Was würdet ihr tun? Sohn auf eine Zeitbombe Testen lassen oder nicht?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von -euphorie- 23.10.10 - 16:07 Uhr

Hallo,


Mein Vater (48 Jahre) hatte im Juli einen schweren Schlaganfall mit Hirnblutungen im Stammhirn gehabt, dabei wurde festgestellt das er angeborene Hirnaneurysmen hat. Um genau zu sein 2 Stück.
Nach vielem forschen kam dann raus das auch dass meine Uroma schon hatte.
Ich hab damals den Chefarzt gefragt ob es Erbbar ist, ganz klar ja!

Ich hab auch eine Überweisung bekommen für ein MRT, aber da ich schwanger bin, verschiebe ich das.

Aber was ist mit meinem Sohn? Es scheint gerade die 2. Generation zu betreffen.
Ich habe den Kinderarzt darauf angesprochen, er gibt mir keine Überweisung, er meinte, es sei völliger Blödsinn das zu testen, keiner würde wollen, das man weiss das dass eigene Kind eine Zeitbombe im Kopf hat. Ein Aneurysma platzt sehr selten..,
Kinder würde man sowieso nicht am Hirn operieren etc.

Aber.. ich weiß nicht, ich denke, ich möchte das wissen!
Mein Sohn würde ich vorerst nichts sagen, wenn es so wäre..

Wenn mir aber der Kinderarzt keine Überweisung gibt, wer dann?

Was würdet ihr tun?

LG

Beitrag von visilo 23.10.10 - 16:20 Uhr

Ich persönlich würde es nicht wissen wollen ABER soviel ich weiß braucht man für Kinder keine Überweisungen zu Fachärzten. Also wenn du es unbedingt wissen mußt frag nach ob ihr überhaut eine Überweisung braucht, wenn nicht dann kannst du es ja jederzeit testen lassen.

Aber ganz ehrlich warum willst du wissen ob dein Sohn vielleicht betroffen ist, denkst du nicht das du ihn dann mit ganz anderen Augen sehen würdest und dir nur noch mehr Gedanken machen würdest. Wenn du es eh nicht ändern kannst dann würde ich es auch lieber lassen. Ich denke wenn ich wüßte das mein Kind vielleicht viel früher sterben müßte als andere hätte ich keinen ruhigen Tag mehr.

LG
visilo

Beitrag von tauchmaus01 23.10.10 - 16:33 Uhr

Ich kann es verstehen. So hat man eben immer diesen Hintergedanken. Es könnte sein, oder eben auch nicht. Aber nur weil man es NICHT weiß, ist man nicht automatisch entspannter sondern es geistert immer im Hinterstübchen rum.

So hätte sie eben Gewissheit und eben auch vielleicht eine Erleichterung die das Leben dann wieder ruhiger machen würde.

Mona

Beitrag von gina_cat 23.10.10 - 18:11 Uhr

Dies ist eine Auftragsleistung und da brauchst du für die Radiologie eine ÜW von einen Arzt oder Facharzt.

Auch für Kinder!!!

MRT kostet viel Geld und ist bei Kindern nicht ganz so einfach, umsomehr ist eine Beurteilung eines Arztes notwendig


lg

Beitrag von bifi1974 23.10.10 - 17:02 Uhr

Hallo,
ich glaube ich würde es als Mutter auch gerne wissen...

Habe gerade eine Freundin angerufen die Kinderärztin ist. Sie meint, Du könntest ohne Überweisung einen Termin vereinbaren.

