ohne den papa zur entbindung..

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von canimkizi 23.10.10 - 10:36 Uhr

hallo ihr lieben (werdenen) Mamas

seid einiger zeit überlege ich, ohne dem vater entbinden zu wollen...

ich fühle mich sehr unwohl bei dem gedanken, und so gemein es klingt, bei unserer ersten geburt war er dabei und schon da genau mittendrin, hätte ich mir gewünscht lieber meine mama nur dabei zu haben :(

für mich gibst mehrere gründe warum ich es nicht möchte, der erste wäre natürlich, sollte es nachts losgehen, möchte ich lieber das er bei unserer kleinen bleibt, sie evtl am nächsten tag in die kita bringt.
aber auch wenns nicht nachts lsgeht fände ich es besser wenn er zu hause bleibt..
schon bei der 1.geburt musste ich mich mehr um ihn kümmern als das er dazu in der lage war :( soll kein vorwurf sein, verlange ja nicht die welt, wollte mich nur geborgen fühlen, was nicht der fall war.

Wie sag ich ihm das bloß ohne das er verletzt ist?

vielen dank für jeden tip

Beitrag von moesha1409 23.10.10 - 10:54 Uhr

Hallo,

ui schwieriges Thema.....

Aber mal von Vorne. Wie hat er sich bei der ersten Geburt gefühlt ?

Ich hatte diese Gedanken vor meiner dritten Geburt. Er hat sich zwar Mühe gegeben bei den anderen beiden Geburten, aber ich hatte das Gefühl er war irgendwie überfordert. Auch ich hatte das Gefühl mich unter der Geburt um ihn kümmern zu müssen. Er sah das zwar nicht so, aber das Gefühl in mir blieb. Hab dann mit meiner Schwägerin einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht (sie hat noch keine Kinder) und ich wusste das ich sie mitnehmen werde. Hab das auch so bei meinem Mann "erwähnt". Hab dann das Thema anfangs nicht weiter vertieft.
Aber es kam alles anders (zum Glück)....
Ein paar Wochen vor der Geburt meinte er aus heiterem Himmel "du glaubst doch nicht ernsthaft das ich hier zu Hause sitze bis du oder xxx anruft und mir Bescheid gibt das meine Tochter auf der Welt ist".
Ich musste ernsthaft schlucken, denn bis dato hatte ich das Gefühl ihm eine Entscheidung abgenommen zu haben und er irgendwie erleichtert wirkte.
Als am 18.1 diesen Jahres mittags gegen 14 Uhr anfing Fruchtwasser zu verlieren habe ich sowohl ihn, als auch meine Schwägerin angerufen. Beide waren fast gleichzeitig hier. Genauso wie meine Mutter die auf unsere zwei Kinder aufgepasst hat. Als sie alle in der Türe standen ist mir die Fruchtblase ganz geplatzt. Meine Schwester war mitgekommen um meiner Mutter zur Hand zu gehen beim Aufpassen (denn die Kinder waren natürlich auch mega aufgeregt). Meine Schwester wurde kalkweiß als auch direkt knaller Wehen anfingen.

Wir sind dann ins Krankenhaus. Im Krankenhaus angekommen (etwa gegen 15.45 Uhr) mussten wir noch warten bis ein Kreissaal frei wurde (habe dann später erfahren das eine gute Bekannte aus dem Geburtsvorbereitungskurs kurz vor meinem Eintreffen entbunden hat). Gegen 16.30 Uhr sind wir in den Kreissaal. Ich musste die Wehen schon ordentlich veratmen und hatte teilweise üblen Druck nach unten.
Mein Mann und meine Schwägerin haben mich toll unterstützt.

Vielleicht war mein Mann lockerer - oder ich habe ihn als lockerer empfunden - weil ich ja noch jemanden dabei hatte auf die ich mich verlassen konnte. So war nicht die ganze Verantwortung bei ihm mich zu stützen oder ähnliches. Ich habe mich auch mehr an meine Schwägerin gewandt wenn wieder eine Wehe kam. Sie hat mich super unterstützt und das, obwohl sie noch keine Geburt erlebt hat.
Nur wenn ich mal wieder gesagt habe, oh man das drückt so nach unten, das tut so weh...#bla#bla#bla kam von mir, ja das muss wohl so sein, die Kleine will raus :-p
Wusste ich ja selbst, aber wollte das in dem Moment nicht hören. #schwitz

Aber was ich dir mit dem jetzt doch länger gewordenen Text sagen möchte ist, dass du einfach nochmal mit deinem Mann sprechen solltest.
Möchte er mitkommen, lass ihn bitte. Denn es ist auch sein Kind.
Habe ich es richtig verstanden das deine Mama mitkommt ?
Dann halte dich doch unter der Geburt mehr an sie. Dein Mann wird sich schon einbringen wenn ihm danach ist. Ausserdem hast du dann nicht so eine große Erwartungshaltung an ihn.
Ich stelle es mir als Mann auch echt schwer vor genau das richtige zu tun was Frau gerade will. Manchmal wissen wir das unter Wehen ja selbst nicht ;-)

Egal wie du/ihr euch entscheidet, ich wünsche Dir alles alles Liebe !

