an die Nichtstillende Mamis

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von xxidaxx 22.10.10 - 18:04 Uhr

..warum werden die Nicht-stillende Mamis immer fast gesteinigt von ihrer Umwelt? Als ich meiner Mutter gesagt hat, dass ich evtl. nicht stillen möchte oder noch nicht genau weiß was ich möchte hat sie gesagt "Na klar stillst du und na klar klappt das, etc..." warum kann sie mir das nicht überlassen was ich für richtig halte und was ich möchte???

Kennt ihr das auch? Was habt ihr dagegen gemacht?

LG Ida

Beitrag von tragemama 22.10.10 - 18:06 Uhr

Hallo Ida,

ich hab bei der Großen Flasche gefüttert und stille die Kleine. Ganz ehrlich: Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn man seinem Kind aus egoistischen Motiven heraus (sind es doch meistens, oder?) etwas nachgewiesen so wertvolles wie Muttermilch einfach verweigert.

Wenn man partout eine Abneigung gegen das Stillen hat, könnte man doch wenigstens in den ersten Monaten stillen und dann umstellen.

Sorry, aber das ist meine Meinung,
Andrea

Beitrag von xxidaxx 22.10.10 - 18:07 Uhr

danach hab ich nicht gefragt!

Beitrag von tragemama 22.10.10 - 18:13 Uhr

Ja mei, so ist das mit Foren. Da geben halt auch Leute eine Themaverfehlhung zum Besten, wenn sie das Thema anspricht :-)

Zu Deinem Ausgangsthread: Lass Dich gernhaben, Dein Busen geht nur Dich was an.

Andrea

Beitrag von viofemme 22.10.10 - 18:15 Uhr

Aber die Antwort auf deine Frage wird doch in diesem Beitrag eindeutig gegeben: Es ist eben nicht für alle nachvollziehbar, weshalb man ohne Not dem Kind Muttermilch vorenthalten will.
Deshalb werden oft solche Nichtstillenden "gesteinigt".

Beitrag von lilly7686 22.10.10 - 18:26 Uhr

Also bei mir wars eher umgekehrt.
Als ich meiner Großen die Flasche gegeben hab, war alles okay. Keiner hat da was gesagt.

Und jetzt, wo ich die Kleine voll stille (und das seit unglaublichen 4,5 Monaten #augen ) bekomm ich ständig was zu hören.
Ich soll ihr endlich die Flasche geben, ich soll sie endlich mal abgeben und bei Oma lassen für ein paar Stunden (geht ja schwer, wenn ich sie stille ;-) ), ich muss mir endlich Flaschen kaufen und Pulvermilch, weil ich sicher bald keine Milch mehr habe usw.

Natürlich ist es dir selbst überlasse, ob du stillen willst oder nicht.
Was ich aber nicht verstehe ist, dass man es gar nicht erst versucht?
Darf ich nach deinen Gründen fragen?
Ich werde dich sicher nicht "steinigen", aber es interessiert mich einfach, warum jemand so absolut nicht stillen will! Warum? Gibt es dafür eine plausible Erklärung?
Wie gesagt, es ist selbstverständlich jedem selbst überlassen. Aber mich interessieren einfach die Gründe?

Liebe Grüße!

Beitrag von muehlie 22.10.10 - 18:32 Uhr

Ich glaube, in deinem Fall wollte dich deine Mutter einfach nur ermutigen, weil sie denkt, du hättest Angst vor dem Stillen. Steinigen geht anders. ;-)

Ansonsten ist es selbstverständlich deine Sache, ob du stillst oder nicht. Ich würde da auch niemandem reinreden. Aber ganz ehrlich, ich habe auch schon oft Begründungen gelesen, weshalb Frauen nicht stillen, da standen mir wirklich die Haare zu Berge. Muss aber tatsächlich jede Frau selbst wissen, was sie tut.

Beitrag von littlelight 22.10.10 - 18:38 Uhr

Auch wenn du die Nichtstillmamis fragst, möchte ich gerne antworten.

Wenn du nicht stillen möchtest ist das natürlich dein gutes Recht. Der Grund warum einige (so viele sind es ja im Grunde gar nicht) das nicht verstehen, liegt ja eigentlich auf der Hand. Frauen die nicht stillen wollen haben meist keine Begründung dafür, außer dass sie eben nicht wollen. Ein Kind bringt aber nun mal auch Dinge die man nicht unbedingt möchte (schlaflose Nächte gehören auch dazu) mit sich. Trotzdem respektiere ich Frauen die nicht stillen wollen und steinige die auch nicht. Wichtig ist, dass du nach Außen hin auch wirklich sagst, dass du nicht stillen willst. Keine Ausflüchte und Ausrden. Wenn man seinen Standpunkt klar vertritt wird dieser eher akzeptiert, wenn gleich das nicht jeder versteht. Glaub mir, Stillen ist etwas sehr schönes, auch wenn es am Anfang vielleicht seine Zeit dauert bis sich alles eingespielt hat.

