Vater will weiterhin nur Schule machen/ Unterhaltsfrage

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 13:27 Uhr

Hi :-)

Der Vater meiner Tochter war 2 Jahre ALG2 Empfänger, macht seit 2 Jahren eine Lehre (4. versuch) wird diese nächstes Jahre beenden und hat dann vor noch das Abitur zu machen und folglich noch zu studieren.

Frage: nimmt das dass Jugendamt einfach so hin zwecks Unterhalt? Oder denken sie ansich so wie ich das er sich, wenn er ausgelernt hat, eigentlich in diesem Beruf einen Job suchen sollte?

Geht mir gerade nur so im Kopf rum. :-)

Danke für Antwort

Beitrag von silbermond65 23.10.10 - 14:02 Uhr

Ich denke nicht,daß das JA da einfach so zuschauen wird.Mit abgeschlossener Lehre kann er sich eigentlich einen Job suchen.
Ich würde ja sagen ,er MUSS sogar.Immerhin ist er einem Kind unterhaltspflichtig.
Aber so wie sich das anhört.....erst Lehre,Abitur,Studium......hat er gar keine Lust auf Arbeit und auf Zahlen.

Beitrag von seelentrost2007 23.10.10 - 14:25 Uhr

dir als mutter würde ich was husten wenn du mir meine berufliche laufbahn zerstören wollen würdest. :-[

wo ist das problem wenn er nach der lehre abitur machen will und danach studieren tut?

Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 15:02 Uhr

Hallo.

Wo das Problem liegt?
Der Mann ist für sein Kind unterhaltspflichtig und es kann nicht angehen, dass er sich auf Kosten des Kindes weiterbildet, zumal er ja schon einen erlernten Beruf hat. Wenn er sich weiterbilden will, hat er das berufsbegleitend zu tun, damit er seinen finanziellen Beitrag leisten kann.

Und zum Glück brauchst Du der Mutter keinen zu husten ... der Gesetzgeber hustet dafür diesem Mann einen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von susannea 23.10.10 - 15:58 Uhr

Erst denken, dann handeln (auch hier beim schreiben).
DAs hätte der Vater sich vorher überlegen sollen. WO bitte soll denn die Mutter und das Kidn von leben?!?

DAs muss er erst regeln und dann kommen seine Karrierepläne an die Reihe!

Also er hat sich seine Karriere zerstört!

Beitrag von silbermond65 23.10.10 - 16:04 Uhr

Ach nee,schon wieder ne Blondine,die da meinen Weg kreuzt und von NICHTS Ahnung hat.
Und weißt du ,was ich dir an Stelle des Vaters würde? Mal ganz gepflegt in deinen Allerwertesten treten und dir ne Anzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung verpssen.
Solches Pack liebe ich nämlich......Kinder in die Welt setzen und sich dann vorm Zahlen drücken.
Ich hab auch so einen "Vater" an der Backe und soll ich dir was sagen? Seine beschissene Karriere geht mir sowas von am Arsch vorbei.
Ich sorge dafür,daß er wenigstens finanziell für seine Tochter aufkommen wird.

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 16:22 Uhr

Meine Meinung -> wenn er mit 18-19, wie jeder normale Mensch (ich bin unnormal weil ich schon mit 17 fertig mit allem war), seine Lehre beendet hätte, folglich nichts gefunden hätte (meinetwegen Zeitspanne 1 Jahr), dann noch abitur macht und sein Studium, wäre das für mich kein problem, oder auch andersrum, erst Schule, dann Apitur, dann lehre und wenn dann nix kommt evtl. noch studieren

ABER


doch nicht erst 4 Lehren und die Bundeswehr (war verpflichtet) hinschmeißen, mittlerweile wird er in einem Monat 27 und nun wo er ein Kind hat versuchen alles zu tun um sich zu drücken? Geht garnicht vorallem weil er ja soooo gerne diesen Beruf, den er gerade lernt, ausüben wollte...

Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 15:05 Uhr

Hallo,

Der Vater Deiner Tochter hat als Unterhaltspflichtiger eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, d. h. er muss sich darum bemühen, dass er Unterhalt zahlen kann.
Wenn er ausgelernt hat, kann er sich in diesem Umfeld einen Job suchen ... Abitur und Studium kann man auch berufsbegleitend machen.

Ich würde mich da übrigens nicht aufs Jugendamt verlassen, sondern einen Anwalt einschalten, sobald er die Lehre abgeschlossen hat, der ihn dann man über seine Pflichten aufklärt ... zu Not mach Druck mit einer Anzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 16:27 Uhr

Genau das meinte ich: schreibt ihn das Jugendamt nach beendigung seiner Lehre von allein an oder muss er denen mitteilen das er sie bestanden hat und fertig ist?

