Höre immer ich bin zu streng

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von 3erclan 22.10.10 - 20:21 Uhr

Hallo
ich höre regelmäßig dass ich meine Kinder viel zu streng erziehe.

Bei uns bestehen Regeln wenn sie gebrochen werden folgt sofort eine Konsequenz.

Beispiel heute abend:

Regel wenn es draussen duster wird und die Hoflichter angehen müssen die Kinder nachhause kommen.
Regel wenn sie wo rein gehen zum Spielen müssen sie mich erst fragen

Beide Regeln wurden heute gebrochen.Die andere Mutter rufte mich leider auch nicht um mir Bescheid zu geben dass die Kinder bei ihnen sind.

Bin dann gleich mit Ihnen nach hause und es gab Abendessen.

Habe zwei ADHS Kinder wo ich merke dass feste Regeln ihnen sehr gut tun.

Seid ihr auch so konsequent???

lg

Beitrag von sonne_1975 22.10.10 - 20:45 Uhr

Was ist denn daran streng? Für mich hört es sich völlig normal an.

LG Alla

Beitrag von 3erclan 22.10.10 - 20:47 Uhr

DANKe

Die andere Mutter meinte es wäre doch nciht schlimm wenn sie mir nicht bescheid geben würde und sie jetzt mitnehmen würde.Denn es ist ja schließlich Freitag und sie könnten noch lange zusammen spielen.

lg

Beitrag von sonne_1975 22.10.10 - 20:56 Uhr

Ne, da bin ich deiner Meinung. Sie sollen Bescheid geben, sie wissen es und wenn sie es missachten, ist das Spielen sofort beendet.

Beitrag von supikee 22.10.10 - 20:50 Uhr

Wenn sie beide Regeln missachtet haben: Wo war denn da nun die Konsequenz??? #kratz

Beitrag von 3erclan 22.10.10 - 20:53 Uhr

Hallo

indem ich mit ihnen gleich nach hause gegangen bin und es Abendessen gab.

Sie spielten gerade mit zu fünft im Kinderzimmer.

Was wäre für dich die logischte Konsequenz gewesen??

lg

Beitrag von supikee 22.10.10 - 21:08 Uhr

Ach so, jetzt hab ich verstanden.....kleiner Denkhänger ;-)

Also das sollte ja normal sein. Wie macht denn die andere Mutter das?? Bzw. die, die dich zu streng finden...

Beitrag von 3erclan 22.10.10 - 21:16 Uhr

Gar nichts.

Ihr Kind ist auch 8 Jahre alt und darf ohne KOntrolle sich überall bewegen auch im Stadtpark.

Regeln kennt dasKind kaum.

lg

Beitrag von aletheia 22.10.10 - 21:03 Uhr

Guten Abend!

Mein Kind ist noch recht klein und solche Fragen musste ich mir noch nicht oft stellen aber ich kann mich selbst noch daran erinnern, dass ich es als Kind oft so empfunden habe, dass meine Mutter ihre Regeln sehr willkürlich gesetzt hat, also z.B. nach ihrer Laune oder Tagesform. Wenn sie gut gelaunt war, durfte ich fast alles und es gab auch kaum Konsequenzen. Am nächsten Tag konnte das ganz anders aussehen und wegen einer Kleinigkeit (für mich war das dann wie aus heiterem Himmel) wurde geschimpft und bestraft.
Was ich damit sagen will: Wenn du selbst eine klare Linie hast, die deine Kinder sehen und du konsequent bist, ist das völlig in Ordnung.

Mir war es als Kind auch wichtig, den Sinn einer Regeln zu verstehen. Nicht um zu diskutieren sondern weil ich es wirklich wissen wollte. Wenn man mir etwas erklärt hat, konnte ich die Regel besser aktzeptieren. Das kann aber von Kind zu Kind sicher unterschiedlich sein. Ich werde versuchen, mein Verhalten/ meine Regeln immer so gut es geht zu erklären (mal schauen, wie gut das klappt)
Ist aber nur meine Meinung, Erziehung hängt, glaube ich, sehr stark davon ab, was man für ein Mensch ist. Wenn es also nicht deinem Wesen entspricht, die Regeln ständig mit deinen Kindern neu auszudiskutieren, wird das nicht authentisch sein und dann wirst du damit auch nicht glücklich bzw. deine Kinder merken das
LG
a.
LG

Beitrag von 3erclan 22.10.10 - 21:08 Uhr

Die Regeln sind jeden Tag gleich!!!

