weiß nicht mehr weiter - bitte auch jazzbassist, lisasimpson ;-)

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von mama062006 23.10.10 - 21:15 Uhr

HAllo,

ich habe zwei Jungs, 3 und 4 Jahre alt.

Gemeinsam friedlich miteinander spielen ist mal wieder unmöglich (auch nicht, wenn einer von uns mitspielt). Ständig gibt es Streit, bei dem der Große dem Kleinen weh tut. Hauen haben wir hinter uns gelassen, es ist jetzt kneifen, im an den Hals gehen und drücken / ziehen, pieken. Der Kleine weint jedes Mal, auch wenn es meiner Meinung nach mal nicht weh getan haben kann. Muss dazu sagen, der Kleine provoziert den Großen auch oft ...

Dann sind sie beide so vorlaut, dass mir echt die Ohren schlackern. Der Große hat auch nen Ton drauf - geht gar nicht. Da schreit er mich z.B. richtig an, weil was nicht nach seinem Kopf ging.

Beispiele:
- Do. Ich hole beide ab, die Erzieherin sagt mir, dass sie sich fast den ganzen Tag nur gestänkert und gehauen haben (sie gehen in eine Gruppe). Dann gibt es 2 Türen im Kindergarten. Jeder darf eine Tür aufmachen. Meist nimmt der Kleine die Tür drin und der Große die Tür draußen. Nun wollte der Kleine auch mal die äußere Tür öffnen. Drama. Der Große hing ständig mit an der Tür, dass wollte der Kleine nicht. Ich also dem Großen gesagt, er soll es bitte lassen, er darf die Tür auch immer allein aufmachen. Er weiter dran gehangen, ich ihn also weg gezogen. Er hat sich dann losgerissen, mich angeschrien, dass ich nur hoffen konnte, es hat keiner gehört, ist bockig abgedampft. Meine Konsequenz, nachdem es an dem Tag grundsätzlich gar nicht geklappt hat, Bastelausflug gestrichen, weil ich mich nicht schämen möchte. Resultat: Tränen, Bocken. Zu Haus angekommen, er macht es nicht wieder, möchte jetzt hören. 10 Min. später wieder. Der Kleine schmiss alles durch die Gegend (nur nicht sein Zeug). Ich war nach ner Stunde so fix und fertig, dass ich Sandmann und Vorlesgeschichte gestrichen habe. Ich weiß, keine logische Konsequenz, aber was würdet ihr da machen?

- Beide spielen zunächst friedlich im Kinderzimmer mit mir gemeinsam (oder auch mal allein). Ich erdreiste mir, auf Toillette zu gehen, schon brüllt der Kleine. Ich frag ihn "M. hat mir weh getan" #aerger

- Oder beide machen Quatsch, beide haben Spaß. Dann möchte der Kleine nicht mehr, aber der Große muss dann immer weiter machen, bis der Kleine "endlich" weint :-[

Was habt ihr für Tips für mich? Ich bin im Moment schon 10 Minuten nach dem Abholen so genervt, weil einfach gar nichts mehr geht ... . Welche Konsequenzen?

Danke und lG

Beitrag von eule1206 23.10.10 - 22:28 Uhr

Huhu,
Tips kann ich dir nicht wirklich geben. Vieles ist sicher auch das Alter.
Aber ich persönlich würde die beiden nicht in eine Gruppe im KiGa packen. Bei uns werden Geschwister grundsätzlich in verschiedene Gruppe gepackt um beiden die Chance zu geben eine eigene Persönlich sag ich mal zu entwickeln.
LG und alles Gute
Nicki

Beitrag von sina236 24.10.10 - 00:01 Uhr

ich habe zwar nur ein kind, aber alle meine freundinnen haben mindestens zwei und ich muss dir leider sagen.....


















