Weiß mir keinen Rat mehr...

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von juye 22.10.10 - 13:13 Uhr

Hallo #winke

mein kleiner ist nun 6 Monate und 1 Woche alt ;-) und das schlafen ist der Horror schlechthin. Bis vor 2 Wochen hat er tagsüber garnicht geschlafen. Mittlerweile bring ich ihn im Kinderwagen zum schlafen oder er schläft beim Autofahren mal ein.. Das Hauptprpoblem haben wir aber nachts. Seit er auf der Welt ist hab ich noch kein mal länger als 2 Stunden am Stück geschlafen. Ich bin einfach nur noch fertig :-( Unser Abend sieht so aus:
ich wasch ihn abends, zieh ihn um, ab in Schlafsack dann bekommt er seit neuem seine Pre Milch (ich stille aber auch noch) dann leg ich ihn in unser! Bett und er schläft meist ein, manchmal still ich ihn aber dazu auch noch das er Ruhe findet. Wenn er dann eingeschlafen ist, haben wir meist 20.30 Uhr. Gegen 22 Uhr wird er spätestens wach, dann will er meist nur kurz in den Arm genommen werden und schläft dann weiter. Gegen 23 Uhr wird er wieder wach und will trinken. Um 0:30 wird er wiedermals wach will meine nähe und wieder trinken. Nur mit auf dem Arm nehmen ist bei ihm nicht getan, er schreit dann solange bis er ran darf ;-) gegen 2 - 3 Uhr ist dann die Nacht erstmal vorbei. Dann ist er bis um 4 - 5 Uhr wach!! Bekomm ihn da einfach nicht mehr zum schlafen..wenn ich Glück habe, schläft er dann noch bis halb 7. Ab da ist meine Nacht ganz beendet. Tagsüber mit ihm hinlegen geht nicht. Hab noch einen Sohn um den ich mich kümmern muß;-)
Hab schon jeden Schlafplatz mittlerweile ausgetestet. Sein Bett bei uns im Schlafzimmer, dann das Bett ins Kinderzimmer stellen (das findet sein Bruder aber mehr als störend #schmoll), im Wohnzimmer im Laufstall schlafen...mittlerweile schläft er fast nur noch bei uns im Bett, da er auch sooft wach ist das ich einfach zu fertig bin mich noch groß zu bewegen #schein

Ging es jemand auch so wie mir und hat es sich gebessert???
Mein "großer" hat mit 8 Wochen schon seine 12 Stunden #schock am Stück geschlafen. Dieses Schlafverhalten ist mir deshalb nun völlig neu...

LG Julia, die sich über Tipps freuen würde :-D

Beitrag von hippogreif 22.10.10 - 16:44 Uhr

Ja, ich kenne das.
Meine Tochter hat am Anfang recht gut geschlafen, aber ca. ab dem 3. Monat wurde es von Woche zu Woche immer schlimmer. Zum Schluß wollte sie mit 5 Monaten stündlich nachts gestillt werden. Das ging über Wochen und war somit auch kein Wachstumsschub o.ä.
Es war schlicht und einfach eine Angewohnheit.
Sie hat tagsüber immer weniger getrunken und nachts dafür immer mehr.
Wir haben dann angefangen, die nächtlichen Mahlzeiten immer ein wenig länger hinauszuzögern. Jede Nacht ein kleines wenig mehr. Wir haben sie in der Zwischenzeit versucht, mit Schaukeln, tragen, singen etc. zu beruhigen. Wir waren also immer bei ihr und haben sie nicht allein gelassen. Aber eben auch nicht sofort an die Brust rangelegt.
Nach ca. 10 Nächten hat sie schon fast 6 Stunden am Stück geschlafen.
Sie hat sich ganz langsam also dran gewöhnt, nachts weniger zu "essen". Und je besser sie nachts schlief, desto besser schlief sie auch tagsüber.
Bei uns hats also super funktioniert. Man muß aber schon konsequent bleiben und dem Kind ca. 2 Wochen Zeit zur Umgewöhnung lassen.
Eventuell wäre das ja ein Weg für euch.

Beitrag von fanti8 22.10.10 - 20:58 Uhr

Hallo,

ja, bei uns war es genauso. Er schlief wie du beschrieben hast und zwar v.a. auch mit den Wachphasen bis zu 3 Stunden und das fast jede Nacht. Die konnte ich am Besten mit Licht überleben, weil ich dann schlafen konnte, während er neben mir gespielt hat. Habe ich aber mit 6 Monaten abgeschafft, weil ich Angst hatte, dass er sich zu sehr dran gewöhnt. Leider hat die Brust bei uns nichts gebracht, die nahm er nur bei Hunger. Mit 8 Monaten hat er sich dann selbst abgestillt.

Ich habe dann alles Ratgeber gelesen, die ich finden konnte, habe mich aber mit nichts so richtig anfreunden können und so weiter gemacht, wie es ging. Wenn Du doch welche lesen willst: Das Schlafbuch von Anna Wahlgren und "Schlafen statt Schreien" von Elisabeth Parsley haben mir ganz gut gefallen und waren zumindest für einige Tips gut. Das zweite ist wirklich sehr undogmatisch und liebevoll geschrieben.

Mit 9 Monaten waren die Wachphasen zum Glück auf einmal weg und sind jetzt nur noch sehr sporadisch da. Wir sind immer noch weit entfernt vom Durchschlafen (er ist jetzt 15 Monate), aber es wird Schritt für Schritt besser. Inzwischen schläft er fast immer in seinem Bett im eigenen Zimmer, auch wenn ich dafür oft aufstehen muß. Ich habe festgestellt, dass er deutlich ruhiger und in längeren Abschnitten schläft, wenn er in seinem Bett bleibt. Nur wenn ich zu müde bin, nehme ich ihn mit. Dann muß ich wenigstens nicht aufstehen, wenn er wach wird und kann im Halbschlaf vor mich hinmurmeln.

Ich glaube am Besten für ihn war die absolute Routine, die ich irgendwann eingeführt habe. Immer zur gleichen Zeit ins Bett und auch wieder raus. Ich wecke ihn teilweise nachmittags aus dem Mittagsschlaf, damit er nicht aus dem Rhythmus kommt. Habe mich lange dagegen gewehrt, weil ich mich nicht so einschränken wollte, war aber letztlich doch das Beste.

Ich habe auch noch eine Große, die von Anfang an bis heute eine super Schläferin ist. Kann also mitfühlen wie müde Du sein mußt.

Halt die Ohren steif, alles Liebe, Fanti