Frage zu niedrigerer Stundenlohn nach Elternzeit

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Beitrag von keks-mutti 22.10.10 - 17:41 Uhr

Hallo!

Vielleicht hat von euch jemand etwas Ahnung und kann mir in meinem Fall helfen. Oder war selber schon mal in so einer Situation.

Habe vor ein paar Wochen einen schriftlichen Antrag auf Teilzeit bei meinem AG gestellt. Meine Elternzeit endet im Februar nächsten Jahres. Habe darin formuliert, dass ich in Teilzeit wieder anfangen würde für 8-16 Stunden aufgeteilt für mittwochs und donnerstags. Stundenmäßig und tagemäßig wäre ich für AG-Wünsche offen.

So, jetzt haben die mir eine Vereinbarung zugeschickt, dass die meinen alten Arbeitsvertrag kündigen und mir angeboten für 9 Stunden die Woche zu arbeiten. So weit so gut. Wäre ich mit einverstanden. Aber mein Stundenlohn soll um ca. 3 Euro runter gehen. Ohne Begründung. Sprich, so stehts auch in der Vereinbarung, bieten dir mir eine geringfügige Beschäftigung an. Komme dann nicht über 400 Euro monatlich.

Davon mal abgesehen, dass ich schlechter gestellt bin, wenn es um meine Sozialleistungen geht usw.

Kommen die damit durch? Was ist, wenn ich mich weigere das so zu unterschreiben und auf meinen alten Lohn und dadurch auch auf ein "normales" Arbeitsverhältnis bestehe?

Wäre lieb, wenn ich Antworten bekäme.

LG keks-mutti

Beitrag von ina_bunny 22.10.10 - 18:03 Uhr

Was meinst du damit "Kommen die damit durch"?

Nur wenn du den Vertrag unterschreibst "kommen die damit durch".

Du mußt den Vertrag ja nicht annehmen und somit deinen alten Vertrag auch nicht kündigen.

Deinen alten Arbeitsplatz mit deiner alten Bezahlung/Konditionen/Arbeitszeiten müssen sie die wieder geben.

LG Ina

Beitrag von ayshe 22.10.10 - 18:16 Uhr

##
Deinen alten Arbeitsplatz mit deiner alten Bezahlung/Konditionen/Arbeitszeiten müssen sie die wieder geben.
##
Eben.
Eine Kollegin von mir hat auch genau darauf bestanden nach der Elternzeit.
Denn die Firma wollte zu Teilzeit drängen, aber damit haut man sich auch ganz schön ins Bein.

Beitrag von vwpassat 22.10.10 - 18:08 Uhr

Nicht "die" weigern sich, Deinen Arbeitsvertrag zu erfüllen - sondern Du selbst!



Ich werde nie verstehen, wie man mit diesen irrsinnigen Teilzeitwünschen ständig Existenzen selbst auf's Spiel gesetzt werden.

Beitrag von vwpassat 22.10.10 - 18:09 Uhr

Das "man" im letzten Satz verkaufe ich der Ordnung halber.

Beitrag von loonis 22.10.10 - 18:19 Uhr




Na ja ,DU möchtest etwas von Deinem AG ...

Er bietet Dir eine TZ Stelle an ....
Du musst wissen ,was Du nun möchtest ...
wie vor der Elternzeit arbeiten od. halt
in TZ mit verändertem Stundenlohn.

Ich habe nach der Elternzeit von 40 h auf 30h
die Wo meine AZ verringert ,ich habe ledigl. einen
Änderungsvertrag bezügl. der Wochenarbeitszeit
unterschrieben ....alles andere ist bei mir
gleich geblieben ....
Auch der Urlaub +Weihnachts/Urlaubsgeld ....
Aber dies' handhabt ja jeder AG anders.


LG Kerstin

Beitrag von keks-mutti 22.10.10 - 20:38 Uhr

Ist klar, dass er mir die anbietet, wie ich es beantragt habe. Ich komme halt nur nicht drauf, warum weniger Stundenlohn für gleiche Arbeit.

Danke für deine Antwort.

Beitrag von loonis 22.10.10 - 20:48 Uhr




Warum versuchst Du nicht eine richtige Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden z.Bsp.....
dann würde ich anteiligen Lohn verlangen.....und einen Änderungsvertag...
9 h die Wo ist ja fast nix...

Es ist ja ein neuer Vertrag den Dir Dein AG anbietet ....
ich wäre vorsichtig.
Da Deine "alte" Stelle dann weg ist usw.

LG Kerstin

Beitrag von keks-mutti 22.10.10 - 20:56 Uhr

Kann ich nicht, weil ich auf der einen Seite einen Pflegefall zur Zeit in der FAmilie habe und die Arbeitsstelle zu weit weg ist, um für 4 Stunden pro Tag hin zu fahren. Also würde ich lieber 1 oder 2 ganze Tage da arbeiten.

Die haben mir aber NUR die 9 Stunden letztendlich angeboten.

Beitrag von windsbraut69 22.10.10 - 19:17 Uhr

Klar kommen die damit durch, wenn Du drauf bestehst, nur noch einen Tag pro Woche zu arbeiten.
8 oder 9h/Woche ist ja nicht mehr als ein Minijob, als Teilzeitvorschlag ist das schon sehr gewagt, genau wie Deine exakten Forderungen im Antrag.

