Hauskauf...wie macht ihr das?!? Wie hoch ist die Rate und die extra...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von mamajustine 23.10.10 - 16:20 Uhr

Hallo meine lieben,

nun stellt sich mir mal wieder eine Frage nachdem ich hier ein paar Diskussionen gelesen habe.

Ich lese hier öfters, das sich Leute ein Eigenheim kaufen, ohne EK und sogar noch mit schulden irgendwo anders.

Bekommt man wirklich so leicht einen hohen Kredit bei den Banken?

Mich würde Interessieren, wie funktioniert das.

Wir spielen auch mit dem Gedanken uns was eigenes zu kaufen in 1-2 jahren. Allerdings bin ich trotz des, nicht schlechten, verdienstes meines Mannes immer Skeptisch ob wir das finanziell tragen können.

Was setzten die Banken denn voraus?!?

Was zahlt ihr ca für euer Haus an Rate? Und was kommt sonst noch an Nebenkosten dazu?

Ich bin, glaub ich, ein zu ängstlicher mensch für sowas. Ich mal schon immer vorher den teufel an die Wand.#zitter

LG

Beitrag von vwpassat 23.10.10 - 16:41 Uhr

Die Frage kommt ja hier allzu häufig.

Ich weiß nicht, was es bringen soll, zu wissen, was andere zahlen???

Was nützt es z.B. jahrelang auf Urlaub zu verzichten, in KIK-Lumpen rumzurennen, ein Haufen Eigenleistung zu erbringen, nur um zu sagen: Guckt mal, mein Haus. In aller Regel gehört es die ersten 30 Jahre der Bank und viele leben am Existenzminimum, nur weil sie der Meinung sind, Eigentum haben zu müssen oder angebliche Altersvorsorgung. Der Heizkessel überlebt keine 30 Jahre und auch andee Dinge werden ersetzt werden müssen, an und in einem Haus gibt es immer Arbeit und die verschlingt einen Haufen Geld.

Ich bin der Meinung, dass die Belastung der Wohnkosten, also Rate + Nebenkosten zusammen keinesfalls 30% des Haushaltsnettoeinkommens (ohne Kindergeld) übersteigen soll.

Also z.B. bei 3000 € Einkommen allerallerhöchstens 1000 €.

Beitrag von mamajustine 23.10.10 - 19:00 Uhr

Sorry, war etwas unverständlich geschrieben oben. Wir sparen selbstverständlich schon.

Mich hätte trotzdem mal interessiert was Banken da so voraussetzten, wenn schon so viele ohne EK und mit Restschuld sogar so hohe Summen bekommen. Scheinbar ist das net allszuviel.

Für mich selbst steht eh noch nicht zu 100 % fest ob ich eigentum will. Aus genau den Gründen die du aufführst. Ich stell mir das leben als Mieter mit nem netten Vermieter (wie wir jetzt haben) ganz bequem vor.

Beitrag von maralie 24.10.10 - 18:18 Uhr

Du beschreibst genau das was ich hier in meinen Wohnumfeld sehe#pro.Dickes Haus,2 Autos aber an den Kindern wird gespart!

#pro

Beitrag von werner1 23.10.10 - 16:49 Uhr

Hallo,

das funktioniert bei den anderen auch nicht.
Jede Bank wird sich fragen, warum ihr bis heute nichts beiseite legen konntet, wenn ihr schon nicht so schlecht verdient. Und was sich plötzlich ab morgen ändern soll.
Ohne weitere Sicherheiten wird das nichts.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von mamajustine 23.10.10 - 19:07 Uhr

Hi,

tja scheinbar schreiben dann hier viele die unwahrheit oder?! Denn man liest hier oft genug solche dinge.

Mich hätte einfach interessiert wie das funktionieren soll. Ich selbst habe angst mit EK und einer festen Arbeit usw die Finanzierung über solch einen Zeitraum halten zu können. SChließlich weiß man nie was kommt. Und andere machen das ohne EK und mit Restschulden irgendwo usw. wie geht das bitte? Sind das einfach unvernünftige Menschen oder vertrauen die auf das jetzt oder wie?!? Bin ich vielelicht einfach zu ängstlich und denke zuviel nach?!?

