Es ist 4 Jahre her....und trotzdem....

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von marion0689 22.10.10 - 22:03 Uhr

Hallo ihr Lieben!!

Oh man ich weis gerade mal wieder nicht wohin mit meinen Gedanken...
Ich schreibe bewusst hier, weil ich weis, dass ich hier verstanden werde ( Im Trauer Trost Forum möchte ich nicht posten, da es doch noch viel schlimmere Schicksale gibt und man es dort vllt nich verstehen würde... )

Ich habe vor 11 Jahren MEINEN Hund zum Geburtstag bekommen.
Es war ein Zwergpinscher. Ich war damals 10 Jahre alt und er war ab dem ersten Tag mein Ein und Alles. Er war immer für mich da, wenn ich mal weinend auf dem Bett lag, kam er hat sich neben mich gelegt und mir aufmunternd über die Hand geleckt.
Er kam mir entgegen wenn ich aus der Schule kam, war überall mit dabei und war so ein liebenswerter Hund.
Mit 4 Jahren wurde er krank. Steriles Pyogranulom. Schwere Autoimunerkranung, die nicht heilbar ist. Man kann nur die Symptome mit Kortison behandeln.
Jedoch half zunächst Antibiotikum, später musste dann doch mit Kortison behandelt werden.
Er wurde immer dicker, da sich Wasser ansammelte. Früher hatte er eine wunderschöne Figur, jetzt hatte er soviel Wasser in sich.
Ein Symptom der Krankheit waren Eiterblasen an den Ballen, dadurch konnte er am Ende nicht mehr gut laufen.

Am 23.10.2006 ist dann irgendetwas mit ihm passiert, niemand weis es genau was. Jedenfalls konnte er sich auf einmal nicht mehr auf den Beinen halten. Seine Vorderpfoten sind einfach so auseinandergefahren.
Wir waren abends noch in der Tierklinik, bekamen Vitamine und sollten am nächsten Tag kommen.
Meine Mutter war mogens in der TK, als ich aus der Schule kam, hat sie geweint. Ich wusste sofort was sie sagt: "Er wird nicht mehr lange bei uns sein können"

Von da an wurde es jeden Tag schlimmer, er konnte immer weniger stehen, lag nur noch und am Ende aß er auch nichts mehr.
Schließlich sind wir mit ihm in die Tierklinik, ich wusste, dass es unsere letzte gemeinsame Reise sein wird.
Es waren etwa 10 km zu fahren, und als wir da waren, war sein ganzes Fell nass von meinen Tränen.

Dort angekommen, nahm mir mein Vater ihn ab und ging rein, ich schaute ihm noch hinterher und er schaute mich noch ein letztes mal an.
Danach musste er eingeschläfert werden. ich wollte damals nicht dabei sein und wollte ihn nachher auch nicht mehr sehen.
Ich wollte ihn lebend Erinnerung haben. Und heute bereue ich es....

Es ist solange her, und doch bin ich heute, wo es sich zum 4. mal jährt, total fertig und heule mir die Augen aus und schaue ständig das Regenbogenvideo.

Für alle die es gelesen haben: Danke fürs Ausheulen dürfen :(

* Jaco, mein Bester... 30.03.2009 - 28.10.2006
ich werde dich nie vergessen!! *

Beitrag von curlysue17 22.10.10 - 22:24 Uhr

Hallo Marion!!!

Ich kann dich sooooo gut verstehen!!
Mir liefen gerade die Tränen nur so über die Wangen als ich deinen Text gelesen habe.

Ich habe auch als ich 4 Jahre alt war einen Hund bekommen, und als ich 17 war musste sie leider über die Regenbogenbrücke gehen.
Sie hatte einen Tumor am Hals bekommen, und ausgerechnet ich musste sie damals tot in der Wohnung finden.#schock

Denk immer daran dass es den beiden dort wo sie jetzt sind gut geht, dass sie wieder gesund sind und auf einer großen Wiese miteinander spielen. :-)

Und irgendwann ( davon bin ich fest überzeugt ) werden wir sie wieder sehen.

Fühl dich ganz lieb gedrückt. #liebdrueck

Beitrag von maddytaddy 22.10.10 - 22:27 Uhr

Hi,

Das tut mir wirklich leid für dich. Dein Text macht mir ein bisschen Angst vor dem Tag an dem ich meine Hündin mal gehen lassen muss. Am schönsten ist es natürlich wenn das Tier alt wird und eines natürlichen Todes stirbt, aber manchmal ist das leider nicht der Fall. Ich finde es im Übrigen normal, dass du heute traurig bist. Warum auch nicht? Er war dein Freund und keine "Sache" die man einfach vergisst.

Ich wünsche dir alles Gute. #herzlich

LG

Beitrag von dani001234 23.10.10 - 17:44 Uhr

:-(

ich habe sowas ähnliches mit meinem hund auch erlebt.
habe meinen hund (war vorher 1 jahr mein pflegehund seit ihrer geburt quasi ;-)) damals mit ca. 15 jahren geschenkt bekommen, weil die besitzer berufl. ins ausland mußten und wollten den hund nicht mit ins andere klima nehmen.
ich hatte sie (jack-russel) dann über 12 jahre, bis sie dann aus altersgründen und krankheit gestorben ist und das schlimmste ist für mich immernoch, dass ich nicht dabei war! sie war über nacht beim tierarzt und am nächsten morgen kam der anruf, dass sie es nicht mehr geschafft hat #heul
war ganz schlimm, für mich und meine familie. alles waren krank die tage danach und mir ging es echt übel. ist jetzt fast 6 jahre her :-(
ich habe auch seit dem ihre hundemarke immer an meinem schlüsselbund #hund :-)
#blume

Beitrag von 2joschi 23.10.10 - 18:05 Uhr

Hallo,

ich kann Dich sehr gut verstehen!!!!! Mein Hund wurde vor 1 1/2 Jahren eingeschläfert. Er hat mich 13 Jahre treu begleitet.
Er konnt zum Schluß nicht mehr aufstehen und hat dann, falls er mal aufgestanden ist, alles verloren.

Wir wollten ihm weiteres Leiden ersparen obwohl es uns so schwer gefallen ist. Der Tierarzt kam ins Haus und er wurde zu Hause von seinem Leiden erlöst.

Wir haben ihn im Garten beerdigt, auf seinem Grab steht eine Zwergtrauerweide.

Außerdem wäre das ja nicht normal, wenn man seinen Freund vergessen würde.........ich bin auch jedesmal traurig wenn ich an ihn denke!!!!!!!!!!

Ich habe jetzt einen Kater den ich auch über alles liebe. Ich habe jetzt schon Angst vor dem Tag, an dem ich ihn mal erlösen müsste oder er einfach nicht mehr nach Hause kommt!!!!!!!!!!!!

lg