Hab´heute voll Depri, wegen Artikel in der Babyzeitung aus der Apo

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von snak77 22.10.10 - 16:52 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

wahrscheinlich bin ich heute bissl balabala, ich weiß. :-(

Ich habe heute einen Artikel in der aktellen Babyzeitung aus der Apotheke gelesen, da geht es um Fremdeln und Bindungen.

Da steht doch wirklich drin, dass, wenn Kinder nur ganz wenig fremdeln, immer auf andere zugehen oder gar mitgehen, sie keine Bindung (enormes Bindungsproblem) zu den Eltern haben. #heul

Nun ist es so, dass unser Schatz in der Tat auch als Baby sehr wenig gefremdelt hat (in Gegensatz zu seiner Cousine). Jetzt ist er 15 Monate und ein richtiger Pfiffikuss #verliebt. Er ist immer freundlich, lacht jeden an, halt ein kleiner Charmeur.

Er geht seit August in die Krippe, geht da in den Gruppenraum rein, ohne zu weinen oder sich nochmal umzudrehen, er hat vor nichts Angst, er geht sogar mit fremden Leuten mit #zitter (bitte nicht falsch verstehen: wenn wir unterwegs sind und fremde Omi´s oder Opi´s ihn sehen und sagen wie süß er doch ist und ob er denn mit ihnen mitkommen will, da gibt er bereitwillig sein Händchen #heul).

Das ist doch nicht normal, oder????

Ja und nun heute dieser blöde Artikel, in dem steht, wenn Kinder das alles machen, sie keine Bindung zu den Eltern haben.

Das beschäftigt mich schon den ganzen Tag und ich bin nun am grübeln, was wir falsch gemacht haben.

Sorry für das SILOPO, aber wie ist das denn bei Euch????????

Ganz lieben Dank

eine traurige Snak

Beitrag von eresa 22.10.10 - 17:00 Uhr

Du könntest von meinem Sohn schreiben!

Da ist es genau so. Ich habe vielleicht dumm geguckt, als er einem 'Opa' mal hinterher gegangen ist. #schock

Ich habe jetzt den Artikel nicht gelesen, aber mir wurde erzählt, dass Kinder, die sehr früh fremdbetreut wurden (Also schon als Säugling bei omam und Opa), später fremdeln. Das hat mich nicht nur überzeugt, sondern auch beruhigt. :-)

lg,
eresa

Beitrag von bine3002 22.10.10 - 17:04 Uhr

1. Die Fremdelphase ist noch nicht um. Meine Tochter fing erst mit 2,5 Jahren an zu fremdeln. Es dauerte dann etwa ein Jahr bis sie wieder freundlich auf Fremde zuging. Bis dahin hat sie sich nur hinter mir versteckt. Als Baby und Kleinkind war sie völlig anders, genauso wie Du es beschreibst.

2. Diese Apothekenzeitschriften sind Dreck! Ich habe mal am gleichen Tag in zwei verschiedenen aktuellen Zeitschriften vollkommen unterschiedliche Aussagen zum Thema "Flouridprophylaxe" gelesen. Also wirklich zwei absolut unterschiedliche Aussagen... Kannste voll vergessen...

3. Menschliche Mimik ist sehr vielfältig. Vermutlich hat auch dein Sohn als Baby gefremdelt, Du hast es nur nicht erkannt.

Beitrag von bianca2305 22.10.10 - 17:05 Uhr

Hallo Snak,

da haben wir wohl auch ein "Bindungsproblem". Unsere große Tochter ist 29 Monate alt und auch ein Pfiffikus, sie redet mit jedem (wildfremden Menschen auf der Straße), fremdelte nie und textet einfach jeden zu. Alledings jammert sie manchmal wenn ich sie bei Oma lasse, oder weint bei Papa, wenn ich kurz unterwegs bin. Allerdings schieb ich das auf unsere kleine Tochter (5 Monate).

