Unterhaltsfestsetzung - Kosten des Verfahrens

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Beitrag von thea21 23.10.10 - 11:00 Uhr

Hallo,

ich habe ne kurze Frage und hoffe jemand hier kann helfen.

Folgender Sachverhalt (und bitte ohne Anfeindungen ect)

Brief vom Jugendamt --> Vater = bitte Unterhalt zahlen.

Dieser Brief kam 3 Monate nach der Geburt des Kindes, ohne das der Vater davon wusste.

Vaterschaftstest = Vater

Kontakt mit dem Jugendamt um Unterhalt zu ermitteln ect.

Einkommen offengelegt, gewartet.

Dann kam Antrag auf Festsetzung des Unterhaltes, dort angerufen, ob jetzt genau dieser angegebene Betrag gezahlt werden kann, plus Raten auf den mittlerweile aufgelaufenen (halbes Jahr)

Ja, kein Problem, die Dame meinte, dass der Festsetzungsbeschluss dann nur noch zugestellt würde, in gleicher Höhe, lediglich dann für die Mutter vollstreckbar wäre und für den Vater natürlich der "Nachweis" was genau gezahlt werden müsse.

Unterhalt gezahlt, plus wie gesagt Raten auf den rückständigen Unterhalt.

Gestern nun kam Brief: Festsetzungsbeschluss.

Dort steht wie schon im Antrag die Höhe des Unterhaltes drin, sowie ne horrende Summe: Wert des Verfahrens (12x Unterhaltshöhe)

Nun meine Frage: Ist das zu zahlen, wenn ja warum, es wurde doch nie verweigert Unterhalt zu zahlen. Es wurde immer bereitwillig zur Berechnung des Unterhaltes Auskunft gegeben und nach dem Brief wo die Summe festgehalten wurde auch gezahlt.

Ganz kurz am Rand, weil ich weiß wie einige hier sind, geht es um Unterhaltsthemen: Es geht nicht darum sich in irgendeiner Form zu drücken, der Unterhalt für das Kind wird regelmäßig gezahlt, die Rückstände ebenso. Was nun aber wirklich Kopfschmerzen bereitet ist die Tatsache alles getan zu haben und dann noch mit Verfahrenskosten in der immensen Höhe bestraft zu werden, obwohl man immer bemüht war alles schnell und unbürokratisch zu regeln.

Selbst in diesem Festsetzungsbeschluss steht als Rechtsfolgebelehrung das die Kosten niedrig gehalten werden "sollten" und möglichst eine gütliche Einigung zu erziehlen ist.

Wäre für einige Meinungen dankbar.

Beitrag von windsbraut69 23.10.10 - 12:52 Uhr

Ja, würdest Du Dich anstelle der Mutter auf eine nicht vollstreckbare bzw. rechtsverbindliche Empfehlung des Jugendamtes verlassen und auf den Titel verzichten?
Ich denke nicht, dass hiermit die Kosten unnötig in die Höhe getrieben worden.
Sofort gezahlt hat der Vater ja offensichtlich auch nicht, wenn jetzt Rückstände aufgelaufen sind.
Um seinen guten Willen zu zeigen, hätte er ja von sich aus Unterhalt gem. Düsseldorfer Tabelle erstmal zahlen können.


Gruß,

W

Beitrag von thea21 23.10.10 - 13:27 Uhr

Der Unterhalt wurde nach Feststellung der Vaterschaft gezahlt, laut Antrag auf Festsetzung. Zahlen bevor überhaupt die Vaterschaft festgestellt wurde, wer hätte das getan?

Desweiteren wurde das Kind geboren, war 3 Monate alt, erst da kam der Brief vom Jugendamt, also als es schon 3 Monate alt war, dann Vaterschaftstest, dann Antrag, der hier ankam. Macht insgesamt knappe 5 Monate, sofort dann wurde gezahlt.

5000 Euro sind kostengering?

Beitrag von ja-frager 23.10.10 - 15:13 Uhr

leider ist es so, dass bürokratie nicht nur dauert, sondern auch kostet.

hättet ihr die vaterschaft anerkannt (zb nach einem lapdaren internettest für 200 euro) und gleich die unterhaltshöhe feststellen lassen, wäre es um einiges günstiger gekommen.

bei uns war es übrigens noch komplizierter und am ende wurden die kosten des ganzen verfahrens auf mutter und vater gleich verteilt, obwohl eigtl. im namen des kindes geklagt wurde, weil die vaterschaft eigtl. ja schon feststand...

Beitrag von thea21 23.10.10 - 15:22 Uhr

Test wurde selbst gemacht und Vaterschaft sofgort nach Feststellung anerkannt. Ging nicht über das JA, also verursachte denen keinen Cent.