Vertrag zwischen zwei Privatpersonen rechtens?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von klimperklumperelfe 23.10.10 - 19:43 Uhr

Hallo zusammen,

mein Freund und ich sind seit drei Monaten getrennt. Er hat Schulden, dich ich aber abtragen muss. Also er hat sie verursacht und ich muss sie abzahlen.

Meine Frage ist, ob ich einen Vetrag mit ihm machen kann, dass er mir monatlich 50 Euro zahlt und das dann rechtens ist? Sprich, ob ich damit gerichtlich gegen ihn vorgehen kann, falls er nicht mehr zahlt?

Danke!
Jana

Beitrag von my.jessi 23.10.10 - 19:50 Uhr

Hallo Jana,

ich glaube, so lange man nicht weiß wieso du seine Schulden zahst wird dir auch niemand einen Rat geben können. Wenn du damit wirklich nichts zu tun hast und keine Bürgschaft unterschrieben hast und keine Verträge auf dich laufen, könntest du die Zahlungen doch einfach einstellen, oder? Die Gläubiger würden sich dann direkt an deinen Ex-Freund wenden.

Beitrag von klimperklumperelfe 23.10.10 - 19:55 Uhr

Er hat dem Bafögamt erzählt, dass er hier wohnt, ohne das es so war und ich das wusste. Das Amt denkt jetzt, dass ich überzahlt (weil mir zu dritt weniger Mietzuschuss zustünde als nur bei meinem Sohn und mir) wurde und muss Geld zurückzahlen. Er zahlt es mir monatlich in Raten aber ich möchte mich absichern.

Beitrag von dore1977 23.10.10 - 20:05 Uhr

Hallo,

dann klär dem Amt doch einfach das er gelogen hat und er nie bei Dir gewohnt hat. Ich würde den Teufel tun Schulden für meinen Ex zu bezahlen.

LG dore

Beitrag von klimperklumperelfe 23.10.10 - 21:16 Uhr

Die Vereinbarung, dass es okay ist, wenn ich die Schulden zurückzahle und er mir monatlich das Geld gibt, haben wir getroffen als wir noch zusammen waren.

Beitrag von litalia 23.10.10 - 22:35 Uhr

manche frauen sind einfach zu doof für die welt.

sorry, mehr als naiv und dumm dein verhalten und denkweise.

aber zahl fleißig weiter, hoffe dein kind muss nicht drunter leiden wenn nich genug kohle übrig bleibt.

so eine vereinbarung zwischen ihm und dir...damit kannst du dir den hintern abwischen.

sollte logisch sein.

Beitrag von klimperklumperelfe 23.10.10 - 22:37 Uhr

Biste bescheuert oder was? Lass mein Kind aus dem Spiel! Ich gehe lieber einmal mehr arbeiten als das mein Sohn nichts mehr zu essen hat!

So ein doofer Kommentar. Du hast noch nie was aus Liebe gemacht oder? Wir waren 10 Jahre zusammen, da vergibt man dem anderen eben mal das ein oder andere. Und vorallem vertraut man da auch. Zurecht oder eben nicht.

Beitrag von litalia 23.10.10 - 22:45 Uhr

auch wenn man liebt sollte man seinen verstand behalten, tatsache.

aber wie ich schon schrieb, bezahle fleißig weiter ans bafög amt, wenn es dich glücklich und zufrieden macht.

nur, jammere dann nicht wenn der herr nicht regelmäßig an dich das geld zahlen kann oder will.

du kannst ihm garnichts, auch nicht mit irgend einer privaten vereinbarung.

solltest du deinen verstand wieder erlangt haben dann gehst du zum anwalt und lässt dich beraten.

was soll übrigens die vereinbarung? wieso zahlt er denn nicht gleich die 50 euro ans amt anstatt dass du es zahlst und er dann an dich?

Beitrag von klimperklumperelfe 23.10.10 - 22:51 Uhr

Ich hatte hier nach einem Vertrag und dessen rechtliche Verbindlichkeit gefragt und man bekommt so ne Antwort. Ich weiß, dass es dumm war, áber nun ist es zu spät. Er zahlt es nicht direkt ans Amt, da ihm dann womöglich ein Verfahren droht wegen Täuschung. Da ich nicht dachte, dass wir uns so schnell trennen hab ich das auf mich genommen, So ist das eben, wenn man solange zusammen ist. Da steht man manchmal für den anderen ein. Ich kanns nicht mehr ändern und hatte hier lediglich um einen Rat gebeten. Danke!

Beitrag von ppg 23.10.10 - 20:09 Uhr

Ja und warum hast Du ihn nicht , als der Bescheid vom Bafögamt kam, rückwirkend beim Einwohnermeldeamt abgemeldet und danach dem Bescheid vom Bafögamt wiedersprochen??? Das wäre der juristisch korrekte Weg gewesen.

Funktioniert übrigens - mein Ex hat auch schon so ne Nummer abgezogen!

Da Du der Rückzahlung nun zugestimmt hast und auch schon begonnen hast ratenweise zurückzuzahlen hast Du (!!!!!) die Schuld anerkannt und bist in der Zahlungsverpflichtung. Wenn er sich daran beteidigt ist das nett, aber er ist dazu in keiner Weise verpflichtet. Sprich wenn er damit aufhört kannst Du nichts dagegen tun. Und Du kannst Dich auch nicht vertraglich dagegen absichern, das er Fehler die DU gemacht hast mitbezahlt- auch wenn er der Auslöser dieses Fehlers war.


