Warum lassen die Ärzte "übertragen"?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von emely001 23.10.10 - 13:44 Uhr

Hallo!

Mich beschäftigt schon länger die Frage, warum die Ärzte schwangere Frauen übertragen lassen.
Zumal diese "späten" Geburten meistens in einem KS enden und viel öfter Komplikationen aufreten. Gerade heute morgen hat eine Bekannte ihr Mädchen per KS entbunden. Die Kleine ist nun auf Intensiv weil das Fruchtwasser schon grün und klumpig war. Die Mama war übrigens 9 Tage drüber (was ja nun nicht soooo viel ist...)
Meine Cousine war 7 Tage übern Termin und nach einigen Einleitungsversuchen kam ihre Kleine per Saugglocke raus weil sie eine extrem kurze Nabelschnur hatte und diese auch noch um den Hals war. Die Hebamme meinte noch zu ihr, dass es schon Anzeichen gab, dass sich ihr Kind so geweigert hat, natürlich auf die Welt zu kommen.

Ich war zum Glück noch nie in der Situation, dass ich übertragen hatte. Nur wenn es so weit wäre, würde ich entweder auf eine Einleitung bestehen oder einen Wehencocktail trinken.
Warum warten die denn immer so lange?

LG!

Beitrag von sweetstarlet 23.10.10 - 13:46 Uhr

das frag ich mich auch, zum glück gibt es kh´s die eher einleiten, ich hab ET einleiten lassen, u würd es wieder tun, übertragen kommt füt mich net in die tüte, find das furchtbar, man hat dann eh schon kein bock mehr.

Beitrag von beat81 23.10.10 - 13:48 Uhr

Hallo,
also im Normalfall entscheidet das Kind selber, wann es geburtsreif mit und bringt die Mutter zum wehen. Sollte es keine Probleme geben, gibt man den Kindern diese Möglichkeit. Natürliche Wehen sind denke ich auch angenehmer als künstlich hervorgerufene. Klaar ist das blöd, wenn man überträgt aber ich würde, wenn es keinen medizinischen Einwand gibt, warten, bis das Kleine sich auf den Weg macht.

LG

Beitrag von qrupa 23.10.10 - 13:48 Uhr

Hallo

also rein medizinisch betrachtet fängt eien Übertragung erst bei ET+15 an. Alles vorher ist absolut zeitgerecht. Und 90% aller Babys kommen ganz von allein bis ET+14 zur Welt. Probelme gibt es meist dann wenn eingeleitet wird obwohl Körper und Baby noch gar nicht soweit sind, unter der Geburt Streß gemacht wird (PDA, Wehenmittel,...)
meien Tochter kam bei ET+15 ganz von allein. Und es gab absolut null Anzeichen für eine übertragung bei ihr.

LG
qrupa

Beitrag von fee03 23.10.10 - 14:20 Uhr

Stimme dir voll und ganz zu.

Beitrag von jade69 23.10.10 - 13:49 Uhr

Hallo,
da die Kleinen meistens von selber wissen wann sie kommen wollen.

Es wird ja eigendlich ab ET alle zwei Tage kontrolliert wie es Kind und Mutter geht. Dürfte eigendlich nichts passieren.

Wenn ET ist und man eine Einleitung macht, heißt das nicht das es nicht zu einem KS kommt. Wenn der Befund noch Geburtsunreif ist, hat man kaum Wehen oder starke Wehe und es tut sich trotzdem nichts. Dann sind Mutter und Kind hohen streß ausgesetzt und nach etlichen Std starker Wehen kommt es dann doch zum KS.

Ich selber bin schon 11 Tage über ET gewesen und einmal 13 Tage drüber. Den Kindern ging es gut und sie kamen ohne Probleme von alleine.

Gruß
jade

Beitrag von meleke 23.10.10 - 13:51 Uhr

#winke,

na ich denke mal, weil ja immer noch die Chance besteht das die Wehen von alleine los gehen.
Bei mir wurde einmal 10 Tage VOR dem ET eingeleitet und einmal 5 Tage NACH dem ET. Und beiden Kindern ging es durch die lange Einleitung nicht besonders gut. Einleitung sind immer künstlich "gemachte" Wehen... Bei den 10 Tagen vor dem ET ist es ein KS geworden.... hätte ich vielleicht gewartet, wären vielleicht echte Wehen gekommen....
Wer weiß wer weiß. Man kann das glaub ich nicht so pauschalisieren.

LG Meleke

Beitrag von diana1101 23.10.10 - 13:54 Uhr

Hi,

der ET ist ja nur ein errechnetet Termin, ob dieser Termin überhaupt stimmt, weiss ja keiner.
Selbst mit den besten US-Geräten, kann es keiner mit 100% Sicherheit sagen.
Da sich ja jedes Baby anders entwickelt.
Aber irgendwan wurden Richtlinien eingeführt, nach denen man sich richten kann.
Ausserdem sagt man ja oft, dass das Baby sich schon von alleine auf den Weg macht, wenn es bereit ist. Bei vielen trifft das bestimmt auch zu, aber auch dies kann man nicht auf die breite Masse beziehen.