Ich mein, regelt das dass JA mit ihm unter sich, von allein? Oder würden die sich erst rühren wenn sie es von mir erfahren haben, im grunde wie immer denn von allein teilt der KV diesem Amt eh nichts mit (zb. Umzug oä.).

Ich selbst weiß nicht ob sich an unserem Leben oder besser gesagt an meiner beruflichen Situation etwas ändern wird, das heißt: egal ob er zahlt oder nicht, wir haben weder mehr noch weniger. Interessieren tut es mich dennoch, daher vielen dank. :-)

Beitrag von silbermond65 23.10.10 - 16:56 Uhr

Ich mein, regelt das dass JA mit ihm unter sich, von allein? Oder würden die sich erst rühren wenn sie es von mir erfahren haben, im grunde wie immer denn von allein teilt der KV diesem Amt eh nichts mit (zb. Umzug oä.).

Da er es dort wohl nicht von sich aus angeben wird,mach du es.
Oder besser,mach das ,was Hedda sagt.......geh zu einem Anwalt.
Das geht wesentlich schneller.Beim JA ziehen sich Unterhaltssachen gerne mal über mehrere Jahre.


Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 16:58 Uhr

Hallo.

Nein, Du musst das dem Jugendamt schon mitteilen ... von alleine machen die nix.
Wie gesagt, ein Anwalt ist sinnvoller ...

... und mir leuchtet nicht so ganz ein, warum sich für Dich beruflich nichts ändern sollte und Ihr egal ob er zahlt oder nicht, nicht mehr oder weniger hättet ... klingt irgendwie nach "Hartz IV" auf Lebenszeit.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 17:14 Uhr

Danke :-)

Ist verzwickt.....in meinem gelernten Beruf darf ich nicht mehr Vollzeit arbeiten, wobei es dies eh kaum noch gibt. Umschulung oder Weiterbildung würde ich gern machen und ich hatte sogar schon die Möglichkeit aber da mein Kind nur 9 Std. täglich in die KiTa gehen kann, schaff ich es nicht pünktlich wieder hier zu sein, da ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin. Habe sonst leider auch keine Unterstützung. Es wird also erst wieder besser wenn meine Maus zum größten Teil selbstständig ist.

Aber das ist ein anderes Thema.

lg

Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 17:28 Uhr

Hallo.

Ganz ehrlich ... Du ruhst Dich echt ziemlich auf dem Hartz IV aus.
Dein Kind geht 9 Stunden in die KiTa ... es gibt auch Ausbildungen/Umschulungen in Teilzeit.
Ganz ehrlich, wenn Du so wenig Engagement und Phantasie hast, um Deine und damit Eure Situation zu ändern, dann lass wenigstens den Vater Deines Kindes beruflich weiterkommen, damit wenigstens 1 Elternteil dem Kind da ein Vorbild ist. Und Du sagst ja eh, dass sich finanziell für Euch im Moment nichts ändern würde ... aber für Deine Tochter könnte es später mal ausschlagebend sein, auch beim Stichwort "Erbe".

Mich wundert es eh, dass Dich die ARGE noch nicht in eine Maßnahme gesteckt hat.

Und wann meinst Du denn, dass Deine Maus zum größten Teil selbstständig ist? Das dürfte noch ein paar Jahre dauern und irgendwann ist der Zug abgefahren.

Sorry, aber ich ärgere mich über solche Frauen wie Dich!
Auch wenn das jetzt ein anderes Thema war.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von 1982. 23.10.10 - 18:27 Uhr

Hallo

ein Blick in die VK könnte manchmal hilfreich sein, sie ist krank.

Ich kenne sie persönlich und kann dir sagen , sie macht was sie kann in ihrer Situation.
Ich jedenfalls ziehe den Hut vor ihr, dass sie trotz ihrer Krankheit soviel auf die Beine bekommt.

Man sollte nicht alle über einen Kamm scheren.

LG Marleen

Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 19:19 Uhr

Ich schere überhaupt niemanden über einen Kamm ...

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 20:05 Uhr

Na...ich glaube schon das du, wie ich sicher auch und viele andere auch, erstmal an Hartz 4= Ausruhen denkst ABER man muss wirklich von Person zu Person sein urteil fällen, denn die lebenssituationen sind wirklich unterschiedlich wobei auch ich feststellen muss das ein großer Teil der ALG2 Empfänger sich sicher nur ausruhen, davon kenne auch ich genügend, leider.

