1,5 Jähriger kommt so schwer zur Ruhe...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von aletheia 22.10.10 - 20:44 Uhr

Guten Abend,

das Thema würde vielleicht auch ins Forum Kleinkind oder Schlafen passen, aber ich versuche es erstmal hier.
Mein Sohn (18 Monate) schläft jedenfalls momentan schwer ein. Das Zubettgehen läuft so ab, dass er seine Milch trinkt, dann noch eine Weile mit mir oder seinem Papa kuschelt und dann ins Bett gelegt wird. Ich (bzw. mein Partner) bleibe immer so lange bei ihm im Zimmer, bis er eingeschlafen ist(Das hat vor ein paar Wochen maximal 10 min gedauert, da hätte es ihn nicht mal gestört, alleine einzuschlafen).
Wenn ich vorher rausgehe, steht er auf und läuft mir hinterher. Also liege ich auf einer Matraze in seinem Zimmer und warte, wenn ich nicht sogar selbst einschlafe. Er wälzt sich 30/45 min hin und her und flüstert vor sich hin. Er spricht noch nicht viele Worte, ich verstehe nur manchmal so etwas wie "Da" oder "Mama", "Papa", "Wauwau"... na jedenfalls ist er nicht quengelig, aber irgendwie unruhig, aufgeregt, kommt sehr schwer zur Ruhe. Ich weiß auch nicht, was ihn da so beschäftigt...
Ich dachte am Anfang, dass er zu seiner Bettgehzeit, was 19 Uhr ist, noch nicht richtig müde ist und wollte ihn später ins Bett bringen, aber er WILL sich hinlegen, er klettert sogar selber rein!
Ist ja auch alles nicht so tragisch und wahrscheinlich ne Phase, es fällt mir halt nur schwer, abends fast eine Stunde im dunklen Zimmer auf der Matraze zu liegen ohne einzuschlafen. Zu manchen Dingen (z.B Lernen, Papierkram...) komme ich nämlich erst wenn der Kleine schläft und wenn ich einmal geschlafen habe, wird das nichts mehr#hicks .
Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen und Tipps, wie mein Kleiner abends schneller zur Ruhe kommt.

Danke fürs Lesen!
LG, a.

Beitrag von sina236 22.10.10 - 21:01 Uhr

meine tochter ist jetzt fünf und hatte auch immer wieder mal probleme damit. sie ist auch ein kind, das in den schlaf begleitet wird und bei 10-15 minuten ist das ja auch kein problem. problematisch wirds dann, wenn das wie du sagst, ne stunde dauert. hatten wir auch mehrfach in den 5 jahren. der schlafrhythmus verändert sich ja auch von zeit zu zeit. das ist einfach dann phasisch und verschwindet dann wieder. da kommt dann wieder ne phase, wo er mehr schlaf braucht (entwicklung, wachstum) und es ist wieder alles wie vorher. ich denke, du solltest mal die gesamtschlafmenge notieren. könnte sein, dein kleiner macht grad nen wichtigen schub und schläft deshalb schlecht, kann aber auch sein, seine gesamtschlafmenge ist zu hoch. dann müsstest du irgendwo kürzen. dh früher aufstehen oder den mittagsschlaf vorverlegen oder verkürzen. das muss man ab und an mal anpassen. meine wollte schon mit 2 keinen mittagsschlaf mehr machen, musste es aber in der krippe. resultat war, dass sie bis abends 10 uhr putzmunter war. was meinst du, wie froh ich war, als mit 3 dann endlich im kindergarten kein mittagsschlafzwang mehr war. da hat sie für 2 wochen am nachmittag total durchgehangen, seit dem geht sie problemlos 20 uhr schlafen und schläft recht schnell ein. versuch mal eine kleine änderung, dann gehts sicher wieder schneller.