Alles Gute,
bifi

Beitrag von fruehchenomi 23.10.10 - 17:04 Uhr

ICH würde es wissen wollen, ich halte mich da an den uralten Spruch "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt" Mich würde das wahnsinnig machen, diese Eventualität, ob oder ob doch nicht, oder doch vielleicht....
Aber ! WENN Untersuchung, dann in der renommiertesten Fachklinik, die es für solche Fälle gibt - und NUR da, und wenns noch so aufwendig ist im Moment. Denn NUR solche Fachleute können sagen, ob es gefährlich ist, ob es operabel ist, oder ob einfach alles in Ordnung ist. Entschuldige meine viele Großschreibung, aber anders kann ichs ja nicht hervorheben, was ich für sehr wichtig finde.
Aber sicher gibts auch Gehirnoperationen bei Kindern, z.B. in der Charité.
Ich weiß nur nicht, ob da auch ein Aneurysma operiert würde - aber fragen hilft, notfalls per Mail vorab, ob sie mit solchen Untersuchungen Erfahrungen haben.
Nicht mal die "Uniklinik um die Ecke" würde ich da nehmen, sondern in Ruhe das Beste aussuchen. Wenn der Kinderarzt keine Überweisung schreiben will, dann sprich mit dem Hausarzt, vielleicht ist der einsichtiger, dass man sowas nicht einfach "vergessen" kann. Ich denke schon.
Oder Du gehst zu einem Neurologen, evtl. ohne Überweisung, zahlst halt die 10 Euro,und der überweist euch dann in eine Klinik.
Alles Gute !
LG Moni

Beitrag von ekieh1977 23.10.10 - 17:12 Uhr

Hallo,

also ich würde es definitiv auch wissen wollen. Die Ungewißheit würde mich viel mehr belasten als ein endgültiges Ergebnis.

Aber ich schließe mich da auch Moni an, ich würde mich da auch an Spezialisten wenden. Ich denke im Netz findest du vorab schon gute Empfehlungen.

Sprich doch noch mal mit deinem KiA und erklär ihm Deine Ängste, wenn er es weiterhin nicht versteht kümmere dich auf eigene Faust darum.

Liebe Grüße und alles Gute,

Heike

Beitrag von kaka86 23.10.10 - 17:15 Uhr

Ich würds wissen wollen, weils sowas auch oft operabel is oder zumindest beobachtet werden kann!
Des weitern können sich in Aneurymen auch Thromben bilden und können einen Schlaganfall auslösen, da könnte man mit Gerinnungshämmern vorsorgen!

Zum anderen ist ein MRT ohne Strahlung und kann in der Schwangerschaft ohne bedenken durchgeführt werden.
Wen du wirklich gefährdet bist, würd ich das mit deinem Gyn abklären!
Will dir keine Angst machen, aber gerade bei hohem Druck können die eher mal platzen (wie z.b. presswehen)

Beitrag von fruehchenomi 23.10.10 - 17:27 Uhr

stimmt, wollte ich so direkt nicht sagen, habs mir aber auch gedacht.
MRT in der Schwangerschaft geht schon.
LG Moni

Beitrag von krissy2000 23.10.10 - 17:26 Uhr

MRT kannst du bedenkenlos in der SS machen. Es werden keine Strahlen wie beim CT verwendet.

Lg Krissy

Beitrag von mq74 23.10.10 - 17:42 Uhr

aaaalso, ich versuch jetzt mal eine andere seite aufzuzeigen...

meine schwester hatte vor 3,5 jahren ein hirnblutung, ausgelöst durch ein geplatztes aneurysma (mit 22 jahren). mir wurde nahegelegt, mich untersuchen zu lassen, dies habe ich auch getan, war zum glück nix.
zu diesem zeitpunkt war meine tochter 2 jahre alt und die ärzte haben gesagt, dass, FALLS man ein aneurysma hat, das risiko doch sehr erhöht ist, dass es bei der geburt platzt. bitte lass es bei dir vorher abklären. stell dir vor, es passiert was und du hättest es verhindern können! ein mrt ist nicht gefährlich, auch nicht für dein ungeborenes kind.

so, jetzt zur eigentlichen frage: ich stehe damit ja vor derselben situation wie du (lass ich mein kind untersuchen oder nicht?).
ich bin noch zu keinem ergebnis gelangt, will aber zu bedenken geben, dass es auch aneurysmen gibt, die man NICHT operieren kann! ausserdem ist eine hirn-op kein spaziergang, auch eine geplante nicht!

du solltest dir ganz genau überlegen, ob du wirklich eine hundertprozentige gewissheit mit ALLEN möglichen konsequenzen wissen möchtest!

wie gesagt, ich bin auch noch lange nicht zu einem abschliessenden ergebnis gekommen! lass mich mal wissen, wie es bei euch weitergeht, ich würde mich gerne weiter austauschen!

wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche euch alles alles gute und hoffe, deinem vater geht es einigermassen gut!

ganz liebe grüße
melanie

Beitrag von -euphorie- 24.10.10 - 10:34 Uhr

Hallo Melanie,

Ich lasse auf jeden fall testen.