Ich habe Cara lange gestillt, sie im Tragetuch getragen und bis sie 12 Monate alt war im Familienbett gebettet. Daher kann ich mir nichts "vorwerfen". Ich sehe das eigentlich auch nicht als Problem an, sondern bin auf meine pfiffige, offene, gesprächige Tochter stolz und hoffe, dass sie zu einer selbstständigen Persönlichkeit wird.

Unsere kleine hat jetzt schon den Hang zum fremdeln (u.a. beim Opa), wird nicht getragen (sie mag nicht eng an meiner Brust sein ****schnief***), allerdings wird sie auch vollgestillt und liegt im Babybalkon. Ich kann mich aber nicht so um sie kümmern, bzw. mir die Zeit nehmen, wir Cara, da sie ja zwei Jahre lang quasi ein Einzelkind war. Sie beschäftigt sich auch eher selber, was ich vorhin nicht gekannt habe. SIch bin schon gespannt, wie sie sich entwickelt.....

LG

Beitrag von kleenerdrachen 22.10.10 - 17:14 Uhr

Mach dir mal keinen Kopf, dein Kind hat ein totales Vertrauen zu dir und weiß, dass es auf dich zählen kann. Deshalb macht es in der Krippe kein Theater und auch sonst ist es vertrauensvoll. Du wirst ihm in Zukunft nur beibringen müssen, dass er nicht mit jedem mitgehen darf.

Sicher zeigt er auf seine Weise, dass er fremdelt, er macht es nur nciht so dramatisch wie manch anderes Kind. Oder hatte er als Baby schon viele Bezugspersonen? Das erklärt dieses Verhalten auch.

Beitrag von widowwadman 22.10.10 - 17:28 Uhr

Genau! Es beweist eher dass ihr ne gute Bindung habt als anders rum.

Beitrag von miau2 22.10.10 - 17:42 Uhr

Hi,
frag zu dem Thema drei Leute, du wirst mindestens 4 Meinungen bekommen.

Hier meine: wenn Kinder so vertrauensvoll in neuen Umgebungen zurechtkommen - auch ohne Mama - ist das für mich ein Zeichen, dass die Kinder eine unheimlich gute Bindung haben. Das sie genau wissen, dass Mama ihr Versprechen hält und wiederkommt.

Meine beiden sind auch absolut problemlos in dieser Hinsicht. Alle, die sich damit auskennen sollten (Erzieherinnen) sehen es als absolut positives Zeichen, wie gut sich die zwei lösen können von mir. Und ich mich von ihnen.

Übrigens hat mein Großer kaum gefremdelt. Zumindest nicht so für alle bemerkbar. Der Kleine dafür um so mehr. Und die Eingewöhnung verlief bei beiden gleich gut...

Wie gern die zwei mich mögen sehe ich dann, wenn ich sie abhole. Und sie vorher schön gespielt haben - aber dann mit einem strahlen im Gesicht auf mich zugeschossen kommen und sich einfach freuen, dass ich wieder da bin. Und ihr Vertrauen wieder voll erfüllt wurde.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von honigkruemel 22.10.10 - 17:49 Uhr

Meine Tochter ist genau so :-D Trozdem haben immer alle das Gefühl das wir ne sehr enge Bindung haben.
Ich denk sie ist so weil sie darauf vertraut das ich da bin für sie egal was kommt. Das weiß sie einfach :-D
Hoffe man versteht was ich meine ;-)

Beitrag von tragemama 22.10.10 - 17:54 Uhr

Meine Große hat in drei Lebensjahren keine Fremdelphase gehabt, das geht erst jetzt langsam los, dass sie mit Fremden nicht mehr spricht etc. - die Kleine ist 11 Monate alt und die darf ein Fremder nicht mal genauer ansehen, dann brüllt sie schon. Kann ja nicht sein, dass die beiden so unterschiedliche Bindungen haben, oder?