ICh möchte nicht stundenlang meine Kinder suchen weil sie mir nicht Bescheid gegeben haben und da wor sie hetue waren müssen sie auch erst über eine Brücke gehen und dahinter ist gleich der offene Stadtpark.

Die Kinder haben mich verstanden ich hab mit ihnen dann noch geredet.

lg

Beitrag von aletheia 22.10.10 - 21:10 Uhr

Ist schon komisch, dass die andere Mutter das nicht nachvollziehen kann. Ist doch nur verständlich, wie du reagiert hast.

Beitrag von zahnweh 22.10.10 - 21:49 Uhr

Diese Worte könnten von mir sein!

Beitrag von gismomo 23.10.10 - 15:51 Uhr

Wunderbar, deinen Beitrag zu lesen!

Genauso empfinde ich es auch, und ich bin mit dieser Einstellung bei meinen Kindern sehr gut gefahren.

Bei uns steckt hinter jeder Regel immer der Gedanke: "Schadet es mir oder jemand anderem, wenn ich mich nicht an die Regel halte?" Deshalb hab ich meinen Kindern von Anfang an erklärt, warum es die jeweilige Regel gibt. Wir haben nicht viele Regeln, es ist mehr so, dass gewisse Verhaltensweisen bei uns üblich sind und andere Verhaltensweisen nicht. Daraus ergibt sich dann automatisch vieles.
Ein Beispiel: Meine Kinder wissen, dass gesunde Ernährung wichtig ist und man zwar Süßes essen kann, aber in Maßen. Um den Überblick darüber zu behalten, fragen sie, bevor sie sich etwas aus der Süßigkeitenbox nehmen. Die Box ist bei uns frei zugänglich, und das System hat bisher immer funktioniert, ich musste nie etwas wegschließen. Dagegen kommen manche Freunde meiner Kinder und fragen als allererstes, ob sie etwas Süßes bekommen können.
Manche Kinder sind sehr erstaunt, dass die Süßigkeiten bei uns frei zugänglich deponiert sind.

Oder ein weiteres Beispiel: Vertrauen und Ehrlichkeit. Mein Sohn hat mich noch nie angelogen, er weiß einfach von innen heraus, dass man das nicht macht. Dass wir ihn nicht anlügen und er uns auch nicht. Das steht dann gar nicht mehr zur Diskussion, sondern ist für ihn einfach klar. Genauso ist es mit dem nach Hause kommen zu einer vereinbarten Zeit. Das ist nie ein Thema gewesen.

Man könnte auch sagen, ich gehe einfach erst mal davon aus, dass meine Kinder vernünftige Wesen sind und vernünftig und anständig mit sich und anderen umgehen wollen. Das ist so eine grundsätzliche Einstellung, die ich habe, und ich glaube, dass Kinder das spüren. Zwei meiner Bekannten haben eher die Grundeinstellung: "Ich muss ständig aufpassen, dass meine Kinder nichts falsch machen, und jeder Regelbruch wird sofort bestraft." Das finde ich nicht nur furchtbar anstrengend, sondern ich habe auch das Gefühl, dass diese Kinder erst recht dazu getrieben werden, die Regeln zu brechen.

Das bedeutet nicht, dass meine Söhne immer meiner Meinung sind. Vor allem mein großer Sohn hat durchaus seine eigenen Vorstellungen. Aber er würde nie hinter meinem Rücken etwas machen, sondern wir reden drüber. Auch wenn die Diskussion manchmal dann recht hart wird und auch nicht immer mit dem Ergebnis endet, welches er sich gewünscht hat. Aber er weiß, dass wir ihn ernst nehmen und dass wir manchmal trotzdem gegen das sind, was er machen will, weil wir mehr Lebenserfahrung haben und manches einfach besser beurteilen können.
Im Gegenzug lasse ich ihn sehr viele Entscheidungen selber treffen. Er hat schon mit vier Jahren selbst entschieden, ob er eine Mütze aufsetzen will oder nicht. Ich habe mich immer über die Mütter amüsiert, die sich deshalb minutenlange Kämpfe mit ihren Kindern geliefert haben, mit zweifelhaftem Erfolg. Mein Sohn hat einmal keine Mütze aufgezogen, obwohl es sehr kalt war und ich ihm sagte, dass ich es zu kalt finde um ohne Mütze aus dem Haus zu gehen - seit diesem Zeitpunkt hat er, bevor er sich für oder gegen die Mütze entschieden hat, kurz vors Haus geguckt um zu sehen, wie kalt es ist - ich hab mich da nicht mehr eingemischt oder nur gesagt: "Ich würde eine Mütze aufsetzen, aber es ist deine Entscheidung."