Ich weiß von meinem Vater, dass ein Aneurysma den er noch hat, nicht Operieren kann, da er im Stammhirn liegt.

Das andere ist nur geplatzt weil er zu hohen Blutdruck hatte, Raucher ist etc. und nie Medikamente gegen Blutdruck genommen hat ..

Ich weiß, dass gehört jetzt ganz hier her... aber ich bin Traumatisiert...
Ich und ein Vater hatten nach langem Streit ein Gespräch, wir sind 3 stunden spazieren gewesen, er wohnt auch direkt neben mir im Haus.. Wir haben uns das allererste mal im Leben wirklich unterhalten.
Wir haben uns richtig ausgesprochen...
Wir gingen nachhause.. und da sagte mein Vater schon das ihm seine Augen weh tun...wir haben uns nichts bei gedacht..und ich war so Erleichert..zu Hause erzählte ich meinem Freund wie es war und 10 min. später ging mein Telefon. Die freundin von meinem Vater hat unglaublich geheult, mein Vater wäre komisch..
Ich bin sofort rüber gerannt, mit meinem Freund.. 15 min. nach unserem Gespräch lag mein Vater auf der Couch, schaum vor dem Mund, das ganze Gesicht hing runter, er konnte nicht mehr reden und sich nicht mehr bewegen. Mein Freund hat ihn gestützt.. und ich hab ihn angefleht mich nicht alleine zu lassen.. Seine Freundin ist währendessen runter an die Straße und hat auf den Krankenwagen gewartet.

Im Krankenhaus warteten wir noch bis in die Nacht auf eine Diagnose.. Der Oberarzt sagte das es kaum Chancen gibt, da er hirnblutungen hat. Er lag im Koma.

Ich heule immer noch, wenn ich dran denke..

Ich will das nie wieder erleben! Und wenn ich weiß, dass mein Sohn es hat, würde ich drauf achten das er niemals anfängt zu Rauchen und sein Blutdruck regelmäßig kontrollieren lässt, nicht fliegt etc.


Lg Mine

Beitrag von chini 23.10.10 - 18:08 Uhr

Hi,

ich würde es wissen wollen, sonst würde ich mir viel zu viele Sorgen machen. Und Vorwürfe, wenn es zu spät erkannt wird #zitter

Der Vater einer Arbeitskollegin hatte Krebs, leider eine vererbare Sache. Sie hat daraufhin ihren Sohn testen lassen, der es hätte haben können... Der Kleine macht mittlerweile eine Chemo. Damit will ich dir keine Angst machen #liebdrueck aber ich würde die Sache bei deinem Sohn auf jeden Fall abklären lassen. Dann hast du Gewissheit.

LG Chini

Beitrag von brausepulver 23.10.10 - 18:17 Uhr

Huhu

also erstens kannst du natürlich ein MRT in der Schwangerschaft machen lassen. Das sind doch keine Strahlen. Ein Ct wäre in den ersten drei Monaten einer schwangerschaft bedenklich (Veränderung der Stammzellen...).

Aber grundsätzlich ist es ja nicht dringend, das es gemacht werden muss.

Bei meinem Kind würde ich es nicht wissen wollen.

LG

Beitrag von shabnam85 23.10.10 - 18:19 Uhr

Oh gott, mein Schwiegervater ist im Dezember an einem Aneurysma im Bauch gestorben....

Jetzt müssten sich ja mein Mann und die Kinder untersuchen lassen?

Ist das dann nur an der selben stelle vererbar? Also würdens meine Kinder nur im Bauch bekommen??


