Stillen im Familienbett aus Bequemlichkeit nicht aufzustehen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von hascherl84 23.10.10 - 16:13 Uhr

Hallo,

ich tu meine kleine Vollstillen.
ich stille immer im Wohnzimmer.
Mir ist es einfach zu gefährlich im Bett zu stillen(liegend) denn man liest ja immerwieder was passieren kann.
Mir ist ehrlich gesagt das Leben meiner kleinen wichtiger als das stillen nachts im Bett, vielleicht (ich betone:vielleicht) aus lauter Bequemlichkeit nicht aufstehen zu wollen.

Mich würde mal interssieren was viele von euch bewegt im Bett liegend zu stillen??Und habt ihr da mal keine Angst ihr könntet die kleinen mal im schlaf erdrücken oder so??
Ich meine, man schläft ja viel leichter wieder ein, als wenn man sitzend im Raum stillt und keine Angst haben muss dass man die kleinen erdrückt oder sie ersticken unter der Decke.

lg Melanie


Beitrag von lalal 23.10.10 - 16:19 Uhr

Hallo,

ja ich stille aus Bequemlichkeit im Bett, von der ersten Stunde ab an und heute noch immer. Warum auch nicht, wir haben das FB sicher gestalten und so passiert eben nichts.

"denn man liest ja immerwieder was passieren kann."

Was denn? Hast doch sicher Quellen?

Wenn ein paar einfache Regeln für das FB eingehalten werden ist es völlig sicher, ich würde behaupten sicherer als das Kind allein schlafen zu lassen.

Meine Kinder haben alle im FB geschlafen bzw. schlafen noch darin. Sie wollten/wollen auch nicht alleine Schlafen warum soll ich also zum Stillen aufstehen#gruebel? So konnten wir beide immer schnell wieder einschlafen, ist doch praktisch.

Und ja mir liegt das Leben meiner Kinder ist mir selbstverständlich das wichtigste, das schließt das gemeinsame Schlafen im FB aber sicher nicht aus!

Lg

Beitrag von hascherl84 23.10.10 - 16:24 Uhr

Unser Baby schläft auch nicht alleine, sondern im Beistellbett.
So sind wir auch immer ganz nah bei ihr und sie hat die Nähe die sie braucht.



Beitrag von lalal 23.10.10 - 16:27 Uhr

Ja ist doch super wenn es so klappt, meinen hat das nicht gereicht. Die ersten 4 Monate hat meine jüngste nur auf meinem Bauch geschlafen, anders gar nicht da hätte mir ein beistellbet wohl wenig geholfen.

Wir sind glücklich mit dem FB.:-)

Nennst du mir doch Quellen für deine Behauptungen?

Beitrag von glueckskleechen 23.10.10 - 20:38 Uhr

die Quelle kannst du dir doch denken:

Die Schwester meiner Nachbarin, deren Kollegin, deren Kusine hat von ihrer Nichte gehört,....#rofl

LG #klee (faule FB-Stillerin und - oh Wunder - keins der 3 Kinder erstickt ;-) )

Beitrag von vonnimama 23.10.10 - 16:23 Uhr

Diese Diskussion gab's grad bei "Schlafen". Dort steht auch meine Antwort. Bei Interesse kannst du die Diskussion ja mal lesen.

Bei meinen Töchtern hab ich nie liegend gestillt, beide schliefen recht flott (nach 3 bzw. 5 Wochen durch). Meinen Sohn habe ich bis zum 15. Lebensmonat im Bett gestillt, wenn er nachts wach wurde, was die Regel war. Wir haben uns beide dabei pudelwohl gefühlt. Bei meinen Töchtern ging Stillen im Liegen generell nicht, da haben wir uns nicht wohl gefühlt mit. War also bei uns situationsabhängig.

Angst? Klar, die hat man immer um seine Kinder. Auch im eigenen Bettchen kann was passieren!

Beitrag von 20girli 23.10.10 - 16:23 Uhr

Hi,

der innere Instinkt sorgt schon dafür das man sich nicht auf sein Baby legt. Oder es aus dem Bett schmeist. Vorrausgesetzt man nimmt keine Drogen - Tabletten- Alkohol etc. zu sich was die Wahrnehmung stört.

Es ist keine Bequemlichkeit- sondern eine Notwendigkeit im Bett im liegen zu Stillen. Nur so bekomme ich wenigstens etwas schlaf ab. Meine kommt nämlich jede Stunde...und wenn ich jedesmal aufstehen würde...wäre ich längst im Stehen eingeschlafen. Sie hat ihre eigene Decke--- liegt nicht unter meiner...und ich brauch wenn sie Hunger hat nur kurz etwas näher an sie ran rutschen. Manchmal -- eigentlich öfters schlafe ich dabei sogar weiter.