Ich glaube, dass es ein Stück weit davon abhängig ist, wie ein Kind von sich aus ist. Mein älterer Sohn ist ziemlich clever und kognitiv recht fit. Ergo konnte ich schon sehr früh mit ihm diskutieren bzw. über die Kognition Dinge erklären und plausibel machen. Er konnte vieles nachvollziehen und damit war für ihn auch einleuchtend, warum ein bestimmtes Verhalten erwartet wurde. Mein jüngerer Sohn hat den Vorteil, dass er sich am älteren orientiert, auch wenn er vielleicht nicht immer alles gleich so versteht.

Ich kenne aber auch Kinder (aus der Kindergartengruppe meines Sohnes), die relativ erklärungsresistent sind. Die Mutter muss wirklich mehrmals auf Augenhöhe zu ihrem KInd gehen, in absolut deutlichen und klaren Worten sagen, was sie von ihm erwartet, und kann dann immer noch nicht sicher sein, dass er es nicht in zwei Minuten wieder vergessen hat. Für solche Kinder sind eindeutige Regeln und klare, fest vorgegebene Strukturen sicher absolut notwendig. Ich maße mir also nicht an zu sagen, dass meine Erziehung für jedes Kind das Nonplusultra ist.

Allerdings erlebe ich leider im Bekanntenkreis immer wieder, dass vernünftige Kinder, die durchaus in der Lage wären, mit weniger Regeln und Bestrafung hervorragend klarzukommen, von der Mutter sehr willkürlich und autoritär bestraft werden. Das hinterlässt bei mir ein extrem ungutes Gefühl. Vor allem, wenn allgemein das Verhalten getadelt wird (also so nach dem Motto: "In den letzten Tagen war er so anstrengend und hat ständig Widerworte gegeben, deshalb darf er jetzt spontan doch nicht zum Kindertheater"). Das kann ich nicht nachvollziehen, vor allem, wenn ich weiß, dass die Mutter gerade extrem im Stress ist und einfach keine Nerven mehr hat. Das ist dann aber IHR Problem und sie sollte es nicht zum Problem ihres Kindes machen, indem sie willkürlich und überzogen reagiert.

Und selbst wenn mein ältester Sohn in wenigen Fällen mal entgegen meiner Anweisung gehandelt hat, haben wir anschließend darüber geredet - zu einem Zeitpunkt, an dem die Emotionen nicht mehr am Kochen waren - und dann war das Thema erledigt und das "Fehlverhalten" kam nicht mehr vor.

"Konsequent sein" im Sinne von "etwas tun, was ihm wehtut, um ihm zu demonstrieren, dass sein Verhalten nicht in Ordnung war" - das musste ich noch nie.

Ich persönlich bin der Meinung, dass der Erziehungsstil "Konsequenzen zeigen" zu selten richtig umgesetzt wird bzw. durchaus seine Gefahren hat. Generell ist es ja eine gute Methode - nur wird in der Praxis schnell mal verwechselt, was eine "echte Konsequenz" (also die direkte Folge einer Handlung) ist und was eine von den Eltern initiierte Konsequenz ist (die zwar im Zusammenhang mit dem Verhalten des Kindes steht, allerdings nicht die direkte Folge der Handlung ist). Bedeutet im Klartext: Wenn ein Kind auf die Straße rennt, ist die echte Konsequenz die, dass es evtl. von einem Auto überfahren wird. Natürlich kann ich das als Eltern nicht zulassen, deshalb ist die Konsequenz die, dass ich es festhalte. Aber so eindeutig wie bei diesem Beispiel ist es nicht immer. Häufig gibt es für Fehlverhalten keine echte Konsequenz, aber für eine von Eltern initiierte Konsequenz - und diese müsste man meiner Meinung nach in einigen Fällen noch mal deutlich und mit Abstand überprüfen.

Ein Beispiel: Meine Bekannte ist der Meinung, dass es eine echte Konsequenz ist, wenn ihr Sohn nörgelig ist, dass er dann "nicht verdient" hat, eine "Belohnung" in Form eines Besuchs des Kindertheaters zu bekommen. Meiner Meinung nach ist das aber keine tatimmanente Konsequenz, sondern eine Strafe.