Lg

Beitrag von mq74 23.10.10 - 18:24 Uhr

meine oma hatte auch ein aneurysma im bauch, dies hat aber nichts mit einem hirnaneurysma zu tun, im bauch ist es nicht vererblich!

Beitrag von shabnam85 23.10.10 - 18:26 Uhr

Oh danke für die rasche Antwort, ich bin ja hysterisch veranlagt und mir wurde jetzt ganz schlecht...

BIst du dir sicher?

Also ich werde natürlich trotzdem mal nachfragen beim KIA; aber hat der Arzt dir das so gesagt?

Danke

Beitrag von mq74 23.10.10 - 18:30 Uhr

ich weiss es deshalb so genau, weil meine schwester eine hirnblutung wegen eines geplatzten aneurysmas hatte und meine oma ja ein bauch-aneurysma hatte. da haben wir das natürlich direkt in zusammenhang gebracht und es wurde von den ärzten gesagt, dass NUR das hirn-aneurysma vererbbar ist und das mit meiner oma reiner zufall ist und NICHT erblich bedingt war.

liebe grüße

Beitrag von shabnam85 23.10.10 - 18:48 Uhr

Oh danke dir, es tut mir leid..Hoffe deiner Schwester geht es heute gut (?), hat es deine Omi überlebt?


LG

Beitrag von mq74 23.10.10 - 19:03 Uhr

hmmm, also, meine oma hatte das bauch-a., das aber nicht geplatzt ist (es wurde bei einer op entdeckt, gestorben ist sie aber einfach an "altersschwäche":-))

tja, meine schwester liegt seit der hirnblutung im wachkoma und ist dieses jahr 25 geworden...

Beitrag von rienchen77 23.10.10 - 18:24 Uhr

ich würde das auch wissen wollen... geh zu einen Facharzt, das geht auch ohne Überweisung....

Beitrag von nana141080 23.10.10 - 19:50 Uhr

Hi,
DU solltest erstmal das MRT machen lassen und DANN überlegen!

Ich würde es wissen wollen. Ich würde auch in die renomierteste Klinik gehen. Einen Spezialisten dafür aussuchen etc...

LG und alles Gute
Nana

Beitrag von picco_brujita 23.10.10 - 20:09 Uhr

ich würde es prüfen lassen und zwar aus folgendem grund:
wenn eben nichts dabei raus kommt, kannst du ohne sorgen nach vorne sehen und das leben wieder genießen.
wenn du nichts prüfen lässt, dann lebst du ständig in sorge und höchst wahrscheinlich ohne grund.

lg
brujita

Beitrag von kanische 23.10.10 - 20:10 Uhr

Hallo ich rate dir dringend dass du zu der Untersuchung gehst. EIne Bekannte von mir ist traurigerweise bei der Geburt an einem geplatzten Aneursma gestorben! Gerade wegen dem großen Druck im Körber und wegen der Astrengung hat es dann ein höhes Risiko zu platzen. Geh hin der Arzt hätte dir ja keine Überweisung gegeben, wenn du es nicht auch trotz Schwangerschaft machen könntest.

Lg

Beitrag von -euphorie- 24.10.10 - 10:19 Uhr

Danke für eure Antworten!

Ich hab meine Überweisung von "meinem" Neurologen/Psychiater bekommen, könnte der mir evtl auch eine geben für meinen Sohn?

Das ich Schwanger ein MRT machen darf, wusste ich nicht.. das werde ich auf jedenfall noch nachholen.

Mein Sohn wurde im Juni Operiert und hatte somit dieses Jahr eine Vollnarkose, wäre das besser wenn ich das auf nächstes Jahr verschiebe?

Mein Vater lag auch im Koma, die Blutung im Stammhirn waren zu groß, alle hatten ihn abgeschrieben, aber jetzt 3 Monate später, ist er wieder zu Hause und fast wieder der alte, er hat probleme mit dem sprechen, bzw. mit einigen Buchstaben.
Ihm gehts so gut, dass er wieder Rauchen kann :-[ Naja, anderes Thema.

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