Diagnose Magenkrebs

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von ...melle... 23.10.10 - 10:50 Uhr

Hallo ihr Lieben...

gestern bekam der Opa meines Mannes die Diagnose Magenkrebs im Frühstadium (relativ früh)

er ist 75 Jahre alt, seine Frau starb vor 3 Jahren an einem Genickbruch..

er muss jetzt nächste Woche in eine Spezialklinik, da wird dann nachgeschaut ob man es operieren kann oder nicht..

wenn ja, stehen die Chancen trotzdem sehr schlecht, dass er überhaupt nochmal aufwacht, da er schon jahrelang mit dem Herzen Probleme hat und auch einen Herzschrittmacher hat..

kann man es nicht operieren geben ihm die Ärtze maximal noch ein 3/4 Jahr...

hoffen wir, dass es für ihn irgendwie die beste Entscheidung gibt, ich weiß nicht was ich ihm wünschen soll..

Liebe Grüssle Melle

Beitrag von kris86 23.10.10 - 13:46 Uhr

Hallo,

es mag jetzt vielleicht hart klingen, aber ab einem gewissen Alter und mit bestimmten Vorgeschichten, was die Krankheiten angeht, würde ich so etwas gar nicht mehr operieren lassen. So schlimm es ist, aber da ist das Risiko, dass er bereits bei der OP stirbt ziemlich hoch.

Ich wünsch euch alles Liebe#herzlich

Beitrag von delphinchen27 23.10.10 - 14:20 Uhr

Mein Onkel hatte auch magenkrebs.
Er war 67.Jahre alt.
Trotz OP, musste er eine Diät halten.
Alles essen durfte er nicht mehr.

EIn halbes Jahr nach der OP, kam der Krebs zurück.
Strahlentherapie und OP hat nichts mehr gebracht.
Er wurde monatelang durch eine Magensonde ernährt und verstarb dieses Jahr.

Wie hoch das Risiko ist, das der Opa deines Mannes nach der OP nicht mehr aufwacht, können euch nur die Ärzte sagen.

Mein Paps hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Sie wollten ihn operieren.
haben ihn aufgemacht und wiede rzugemacht.
Als sie ihn offen hatten, sah man das der Krebs bereits in die Leber getreut hat.
Per CT und Co. hatte man es nicht sehen können.
Ein halbes Jahr später war er gestorben.

Also auch wenn eine OP gemacht wird, ist es nicht sicher ob sie überhaupt noch Operieren können.

Wünsche euch viel kraft für die bevorstehende Zeit.

Beitrag von annesarah2002 23.10.10 - 21:45 Uhr

hallo,

als meine oma magenkrebs bekam, war sie glaub ich, 67.... sie hat hart gekämpft, man konnte es auch nicht operieren. mit chemo und bestrahlungen hat sie den krebs besiegt.....

sie konnte danach nicht mehr viel essen, hatte viel durchfall und erbrechen.

ich wünsche euch viel glück. aber wie meine vorschreiberinnen schon sagten, ab einem gewissen alter und mit vorerkrankungen, sollte man vielleicht versuchen, den menschen ein würdiges leben zu ermöglichen. und wenn es im anfangsstadium ist, braucht man sicher auch noch nicht operieren.....

lg manu mit sarah, anne, patrick und danny an der hand und krümelchen im herzen

Beitrag von butler 24.10.10 - 12:34 Uhr

Meine Oma (83) hatte letztes Jahr eine Magenop wegen Magenkrebs (4/5) wurden entfernt, danach Reha , übrigens auch mit Herzschrittmacher und allen möglichen wehwechen. Alles gut überstanden, obwohl es erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt wurde. Sie isst fast normal. Hat logischerweise viel abgenommen (von klein und dick auf klein und schlank)
Alles Gute und es wird schon.

Beitrag von myimmortal1977 25.10.10 - 01:26 Uhr

Ich habe die Diagnose Krebs 2 Mal in der nahen Familie erlebt. Mein Vater starb vor 10 Jahren dran, meine Mutter im Sommer d. J.

Ich kann Euch nur einen Tipp geben, der auch Eure Seele und Euer Gewissen im Reinen läßt.

Lasst den Betroffenen den Weg gehen, den ER will. Will er die OP, will er sie wirklich, dann lasst ihn machen. Will er Chemo, so lasst ihn usw.

Will er in Ruhe gelassen werden, so lasst ihn in Ruhe.

Niemand, kein Arzt, kein Angehöriger, kein Freund hat das Recht über den Willen eines Betroffenen zu entscheiden. Nur der Betroffene selbst weiß, wie weit er gehen will und wie weit die Kräfte reichen.

Ich habe bei meine Mutter alles bestimmen lassen. Selbst die Zusage zu einer vollkommen idiotischen Not-OP, die sie bestenfalls oder schlimmstenfalls bei Gelingen hätte wenige Wochen mehr Qualen erleiden lassen müssen.

Fragt ihn, bezieht ihn in alles mit ein! Akzeptiert jegliche Entscheidungen von ihm!

Was meinst Du, wenn Du an seiner Stelle wärst und kämpfen wollen würdest und Dir sagt einer, hey, entschuldigen Sie, aber meinen Sie, das hat in ihrem Alter noch Sinn? Hey, setzen Sie sich doch hin zum Sterben. Alles andere wird so wie so nichts mehr.

So etwas ist abartig!!!!!

Wenn ist es Gottes Entscheidung, ihn während einer gewollten OP zu nehmen. Aber entscheide niemals über den Kopf eines Patienten, der noch selbst klar genug im Kopf ist, selbst Entscheidungen für sich zu treffen.

Ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende Zeit.

LG Janette

Beitrag von myimmortal1977 25.10.10 - 01:29 Uhr

"Ich habe bei meine Mutter alles bestimmen lassen"

Sorry, verschrieben, sollte heißen, ich habe meine Mutter alles bestimmen lassen. Sie hat selbst alle Wege bestimmt.