sina

Beitrag von aletheia 22.10.10 - 21:07 Uhr

Danke für deine Antwort.
Ja, der Mittagsschlaf ist manchmal über 2 Stunden. Da könnte man vielleicht mal ein bisschen kürzen. Mal schauen, ob die Tagesmutter da mitmacht ;-)
Ich frage mich, worüber er abends fast eine Stunde nachdenkt. Echt schade, dass er es noch nicht sagen kann :-)

Beitrag von sina236 22.10.10 - 21:24 Uhr

ich würde die tamu mal fragen, ob sie deinen sohn eine halbe stunde eher wecken könnte. ich weiss, dass das für sie nicht besonders bequem ist, aber andererseits wird sie dafür ja auch bezahlt. worüber er nachdenkt? kann ich dir sagen: über alles, was er am tage so erlebt hat. kinder verarbeiten oft noch unmittelbar. schieben nichts vor sich her (so wie wir). und das wird gebrabbelt und dabei sogar noch gelernt ;-), selbst im schlaf lernen die noch weiter (wünschte, das wär bei mir auch so #augen).

Beitrag von krisksc 22.10.10 - 22:01 Uhr

Das Problem haben wir auch gerade. Mein Kleiner ist allerdings erst 16 Monate alt. Ich begleite ihn auch in den Schlaf. Normalerweise hat es so 10 bis 20 Minuten gedauert, höchstens mal 30 Minuten, bis er eingeschlafen ist. Momentan sind es 45 bis 60 Minuten, manchmal auch mehr. Mein Kleiner liegt dann ne geschlagene Stunde mit offenen Augen neben mir und guckt an die Decke (die er aber gar nicht sieht ;-)).

Ich bin jetzt auch dabei, seinen Schlafenszeiten zu ändern. Ich hab festgestellt, dass er einfach zu lange schläft. Er schläft morgens relativ lang, mittags je nachdem, manchmal länger, manchmal kürzer. Aber insgesamt ist es zu lang. Jetzt guck ich halt, dass er nicht länger als 13,5 Stunden täglich schläft, d.h. wenn er morgens zu lange schläft, lass ich ihn mittags nicht lange schlafen, wenn er morgens früh wach ist, darf er mittags länger schlafen usw.

Ich weiß auch nicht, ob es was bringt, daher kann ich dir leider auch keine Tipps geben :-(

LG krisksc

Beitrag von sternenzauber24 22.10.10 - 22:29 Uhr

Diese Phasen durchleben sehr viele Kinder, eigentlich nichts ungewöhnliches. Dein Kleiner ersucht deutlich deine Nähe, und verarbeitet zusätzlich noch seine Eindrücke vom Tag!

Kindern fällt es ja doch deutlich schwerer, vom Alltag abzuschalten. Ein weiterer Auslöser, b. z. w. Grund könnte der Mittagsschlaf sein, vielleicht kann man diesen ja ein wenig minimieren?

Ich würde Abends alles so ruhig wie nur möglich ausklingen lassen ( weiß ja nicht, wie genau Ihr da Vorarbeit leistet), ich würde ( wenn möglich) nochmal an die kühlere Luft gehen, und danach Baden, vielleicht eine Massage mit Lavendel oder Mandelöl. Das beruhigt und stimmt müde, danach Tee oder eben Milch, und kuscheln wie gewohnt.

Aus Erfahrung kann ich schreiben, das es wirklich eine Phase ist. Und es auch kein Fehler ist, sich dazu zu kuscheln, natürlich verlangt es aber auch was ab.
Versuch es einfach mit ein bißchen Entspannung, Notfalls würde ich den Mittagsschlaf sogar komplett streichen. Es gibt auch Kinder, die wirklich früh keinen mehr brauchen.

LG,
Julia

Beitrag von kabafreak 01.11.10 - 23:23 Uhr

hast du schon probiert ob er kuschelnd bei dir auf der matratze schneller einschläft?

mittagschlaf könnte ich nicht streichen, den brauch ich dringenst ;-)

LG!