe eine grosse Tochter und die ist im August 6 geworden und trotzdem haben wir ein Jahr gewartet, mit der Schule.

Aber bei Amira ist es etwas anderes. Sie ist von ihrer Entwicklung ziemlich weit. Sie hatte seit dem sie im Kindergarten ist, immer mit den grösseren Kindern gespielt, weil sie sich an denen messen konnte. Auch ihre beste Freundin ist ein Jahr älter wie Amira.
Sie hat auch keine Lust mehr auf den Kindergarten und jeden Morgen haben wir das gleiche Theater. Dann haben wir gedacht, denn kommt sie in eine andere Gruppe, damit sie keine langeweile bekommt, aber auch das hat nichts gebacht. Sie mag nicht mal mehr anmalen. Sie sagt das ist ihr zu langweilig.
Jeden Tag kommt sie an und will mit uns lernen. Manchmal schaffe ich es, sie durch ein Spiel anzulenken. Aber es wird schon immer schwerer.


Aber wiederum sie sie doch meine Kleine und noch viel zu kleinen in die Schule zu gehen (mein Mutterherz weint).

Nun wollte ich fragen, was ihr über eine frühere Einschulung denkt?

LG Tanja

Beitrag von soulcat1 22.10.10 - 13:08 Uhr

Hallo!

Ich würde mal mit den Erzeiherinnen sprechen und sie fragen, wie die das einschätzen.

Eigendlich würde ja nicht dagegen sprechen, wenn sie nächstes Jahr im August/September in die Schule kommt und dann im Oktober 6 wird. Aber man könnte auch noch ein Jahr warten. Ist das das KANN-Kind-Prinzip? #kratz

Echt schwere Entscheidung...

Frag mal im Kiga nach. Oder hast Du das schon?

Mein Mutterherz hat auch geweint als meine Tochter im August zur Schule kam... Jetzt kommt sie mir sooo groß vor, seufz...

LG

Petra & Joelina (bald 7) #winke

Beitrag von mekiam 22.10.10 - 13:16 Uhr

Hallo Petra,

danke für deine Antwort.

Ja, Amira ist ein Kann-Kind.

Ich habe mit den Erziehern gesprochen. Sie sagen sie würde die Schule locker packen. Nun habe ich im November ein gespäch mit der Kindergartenleitung. Ob wir sie nun einshculen oder nicht. Das einzige was ich doof finde ist, das die Kinder schon mit der Vorschule angefangen haben und sie nachher ja gar nicht richtig rein kommt in die Gruppe. Und sie verpasst ja auch das alles, was die anderen Kinder lernen.

Ja manchmal sind entscheidungen echt schwer.

LG Tanja

Beitrag von soulcat1 22.10.10 - 13:26 Uhr

Ja, da hast Du Recht. Wie macht mans richtig?

Aber auch wenn es jetzt schwer ist - egal wie Ihr Euch entscheidet - es wird schon der richtige Weg sein...

Ich denke, dass die kleinen Vorschüler sicher noch garnicht so weit sind. Und bei uns im Kiga haben sich die Erzieherinnen immer für jedes Kind (wieviele Vorschüler sind denn jetzt in der Gruppe) Zeit genommen. Bei uns waren zu Joelinas Zeit (letztes Jahr) nur 5 - das war natürlich super.

Das Kiga-Jahr hat in dem Sinn erst vor Kurzem angefangen - wenn Du Dich dazu entscheidest Amira (wirklich schöner Name :-)) nächstes Jahr einzuschulen, wird sie alle Aufgaben ganz sicher schnell aufholen. UND sind ja noch viiiele Monate, bis Einschulung wäre! ;-)

Liebe Grüße #winke

Petra :-p

Beitrag von mekiam 22.10.10 - 14:00 Uhr

ja, es sind auch wenig vorschüler. nur 3 kinder. also das ist echt das problem. aber die haben schon so einige sachen gemacht, wie die polizei besucht und ich finde es schade, das ihr das alles entgeht.


ich hoffe wirklich, das unsere entscheidung die richtige ist. und ich werde wohl noch viel drüber grübeln. #pro #contra

liebe grüsse tanja #winke

Beitrag von estragon 22.10.10 - 13:14 Uhr

Hm,

das läßt sich aus der Ferne immer nicht gut beantworten. Ich würde auch mal mit den Erzieherinnen sprechen und vor allem auch mit der Schule, Du mußt ihre Einschulung ja sicher irgendwie beantragen oder so.
Wäre ansonsten nicht die Vorschule eine Option ? Grundsätzlich halte ich nicht so viel von früheren Einschulungen, aber wie gesagt, daß kann man nicht pauschal beantworten.

