Engagiert ihr euch politisch?

Archiv des urbia-Forums Politik & Philosophie.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Politik & Philosophie

Hier ist der Platz, mit anderen Politik- und Philosophieinteressierten über Parteien, aktuelles politisches Geschehen, Sinnfragen etc. zu diskutieren. Wir bitten insbesondere in diesem Forum um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsstil!

Beitrag von knutschka 22.10.10 - 15:13 Uhr

Hallo,

mich interessiert, ob ihr euch im realen Leben politisch engagiert und vielleicht weitreichendere Ambitionen habt. Man liest ja immer wieder, dass "Politiker" eine äußerst unbeliebte Beschäftigung ist. Ich kann das gar nicht nachvollziehen und kann mir auch nicht vorstellen, dass ich damit allein stehe.

Damit hier nicht gemosert wird, ich würde nur fragen und nichts von mir preisgeben, hier meine "Karriere" und meine Ambitionen...

Ich habe in meiner Jugend in meiner Heimatstadt ein Jugenparalament mitgegründet und war dort stellvertretende Vorsitzende. Nun möchte ich mich im Ortsbeirat meines Stadtteils an meinem Wohnort engagieren. Auf lange Sicht bin ich an einer Stelle im Kultusministerium interessiert und utopisch wäre ich gern einmal Ministerin für Verbraucherschutz...

Ich bin gespannt, auf euer politisches Leben.

LG Berna

Beitrag von clazwi 22.10.10 - 22:58 Uhr

Ich bin in einer lokalpolitischen Interessensgemeinschaft aktiv, die sich für die Verbesserung der Erziehungskompetenz einsetzt.

LG
Claudia

Beitrag von nele27 23.10.10 - 09:17 Uhr

Hi,

neben Vollzeitarbeit und Kind blieb bislang keine Zeit für Ehrenämter jeder Art - wenn ich noch ein Familienleben haben will zumindest :-)

Ich bin seit einiger Zeit Gastmitglied in einer Partei und könnte mir auch vorstellen, jetzt in Elternzeit ein bisschen was zu machen. So richtig konkret ists aber nicht, ich war auch nie auf einer Veranstaltung. Werde jetzt erstmal mein zweites Kind kriegen und dann schauen, ob ich Zeit habe...

Also der Wille ist da, aber an der Umsetzung hapert es zurzeit noch!

LG, Nele

Beitrag von h-m 25.10.10 - 11:13 Uhr

Ich war in der Jugendorganisation einer Partei aktiv und hab da Wahlkampfplakate aufgeklebt und so... Da war ich noch jung und naiv... und hatte Zeit, weil ich noch zur Schule ging. #rofl

Richtig weitreichende politische Ambitionen hatte ich nie und bin auch überhaupt nicht mehr politisch aktiv.

Beitrag von marion2 25.10.10 - 19:26 Uhr

Hallo,

dieser Definition folgend: http://de.wikipedia.org/wiki/Politik

Ja

Parteilich organisiert?

Seit der FDJ nicht mehr.

Gruß Marion

Beitrag von peterpanter 26.10.10 - 09:42 Uhr

Hi,

ich war in meiner Jugen recht aktiv:

Mitglied in einer Partei mit 16, Vorsitzender der Jugendorganisation auf regionaler Ebene. Vorstandsmitglied Kreis und Bezirk, Landes und Bundesdelegierter. Kandidat für den Stadtrat und noch ein paar Sachen mehr. Ich habe Politiker und Ministerpräsidenten kennen gelernt und auch mal einen mit ihnen getrunken.

Kurz eigentlich einen recht guten Start in eine politische Zukunft.

Allerdings ist es erschreckend was für ein Sumpf die Politik ist. Um dies zu erklären müßte man eigentlich ein Buch schreiben. Mit einem Satz:

Bis man es geschafft hat an eine Stelle zu kommen um etwas zu ändern, muss man vorher alles über Bord geworfen haben an das man glaubte.

Jedem der dem System in Deutschland - Ich nenn es eine Politokratie- auf den Grund gehen möchte empfehle ich dieses Buch:

http://www.amazon.de/Die-Deutschlandakte-Politiker-Wirtschaftsbosse-unserem/dp/3442155665/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1288078768&sr=1-1


So schlimm es auch ist - es ist wirklich so.

grüßle

peter






Beitrag von kessita 29.10.10 - 09:55 Uhr

"Bis man es geschafft hat an eine Stelle zu kommen um etwas zu ändern, muss man vorher alles über Bord geworfen haben an das man glaubte."


Das deckt sich 100 % mit meinen eigenen Erfahrungen und ist auch der Grund, warum ich nur noch aufkomunaler Ebene mitarbeite.


LG

Beitrag von schnubbi83 27.10.10 - 09:42 Uhr

Hey

Ich bin seit ein paar Monaten SPD Mitglied und versuche mich im Ortsverein ein wenig einzubringen!!

Ist allerdings nicht einfach, da ich da mit meinen 27 Jahren die Jüngste bin und die anderen Mitglieder schon sehr fest gefahren sind und auch...naja...alle über 40 Jahre alt sind....

Da mit will ich sagen , dass die Ansprüche schon ein wenige auseinander gehen...

LG

Beitrag von kessita 29.10.10 - 10:01 Uhr

Hallo,

ich bin wieder aktiv geworden vor anderthalb Monaten. Erst durch die ehrenamtliche Arbeit in einem Verein der die Trägerschaft einer Freien Krippe übernommen hat und durch die Langeweile in meiner Elternzeit, bin ich, nach jahrelanger Politikabstinenz, wieder auf der politischen Bildfläche aufgetaucht.

Und nun: - 10.12 Tag des Ehrenamtes: Laudatio
- bis 08.11. Einreichung des Redebeitrags sowie eines druckreifen
Beitrages
- Mitte November: Referat über die Kinderbetreunngsmöglichkeiten
in der Gemeinde und dafür noch zahlreiche Termine um mir die
entsprechenden Zahlen zu verschaffen

Naja nun hab ich definitiv keine Langeweile mehr.

LG