....deine kids sind völlig normal. es geht fast überall so ab. sie testen halt ihre grenzen ordentlich aus und der kleine hat den weinerlichen ton wahrscheinlich schon gut drauf, auch wenns mal nicht gezwickt hat, weil er weiss, du kommst dann. gruppentechnisch hätte ich sie vielleicht auch eher getrennt und bei dem rest denke ich, wenn du konsequent bleibst (ich fand das jetzt schon ne logische konsequenz, denn zumindest der 4jährige KANN bereits verstehen, dass es nach einem solchen tag ganz SICHER keinen sandmann mehr geben kann. selbst wenn da mal 2 stunden dazwischen liegen. ansonsten kann ich dir noch sagen, ich glaube, es wird besser. was oft bei uns hier hilft ist, freunde einladen. hört sich widersinnig an, ist aber so. sobald die kinder zu mehreren sind (meine ist halt als einzelkind bei den geschwisterkindern dann immer mittendrin, was ich schön finde)klappt es hier oft besser. du könntest den grossen öfter mal einen freund besuchen lassen oder jemanden einladen. dann sind die schon mal beschäftigt. in der zeit kannst du dem kleinen mal deine ganze aufmerksamkeit bieten. ich weiss, es hört sich erst mal nach noch mehr stress an. aber in der praxis hier hat es sich bewährt. du musst dann natuerlihc auch dafür sorgen, dass zb der kleine die grossen nicht stört, die brauchen auch mal ihre ruhe. probier das doch mal, vielleicht kannst du dich dann auch mal etwas entspannen, wenn du nicht alle "beide am halse hast" ;-)

sina

Beitrag von brausepulver 24.10.10 - 08:55 Uhr

Hallo

Ich denke da würden jeder Mutter die Nerven blank liegen #schwitz

Haben deine Kinder denn jeder ein eigenes Zimmer, so das sie sich aus dem Weg gehen können?

Wenn meine Große was machen möchte ohne ihre Schwester, dann verkrümelt sie sich in ihr Zimmer und macht die Tür zu. Und das wird respektiert. Jeder hat seinen Rückzugsraum. Vielleicht bringt das schon etwas Entspannung?

Ansonsten ist das Verhalten mit dem schreien sicher normal. Meine Tochter macht auch manchmal ein Drama aus (meiner Meinung nach) Kleinigkeiten. Wehe ich mache bspw. die Autotür auf und sie wollte sie aufmachen #schwitz#zitter#nanana Aber meine sind zum Glück *toi toi toi* sehr ruhige auseglichene Kinder mit normalen Ausrastern #herzlich

Deine Beiden sind ja auch mit sehr kurzem Altersabstand, was für den Großen sicher einfach nicht leicht ist. Wenn es bei euch möglich ist, würde ich beide in getrennte Gruppen geben. Sie müssen ja wirklich 24/7 an einander hocken. Da würde ich auch genervt sein...

Liebe Grüße

Beitrag von michi0512 24.10.10 - 12:37 Uhr

Mein Tip: in den Keller sperren, auf die Couch hocken und mal in Ruhe einen Kaffee schlürfen....



Kleiner Scherz. Aber es ist genau das was ich manchmal am liebsten tun würde #schwitz Wir haben hier genau wie Du beschrieben hast den Terror. Und die Szene in der Mama mal aufs WC muss.... das kommt mir sooo bekannt vor. Ich könnt jedesmal PLATZEN.

Meine sind 4 und 2. Aber Alles läuft wie bei Dir ab. Manchmal sehne ich morgens nach 1 Stunde Gebrüll shcon den Abend herbei. Diese Tips mit Zimmer verlassen und durchatmen - ALLES MÜLL - das Gebrüll d4r Kids hört man dennoch :-P


Also mal ein ernstegmeinter Tip von mir: Augen zu und durch. Ohren manchmal auf Durchzug stellen und wenn der Große den Kleinen zu sehr drangsaliert: stiller Stuhl oder Spielverbot für einige Minuten.

Manchmal bekommt man an extremen Tagen (schlechtwetter etc.) echt dass Gefühl dass man kein eignes Leben mehr hat - nur noch Terror...