Oder auch allein die Tatsache, dass so viele sich immer verzweifelt bemühen, bei jedem Vergehen eine "echte Konsequenz" zu finden. Manchmal gibt es eben keine oder nur eine, die nicht akzeptabel ist (wie das mit dem Auto). Manchmal gibt es eine Konsequenz, die nicht tatimmanent ist, aber notwendig (wie das Festhalten). Aber sehr häufig denken Eltern, etwas sei "eine Konsequenz", während es in Wirklichkeit eine Strafe ist. Und dann sollte ich als Mutter entweder dazu stehen, dass ich mein Kind bestrafe, oder ich sollte mich und meine Handlungsweise bzw. Einstellung zum Thema Erziehung noch mal kritisch überdenken und mir überlegen, ob ich meinem Kind entweder zu viel zumute (wenn ich als Mutter erwarte, dass mein Kind funktioniert und sich wie ein Roboter verhält, von dem ich als Mutter die Fernsteuerung besitze, z.B.), oder ob ich evtl. insgeheim die Einstellung habe, dass mein Kind "defekt" ist und ich der Mechaniker bin, der es reparieren muss...

lg
K.

Beitrag von doris72 22.10.10 - 21:03 Uhr

Hallo,

ich finde auch, daß Du nicht streng warst.

Wer sagt, denn daß Du streng bist. Die Kinder?


LG

Beitrag von 3erclan 22.10.10 - 21:05 Uhr

Nein die andere Mutter.

Beitrag von manavgat 22.10.10 - 21:18 Uhr

Wenn Du 2 ADS Kinder hast, dann müsstest Du gelernt haben, nichts auf "Meinungen" von Leuten zu geben, die keine ADS Kinder haben!

Gruß

Manavgat

Beitrag von 3erclan 22.10.10 - 21:19 Uhr

Tochter von meiner Nachbarin hat auch ADS

lg

Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 17:43 Uhr

Ist bei Euch nen Atomkraftwerk in der Nähe?

Beitrag von 3erclan 23.10.10 - 18:24 Uhr

Waarum???

Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 19:19 Uhr

Na ja, so viele AD(H)S-Kinder auf einem Haufen muss doch Gründe haben ...

Beitrag von silkes. 28.10.10 - 19:34 Uhr

Hallihallöle...

vielleicht haben sie auch den selben Kinderarzt?

Grüssle Silke

Beitrag von zahnweh 22.10.10 - 21:47 Uhr

Hallo,

ja, ich bin meistens so konsequent (nur, da wo ich merke, dass es eine Ausnahme geben darf, weil besondere Sitaution, gebe ich auch mal nach) und was höre ich

... ich bin zu INkonsequent und müsste konsequenter sein...

allerdings wird konsequent sein hier verbunden mit
- mein Kind muss um von mir vorgegebene Uhrzeiten schlafen, weil Mama sonst keine Zeit hat für sich
- mein Kind darf nur bestimmte Mengen essen, weil das von mir so vorgegeben werden muss
- mein Kind (damals 1,5 Jahre) muss schon von sich aus wissen, dass Steckdosen gefährlich sind und von sich aus die Finger davon lassen
- ich muss dafür sorgen, dass mein Kind selbstsändig wird
... und wenn mein Kind nicht tut, was ich will, soll ich meinem Kind auf die Finger hauen. Alles andere ist inkonsequent

so...
- Mein Kind rennt nicht in Läden und bettelt
Mütter, deren Kinder das tun, rennen hinterher und kaufen etwas. Begründung "was soll ich denn machen, mein Kind will das halt so" (aber mich inkonsequent nennen?
Meine versucht es durchaus. Aber daran hindere ich sie. Wenn sie in den Laden reingeht - hat sie mal versucht - dann habe ich sie wieder rausgeholt und erklärt, dass betteln nicht in Ordnung ist.
- sie kam vom Spielplatz und wusste was "Noch einmal rutschen" heißt. Manchmal kam sie direkt.
Die anderen Kinder hörten kein bisschen. Wieder die Begründung: was soll ich denn machen?

Nun ja. Ich finde verlässliche Regeln wichtig. Die Betonung liegt auf verlässlich und die meisten sollten für alle Familienmitglieder gelten bzw. einen Sinn haben und auf's Kind zugeschnitten sein.