Übrigens bewundere ich das Vertrauen deiner Mutter in die Natur. Sie sagt: "Klar klappt das!" Wahrscheinlich wollte sie dir damit den Rücken stärken, weil du dir unsicher bist ob du wirklich stillen möchtest. Die Entscheidung kannst natürlich trotzdem nur du treffen.

LG littlelight

Beitrag von lalal 22.10.10 - 19:01 Uhr

Hallo,

warum ist das so? Keine Ahnung vermutlich hast du ein wirklich Stillfreundliches Umfeld, das hat nicht jeder. Ich zb. kenne das so nicht.

Mein erstes Kind habe ich auch nicht gestillt(aus ganz dummen Gründen) und das war für alle völlig ok, keiner hat Kritik verlauten lassen, es war völlig normal das mein Kind die Flasche bekam#gruebel...

Die beiden Kinder danach habe ich gestillt und bekam plötzlich Kritik ohne Ende, das Kindlein war noch keine 3 Monate alt da kamen die Fragen "Hast du denn noch Milch", " Wird er/sie da von noch satt", mit Fortschreitedem Alter kamen auch derbe Sprüche.

Du solltest dich freuen jemanden zu haben der dem Stillen so positiv gegenüber steht, ich sehe das gesagte gar nicht als Kritik an eher als Zuspruch .

Du hast natürlich rest das es deine Entscheidung ist, das kann und soll dir auch keiner Abnehmen, gut heißen müssen sie diesen aber eben nicht.

Beitrag von thalia.81 22.10.10 - 19:09 Uhr

*..warum werden die Nicht-stillende Mamis immer fast gesteinigt von ihrer Umwelt? *


- Weil sie ihrem Kind das beste, da sie ihm schenken können, verweigern.
- Weil sie oft Ausreden für ihr Nicht-Stillen anführen, anstatt klipp und klar zuzugeben, dass sie aus (egoistischen Gründen) nicht stillen möchte.

Ganz ehrlich: Deine Mama ist toll, freu dich bitte über so eine stillfreundliche Familie! Finde ich echt lieb von ihr, wie sie versucht, dir den Rücken zu stärken un dich zu einer der natürlichsten Sachen der Welt zu überreden.


LG
thalia, die diese Ausflüchte a la "ich hatte nicht genug Milch" nicht mehr hören kann

Beitrag von sharizah 22.10.10 - 19:41 Uhr

Muttermilch ist gesund und wertvoll. Aber die Alternativen heutzutage sind auch nicht unbedingt schlecht.
Und ein Kind braucht schon mehr als Muttermilch, um gut zu gedeihen.
Nur weil man stillt, ist man nicht automatisch eine gute Mutter, dazu gehört schon so viel mehr.
Viele Frauen stillen zwar, aber ab 6 Monaten bekommt das Kind dann Negerküsse und Kekse zu essen. Viele stillen, aber rauchen. Viele stillen, aber ernähren sich ungesund. Viele stillen, aber setzen ihr Kind sonstigen Risiken aus. Viele stillen, aber vernachlässigen das Kind denoch.
Und das beste, was man einem Kind schenken kann, ist nicht die Milch.

Ja, ich habe meinem Sohn die "Muttermilch verweigert". Dafür bekommt er sonst alles, was er braucht. Und er ist gesund und munter, mehr als so manches Stillkind. Er ist weniger krank als die meisten Stillkinder und fröhlicher als die meisten Kinder überhaupt, die ich kenne.

Muttermilch = gut. Aber nicht nur.

Ich jedenfalls kann stillen nicht ausstehen. Ich wollte es, habe es versucht, es ging nicht sofort, aber ich habe gleich gemerkt, dass ich es eigentlich nicht will, also war ich auch nicht mehr so dahinter und habe nach dem ersten Scheitern aufgegeben. Ich hab mich unendlich unwohl dabei gefühlt. Hängt vielleicht auch mit meiner Vergangenheit zusammen, aber ich will nicht, dass mein Sohn an meinen Brüsten saugt, ich hasse es. Soll ich ihn also zwanghaft stillen, obwohl wir beide uns damit unwohl fühlen? Denn meine Abneigung überträgt sich ja auch auf mein Kind. Ich fühle mich dabei fast missbraucht und empfinde es keineswegs als schön und fühle mich auch nicht als "Frau" oder "stolz weil ich ein Kind ernähren kann" (kann jede Kuh auch...).
So, wie es jetzt ist, ist alles in Ordnung. Und meinem Sohn gehts damit auch blendend.