Wenn Du nicht unterschreibst, ist Dir Dein alter Vollzeitjob doch aber sicher.

Gruß,

W

Beitrag von keks-mutti 22.10.10 - 20:54 Uhr

Würde ich aber meinen alten Stundenlohn wieder bekommen, wäre ich drüber. Und ich habe um einen Teilzeitjob zwischen 8 und 16 Stunden gebeten. Die hätten sich dann ja auch für 16 Stunden entscheiden können.

Vollzeit kann und will ich nicht, weil ich noch nen Pflegefall in der Familie habe zur Zeit. Ich aber trotzdem raus muß, um was anderes zu machen.

Danke für deine Antwort.

Beitrag von windsbraut69 23.10.10 - 08:45 Uhr

Ja, 16h sind aber auch recht wenig, selbst für Teilzeit. Der AG nutzt verständlicherweise jetzt Deinen Wunsch zu neuen Gehaltsverhandlungen.....

Bantrage regulär die Verringerung Deiner Arbeitszeit innerhalb Deines gültigen Vertrages. Du mußt in diesem Fall allerdings damit rechnen, dass der Antrag aus dringenden betrieblichen Gründen abgelehnt werden kann.

Viel Erfolg,

W

Beitrag von goldie99999 24.10.10 - 11:28 Uhr

Sorry, aber ihr habt leider keine Ahnung von der Materie, schwingt aber alle große Reden.

Teilzeit ist eine Wochenarbeitszeit zwischen 15 und 30 Stunden. Das Anrecht auf Teilzeit hat JEDER Arbeitnehmer, der seit mind. 6 Monaten in einem Betrieb mit mindestens 15 Angestellten tätig ist, seinen TZ- Wunsch 3 Monate vor Beginn schriftlich bekanntgibt und für mind. 6 Monate die Arbeitszeit reduzieren will. Basta!

Was die Lage und Verteilung der Arbeitszeit angeht ist der AN auf den good will des AG angewiesen. Es soll lt. Gesetz eine gütliche Einigung erfolgen. Schikanen darf der AG damit aber nicht betreiben.

Ablehnen kann der AG grundsätzlich nur aus DRINGENDEN betrieblichen Gründen. Diese muß der AG im Bedarfsfall vor Gericht beweisen können. Damit ist mW noch kaum ein AG durchgekommen, wenn der AN geklagt hat. Dies passiert wirklich nur in den seltensten Fällen.

Nachzulesen ist dies alles im Teilzeit- und Befristungsgesetz.

Gruß, Goldie

Beitrag von bi_di 22.10.10 - 19:57 Uhr

Von zu niedrigem Stundenlohn kann erst mal keine Rede sein. Sie kündigen Dir Deinen alten Arbeitsvertrag und bieten Dir einen neuen an.

Darauf kannst Du Dich einlassen oder nicht. Oder nicht bedeutet, das Du entweder Deine Elternzeit verlängerst oder zu den alten Konditionen (inkl. Arbeitszeit) wieder einsteigst.

Es gibt einen Anspruch auf Teilzeitarbeit in Elternzeit - allerdings ist das ein ziemlich kompliziertes Thema, da würde ich mir kompetente Rechtshilfe ausserhalb eines Internetforums holen.
Gerade weil es bei Deinem Verlangen nach 8 - 16 Stunden sehr wahrscheinlich ist, das Dein AG organisatorische Gründe vorbringt, die der Umwandlung Deines Arbeitsplatzes (Vollzeit bisher?) in eine Teilzeitstelle widersprechen. Und das darf er. Aber das wird keiner hier beurteilen können.

Ich persönlich würde so eine Änderungskündigung übrigens keinesfalls unterschreiben. Deinen alten Job bist Du so nämlich auf jeden Fall los.

Grüsse
BiDi

Beitrag von manavgat 22.10.10 - 20:20 Uhr

Du bist doch nicht blöd, oder?!

kuckstu:

www.teilzeit-info.de


Im übrigen halte ich 8 - 16 Stunden für einen Scherz. 20 solltest Du schon arbeiten, sonst kriegst Du nur die Sch...ßarbeit zugewiesen, die sonst keiner machen will.


um diese Frage

Kommen die damit durch? Was ist, wenn ich mich weigere das so zu unterschreiben und auf meinen alten Lohn und dadurch auch auf ein "normales" Arbeitsverhältnis bestehe?

zu beantworten:

da gibt es was dazwischen. Du forderst eine Teilzeitstelle nach dem Gesetz und anteiligen Lohn.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von susannea 23.10.10 - 13:53 Uhr

Teilzeit ist soviel ich weiß mindestens 15 nach dem Teilzeitgesetz.

HAst du dir das überhaupt vorher angesehen, die Bedingungene erfüllt usw. Wenn ja (was ich nicht glaube), dann gehts natürlich so nicht. Dann lehnst du freundlich ab, verweist auf den Paragraphen im Gesetz und bittest darum nur befristet Teilzeit zu arbeiten ;)