GlG

Beitrag von lisasimpson 24.10.10 - 14:15 Uhr

Hallo!

Ja,. Geschwisterstreit ist ne fiese sache.
Ich habe vor einiger Zeit mal nach guter Literatur zu dem Thema gesucht (eher zum Thema "erstgeborene", aber egal:)
jedenfalls ist mir ein Buch in die Hände gekommen, daß sehr gewöhnungsbedürftig zu lesen ist, da sehr "amerikanisch" aufgemacht. heißt glaub ich "Hilfe meine Kinder streiten" und hat, wenn man sich auf den stil einläßt einiges zu bieten.

Grundsätzlich sehe ich häufig das Problem darin, daß Eltern bedacht auf "gleichheit" sind- sie wollen alle gleich behandeln- jeder muß das gleiche haben, bekommen, tun, dürfen usw..
dabei übersehen wir oft zwei Dinge
1. gleiches zu bekommen/ haben/ dürfen heißt immer: weniger zu haben/ bekommen/ dürfen.
Gleich gerecht werden kann man Kindern nur, wenn man jedes als individuum sieht und aufgrund seiner persönlichen stärken, schwächen, eigenheiten, vorlieben, talente... förder, fordert, bestärkt usw.
wenn also ein kind musikalisch ist, muß nicht jeder ein klavier bekommen, wenn einer gut in einer sache ist, darf man das herausstellen, ohne daß der andere gleich gut sein muß/ zum ausgleich für eine andere sache gelobt werden muß usw.

2. gleiches zu drüfen/ können/ bekommen benachtiligt den Großen.
Die "geschwisterordnung" sieht grundsätzlich vor, daß der ältere (zumindest am anfang), größer, klüger, stärker, "weiser" ist. das erkennen eltern oft nicht an (oder argumentieren dann mit "du bist doch der klügere, nun gib schon nach- was aber für kinder keine logik ist). der größerer wird also dann gewürdigt, wenn Er der erste, schnellste, stärkste sein darf.


ich würde dir daher den einfach (und schwierigen:) rat geben zu überdenken, wie du etwas begründest bei deinen Kindern (mit dem argument" der andere darf das auch/ auch nicht; jeder darf mal, jetzt kommt der andere dran...) oder individuell (du darfst das weil- du bekommst weil- du hast, weil du...)
verknüfpst du bei deinen Begründungen immer alles mit dem allgemeinwohl/ ausgleich/ Gerechtigkeit, dann schürst du damit einen geschwisterkonflik- du setzt sie in Konkurrenz zueinander.

und zum anderen: überlege dir, wo der große in seiner rolle des "großen bruders" zur Geltung kommt?
wo ist er der große, erste, starke, schnelle?

und dann zu guter letzt- übt Konfliktlösungen ein und lass es sie ausprobieren. kläre nicht immer du den konflikt, sondern übt spielerisch ein, wie man lösungen suchen kann.
kommt es dann zum konflikt, steh beratend zur seite, abe sei nicht schlichter und richter!

alles liebe
lisasimpson (deren jungs zum glück erst 2 und 3 jahr alt sind und erst im nächsten jahr wieder gemeinsam im Kindergarten sein werden:)




Beitrag von kloos 24.10.10 - 17:12 Uhr

Hallo.

Meine Kinder sind fast 6 (Junge) und fast 8 (Mädchen). Ich kann dir nicht wirklich helfen. Unsere Kinder streiten auch seit dem die laufen können. Und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Momentan haben die eine Phase......unmöglich. Hauen wäre dabei noch harmlos.#augen

Ich wäre auch froh, wenn bei uns zu Hause mal alles etwas harmonischer ablaufen würde.

Im Kiga waren die Kinder getrennt, aber sobald wir imAuto waren ging es los.