Wenn ich aufstehen müsste wäre ich wach und könnte viel schlechter einschlafen...außerdem gibt es noch die Möglichkeit das Babybett als Babybalkon neben dem eigenen zu Stellen - so haben wir das auch- nur will meine kleine da nicht schlafen. Seid sie 2 Tage alt ist will sie direkt neben mir schlafen. Weglegen ist nicht möglich. Selbst wenn Sie schläft und ich gaaaanz leise aufstehen will kriegt sie mit das ich nicht da bin - weint sie.

lg Kerstin

Beitrag von lilly7686 23.10.10 - 16:24 Uhr

Okay, jetzt hast du mich neugierig gemacht. WAS kann passieren wenn das Baby im Bett liegend gestillt wird?

Was bei uns passiert, wenn meine Kleine im Bett liegend gestillt wird: wir schlafen beide besser, da wir nicht aufstehen müssen. Wir schlafen schneller wieder ein. Das Einschlafstillen ist einfacher, weil ich die Kleine durchs in-Bett-legen nicht wieder aufwecke.
Und ja, es ist bequemer!

Ich sehe da keine Nachteile dran. Ich lasse mich jedoch gerne eines Bessern belehren, wenn du was weißt, das ich nicht weiß!

Beitrag von schullek 23.10.10 - 16:31 Uhr

hallo,

es ist erwiesen, dass es kein erhöhtes risiko für kinder im familienbett gibt, wenn die eltern nicht rauchen und nicht alkoholisiert sind. im gegenteil, dass sids risiko scheint sogar geringer zu sein durch den engen kontakt zur atmung der mutter, welche die atmung des babies anregt bzw. den nicht konstant sehr tiefen schlaf des babys eben durch bewegung der eltern etc.

ich habe ab 3 monaten im bett liegend gestillt (vorher hätte ich gern, hat aber nicht geklappt, mein sohn war zu wuselig und unruhig um im bett liegend zu stillen. und es ist eine absolute erleichterung gewesen. und ich weiß ehrlich nicht, wieso eine bequemlichkeit hier negativ konnotiert sein sollte.
mein sohn war jede stunde wach nachts (nein, nicht erst seit er direkt neben mir lag) und durch das liegen bleiben und quasi sofortige weiterschlafen habe ich wesentlich mehr lebensqualität gehabt.
ich hatte eigentlich nie große angst mich auf ihn zu legen, denn mal ehrlich, man müsste schon einen besonders tiefen schlaf dazu haben. er hat immer im schlafsack, nicht unter meiner decke geschlafen.
und um mal meine stillberaterin, eine sehr erfahrene alteingesessene und deutschlandweit bekannte, zu zitieren: welches gesunde kind lässt sich freiwillig un unbemerkt ersticken?

lg

Beitrag von 6woche.1 23.10.10 - 16:57 Uhr

Hallo



ja natürlich stille ich aus bequemlichkeit im Bett. Alessa schläft in ihrem Bett (einschlafstillen) und wenn sie in der Nacht weint dan nim ich sie mit zu uns 9ins Bett. Warum ich das so mache? Weil dan meine Tochter nicht wach wird unmd ich trotzdem noch Schlaf bekomme. Warum sol ich mir das Lebenunnötig schwer machen wenn es doch auch einfach geht?. Und nein ich hab keine Angst das ich mein Kind verdrücke. Man schläft automatisch anders wenn man ein Kind im Bett hat. Und meine Tochter schläft immer ohne Decke.




Lg ANdrea

Beitrag von kleiner-gruener-hase 23.10.10 - 17:00 Uhr

Natürlich stille ich liegend im Bett und ja: Aus reiner Bequemlichkeit. Denn wenn ich das nicht machen würde, würde ich jetzt nach über 10 Monaten vermutlich nur noch auf dem Zahnfleisch kriechen. Beistellbett war keine Option, denn selbst da muss ich ihn ja wieder reinlegen.

Nein, ich hatte noch nie Angst mich auf den Kleinen zu legen, denn man schläft "aufmerksamer" wenn die Zwerge im Bett sind. Und unsere Große ist mittlerweile 5,5 Jahre alt, die hat uns also locker überlebt, obwohl sie ganz oft bei uns schlief und auch heute noch schläft.