Diese fanatischen Still-Mamis, die militant alles andere verurteilen, sind meist die, die in irgendeiner Hinsicht den meisten Dreck am Stecken haben.
(Soll ja auch Frauen geben, die stillen und trotzdem jeden so machen lassen, wie er es für richtig hält, die sprech ich hier gar nicht an).

Man siehe Babyforum... da wird munter eingestanden, dass doch sehr viele Eltern qualmen, die meisten scheinen das okay zu finden und WEHE man WAGT es zu behaupten, dass man für sein Kind doch auf so etwas egoistisches wie das Rauchen verzichten könnte - dann wird man in der Luft zerfetzt.
Davon abgesehen, dass man ein Kind mit Rauch verGIFTET, mit künstlicher Säuglingsmilch tut man das nicht.
Auch wenn Muttermilch ohne Zweifel besser ist, hab ich auch nie abgestritten. Aber aufs Gesamtbild kommt es an.

Beitrag von muehlie 22.10.10 - 20:28 Uhr

Ich finde, du schmeißt hier gerade eine ganze Menge unbewiesener, teilweise sogar schlichtweg falscher Behauptungen in die Runde. #kratz

Beitrag von mippchen 22.10.10 - 20:48 Uhr

Ich versuche mal zusammen zu fassen, was du gerne sagen wolltest: es gibt stillende schlechte Mütter und nicht stillende gute Mütter. (Den umgekehrten Fall setze ich auch mal voraus: stillende gute Mütter...)
Nun, was haben aber deine seltsam konstruierten Negativbeispiele mit der Eingangsfrage zu tun?
Dass du nicht stillst ist doch ok. Es scheint aber dein eigenes Mantra zur Gewissensberuhigung zu sein, dass auch stillende Mütter schlechte Mütter sein können. So kannst du vor dir selbst als gute Mutter bestehen, obgleich du nicht stillst.

Beitrag von hej-da 22.10.10 - 22:42 Uhr

#pro

Beitrag von nele27 23.10.10 - 09:33 Uhr

Klingt so.

Ich respektiere das auch, wenn Frauen nicht stillen - aber diese ganzen Begründungen gehen mir auch auf den Keks.
Wie wäre es mit einem schlichten "Ich habe keinen Bock und denke in dem Punkt an mich selbst" ???
Das wäre ehrlich. Und würde mich als Stillüberzeugte auch nicht dazu hinreißen lassen, über eine solche Mutter zu urteilen. Wir alle machen oder unterlassen Dinge, die fürs Kind toll wären, weil wir keinen Bock haben.
Ich selbst habe mich zwar durchs Stillen gekämpft, weil ich das wichtig fand, dafür lasse ich andere Dinge bleiben.

LG, Nele

Beitrag von laboe 22.10.10 - 22:04 Uhr

Ich finde, du beschreibst das, wenn auch sehr emotional, total richtig. Ich sehe das genauso wie du. Bisauf die Tatsache, dass Stillen für mich nicht in dem Sinne abstoßend war, wie für dich. Aber dafür wirst du deine Gründe haben, wie du ja angedeutet hast.

Finde nicht, dass du was durcheinander schmeißt. Du hast schon sehr Recht mit dem, was du schreibst.

Laboe

Beitrag von nele27 23.10.10 - 09:30 Uhr

Wo hast Du gelesen, dass man ruhig weiterrauchen kann??

Das habe ich hier in 4 Jahren noch NIE gelesen - ganz im Gegenteil: Wer zugibt zu rauchen wird hier meist richtig zerfetzt #gruebel

Also verlink mir bitte ein Beispiel!!

LG, Nele

Beitrag von lilly7686 23.10.10 - 13:34 Uhr

Ich weiß nicht, was du Schlimmes durchgemacht hast. Aber so wie du schreibst, vermute ich, dass hinter deiner Abneigung gegen das Stillen etwas ganz schlimmes steckt. Und das tut mir sehr leid für dich! Ich hoffe, du schaffst es, dein Erlebnis zu verarbeiten. Nicht des Stillens wegen, aber solche Dinge sollte man aufarbeiten. Das frisst sonst ewig an dir und überträgt sich auf dein Kind.