Viele Grüße, Grith

Beitrag von mekiam 22.10.10 - 13:19 Uhr

Hey Grith,

Vorschule haben wir hier oben nicht so. Nur der Kindergarten macht 2 Stunden in der Woche eine Vorschule. Deswegen ist das auch nichts.

Mit dem Kindergarten ist es nun so abgesprochen, das die Schulärtzliche Untersuchung bei ihr gemacht wird und die Ärztin soll denn entscheiden. Oder eher gesagt, ich ziehe diese Entscheidung denn mit in meiner Entscheidung mit rein. Und dann ja noch das Gespräch im November.

LG Tanja

Beitrag von erstes-huhn 22.10.10 - 14:12 Uhr

In dem Buch Schulkind von der Stiftung Warentest ist super beschrieben, was schulfähig bedeutet. Das sind ja nicht nur die Faktoren Wissen und lernen.

Dann würde ich mich mal mit der Schule in Verbindung setzen, die in Frage kommt und nachfragen, wie eine vorzeitige Einschulung gehandhabt wird.

Zum überlegen: Je eher ein Kinder zur Schule geht, umso eher geht es zur Arbeit, umso weniger Geld muss der Staat für das Kind ausgeben.
DAS ist der Grund warum Kinder immer eher eingeschult werden sollen.

Beitrag von bluehorse 22.10.10 - 20:07 Uhr

Hallo,

die Entscheidung ist nicht leicht. Aber was spricht dagegen, wenn deine Tochter erst einmal die Vorschule mitmacht und ihr dann später entscheidet. Wir haben erst im Juli entgültig entschieden, unseren Sohn einzuschulen (Januar-Kind). Vorschule etc. hat er mitgemacht und hätte es auch noch ein zweites mal machen können.
Bei unserem Sohn war das Verhalten ähnlich wie bei eurer Tochter. Er hat sich ausschließlich an älteren Kindern orientiert (hat auch eine ältere Schwester), Kindergarten war ihm zu langweilig und er hat schon seit zwei Jahren alles an Vor-/Schulbüchern gemacht, was er finden konnte.
Bisher hatten wir nur positive Rückmeldungen aus der Schule und mein Sohn sagt immer wieder wie froh er ist, in der Schule zu sein.
Lasst sie als Vorschulkind mitmachen und wartet die Entwicklung im nächsten halben Jahr ab. Dann könnt ihr entscheiden, ob eine Einschulung sinnvoll ist oder nicht.

LG bluehorse

Beitrag von claudia1209 23.10.10 - 11:09 Uhr

Hallo Tanja,

ich gebe dir vollkommen recht! Kinder sollen so lange Kinder sein, wie es geht. Der Stress in der Schule fängt noch früh genug an! Und lange genug müssen sie auch dorthin gehen. Mein Son ist im August 2008 eingeschult und im September 7 geworden.

Ich bin definitiv gegen eine Vorzeitige Einschulung.
Wenn das Kind sich im KiGa langweilt, sehe ich die Pflicht bei den Eltern es Privat entsprechend zu fördern.
LG:-)

Beitrag von mekiam 23.10.10 - 11:13 Uhr

Hey Claudia,

wir fördern sie Privat. Immer soweit wie Amira es möchte. Sie verlangt das auch, aber es hilft ja trotzdem nichts wenn im Kindergarten langeweile besteht. Privat ist sie voll ausgeschöpft. Sie hat ihre Hobbys und in der freien Zeit versuchen wir sie auf spielerische Art zu fördern.

Danke für deine Antwort und ein schönes Wochenende.

LG Tanja

Beitrag von schullek 23.10.10 - 12:50 Uhr

hallo,

du würdest sie also mit ihrer älteren schwester einschulen? ich denke, dass könnte zu problemen führen. vor allem für die große. wenn ihr das wollt, müsst ihr es gut durchdenken!

lg

Beitrag von mekiam 23.10.10 - 13:21 Uhr

Hallo,
nein das hast du falsch verstanden. ihr grosse schwester hat im august geb. und trotzdem habe ich ein jahr gewartet mit der schule. ich war mir da einfach sicher, das es ihr gut tut weiterhin im kindergarten. mittlerweile ist ihr grosse schwester aber schon 13 jahre alt.

lg

Beitrag von seluna 23.10.10 - 14:18 Uhr

Ich habe das bei meiner Tochter, im Kann kind Jahr, so gemacht.
Ich habe sie als Kann Kind vorgestellt, durch die Schule begutachten lassen und abgewartet was die Schule sagt.
Die Schule sagte, wir sollen noch ein Jahr warten und das haben wir dann auch.

