Verklagt vom Ex , ist er berechtigt?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von mijolu 23.10.10 - 15:23 Uhr

Hallo,

ich hab mit meinem alten Partner zusammen einige Schulden. Alte Nebenkostenabrechnung und seltsame Telefonanbieter.
Bisher hat er sich darum gekümmert , doch jetzt wo er beim Schuldnerberater
war , weil er noch zich andere Schulden hat , kommt er mit einer Forderung.
Ich weiß nicht, inwiefern er da das Recht hat das nun noch einzufordern. Die Nebenkostenabrechnung ist 2 Jahre alt und ich bin bisher davon ausgegangen, dass er diese erledigt hat, zumal ich die vom letzten Jahr in gleicher Höhe beglichen habe, obwohl er auch hier gewohnt hat.
Ich weiß nicht, wann das verjährt.
Außerdem geht es um die Küche, die hier noch steht. Er hat sie damals gekauft und hat mir angeboten sie mir für 700 € zu überlassen. Ich bin der Meinung, dass Dinge, die gemeinsam gekauft wurden (waren nicht verheiratet, eheähnliche Gemeinschaft mit 2 Kindern) nicht ihm gehören, nur weil er sie auf Papier gekauft hat. Sie wurde 3 Jahre auch von mir abbezahlt.

Außerdem lebe ich mit 2 kleinen Kindern seit der Trennung derzeit von ALG2 und bei mir ist einfach nichts zu holen. Ich kann nichts zahlen.

Was meint ihr zur Rechtslage?
Soll ich mal zur Anwältin gehen?

Danke für eure Meinung..

LG, Mijolu

Beitrag von kasw1981 23.10.10 - 15:36 Uhr

#winke Ich würde auf jeden Fall einen Anwalt hinzuziehen.

LG

Steffie

Beitrag von manavgat 23.10.10 - 15:46 Uhr

Ich würde ihm per Einschreiben mit Rückschein schreiben:

Ich weise die Forderungen (alle komentarlos aufzählen, ohne Begründugn) zurück, da sie substanzlos sind und werde nicht zahlen.

Er hat keine Kohle das einzuklagen, Prozeßkostenhilfe kriegt er dafür nicht.

Sollte er einen Mahnbescheid erlassen, dann widersprichst Du dem!

Ansonsten, tipp Dir an den Kopf - der Kerl hat einen Vogel - und sei froh, dass Du den los bist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mijolu 23.10.10 - 15:49 Uhr

Danke,
kann ich das denn so einfach?
Mein Name steht auf den Forderungen mit drauf?!?

Ich weiß nicht , ob er als Student Prozesskostenbeihilfe bekommt?!?

Beitrag von manavgat 23.10.10 - 15:58 Uhr

Prozeßkostenhilfe bekommt man nur, wenn Aussicht auf Erfolg besteht. Bei der Küche glaube ich das nicht, da 1. Du sie bezahlt hast und 2. gemeinsam angeschaffter Hausrat bei einer Trennung nach Bedürftigkeit aufgeteilt wird, d. h. Küche und Waschmaschine kriegt dann meist der, der die Kinder hat.

Wo stehst Du bei der Forderung "mit drauf"?????

Kann es sein, dass ihr Gesamtschuldner beim Energieversorger seid? Dann haften Du und er in voller Höhe und der Gläubiger kann sich 30 Jahre lang raussuchen, gegen wen er vorgeht. Wenn das so ist, dann würde ich jetzt sofort mit dem Gläubiger Kontakt aufnehmen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mijolu 23.10.10 - 16:13 Uhr

Ja, wir sind Gesamtschuldner beim einem Energieversorger.
Das geht aber mittlerweile schon über einen Anwalt, der dies eintreiben will.
Soll ich diesen ankündigen, dass bei mir nichts zu holen ist?

Beitrag von sassi31 23.10.10 - 20:14 Uhr

Wenn ihr als Geamtschuldner aufgetreten seid, können die Gläubiger natürlich auch von dir Geld einfordern. Dabei ist es irrelevant, ob du geglaubt hast, es wäre alles bezahlt.

Möbel, die er gekauft hat (lt. Kaufvertrag) gehören ihm. Auch, wenn du sie abgezahlt hast.

Nimm dir einen Anwalt. Das wird die beste Lösung sein.

Beitrag von manavgat 23.10.10 - 20:57 Uhr

Möbel, die er gekauft hat (lt. Kaufvertrag) gehören ihm. Auch, wenn du sie abgezahlt hast.

Das ist nicht korrekt.

Siehe mein Beitrag oben.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sassi31 24.10.10 - 00:31 Uhr

Das Thema hat eine Freundin mit ihrem Ex gerade durch. Er hat nachweislich bezahlt, aber sie steht im Vertrag. Laut Gericht hat er keinen Anspruch.

LG
Sassi

Beitrag von sassi31 24.10.10 - 01:23 Uhr

Nachtrag:

Hängt aber vielleicht auch wieder vom jeweiligen Richter ab, wie er die Situation beurteilt. #gruebel

Beitrag von krokolady 24.10.10 - 10:20 Uhr

oft reicht es schon alte Kontoauszüge vorzulegen auf denen die Ratenzahlungen und so zu ersehen sind!

also setzt dich mal in Ruhe hin und sortier das aus wo zu ersehen ist das DU gezahlt hast.

Beitrag von sassi31 24.10.10 - 12:39 Uhr

Das hatte bei dem Ex meiner Freundin leider nicht ausgereicht. Sie stand im Kaufvertrag und der Richter hat gesagt, das wäre ausschlaggebend für seine Entscheidung, ihr auch die Möbel zuzusprechen. Es wäre völlig irrelevant, dass er die Raten gezahlt hat.

Ist aber vielleicht auch wieder eine Einzelfallentscheidung gewesen und andere Richter sehen sowas anders.

Beitrag von krokolady 24.10.10 - 12:51 Uhr

Wenn etwas nachweislich über Kredit bezahlt wurde, und beide sozusagen im Kredit drin stehen gehört auch Beiden das, was davon angeschafft wurde.

Ausnahmen: Schenkungen.........wenn mir nen Auto geschenkt wird schaut mein Mann bei einer Trennung in die Röhre.

Als mein Ex und ich uns trennten wollte er unbedingt das Auto behalten.....gut......konnte er. Des lief aber über nen Kredit. Ich bürgte für den Kredit.
Hätte er nun nicht gezahlt dafür, und ich hätte zahlen müssen, hätte ich mir problemlos das Auto wiederholen können.

Täte mich da auch jeden Fall rechtlich beraten lassen.......

Beitrag von sassi31 24.10.10 - 19:04 Uhr

Es lief ja bereits über das Gericht.

Klingt für mich auch logisch, was du schreibst, und ich fand die Entscheidung vom Richter auch nicht nachvollziehbar.