Beitrag von hebigabi 22.10.10 - 18:23 Uhr

Kann ich in keinster Weise bestätigen- meine Tochter hatte eine sehr enge Bindung an mich- manchmal wirds mir glatt unheimlich, weil´s so eng ist- und mein Sohn sagt mir auch mit 19 Jahren noch ab und an dass er mich lieb hat - schrecklich gestörte Kinder echt :-p;-)

LG

Gabi

Beitrag von andrea761 22.10.10 - 18:27 Uhr

Hallo
Also ich habe es mal genau andersrum gehört!
Wenn ein Kind nicht an Mama`s Rockzipfel hängt und selbstbewusst und neugierig seine Umgebung und Mitmenschen erkundet, dann hat dieses Kind ein sehr großes Vertrauen in die Mama, weil es weiß, dass sie immer da ist, wenn es sie braucht!
Denk also lieber das andere, als dir irgendwelche Bindungsprobleme einzureden.
lg und mach dir nicht so Gedanken

Beitrag von petra24 22.10.10 - 19:51 Uhr

Hey du!

kann es sein das du dich da verlesen hast?? Ich kenne es genau andersrum.... Wenn Kinder keine Probleme haben mit fremden Leuten dann bedeutet es das sie eine sehr tolle Bindung zu den Eltern haben und das Vertrauen passt. Und zwar weil sie genau wissen das die mama wieder zurück kommt (Beispiel Krippe), oder die Mama da ist ect.....
So wurde es mir von der Krippenleiterin erklärt als mein jähriger Sprössling ohne zu zögern in der Krabbelstube bleiben wollte als ich Lisa hingebracht hab....

LG

Beitrag von kiwi-kirsche 22.10.10 - 19:54 Uhr

Absoluter Schmarrn!!!!!!

Ich denke, genau das Gegenteil ist der Fall.....
Mein Sohn ist auch einer von denen....sobald andere Kinder oder Erwachsene in der Nähe sind, die mit ihm spielen Wollen, da rennt er sofort los;) In der Krabbelgruppe oder wenn wir mit Freunden und anderen Kids unterwegs sind, bin ich total out;) Klar guckt er ab und an oder kommt einfach und gibt mir ein Bussi, aber er hat mich ja die ganze Zeit zuhause. Und eine engere Bindung zwischen uns geht ja wohl kaum. Ich bin den ganzen Tag bei ihm und hab ihn noch nie über nacht irgendwo anders gelassen....
Ich denke er ist so extrem extrovertiert und offen gegenüber anderen Menschen, weil er weiß, dass ich IMMER da bin wenn er mich braucht!

Mach dir bitte keinen Kopf wegen solcher schwachsinnigen Artikel!

lg
Kiwi & Niklas, 16 Monate

Beitrag von whitewitch 22.10.10 - 21:32 Uhr

Ich würde mir keine Gedanken machen, jedes Kind ist anders. Meine Tochter jetzt fast 12 hat kaum gefremdelt. Ich finde aber auch, dass sie eine nicht ganz so enge Bindung zu mir hat wie mein Sohn aber schon eine enge Bindung. Sie hatte von Anfang an viele Leute um sich, wurde von vielen hochgehoben und hat fast nie geweint. Mit der Kita hatten wir vom ersten Tag an keine Probleme. Heut ist sie eine selbstständige Dame, darauf kann man als Mutter stolz sein.

Mein Sohn im November zwei hat schon gefremdelt als er geboren wurde. Er hat keine anderen Personen akzeptiert ausser mich, meinen Mann und seine Schwester. Keine durfte ihn anheben, was ich in dem Moment aber auch nicht tragisch fand. Mein Sohn hatte starke Anfangsschierigkeiten in der Kita mit Gebrüll. Wenn er eine Person über einen gewissen Zeitraum immer wieder sieht fasst er Vertrauen, aber wehe wenn eine fremde Person auf ihn zu geht. Dennoch empfinde ich die Bindung zu meinem Sohn enorm stark und ausgeprägt.