Meine vor 21 Uhr ins Bett zu zwingen macht keinen Sinn. Sie schläft nicht länger, da sie wenig Schlaf braucht. Daher gilt bei uns die Regel: sie darf aufbleiben, aber LEISE.
Sie darf die Straße nur an der Hand überqueren, weil sie zu oft losrennt und zu klein ist vom Auto gesehen zu werden. / weil Straßen gefährlich sind
Wir machen das Licht aus, wenn draußen Tageslicht ist (darauf beharrt sie jetzt auch bei starker Dämmerung, aber sie hat recht :-p)

Es gibt LOGISCHE Konsequenzen, die mit der Regel verbunden sind. Wichtig: die Konsequenzen werden angekündigt und sind, genauso wie die Regel verlässlich!



- ich muss hinter der Regel stehen (können)
- ich muss wissen wie ich sie umsetzen möchte bzw. das Verstoß nicht geht
- ich muss mich - weitgehend - selbst dran halten (und meine erwischt mich zur Zeit ziemlich oft bei Regelverstößen #schwitz gebe ich natürlich zu und sage ihr, dass ich den Fehler gemacht habe!)
- sie muss zu uns und unserer Situation passen!!! (Alter, Entwicklung... ... einem Kind, das nie die Steckdosen anschaut braucht man sie nicht extra verbieten. Bei meiner Mini-Elektrikerin halfen nur doppelte Sicherungen und immer wieder davon wegholen)
- Ausnahmen sind erlaubt, wenn sie als Ausnahme passen (meine weiß durchaus, was das bedeuted!) ... Prinzipienreiterei halte ich manchen Situationen als unnötige Bestrafung. Während manche Regeln unbrechbar sind. ... das merkt meine schon am Tonfall/an der klaren Ansage oder Frage ob und an unserer Definition ... absolutes nein/NEIN/Ausnahmsweise heute/heute nicht, weil/darüber können wir reden
- die Regel muss was verlässliches sein!



und dieses Verlässliche ist für viele "zu streng". Macht man eine Ausnahme ist das schon wieder zu lasch...

Meine ist 3 Jahre alt, diskutiert sehr gern und sie stellt von sich aus auch schon Zusammenhänge her oder macht mich gar selbst drauf aufmerksam, wenn sie eine Regel nicht eingehalten hat :-) #verliebt

Beitrag von sternenzauber24 22.10.10 - 22:49 Uhr

Also ich kann nun nichts strenges heraus lesen, diese Regeln sind ja da, um Gefahren abzuschätzen, und auch in gewisser Weise seiner Aufsichtspflicht nachzu kommen ( sprich: bescheid sagen, bevor man den Freund besucht, oder WO man überhaupt hingeht). Da wäre es höchstens verwerflich, wenn man sich als Mutter so garnicht um sowas kümmern würde, nicht?

Das die besagte Mutter, dies zu streng findet, kann ich nicht nachvollziehen, und würde mir wohl auch am Popöchen vorbei gehen.

Zu Deiner Frage:

Ich würde mich nicht als Streng bezeichnen, aber dennoch konsequent. Und Konsequent sein, hat für mich etwas mit verlässlichkeit zu tun. Meine Kinder wissen: auf Mama kann ich mich verlassen, ob es nun um den versprochenen Kinoabend geht, oder aber um die nun folgende Konsequenz.

Was ich immer zulasse sind Argumente ( wenn sie angebracht sind), und Kompromisse ersuchen.

Ich fände unfair, wenn ich nicht konsequent wäre. Man könnte meinen, ich ebne den Weg nicht überschauhbar...
Denn Kinder brauchen einen Weg der zwar aufregend ist, aber auch sehr klar abzugehen ;-)

Es gibt auch Dinge, da bin ich wieder sehr locker, weil ich klare Ansätze habe, welche Regeln und Werte mir wirklich wichtig sind.

LG,
Julia

Beitrag von lajo 23.10.10 - 07:13 Uhr

Das finde ich nun nicht strenger als andere.
Kinder müssen ja wissen wie es läuft, vorallem muß man als Elternteil wissen wo das Kind ist.

Beitrag von redrose123 23.10.10 - 07:55 Uhr

Gerade bei Adhs Kindern ist es doch wichtig das es feste 'Regeln gibt, die auch eingehalten werden müssen. Ich finde das du das richtig machst, wenn die anderen Mütter es nicht so halten ist es doch Ihre Sorge oder? Mach dir nichts draus, jeder Erzieht anders und nicht jeder findet es gut....

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