Um uns gehts dabei gar net so. Wir haben EK, sparen auch noch. Sind uns aber auch noch nicht hundert Pro einig ob wir eigentum wollen. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.



Lg

Beitrag von brummeli67 24.10.10 - 11:20 Uhr

Wenn der Job bleibt, kann es gut gehen.
Ansonsten gibt es jährlich genug Zwangsverkäufe oder gar Zwangsversteigerungen...
Das muss jeder für sich entscheiden, was er möchte.

Beitrag von curlysue1 23.10.10 - 17:15 Uhr

Hallo,

ohne EK würde ich nie bauen oder kaufen, für mich war auch immer wichtig, das Haus vor meinem 40. Lebensjahr abbezhalt zu haben, denn wie vwpassat schon schreibt, es kommen auch noch soviele Rep. und Erneuerungen.

LG

Beitrag von mamajustine 23.10.10 - 18:58 Uhr

hihi das würde mein Männe nimmer schaffen ;-)

Beitrag von alex_22_nrw 23.10.10 - 17:32 Uhr

Also, wir sind damals ziemlich günstig an unser Häuschen gekommen. Daher ist die monatliche Belastung angenehm. Zahlen dann zwar auch noch 20 Jahre, aber dann sind wir "erst" fünfzig.
Wir hatten allerdings Eigenkapital, 25%.
Nun, die Nebenkosten sind nicht zu verachten...wir leisten uns trotzdem noch ne Menge "Luxus" und gucken nicht auf nen €

LG Alex

Beitrag von mamajustine 23.10.10 - 18:55 Uhr

hmm... hab mir jetzt meinen eigenen Text nochmal durchgelesen und festgestellt, das ich das etwas doof geschrieben/formuliert habe.

Also wir sparen selbstverständlich bereits. Haben auch schon gut EK angesammelt, ohne würde ich wahrscheinlich nichtmal dran denken zu kaufen oder zu bauen. Um gottes willen #zitter bin doch so schon ein schisser, und ohne geld, komplett finanziert würde mich das nervlich kaputt machen ;-).

Nee meine frage richtete sich eher an die, wie oben schon erwähnt, sich Eigentum zulegen ohne EK und noch mit Restschulden.

Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Wie läuft das ab? Mich würde echt interessieren ob die Banken da so blauäugig drauf zugehen. Kann mir das irgendwie net vorstellen.

Ich bin sogar fast der gleichen Meinung wie die eine antwortgeberin. Ich selbst würde wahrscheinlich nicht kaufen. Es kommen ständig kosten nach. Klar kann ich dann meinen kindern was vererben wenns abbezahlt ist usw. Aber ich hab immer schiss das irgendwas unerwartetes passiert. Lass einem von uns was passieren oder man verliert den Job oder oder oder ...wie gesagt ich denk im vorraus immer schon ans schlimmste.
Mein Mann würde aber auch gerne mal was eigenes haben und klar könnt ichs mir dann auch vorstellen, wenn er so schwärmt.

Deswegen auch wenn dann erst in 1-2 jahren, ich brauch da noch anwärmzeit mit dem thema. :-p

Sorry nochmal dass das oben etwas wirr geschrieben war. Aber trotzdem danke für die Antworten.:-D

LG

Beitrag von anarchie 23.10.10 - 19:14 Uhr

Hallo!

ne, so einfach geht das nicht...

Wir sind welche von "denen" die ohne EK finaziert haben udn noch ne größere Altlast mit drinnen...beleihungsauslauf um und bei 146%...

Aber, mein mann verdient auch gut und ist unkündbar.

Die bank macht sowas natürlich nur, wenn sie ziemlich sicher sein kann, keinen Verlust zu machen.
und wenn man erklären kann, warum an keine rücklagen hat trotz gutem verdienst.
bei uns war es so, dass mein Mann mit seiner ex-Frau ein haus hatte, das abbezahlt hat...das hat sie jetzt(was auch ok is) und daher war kein EK vorhanden...

Wir haben auf 20 jahre finanziert, 3% abfängliche Tilgung.
Monatlich knapp 2000EUR Rate.
Das war 2006.

lg

melanie und die 4 Kurzen

Beitrag von mamajustine 23.10.10 - 19:30 Uhr

Hi Melanie,

danke für deine Antwort.