Unsere Hebamme hat uns erklärt dass es nicht unsicherer ist als alles andere. Und solange wir nach Gefühl handeln kann es doch gar nicht verkehrt sein.

Unser Sohn hat mal ne zeitlang durchgeschlafen, aber das war nur eine Phase. Von daher kann ich nur müde lächeln wenn du weiter so davon überzeugt bist IMMER im Wohnzimmer stillen zu wollen. Zieh das mal ein halbes Jahr durch! Wenn du dann auch nachts Phasen hast wo sie alle 2 Stunden kommt frage ich dich nochmal ob du davon immernoch überzeugt bist!

Ich jedenfalls stehe zu meiner Bequemlichkeit!

Beitrag von daisy80 23.10.10 - 17:18 Uhr

Ich hab nur anfangs in meinem Bett gestillt. Nach einiger Zeit ist Junior in sein eigenes Zimmer gezogen und von da an hab ich immer in seinem Zimmer im Sessel gestillt.

In meinem SchlaZi sind höhere Temperaturen als im Kinderzimmer und ich habe Junior einige Male mit meiner dicken fetten Decke im Schlaf komplett überdeckt - ohne Alkohol oder sonstige Drogen - einfach nur weil ich tief und fest gepennt habe.

Ich finde in verschiedenen Ratgebern verschiedene Auffassungen ob nun Elternbett oder besser nicht Elternbett.

Für mich gilt: besser nicht. Zum einen aus Sicherheitsgründen, zum anderen weil ich es einfach nicht möchte und mir mein Bett lieber wenn überhaupt mit meinem Partner teile.
Kann aber m.E. jeder machen wie er lustig ist.

Beitrag von flammerie07 23.10.10 - 17:16 Uhr

habe zu beginn im sitzen im bett gestillt und weißt du was???? ich bin im sitzen eingeschlafen, weil ich soooooo müde war #gaehn da hätte es keinen unterschied gemacht ob ich nun auf der couch oder im bett gesessen hätte.

hab dann irgendwann beginnen im liegen zu stillen und das war toll. ich hab schlaf bekommen und mein kleiner nähe und milch. mein instink hat mich auch davor bewahrt mich draufzulegen. geschlafen hat er in der mitte.

hab gestillt bis er 13 monate war. zuletzt ausschließlich nachts.

Beitrag von muehlie 23.10.10 - 17:20 Uhr

Ich hatte dir auch schon im anderen Thread geantwortet, aber meinetwegen gerne noch mal konkret: ja, selbstverständlich stille ich meine Kinder im Bett und natürlich tu ich das aus Bequemlichkeit. Dass es darüber hinaus auch nur natürlich ist, bestärkt mich nur noch in meiner Bequemlichkeit.
Hätte die Natur es vorgesehen, dass Mütter nachts zum Stillen aufstehen und in einen anderen Raum gehen, hätte sie uns wohl auch die Fähigkeit gegeben, ohne Probleme über viele, viele Monate mit maximal 6 Stunden Schlaf, verteilt auf 4 Etappen, auszukommen. Und sie hätte wohl auch nicht dafür gesorgt, dass beim Stillen Oxytocin freigesetzt wird, das frau so wunderbar ruhig und schläfrig macht. ;-)

Beitrag von vonnimama 23.10.10 - 17:34 Uhr

Ich habe nun schon 5 Monate fast immer max. 5-6 h Schlaf verteilt auf mehrere Etappen ;-) Und bei meinem Sohn hatte ich das Phänomen fast 15 Monate lang. Natürlich gibt es zwischendurch immer mal wieder Erhol-Nächte (spärlich gesät), sonst würde es wahrscheinlich nicht gehen. Aber ich bin von Natur aus ein Mensch, der mit sehr wenig Schlaf auskommt. ;-)

Beitrag von muehlie 23.10.10 - 17:39 Uhr

Toll. Dann bist du wohl die Ausnahme von der Regel. Die meisten Diskussionen speziell in diesem Forum drehen sich nämlich immer wieder um die Frage, wie Mama endlich wieder zu mehr Schlaf kommt. ;-)

Beitrag von muehlie 23.10.10 - 17:41 Uhr

Ha! War gar nicht "dieses" Forum, sondern natürlich das Forum "Schlafen". ;-)

Beitrag von 98honolulu 23.10.10 - 17:26 Uhr

Hallo,

unser Sohn wurde (leider) nicht gestillt, aber die Flasche gabs trotzdem aus Bequemlichkeit im Bett ;-) Wenn man weit über ein Jahr nachts aufstehen soll, ist man doch irgendwann sehr müde.
Zum stillen: es ist das Natürlichste der Welt, dass eine Mutter ihr Kind im Bett stillt. Der mütterliche Instink verhindert, dass du es zerdrückst oder sonstwas.