Als ich meine Tochter zur Welt brachte ET-3 (3040g/52cm) lag neben mir ein Frau die ihren Sohn ber KS auf die Welt brachte Ende der 36.SSW mit 51cm und 3500g.
Man sagte ihr das sie wahrscheinlich schon viel weiter wäre..und das der eigentliche ET schon viel eher wäre, als man es hat ausgerechnet.

Nicht jede Übertragung endet in einem KS und auch eine Einleitung kann in einem KS enden.
Bei mir zum Glück nicht. Aber es man nicht alles über einen Kamm scheren.
Auch an dem ET oder davor, kann das Fruchtwasser schon grün sein, das hat nicht zwangsläufig etwas mit der Übertragung zu tun.. ok, die Gefahr ist dann evtl. erhöht, aber mehr auch nicht.
Eine Zangengeburt oder Saugglockengeburt kann immer vorkommen.. ob vor, an oder nach dem ET.

Und ein Wehencoktail ist nichts anderes als eine Einleitung.

MFG Diana

Beitrag von hebigabi 23.10.10 - 13:59 Uhr

"Zumal diese "späten" Geburten meistens in einem KS enden und viel öfter Komplikationen aufreten."

Wie kommst du darauf- statistische Nachweise oder eher persönliches Empfinden durch die Erfahrungen im Bekanntenkreis?

Meine Erfahrungen sind eher dahingehend, dass zu früh eingeleitet wird und auch oftmals trotz Terminüberschreitung- Kinder rauskommen, die noch garnicht dran waren,eben weil man ihnen garnicht die Chance gibt , von alleine kommen zu dürfen.

Und selbst wenn Frau weiß,wann sie schwanger geworden ist - Kinder reifen unterschiedlich langsam, manche sind früher fertig- andere brauchen einfach länger und dieses "forcieren" bei Übertragung ist das, was dann meist den Geburtsverlauf negativ beeinträchtigt- nicht die Übertragung an sich.

Grünes FW haben auch Kinder vorm Termin bzw. entsteht durch Stress (Einleitung und damit gemachte Wehen?) und eine Nabelschnurumschlingung haben ca. 30 % aller Kinder und die wenigstens haben damit Stress- das hat mit Übertragung schon mal garnichts zu tun.

Also - nicht pauschalisieren - Kinder die vorm Termin kommen müssen haben dagegen oft Anpassungsstörungen!

Du siehst- sobald eingegriffen wird- egal wie- ist es nicht immer förderlich für die Mäuse, wenn sie ihren Geburtstag alleine bestimmen wollen haben sie einen guten Grund dafür und dann passt´s auch meist deutlich besser.

LG

Gabi

Beitrag von aliciakommt 23.10.10 - 15:01 Uhr

Danke für deinen Beitrag von Aliciakommt, die heute ET+7 ist #winke

Beitrag von chez11 23.10.10 - 14:03 Uhr

huhu

ich denke weil der errechnete ET ja nur ein Richtwert ist, jedes Baby entscheidet ja wenn es reif genug ist und macht sich auf den weg.

meine maus kam 1 tag vor ET ganz spontan mit den Maßen 47/48 cm und 2990 gramm, das heisst sie war reif trotz ihrer recht kleinen Maße.
sie hatte keine Käseschmiere mehr, also geburtsreif.

andere Kinder kommen unreif mit viel mehr gewicht und größe auf die welt.

das heisst man kann es nie pauschalisieren wann ein kind reif ist und deswegen weis man auch nicht genau wann es nun wirklich losgehen soll.

manche sind eben erst viele tage nach ET bereit geboren zu werden, deswegen wurde eben irgendwann mal festgelegt das erst viele tage nach ET eingeleitet wird um dem Kind die chance zu geben doch noch allein zu kommen;-)

schlechte befunde wie grünes fruchtwasser können auch schon vor ET eintreten.

LG sabine mit Hailey 4#verliebt und Anny 24 ssw#verliebt

Beitrag von seluna 23.10.10 - 14:04 Uhr

Weil jedes Kind sein eigenes Tempo hat.
Die einen haben es eilig und die anderen brauchen etwas länger, das liegt an der Natur der dinge.
Ist doch völlig normal und deswegen gibt es auch nicht mehr Komplikationen oder Kaiserschnitte, oder hast du da eine offizielle Statistik?

Es ist nunmal so, das die Kinder sich in der Regel alleine auf den Weg machen, sowie sie soweit sind.