Aber nur weil dir offenbar etwas Grausames angetan wurde, kannst du nicht einfach alles und jeden hier verurteilen!

Ich wünsche dir, dass du deine Erlebnisse verarbeiten kannst, und bald ein hass-freies Leben führen kannst. Das wünsche ich dir, und deinem Kind.

Beitrag von kullerkeks2010 22.10.10 - 19:17 Uhr

Huhu#winke

Ich bin eine Nichtstillende Mama:-p

Ich war mir einfach nicht sicher ob ich das wirklich möchte...und ich habs für meinen kleinen versucht...aber er hat sozusagen die brust verweigert und mir auch ein stückchen brustwarze "rausgebissen"#kratz#schock

Es tat so unheimlich weh und selbst die schwestern hatten probleme ihn anzudocken..er wollte einfach nicht und nach 2,5 tagen habe ich aufgegeben...mein kleiner hat dann die letzte nacht im kh die flasche bekommen und siehe da in einer nacht 3-4flaschen ausgetrunken#huepf

Ich glaube das war eine richtige entscheidung...er hatte hunger aber ich hatte eh kaum vormilch...ich weiß die ist eh wenig aber trotzdem...ich fühlte mich nicht wohl damit...und war soooo erleichtert als ich mich entschlossen habe nicht mehr zu stillen....im kh haben sie es respektiert keiner hat was gesagt...meine hebi hat auch nix gesagt dazu es ist meine entscheidung und meine mutter hat mit mir mitgefühlt wie sie mein schmerzverzehrtes gesicht beim stillen gesehen hat...(ich hatte nämlich sogar tränen in den augen vor schmerz:-( )sie selbst wollte nie stillen und hat meinen bruder 5monate gestillt und meine schwester nur 8 wochen und mich selbst garnicht...

Ich sehe wie gesagt mehr positive dinge darin nicht zu stillen...klar ein seeeeeeehr großes argument fürs stillen spricht die gesundheit bzw. die nahrhafteste und natürlichste ernährung für mein kleinen, aber wie gesagt...ich wollte es versuchen für mein kleinen...aber es ist wie es ist...

Ich weiß nicht wie ich es beim 2. kind machen werde....ob ich es da anders sehe bzw nochmal versuchen werde...ich denke mal ein versuch schadet nicht....werd ja sehen wie es wird...aber das hat ja noch zeit:-)

Puuuh langer text geworden:-p

LG Janine + #baby Jeremy (12 Wochen und 2 Tage), der ein seeeeeehr guter Flaschentrinker ist#verliebt:-p

Beitrag von derhimmelmusswarten 22.10.10 - 19:35 Uhr

Ich habe nicht gestillt und werde es auch wieder nicht tun. Und was andere davon halten, ist mir völlig egal! Und Leuten, die zu mir sagen würden "du stillst", würde ich ganz gewaltig den Kopf waschen. Und wenn es meine eigene Mutter wäre... Lass dich nicht abbringen. Kannst mich auch gern anschreiben, wenn du magst.

Beitrag von derhimmelmusswarten 22.10.10 - 19:39 Uhr

Und für die, die es interessiert, kann ich auch die Gründe nennen (da manche sich ja scheinbar gern drüber aufregen). Ich hatte schlichtweg keine Lust zu stillen. Ich habe mir direkt nach der Geburt eine Tablette geben lassen und da gab es im Krankenhaus auch keine Probleme. Meine Tochter war ohnehin 10 Tage auf der Intensivstation und hat dort eine Magensonde gehabt und die Flasche bekommen. Sie hat von Anfang an alle 4 Stunden getrunken und total schnell durchgeschlafen. So etwa mit 3 Monaten die ganze Nacht. Sie hat prächtig zugenommen und trinkt noch heute ihre 4 Flaschen am Tag. Papa, Oma und Opa konnte auch mal die Flasche geben, ich konnte meine Fortbildung beenden und wusste, dass immer ne Flasche gemacht werden kann. Ich bin deshalb keine schlechte Mutter. Meiner Kleinen geht es wunderbar. Sie ist ein gesundes Kind und es gab da nie irgendwelche Probleme. Für mich ist Stillen nix und das sage ich auch ganz klipp und klar!