Das mit "denen" war aber keinesfalls abwertend gemeint. ;-)

Ok in eurem Fall klingt das schon einleuchtend, das die bank sich drauf einlässt.

Gruß

Beitrag von hippogreif 23.10.10 - 22:12 Uhr

Bitte erkläre mir, wie man unkündbar sein kann.
Bin gespannt.

Beitrag von sonne_1975 23.10.10 - 22:18 Uhr

Beamte?

Beitrag von hippogreif 23.10.10 - 22:36 Uhr

Nö.
zunächsteinmal besteht bei Beamten gar kein Arbeitsverhältnis - sie werden ernannt. Das Mittel der Kündigung gibt es aus diesem Grund nicht, weil eben kein Vertrag besteht und nicht, weil sie einen besonderen Status erlangt haben.
Daneben kann ein Beamter auf Lebenszeit (und ich glaube, diese meinst Du?) durchaus seinen Posten gegen seinen Willen verlieren, nämlich durch ein Disziplinarverfahren.

Beitrag von zwiebelchen1977 24.10.10 - 09:16 Uhr

Da müssen aber schon gravierende Gründe vorliegen.

Bianca

Beitrag von anarchie 23.10.10 - 23:07 Uhr

Öhm, beamter auf lebenszeit;-)

Beitrag von miau2 23.10.10 - 19:16 Uhr

Hi,
was die Banken voraussetzen ist unterschiedlich.

Die einen verlangen einen festen Betrag X pro Person im Haushalt, der nach Abzug der Rate und geplanten Nebenkosten (und z.B. Kosten für private KV) übrig bleiben muss. Allerdings ist das ein Betrag, von dem man irgendwie leben kann. Mehr auch nicht.

Die anderen verlangen einen Prozentsatz Y vom Haushaltseinkommen, der maximal für die Rate (ggfs. plus Nebenkosten) aufgewendet werden darf. Irgendwie auch falsch, denn es ist ja schon ein Unterschied, ob dieses Einkommen 2.000 oder 20.000 im Monat beträgt.

Eine pauschale Antwort auf deine Frage gibt es also nicht.

Was wir zahlen nützt dir relativ wenig. An Nebenkosten kommen dazu
- evtl. Makler (ca. 5%)
- Grunderwerbssteuer (!wird gerade in einigen Bundesländern auf bis zu 5% angehoben - 3,5-5% vom Kaufpreis muss man rechnen)
- Notarkosten (ca. 1,5% vom Kaufpreis)
- Umzugskosten (hängt davon ab, wie man umzieht - bei uns waren das ca. 200 Euro für Transporter, Getränke und belegte brötchen)
- Renovierungs- oder sogar Sanierungskosten - das kann dir hier niemand sicher beantworten, hängt natürlich vom Haus ab

einplanen muss man natürlich auch Folgekosten. Der Heizkessel hält natürlich keine 30 Jahre, aber es ist schon ein Unterschied, ob man in einen Neubau einzieht oder in einen notdürftig geflickten Altbau.

Nebenkosten, die dauerhaft anfallen - auch das ist schwer zu beantworten. Wir kalkulieren für alles inkl. Strom und Versicherungen ca. 300 Euro/Monat, allerdings sparsamer Neubau, kleines Grundstück (ca. 140qm wohnfläche + Keller). Je nach Haus kann das natürlich erheblich mehr sein. Mit einem unsanierten Altbau kann es passieren, dass man DAS schon allein mit der Heizung verfeuert. Und wenn wir damit nicht ganz hinkommen wird es uns nicht das Genick brechen - so knapp zu kalkulieren ist gefährlich.

So leicht bekommt heute kaum einer mehr einen seriösen Kredit. Und das ist auch gut so. Aber wenn die finanzielle Situation und das Gesamtpaket (also auch der Kaufpreis zu der Bewertung des Hauses durch die Bank passt) stimmt - dann geht das durchaus.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von mamajustine 23.10.10 - 19:38 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ich frag mich halt auch ob ich damit leben kann... mit solchen schulden im Rücken. Ich hab schon probleme damit das ich noch 7 monate mein sofa abbezahle, da wir das auf null zins finanz gekauft haben auf 10 monate um unser Gespartes nicht anzufassen. Ich hasse schulden. Das nervt mich einfach. Klar geht die Rate einfach vom konto weg, wir haben keine zinsen und nix. Aber ich würd bequemer sitzen wenns schon abbezahlt wär und so mach ich mir gedanken ob mir das mit nem haus ähnlich gehen würde.

