Das Alltagsleben

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von magnichtmehr44 23.10.10 - 18:04 Uhr

Hallo,

wie geht ihr mit eurem Alltagsleben in der Partnerschaft um?

Ich bin jetzt mitte 40 und seit 18 Jahren verheiratet. Wir haben 3 Kinder im Alter von 2 Jahren, 3 Jahren und 13 Jahren.
Es war bei uns nie die große Liebe, eher eine Zweckgemeinschaft.
Bis vor zwei Jahren gab es auch keine größeren Probleme.
Dann sind wir uns nur noch auf die Nerven gegangen.
Leider haben wir auch keine gemeinsame Interessen. Nicht mal das TV Program.
Er geht 2x die Woche in seine Stammkneipe und ich nutze dann das TV Program. Wenn er Abends zuhause ist arbeite ich meistens an meinem Computer. (Mache meine Arbeit von zu Hause aus), nur damit ich mit meinem Mann nicht reden muss.

An den Wochenende unternimmt er viel mit den Kindern. Damit wir eine Familie sind gehe ich meistens mit, obwohl er selten dabei mit mir redet. Da ihm die Kinder sehr wichtig sind, was ja auch gut so ist.
Wenn ich ihn dann mal anspreche und oder zu den Kindern was sage:
Ignoriert er mich und schaut mich nicht mal an, sondern eines von den Kindern. Wenn ich mit den Kindern rede, spricht er gleich dazwischen, so das ich nicht mehr weiterrede.
Er hat seit kurzem die Angewohnheit mich nur blöd anzureden.
Wir waren auch schon bei einer Eheberatung.

Hat nur 6 Monate gut getan, dann war wieder alles beim alten.

Manchmal habe ich das Gefühl das es doch noch mehr im Leben geben muss.
Wenn ich mit einem Gespräch anfange wo ich meinem Mann nahe legen will, das wir uns beide bemühen sollten Schwung in unsere Beziehung zu bringen, oder unser Liebesleben wieder aufzupepeln kommen nur dumme Komentare wie :

- dir ist wohl Langweilig
- hast du wieder mit deiner Freundin zusammengehockt und gejammert?
- wenn du willst, dann gehe doch!

In mir kommt immer mehr der Wunsch nach einem Partner hoch, mit dem man Gemeinsamkeiten hat.
An den man sich mal kuscheln kann
oder auch guten oder wenigstens mal #sex haben kann.

Ich denke immer mehr an eine Trennung.

Und dann ist da aber die andere Seite, das ich den Kindern nicht den Vater nehmen möchte.
Ich aber ohne die Kinder auch nicht ausziehen will um ein neues Leben zu beginnen.

Es ist einfach eine eingefahrene Situation.

Gibt es hier Frauen, die so fühlen wie ich oder denen es ähnlich geht?

Wie geht ihr damit um. Was habt ihr unternommen.

Danke für antworten.

Beitrag von xxtanja18xx 23.10.10 - 18:13 Uhr

Das was ihr habt, hört sich nach einer Wohngemeinschaft an...

Du wirst nie Glücklich werden, wenn du dein Leben so weiter lebst.

Es heißt ja nicht, wenn du dich Trennst, das du ihm die Kinder nimmst...das kann man alles regeln!!!

Denk an DICH dennn mit mitte 40 ist das Leben noch lange nicht rum....oder willst du so noch 20-30 oder wieviele jahre auch immer weiter leben??


Alles gute für Dich :-)

Beitrag von ciocia 23.10.10 - 19:05 Uhr

Selbst in einer Wohngemeinschaft geht man respektvoller und freundlicher miteinander um!

Beitrag von dominiksmami 23.10.10 - 18:34 Uhr

Huhu,

>>wie geht ihr mit eurem Alltagsleben in der Partnerschaft um? <<

tut mir leid, aber das würde dir überhaupt nichts bringen...denn mein Mann und ich sind zusammen weil wir uns lieben und nicht weil wir irgendwann mal eine Zweckgemeinschaft gebildet haben, also wäre unsere Situation gar nicht mit eurer Vergleichbar.

Weder käme einer von uns auf die blöde, unreife Idee den anderen einfach zu ignorieren, noch würde einer von uns sofort dazwischen reden wenn der andere mit den Kindern spricht und schon gar nicht käme einer von uns beiden auf die Idee den anderen wie du sagt " nur blöd anzureden"

Und du hast vollkommen recht in einer Partnerschaft geht es auch darum gemeinsame Interessen zu haben und kuscheln und Sex gehören normalerweise genauso dazu.

Das was ihr habt ist, so wie du es beschreibst, definitiv keine Partnerschaft und da wundern mich 3 gemeinsame Kinder doch sehr.

Ihnen nicht den Vater nehmen zu wollen ist ja nobel gedacht....aber so müssen sie mit einer Mutter leben die sich nie wohlfühlt, das ist auch nicht besser und glaub mir, Kinder merken sowas.

lg

Andrea

Beitrag von clazwi 23.10.10 - 20:40 Uhr

Hallo Magnichtmehr,

wir sind auch schon seit 19 Jahren verheiratet und haben natürlich auch "Alltag".
Trotzdem ist unsere Beziehung lebendig.

Über was ich gestolpert bin, ist dieser Satz:

***********************
Es war bei uns nie die große Liebe, eher eine Zweckgemeinschaft.
***********************

Was waren denn Euere Beweggründe, damals zu heiraten?


In einer Zweckgemeinschaft würde es mir auch nicht gut gehen. Unsere Ehe war für viele Aussenstehende im Prinzip sogar "bodenloser Leichtsinn", wir steckten noch mitten in der Ausbildung.

Ich denke, dass eine Trennung sinnvoll ist, bevor die Partnerschaft zur Quälerei wird.
Was hält Euch denn zusammen?

LG
Claudia