Mir scheint aber, du könntest dich noch ein wenig über kindliches Schlafverhalten informieren und empfehle dir daher "Schlafen und Wachen" von Sears #aha!

Beitrag von thalia.81 23.10.10 - 17:58 Uhr

*denn man liest ja immerwieder was passieren kann.*

Kannst du da mal bitte ein Beispiel für anführen? Ich habe davon nämlich noch nicht gelesen.

Ich stille übrigens nicht (mehr) liegend. Das aber auch nur, weil ich jede Nacht eine Milchlache im Bett hatte, durch den Druck auf die Brust. Wenn sich meine Milchmengen endlich mal meinem Sohn anpassen, stille ich aber auch wieder im Liegen. Weil es so schön bequem ist!
Z.Z. stille ich sitzend im Bett. Aber auch das aus Bequemlichkeit. sind wir fertig, lege ich den Zwerg ins Beistellbett oder zwischen uns und das gerne. Ich hätte viel mehr Angst, wenn er in seinem Zimmer schlafen würde. So höre ich seinen Atme, er meinen und wir schlafen alle so richtig gut. Hätte mir vor meiner Babyzeit jemand erzählt, dass ich so entspannt und gut schlafe, ich hätte ihm den Vogel gezeigt!

LG
thalia, die das FB so richtig genießt #verliebt

Beitrag von rmwib 23.10.10 - 18:01 Uhr

Na da spricht ja wieder mal die pure Informiertheit #rofl

Allein, dass Du "vollstillen TUST" reicht eigentlich schon aus #rofl was ist das bloß für eine komische tut tut Krankheit... kommt das vielleicht vom Sitzen nachts #kratz

Es ist entgegen Deiner unbelegten Vermutungen "was man da so alles hört" #klatsch erwiesen, dass Kinder im Familienbett genauso sicher schlafen, wie überall sonst, WENN: die Eltern nicht rauchen, trinken, Drogen oder Medikamente nehmen und die Mutter stillt.

Und darüber hinaus, um die Frage zu beantworten: anfangs hab ich im Sitzen gestillt, weil ich es liegend irgendwie nicht hinbekam, später nur noch liegend.
NATÜRLICH weil ich bequem bin. Vielleicht aber auch, weil mein Kind nachts richtig wach wird, wenn ich ihn umher schleppe um im Sitzen auf dem Sofa zu hocken NACHTS #rofl

Beitrag von lalal 23.10.10 - 18:20 Uhr

Tuten tut der Tutmann, und wenn er genung getutet hat, tut er dieTute in den Tutenkasten.


#schein

Beitrag von jumarie1982 23.10.10 - 18:26 Uhr

...tut er die Tute in den Tutenkasten tun! :-p

Beitrag von rmwib 23.10.10 - 20:09 Uhr

SOOOO sieht es nämlich aus #schein das tut man nämlich SO sagen. Tun. Da. In your face #huepf *hüstel* TUN. So.

Beitrag von hailie 23.10.10 - 18:39 Uhr

Die anderen Antworten habe ich jetzt nicht gelesen...

Meine erste Tochter bekam im Bett die Flasche, die zweite wird im Bett gestillt. Mit dem Stillen hat das also gar nichts zu tun, sondern mit Bequemlichkeit und Nähe.

Es gibt unabhängig vom Stillen sehr viele Gründe dafür, das Kind bei sich schlafen zu lassen. Und solange man nicht alkoholisiert ist, oder Drogen oder Medikamente zu sich genommen hat, ist es auch absolut sicher.
Ich gebe meinen Kindern gerne die Geborgenheit des Familienbettes. Außerdem schützt es auch vor dem plötzlichen Kindstod.

Im Übrigen... warum sollte man sich überhaupt die Mühe machen nachts aufzustehen, wenn es nicht unbedingt nötig ist? Dadurch fehlt doch nur Schlaf und man ist weniger ausgeruht... #kratz

Gruß,
hailie

Beitrag von hailie 23.10.10 - 18:41 Uhr

Du wirst dir sicher auch ganz schnell abgewöhnen, dir jedes Mal solche Umstände zu machen. Vielleicht hat deine Tochter momentan noch einen für dich angenehmen Stillrhythmus, aber das ändert sich sicherlich, zumindest phasenweise. Und wenn sie dann jede Stunde Stillen möchte, wird das nicht mehr so klappen. ;-)