Wir waren jetzt drei Wochen im KH und er hat dort sogar eine Bindung zu den Schwestern und Ärzten aufgebaut, dennoch jedesmal geweint wenn ich den Raum verlassen habe. Dabei habe ich ihn als Baby niemals eine Minute aus den Augene gelassen.

Sei froh, dass dein Kind so unkompliziert ist und lass dich von den Studien nicht erschrecken.

VG W.

Beitrag von mukkelchen 22.10.10 - 21:33 Uhr

Ich kann mich hier nur einigen Meinungen anschließen.

Auch mir wurde mal von 2 sehr erfahrenen Therapeutinin gesagt, das Kinder, die nicht oder nur sehr wenig fremdeln, eine sehr enge Bindung zu den Eltern haben, und deswegen so ein großes Vertrauen in "fremde" Leute setzen.

Meine Tochter (19 Monate) fremdelt überhaupt nicht und würde glatt mit jedem X-beliebigen mitgehen, wenn ich nicht dabei wäre. Naja und sobald andere Kinder dabei sind, bin ich eh abgeschrieben. Noch geht sie in keine KiTa, aber ich denke wir werden jedefalls kein Lösungsproblem haben ;-)

Mukkelchen (die ebenfalls TrageMama war, 13 Monate gestillt hat und Ihr Kind noch NIE im Ehebett hatte!)

Beitrag von amadeus08 23.10.10 - 14:23 Uhr

hab das hier gerade im Netz gefunden und denke, das trifft die Sache am besten. Wie alles ist es einfach und vor allem eine Frage des Temperaments!


Die Ursachen sind nicht hundertprozentig geklärt. Einig sind sich die Wissenschaftler aber darin, dass Fremdeln ein wichtiger Punkt in der gesunden Entwicklung. Also weder die Folge mangelnder Pflege oder eines Erziehungsfehlers.
Forscher vergleichen die Fremdel-Panik mit einer Art Systemabsturz im Gehirn: Im ersten Dreivierteljahr seines Lebens hat das Kind mit seinen Eltern bereits eine sehr feine Form der Verständigung entwickelt - eine sinnliche Sprache aus Gesten, Lauten, Mimik, Gerüchen, Berührungen.
Babys Gehirn meldet: da passt was nicht zusammen


Nicht alle Kinder fremdeln gleich stark
Wie stark Kinder fremdeln ist auch eine Frage des Temperaments

Manche Babys reagieren eben auch sonst mit heftigem Gefühl, ein anderer Teil ist grundsätzlich etwas cooler. Auch Erfahrungen spielen eine Rolle: Kinder, die häufigen Besuch gewöhnt sind, gewöhnen sich schneller an unbekannte Gesichter.

Beitrag von sandra091285 23.10.10 - 18:37 Uhr

#liebdrueck Hallo!

Vergiss diesen blöden Artikel... Mir wurde das vor ner Weile gaaaaaaaaaaaaaaanz anders erklärt... Und zwar:

Kinder, die wenig fremdeln und problemlos bei anderen bleiben, haben ein RIESENGROßES Vertrauen zu ihren Eltern, weil sie genau wissen, dass sie sie wieder holen und nicht irgendwelchen Gefahren aussetzen, wenn sie sie bei anderen lassen.

Fühl dich geehrt, dein Kind vertraut die zu 10000000% Prozent...


Meine Motte bleibt gerne in der Krippe (sie geht seit September), sagt "bye bye", gibt mir nen Kuss und ist weg!


Aber wenn Mama UND Papa zu Hause sind, dann darf keiner von beiden das Zimmer ohne Madame verlassen, dann brüllt sie wie verrückt hinterher "MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAMAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA oder PAAAAAAAAAAAAAAAAAAPAAAAAAAAAAAAAAAAA"... Und weint als ob man sie verprügeln würde...


hhmm, manchmal sind sie echt komisch die Motten;-)


LG,Sandra & Leah, knapp 19 Monate