Thema = durch :-)

lg

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 18:57 Uhr

Ich ruh mich aus? Ich wär froh wenn es anders ginge aber darum geht es hier nicht. Ich gehe momentan genauso arbeiten wie alle anderen auch, nur verdiene ich nicht so viel um los zu kommen von Hartz 4. Ich stehe viertel 6 auf und bin oft erst gegen 2 oder 3 zu Hause und hole dann, nach der Hausarbeit oder anderen Dingen die anfallen, um halb 4 mein Kind ab um dann noch 2-3 Std. Mama sein zu können. Das ist das einzige was ich momentan machen kann. Ich habe weder einen Partner, noch eine so vernünftige Familie hinter mir die mir helfen könnte und wenn du sagst es gibt auch Umschulungen/Weiterbildung auf Teilzeit dann sag das mal meinem berater der mir nur das geben kann was zur Verfügung steht.

Er ein Vorbild? Bei 4 hingeschmissenen Lehren?

Ich kann meinem Kind auf anderer Art und Weise ein Vorbild sein.

Du solltest vieleicht auch erstmal lesen bevor du kommentierst!

Der Zug ist für mich jetzt schon abgefahren und glaub mir, es ist schwer sich damit auseinander zu setzen. Ich ruh mich auf keinen Fall aus und wenn du das so siehst dann bitte.....ist mir egal.

Ärger dich über die die wirklich faul sind und sich vom Staat aushalten lassen aber nicht über die die alles tun würden aber Ihnen in vielerlei Hinsicht die Hände gebunden sind.

Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 19:24 Uhr

>>> nicht über die die alles tun würden aber Ihnen in vielerlei Hinsicht die Hände gebunden sind. <<<

Und das sehe ich eben anders ... wenn Du jetzt, da wo Du lebst, beruflich nicht weiterkommst, da es keine besser bezahlten Jobs gibt oder Du keine passende Weiterbildung bekommen kannst, muss man eben über einen Ortswechsel nachdenken ... oder sich per Fernstudium/Fernlehrgang weiterbilden (das gibt es übrigens auch einiges über Bildungsgutschein, was von der ARGE getragen wird).

Ich sag ja, Engagement und Phantasie sind die Schlüsselworte ...

... ich finde es toll, dass Du im Moment das alles so wuppst und entschuldige bitte, wenn ich Dir mit meinem Kommentar zu nahe getreten bin, aber der Satz "es würde Dir eh angerechnet", hat sich nun mal ganz anders angehört.

Beitrag von winnie_windelchen 23.10.10 - 19:50 Uhr

Ich habe doch nicht geschrieben das es mir eh angerechnet wird oder? Ich habe geschrieben das wir auch wenn er Unterhalt zahlen würde weder mehr noch weniger hätten und das ist eine Tatsache die aber mit meiner Frage nichts zu tun hatte.

Ortswechsel wäre möglich aber nur unter der Bedingung das man einen Vertrag in den Händen hällt und aufgrund dessen umziehen muss. In meinem Job jedoch stellt man zu 99% nur noch Teilzeit.- Pauschalkräfte ein und deswegen übernimmt die Arge die Kosten nicht, also muss ich umschulen.

Fernstudium oder Fernlehrgang? Klasse Idee. :-) Ich werd da mal nachfragen denn und jetzt kommt wieder so ein Punkt -> woher wissen wenn es einem keiner sagt? Habe auch gerade im Netz darüber gelesen und die bieten ja doch so manchen beruf an der von der Arge unterstützt wird, dann müsste man nur noch das passende finden wo zb. nicht so viel Kraftaufwand gebraucht wird, wo man nicht den ganzen Tag stehen muss ect. Es gibt wirklich einige Dinge auf die man achten muss damit ich in 10-20 jahren noch genauso fit bin wie am anfang und nicht das gegenteil damit erreiche. Genauso darf es nicht in Stress ausarten (negativen Stress), das ist Gift, egal ob körperlich oder Psychisch.

Wer nimmt aber heutzutage noch Rücksicht? Niemand und genau deswegen ist es so hart und schwer für mich. Glaub mir, ich würde alles tun, wirklich alles, aber ich möchte auch für mein Kind da sein können denn ich weiß nicht was in 5 oder 10 Jahren sein wird, daher hat sie für mich weiterhin oberste Priorität und ich werde nicht meine Gesundheit aufs Spiel setzen bevor sie nicht selbstständig genug ist. Ist sie aus dem gröbsten raus, kann man mich gern überall einsetzen, da ist mir auch das Schreiben der Amtsärztin egal. ;-)

Nun gut, wär das geklärt und ich nehme die entschuldigung an. :-) Danke nochmal für den Tip.

Lg



Beitrag von hedda.gabler 23.10.10 - 16:59 Uhr

Nachtrag:
Und selbst wenn sich für Dich erst einmal nichts ändern sollte ... ein titulierter Unterhalt ist auf 30 Jahre pfändbar und wenn es was zu holen gibt, kommt das irgendwann auch mal Deiner Tochter zu Gute.