Beitrag von dustia 23.10.10 - 14:21 Uhr

Ich hab mich bei meiner Tochter dagegen entschieden (sie wurde im April 6 Jahre).

Sie hat sich die ganze erste Klasse lang nur gelangweilt und es war ein fast Kampf, sie täglich in die Schule zu kriegen ("Ich komm eh nie dran, ich kann ja alles, es ist soooo langweilig").

Gefördert werden (in Österreich) die Kinder, die mehr können, jedenfalls nicht. Es wird immer vom Niveau der Gesamtheit ausgegangen (was ja auch verständlich ist). Aber wenn die Gesamtheit nicht mal ihre Stifte selbst spitzen kann, fördert es die soziale Zufriedenheit des Einzelnen nicht.

Jetzt in der zweiten Klasse geht die (neue) Lehrerin mehr auf sie ein und fordert sie mehr. Jetzt ist ihr nicht mehr sooo langweilig, aber drangenommen wird sie (lt ihrer Aussage) immer noch nicht, weil sie eh alles weiss.

Ich würde also empfehlen, Kinder, die sich im KiGa zu sehr langweilen, auch nicht zu fördern, sondern versuchen, Ihnen andere Dinge (Sport, Hobbies) näherzubringen, sonst sind sie in der Schule schwer unterfordert.

LG
Dusty

Beitrag von kathrincat 23.10.10 - 19:12 Uhr

wir sind zwar noch nicht soweit, aber meine ist auch im okt. geb. und sie wird mit 5 eingeschult, ausser es spricht wirlich was dagegen.

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 19:16 Uhr

Bei uns ist das so: wer bis Mai 6 Jahre alt geworden ist, kommt in dem gleichen Jahr auch in die Schule. Wer erst nach Mai 6 wird, der kommt dann erst das darauffolgende Jahr in die Schule. Ist zwar bissl doof weil dadurch die KiTa-Gruppe gespalten wird aber so sind die Regeln.

Meine Maus würde im April 6 werden, und auf dem momentanen Stand würde ich auch eher sagen vieleicht noch ein Jahr warten aber wer weiß was bis dahin ist und ansonsten würde ich sagen mal mit den Erziehern sprechen und ansonsten hör auf dein bauchgefühl und vorallem auf das was deine Maus dazu sagt. :-)

Lg

Beitrag von mekiam 23.10.10 - 19:30 Uhr

Hey,

danke für deine Antwort.

Wow, bis Mai 6 muss in die Schule? Bei uns ist das bis 30.06. der muss in die Schule und die Kinder die vom 01.07. bis 31.12. 6 werden können eingeschult werden. So sind alle Bundesländer verschieden. Obwohl wir in einem land wohnen. Das soll mal einer verstehen.

Ja, werde mal mit der Leitung sprechen, mit der Erzieherin habe ich ja schon gesprochen und dannwerde ich mich nächste Woche mal an die Schule wenden und mit den sprechen. Und dann ist da ja noch die Schuluntersuchung.

Naja, meine Maus will am besten sofort in die Schule. Kindergarten findet sie mittlerweile echt doof. Aber sie ist auch schon mit 2 in den kindergarten gekommen. Das ist für Kinder denn auch echt lange.

LG

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 19:57 Uhr

Ich selbst habe auch schon durch Bekannte erlebt, das die Zwerge auch unbedingt in die Schule wollten, manche konnten sogar schon recht gut schreiben, jedoch merkten die Lehrer dann das die Kinder doch noch zu verspielt und zappelig sind und so machten sie die erste klasse nochmal.

Ist hart wegen den Freunden die dann nicht mehr im Unterricht da sind aber die 2 Zwerge haben es gut verkraftet und sich ganz schnell neu angefreundet und siehe da, es funktioniert nun ein Jahr später einwandfrei.