Schließlich ist das eine große verantwortung. Vielleicht denk ich echt etwas zuuu sehr nach vorne und in die Zukunft. Ich bewundere echt menschen die sich ein Haus kaufen und dieses Risiko eingehen. Ich hätte sogar bei einem neubau angst an Pfuscher zu geraten. Man hört und sieht so vieles.

Vielleicht ist es einfacher weinterhin in ner mietwohnung zu leben und die verantworung abzugeben.

LG

Beitrag von vwpassat 24.10.10 - 10:34 Uhr

Du hast Dir die Antwort doch bereits selbst gegeben, Du bist nicht der Eigentum-Typ, Ausnahme wäre Du könntest es sofort bezahlen.

Ach und noch zum Thema Banken: Im Fall des Falles der Zahlungsunfähigkeit gehört der Bank das Haus, das sollte man für die Zeit der Finanzierung nicht vergessen. Es gibt genug Zwangsversteigerungen, schau die Aushänge im Amtsgericht an.

Beitrag von miau2 24.10.10 - 17:19 Uhr

Hi,
wenn du das mit dem Sofa anders bequemer gefunden hättest: warum wurde es dann so gemacht? wegen der paar Cent fuffzig Zinsgewinn?

Entweder du bist der Typ dafür oder nicht - das kann dir hier niemand beantworten.

Natürlich sollte man den Schritt nicht leichtfertig machen. Aber es ist schon ein Unterschied, ob man "Respekt" vor der Summe hat oder ob man wirklich Angst davor hat, die nächsten 20 Jahre nicht mehr schlafen zu können.

Respekt ist notwendig, um eben nicht leichtfertig zu handeln. Aber Angst sollte man ernst nehmen - vielleicht hat die ja irgendwo ihre Ursache.

Man hört und liest vieles. Stimmt. Aber natürlich hört man nicht von den vielen, vielen Häuslebauern, die NICHT an Pfuscher geraten, sondern zufrieden im Eigenheim wohnen - das sie sich auch leisten konnten.

Die sind halt nicht so schlagzeilenträchtig und tauchen natürlich nicht in den Medien auf - auch wenn es vermutlich meistens so läuft (ich rede nicht von kleinen Mängeln, die es fast immer gibt bei Neubauten, sondern von gravierenden).

Und: gegen die Sorge, an Pfuscher zu geraten kann einiges getan werden. Man kann sich von Anfang an - die Mehrkosten sind überschaubar und es wert - mit einem Bausachverständigen zusammentun. Man kann sich umhören, nach Zufriedenheit. Es gibt auch hier Bauunternehmer mit gutem Ruf (wie unserer) - und welche mit schlechtem Ruf. Die gibts überall. Herausfinden ließe sich das oft vor der endgültigen Unterschrift. Auch etwas, das "man liest so häufig..." nicht näher erläutert - wie weit da evtl. wichtiges von Anfang an versäumt wurde. Aus Unwissenheit, sicher, aber daran hätte man etwas ändern können. Oder aber auch, weil auf den letzten Cent kalkuliert wurde und für den sachverständigen kein Platz mehr war.

Also, wenn es DARAN liegt, dagegen ließe sich etwas tun. Aber wenn die Sorgen und Ängste die finanzielle Seite betreffen - dann nimm sie ernst. Besser als 20 Jahre schlaflose Nächte. Oder nach kurzer Zeit auf die harte tour merken, was einem das Unterbewußtsein die ganze Zeit gesagt hat: dass es eben doch nicht klappt.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von sternschnuppe215 24.10.10 - 19:23 Uhr

die Bank rechnet ca 6% Annuität auf die Darlehenssumme.

Diba finanziert z.B. den vollen Kaufpreis.

Lebenshaltungskosten rechnet die Bankca 550 EUR für 1. Pers., und 250 EUR je weitere im Haushalt

Bewirtschaftungskosten rechnet Bank mit ca 2,5 EUR/ qm Wohnfläche...