Der Et ist ja auch nur ein etwaiger Termin der variiert und z.b von deinem Eisprung und der wirklichen Zeugung abhängt, hinzu kommt dann noch die Entwicklung des Kindes.





Beitrag von emely001 23.10.10 - 16:33 Uhr

Hallo!

Nein, ich habe keine offitielle Statistik... das sind meine Empfindungen und Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis.

LG!

Beitrag von forfour 23.10.10 - 14:06 Uhr

Hallo,

also ich hab 3 Kinder, 2 waren über dem Termin, einer wurde vor Termin eingeleitet.

Nummer 1 wurde eingeleitet bei ET +12 weil die Fruchtblase geplatzt war und keine Wehen kamen. Der ist weder per KS geboren noch ging es ihm sonst schlecht.

Nummer 2 haben sie wegen Problemen 14 Tage vor Termin eingeleitet, der kam auch normal, hatte aber eine heftige Gelbsucht, war also lange noch nicht fertig mit dem reifen im Körper.

Nummer 3 kam ET + 8, hatte morgens beim FA noch klares Fruchtwasser und offensichtlich über den Tag hinweg oder zur Geburt hin Streß, sein Fruchtwasser war grün. Ihm ging es trotzdem sehr gut und er hatte mit nix Probleme.

Ich finde nicht das es falsch ist übertragen zu lassen. Die meisten Kinder werden doch eh im Verlauf der SS nach vorn datiert und so ist dann übertragen gar nicht wirklich übertragen sondern eher Richtung eigentlichem Termin entbinden.

Ich hab jetzt ET am 28.10, der Termin nach der letzten Regel wäre eigentlich der 8.11. gewesen. Wenn ich also wieder übertrage wäre ich eher am eigentlichen Termin als das ich mich übertragend nenne.

VG forfour

Beitrag von minnie85 23.10.10 - 14:12 Uhr

Problem ist eher, dass oft zu früh, also noch BEVOR die Übertragung bei ET+15 beginnt, ohen Grund (Flowverschlechterung) eingeleitet wird. Wenn man wartet, kommen die Kinder meist von selbst!

In dem GH, in dem ich unser drittes Kind bekommen will, wartet man bis ET+15...da sind dann 98% aller Kinder da. Wer noch schwanger ist, bekommt einen Cocktail, badet, steigt Treppen und wird akupunktiert. Und bis ET+17 sind alle Kinder da!

Beitrag von grundlosdiver 23.10.10 - 14:37 Uhr

Meine Tochter wurde ET+10 eingeleitet, nach 2 Einleitungsversuchen kam sie spontan ET+13 in 1 Std. und 50 Minuten. Es gab keine Komplikationen unter der Geburt, ich hatte noch eine voll funktionstüchtige Placenta, Fruchtwasser top, meiner Tochter ging es prima!!!

Auch jetzt sind wir wieder ET+1... Ich hoffe, dass es die nächsten 2 Wochen von allein losgeht! Auch wenn ich überhaupt nicht mehr mag und lieber SOFORT eine Einleitung hätte... Wir warten...

Der Oberarzt in meinem KH hat mal zu mir gemeint: Wenn ein Kind noch nicht kommen will, dann hat dies seinen Grund! So lange es Mutter und Kind gut geht, wird nicht eingeleitet...

Beitrag von yippih 23.10.10 - 16:58 Uhr

Hi!

Ich kann mich vielen meiner Vorrednerinnen nur anschließen.
Ich kann mich eher darüber aufregen, dass häufig (ohne Grund!) vor ET+15 eingeleitet wird.

Kinder brauchen einfach unterschiedlich lange.
Bestes Beispiel sind unsere zwei.
Unsere Tochter kam bei ET+13 ohne jegliche Komplikation innerhalb von 5 Stunden wehen mit 3500g und KU35cm völlig gesund und total fit zur Welt.
Unser Sohnemann kam dagegen bereits bei ET-5 innerhalb von 7 Stunden mit 3600g und KU 35cm zur Welt, ebenfalls völlig gesund.

Beide hatten mehr oder weniger die gleichen Maße, aber unsere Tochter war beinahe drei Wochen länger in meinem Bauch.
Der einzige Unterschied war, dass unser Sohn noch etwas Käseschmiere hatte und unsere Tochter überhaupt nicht mehr.

Natürlich wurde bei unserer Tochter kontrolliert, ob sie noch gut versorgt war. Das war aber auch alles. Und ihr ging es die ganze Zeit prima.

Einen Zweifel an den ETs gab's bei beiden nicht!

LG,
Katrin (35. SSW)

Beitrag von gingerbun 23.10.10 - 19:31 Uhr

Ich denke da es sinnvoller ist wie die Natur entscheidet und da eine Einleitung auch kein Spaziergang ist. Dass das Fruchtwasser grün ist und dergleichen ist wohl eher selten..
Britta