Und um mal auf das Kind sein zu kommen. Ich arbeite momentan in einer grundschule und ich finde es da sogar besser als im KiGa. ;-) Der Unterricht wird sehr schön gestaltet, oft noch richtig spielerisch. In unserer Schule dürfen sie sogar mit Spielzeug in den Pausen spielen, das kenne ich von früher nicht und die meisten Schüler haben ja auch nur bis viertel 12 Unterricht, manche gehen dann in den Hort, andere nach Hause.

Probieren kann man es, gerade wenn deine Maus es unbedingt möchte. :-) Na mal sehen was bei der Voruntersuchung raus kommt und bei den weiteren Gesprächen.

Alles Gute und hör auf dein gefühl, das ist meist das richtige.

Beitrag von mekiam 23.10.10 - 20:17 Uhr

Hey,

danke für deine Antwort. Sie war echt hilfreich. Das mit dem Wiederholen ist bei uns nicht das Problem, denn die ersten 2 jahre sind eingangsstufen, das heisst. die kinder haben 1 - 3 jahre zeit die 2 klassen zu machen. die kinder bleiben zusammen, da 1. und 2. sowieso zusammen sind.
ich hoffe das hat man verstanden. haha.
die kinder lernen so schnell wie sie selber können. entweder sie ziehen die 2 klasse in einem jahr durch, in 2 jahren oder eben auch in drei jahren. das ist eigentlich ganz gut, denn so ist auch weniger stress den auf den kinder lasstet.

lg tanja

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 20:36 Uhr

Na siehst du :-)

Dann mach dir nicht so viele Gedanken und zieh mit deiner Kleinen mit. Last es auf euch zukommen und entscheidet dann, vieleicht gibts aber auch garnix zu entscheiden und deine Maus gibt das Tempo vor. #sonne

Beitrag von tweety12_de 23.10.10 - 20:22 Uhr

hallo,

max wurde am 1. oktober fünf. wir haben gerade vor ein paar tagen endschieden, max wieder aus der vorschulgruppe herauszunehmen. wir (eltern,kindergarten, kinderazt) denken , es ist für ihn besser, wenn er noch ein jahr länger in den kiga geht. er braucht die zeit.

gruß alex

Beitrag von kleinemimi 25.10.10 - 12:11 Uhr

Hallo Tanja,

bisher war ich immer der Meinung, das wenn es für das Kind förderlich ist, und vorallem das Kind schon so "weit" ist, sollte man dieses in die Schule gehen lassen. Mittlerweile sehe ich das ein wenig anders. Erstens nimmst Du dem Kind ein Jahr Spielen weg, klar sie sagt sie will in die Schule, die Kita macht ihr keinen Spass (was sicherlich nicht jeden Tag so sein wird) aber keiner sagt, das ihr dann die Schule Spass macht, es gibt ganz viele Kinder, die dann keine Lust mehr haben, weil es eben doch was anderes ist, stille sitzen ec. Aber das ist nicht der ausschliessliche Grund warum ich abraten würde. Ich habe die Situation jetzt das mein grosser Sohn aufs Gymnasium gewechselt ist, es ist ein Vorzeigegymnasium, das heisst die haben einen Ruf, die Besten der Besten zu haben und hatten dieses Jahr 100 % Abiturquote, aber es ist straff mit drei f. Mein Sohn ist sehr clever aber er zählte mit seinem Durchschnitt von 1.5 eher zum Mittelfeld, da alles einser Schüler in die Klasse kamen, drei davon wurden frühzeitig eingeschult, drei übersprangen eine Klasse in der Grundschule. Alle Kinder hochintelligent! Sie waren immer der Mittelpunkt ihrer Grundschule und natürlich auch ihrer Eltern, so was wie ein Wunderkind eben. Jetzt wurden alle zusammengewürfelt und die Kinder stellten fest, dass es auch andere gibt die genauso schlau sind. Das Ende vom Lied, sie ticken aus, entweder sie singen im Unterricht, laufen herum, werfen sich unter den Tisch, klopfen die ganze Zeit auf den Tisch, sie wollen im Mittelpunkt stehen auf Gedeih und Verderb. Sie halten sich schwieriger an Normen und Regeln, konkret ihnen fehlt ein Jahr Sozialkompetenz, zu wissen wie man sich auch mal unterordnet ec. Was ja bei Euch nicht so sein muss, wollte Dir nur von unseren Erfahrung berichten.

LG Mimi