Ute

Beitrag von klimperklumperelfe 23.10.10 - 21:15 Uhr

Ich hätte ihn nicht anmelden können, da ich da noch mehr Nachteile gehabt hätte. Als ich in Elternzeit war, hab ich ja kein BaföG sondern Alg2 bekommen und wenn die rausbekommen, dass er angeblich hier gewohnt hat, dann hätte ich ja auch da was zurückzahlen müssen.

Beitrag von ppg 23.10.10 - 21:26 Uhr

Du hättest ihn nicht ANmelden sollen, sondern ABmelden.

Und das hättest Du allein machen können, ohne sein Einverständniss oder seine Unterschrift! Eben weil Du Nachteile dadurch hast!


Die ARGE kann sich übrigens immernoch bei Dir melden und Rückzahlung verlagen - das geht noch 3 ( oder 5 Jahre rückwirkend )

Ute

Beitrag von klimperklumperelfe 23.10.10 - 21:31 Uhr

Ich kapiere es nicht. Er war doch gar nicht bei mir gemeldet. Das muss man nicht. Beim bafög Kann man meines Erachtens einfach eine Adresse angeben wo man während des ´Studiums wohnt.

Beitrag von ppg 23.10.10 - 21:37 Uhr

Dummerweise hast Du aber deswegen die Rückzahlung an der Backe und es kann sein , das die ARGE mit einer Rückforderung folgt!

Es wäre an Dir gewesen, den Wohnort richtigzustellen! Daher sind nun auch die Rückforderungen einzig Deine Sache. Wenn also dein Ex nicht mehr zahlt, dann ist das für Dich einfach dumm gelaufen, denn es gibt keine rechtliche Handhabe , deinen Ex zur Zahlung Deiner (!!!) Verbindlichkeiten zu zwingen.

Ute

Beitrag von klimperklumperelfe 23.10.10 - 21:37 Uhr

:-(

Tja, Liebe macht blind und vertrauenswürdig!

Beitrag von windsbraut69 23.10.10 - 21:39 Uhr

Doch, klar.
Warum sollten sie nicht vertraglich festhalten, dass er die Rückzahlung verantwortet und ihr in Raten zurückzahlt?

Er ist doch einverstanden.

Gruß,

W

Beitrag von ppg 23.10.10 - 21:55 Uhr

Weil die Rückzahlung gar nicht zum tragen gekommen wäre, wenn Kimperklumper ordnungsgemäß Wiederspruch gegen den Bescheid eingelegt hätte und die Tatsachen aufgeklärt hätte. Jetzt ist sie diejenige, die offiziell Betrug begangen hat.

Und dafür läßt sich leider kein juristisch einwandfreier Vertrag formulieren. Man hat eben als Staftäter nicht die Möglichkeit den finanziellen Schaden, weil die Gaunerei schiefgegangen ist, auf andere abzuwälzen. Sie hatte die Möglichkeit den Sachstand richtigzustellen - nur das hat sie nicht wahrgenommen.

Aber ich bin kein Jurist

Ute

Beitrag von mamavonyannick 23.10.10 - 22:58 Uhr

Genauso sehe ich das auch. Das wäre ja, als wenn ich bei einem schief gegangenen Banküberfall meinen vertraglich Komplizen verpflichtet, mit die Beute zurückzuzahlen, weil er schuld an dem Desaster war;-)

Beitrag von windsbraut69 24.10.10 - 09:35 Uhr

Warum nicht?
Es wäre zwar strunzdumm, den Bankraub schriftlich zu erwähnen aber in einem stinknormalen Schuldschein oder Kreditvertrag zwischen zwei Personen tut doch kein Verwendungszweck Not.

Gruß,

W

Beitrag von mamavonyannick 24.10.10 - 09:53 Uhr

Weil es sittenwidrig ist vllt?

Beitrag von mamavonyannick 24.10.10 - 09:55 Uhr

http://www.123recht.net/article.asp?a=581&p=2&ccheck=1

Beitrag von windsbraut69 24.10.10 - 10:53 Uhr

Nö, warum sollte es sittenwidrig sein, dass er für Schaden, den er angerichtet hat, aufkommt?
Wie gesagt, die Ursache der Angelegenheit würde ich tunlichst aus dem Vertrag heraushalten.

Beitrag von mamavonyannick 24.10.10 - 12:35 Uhr

Aber nur WENN die Ursache rausgehalten wird. Mit Ursache ist der Vertrag sittenwidrig. Und ob ER den schaden angerichtet hat, das ist fraglich. Denn SIE hat es geduldet.

Beitrag von windsbraut69 24.10.10 - 09:33 Uhr

Ja, okay, den ganzen Betrugssachverhalt müßte man da raushalten, das ist klar, der könnte ja auch ganz anders dann verwendet werden.

Aber gegen neutralen Darlehnsvertrag zwischen den beiden spricht m. E. nichts.
Dann läßt sie - so er mitspielt - sich eben bestätigen, ihm Betrag X geliehen zu haben und macht eine schriftliche Rückzahlungsvereinbarung mit ihm aus.

LG,

W

Beitrag von windsbraut69 23.10.10 - 21:38 Uhr

Und warum hast Du das nicht richtig gestellt, sondern stattdessen eine Rückzahlung hingenommen?

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