Beitrag von mippchen 22.10.10 - 19:52 Uhr

Ich bin zwar überzeugte Stillerin, aber ich finde deine Antwort super! Nicht weil ich auch so handeln würde, nein, ich bin aber wohl eg anders als du, sondern weil sie ehrlich ist und du weder anderen, noch - und das ist das wichtigste - dir selbst etwas vormachst.
Ob andere stillen oder nicht ist mir herzlich egal. Mitunter stören aber die oft fadenscheinigen Begründungen. Vor kurzem habe ich irgendwo sogar gelesen, man würde nicht stillen, weil stillende Mütter mit weiteren Kindern ja die anderen Kinder vernachlässigen würden.
Außerdem finde ich es gut, mutig zu seinen "(Teil-)Egoismus zu stehen. Das ist das Recht jeder Mutter und ich bin andernorts egoistisch und Stelle auch mal meine Interessen über die meiner Kinder.

Beitrag von nele27 23.10.10 - 09:38 Uhr

Ich finde Deine Antwort ehrlich - also gut.

Nichts ist schlimmer als die blöden Ausflüchte, warum man angeblich nicht stillen kann - zuwenig Milch, Kind will icht stillen, saugt falsch etc etc #bla #bla

Klar gibt es Frauen, die zuwenig Milch haben, aber wie viele sind das? 1 Prozent? Die tummeln sich wohl alle bei Urbia :-)

Daher: Du hast keinen Bock dazu und das ist dann halt so. Da würde ich nie was gegen sagen (auch wenn ich persönlich das anders sehe).
Anders sieht es auch, wenn jemand mit Ausreden kommt oder zu erklären versucht, dass Flasche ja besser ist etc...

LG, Nele

Beitrag von denise1976 22.10.10 - 20:07 Uhr

ich bin ne Stillmama, mag mich aber trotzdem äußern, also ich denke einfach das liegt daran dass sich wirklich alle einig sind (also Hebammen und Kinderärzte und Studien etc.). Muttermilch ist halt das gesündeste was Du Deinem Kind bieten kannst. Ich hatte viel viel Probleme beim Stillen, hab glaub 30 Mal gesagt ich gebs auf aber das Gewissen um die Gesundheit meines Kindes hat mich irgendwie doch immer weiter dazu bewegt, weiß nicht aber ich nehm das halt total ernst, klar ists keine Garantie aber wenn er mal irgendwelche Allergien etc.. bekommt weiß ich wenigstens ich hab alles probiert. Inzwischen bin ich übrigens auch froh, nach unseren ganzen Schwierigkeiten muss ich sagen, nix einfacheres als nachts den Zwerg ins Bett holen, andocken, trinken lassen, weiterschlafen, klar war Arbeit aber so musste nachts keine Fläschchen etc.. machen....
aber lange Rede kurzer Sinn, es ist Dein! Kind und keiner außer Du kann Dir sagen was richtig ist für Euch, deswegen nicht reinreden lassen und Dein Ding für Dich durchziehen wie es für Dich richtig erscheint. Im Zweifel auf Durchzug schalten (mach ich immer wenns ums Zufüttern und trinken geht, hab schon geschwindelt von wegen, jaja, er kriegt Wasser etc...). Du wirst immer auf verschiedene Meinungen stoßen, deswegen hör auf Dich und sonst niemanden.
Viel Glück für Euch

Beitrag von sternenzauber24 22.10.10 - 20:25 Uhr

Weil manche nie gelernt haben, auch andere Lebenspraktiken und Situationen zu respektieren, das ist ja öfters so.

Und ein kluger Mensch, der wüßte auch, das die Stillbeziehung etwas wertvolles ist, aber sie muß auf Beider Seiten basieren. Nur Stillen, weil man das eben so tut, weil das schließlich so zu sein hat, nein das funktioniert so nicht. Da haben wir letztlich großen Frust vorprogrammiert, und das ist keine Glückliche Mutter- Kind Beziehung!

Man muß auch andere Lebensweisen zulassen, rat geben ist die Eine Sache, sich über andere stellen eine ganz andere.

Niemand von Beiden ( Ob nun Flaschenmütter, oder Stillmutter) ist die BESSERE Mutter. Nur eine Mutter, die sich selber liebt, und auch eingestehen kann: ich möchte das nicht, weil ich fühle das es nicht funktioniert, ist auch eine, die auf ihre Kinder gut eingehen kann. Und das ist das wichtigste, Kinder müßen in Liebe wachsen, und nicht in einem Chaos der Gefühle. Denn die sind gegeben, wenn man etwas tun würde, was einem nicht wohl ist!

Und man sollte auch seinen Kindern vorleben, andere zu respektieren, dazu gehören auch andere Entscheidungen, lebensweisen etc.

Deine Mutter muß akzeptieren, wenn Du es anders machen willst. Hier geht es nicht um ein Autokauf, sondern um etwas wichtiges: dein Körper! Und da, ist ein Nein eben ein klares nein.

LG,
Julia

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