LG
Moesha1409

Beitrag von canimkizi 26.10.10 - 15:15 Uhr

hallo moesha!
Erstmal danke ich dir für deine antwort #danke#liebdrueck

Also er sagte im nachhinein es war ein super erlebnis gewesen, er hätte sich nix schöneres vorstellen können, genau deswegen habe ich so ein schlechtes gewissen. Er weiß das es für mich nicht so toll war was unter anderen halt auch daran lag das er dabei war.
Ich glaube mein mann war auch überfordert, auch wenn er es nicht zugeben möchte.
Meine mama war auch bei der geburt bei, dass war das einzigste wass mir bei der geburt geholfen hat.#schwitz jedoch musste sie nach 3 std den kreißsaal verlassen( meine kleine kam nachts, sie bekam von ihrer arbeit kein frei und musste gehen)

das was du schreibst macht mir wirklich sehr viel mut, das er evtl bei dieser geburt lockerer ist. für ihn steht es auch ausser frage: Ich komme sowieso mit ist selbstverständlich....#zitter

denke ich werde nochmal mit ihm reden müssen, denn das ist leider keine erleichterung

ich bin mir sicher ich werde, sollte es so laufen wie bei der ersten geburt ihn rausschicken lassen, aber dann habe ich sicher mit einem schlechten gewissen zu kämpfen :(
will auch nicht das ich ihm was wegnehmen oder so...
nunja noch ist ja ein bisschen zeit vielleciht siehts im monat schon anders aus.
dachte ich wäre allein mit den gefühlen als einzigste den partner nicht beihaben zu wollen, da ja alle immer frustriert sind, wenn er nicht dabei sein kann oder willl.

du hast eine schöne geschichte erlebt, ich hoffe wenn es bei mir soweit ist das es auch so kommen wird

ich danke dir sehr
lg

Beitrag von moesha1409 23.10.10 - 10:56 Uhr

Kleiner Nachtrag:

Unsere Kim Mona ist um 18.46 Uhr geboren.

Beitrag von nele27 23.10.10 - 13:10 Uhr

Warum musstest Du Dich um ihn kümmern??
Versteh ich gerade nicht... #gruebel

LG, Nele

Beitrag von canimkizi 26.10.10 - 15:18 Uhr

naja er hatte sich ziemlich daneben benommen, und wusste nicht was er tun sollte, was ja an sich nichts schlimmes ist, aber er hatte es soweit getrieben das ich echt nicht mehr konnte.
in dem moment habe ich mir nur gewünscht : egal wie lange ich hier liege, er soll weggehen hier. etc
habe sogar kurz mal dran gedacht das wie es wäre wenn er in ohnmacht fällt, wie lange das dauern würde wo ich meine "ruhe " habe...
ganz schön gemein, verlange auch nicht das er weiß was er tun soll aber ich muss mich im kreißsaal ja nicht noch um ein kind( so kam es mir echt vor) zu kümmern.. es war wirklich schrecklich..

Beitrag von scura 23.10.10 - 21:30 Uhr

Hallo,
ich kann das gut verstehen. Ich hatte auch das Gefühl ich musste mich um ihn kümmern. Die eigentliche Geburt war sehr lang und ging mitten in der Nacht los.
(Wurde drei tage eingeleitet) Da kam er ins Wehenzimmer gedackelt und legte sich zu mir und SCHLIEF ein. Der machte sich so breit dabei, das ich in meinen Wehen lag und vielleicht 20 cm Platz hatte#schwitz
Danach lag ich erst mal 8 Stunden in der Wanne. Er auf nem Sessel daneben und sein Kopf kippte immer nach hinten, mit nem lauten Schnarcher....

Dann hatte ich ne PDA und konnte erstmal entspannen. Leider war er total verbogen und schlecht gelaunt, das es so lange dauert. Wir haben uns noch im Kreißsaal in die Haare bekommen und angeschnauzt. Dann musste ich erstmal ne Stunde heulen (meine Hormone)

Nach dem Kaiserschnitt war alles wieder Sugar. Aber es hätte gereicht wenn er zum Kaiserschnitt da gewesen wäre und basta. Hätte ich mir den ganzen Stress erspart....

Heute lachen wir natürlich drüber. War auch echt ne sehr lange Geburt.

Beitrag von canimkizi 26.10.10 - 15:24 Uhr

hallo
ja genau so in der art war es bei uns auch. wurde auch eingeleitet da ich einen blasenspruch hatte und die wehen nicht einsetzten (nach 2 tagen ging es endlich los mit hilfe des gels das sie am mumu geschmiert hatten)

habe mir vorher immer vorgestellt, das es das schönste der welt ist wenn der mann es mit einem teilen kann... ja bis zu diesem tage halt.

ich danke dir für deinen beitrag und hoffe diese entbindung wird besser, wie oben die moesha schon schrieb, evtl war es für ihn auch alles zu viel und ist dann bei der nächsten entbindung lockerer :D

immer positiv denken ne :)

danke nochmal
lg