Einerseits hilft es mir zu wissen, dass es nicht nur bei uns so ist.;-)

Gruß,

kloos

Beitrag von jazzbassist 24.10.10 - 18:49 Uhr

Als Vater eines Einzelkindes bin ich natürlich nur ein bedingt guter Ansprechpartner bei Geschwisterstreitereien. Ich war aber zumindest selbst Geschwisterkind (Stöpselkind; also Zweitgeborener :-p) - daher kenne ich zumindest noch die Sichtweise als Kind.

Grundsätzlich gibt es hier auf Urbia selbst einen schönen Artikel zum Thema mit dem Titel „Wenn’s im Kinderzimmer kracht (http://www.urbia.de/magazin/familienleben/erziehung/wenn-s-im-kinderzimmer-kracht)“. Den halte ich für sehr lesenswert, dort stehen viele tolle Erklärungen und Hintergründe und Verhaltensmöglichkeiten für Eltern drin - gerade bei diesen typischen „Der M hat mich gehauen“-Situationen. Vielleicht hilft er Ihnen ja weiter.

Zum Kindergarten - das richtet sich natürlich nach der Größe des Kindergarten - aber, sofern möglich - haben Sie hier schon mal mit dem Gedanken gespielt, dafür zu sorgen, dass beide in eine unterschiedliche Gruppe kommen? So kann jeder auch mal eine bestimmte Zeit am Tag seinen eigenen Weg gehen (sozusagen eine Auszeit voneinander); der „Jüngere“ steht nicht immer im Schatten/Beobachtung des „Älteren“ und - andersrum funktioniert das natürlich ebensogut. Ich weiß, wie gut Eltern die Vorstellung gefällt, dass zwei Brüder in dem Alter dann zusammen spielen und zusammenhalten - aber - in der Realität hat das - zumindest bei mir uns meinem Bruder - nie so wirklich funktioniert. Außerdem freut man sich dann mehr auf den Mittag - wo man dann doch endlich mal „zusammen“ spielen kann. Manchmal sind Brüder ja auch nützlich :-p

Zu Ihrem Türdrama - dass Wort „Drama“ trifft es schon ganz gut. Vielleicht ist es für Kinder in diesem Alter wirklich eine Art von Weltuntergang, die Tür nicht öffnen zu dürfen. Es war schließlich ein Ritual; jeder hatte seine eigene Tür zu öffnen - und - die Mama durchkreuzt da einfach den Plan. Um den „Kleinen“ die Ungerechtigkeit zu ersparen, nicht mal die Andere Tür zu öffnen; wird dem „Großen“ die Ungerechtigkeit angetan, „seine“ Tür nicht mehr öffnen zu dürfen. Klar sind das für uns Erwachsene Banalitäten; aber - wir glauben auch nicht mehr an den Weihnachtsmann. Mit Kinderaugen sieht die Welt halt manchmal anders aus.

Wahrscheinlich sind das Situationen, wo es kein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt - also - egal wie Sie da spontan reagieren, wird es in einem Drama enden. Deswegen aber einen Ausflug zu streichen, finde ich die falsche Reaktion. Ich denke nicht, dass Strafen etwas daran ändern werden, dass sich Kinder wie Kinder verhalten und Geschwister streiten. Also - was ich in der Situation gemacht hätte (mit dem angenehmen Vorteil, da in Ruhe drüber nachdenken zu können) - ich wäre mit jedem Kind einzeln durch beide Türen gegangen. So darf jeder einmal dem Papa die Tür öffnen. Glauben Sie aber nicht, dass wäre mir in der Situation eingefallen - man weiß ja vorher nicht, was plötzlich in einem „Drama“ enden wird. Aber - vielleicht entwickelt man da irgendwann ein Gespür für, was „problematisch“ werden könnte, und was nicht. Gerade diese „Ich will Erster sein“-Situationen werden noch ziemlich häufig vorkommen.

Wenn die beiden sich mal in die Haare bekommen, wenn Sie sich erdreisten, auf Toilette zu gehen (wie können Sie nur? :-p); - dazu finden Sie ein paar nette Anregungen in den oben verlinkten Artikel. Wie Sie aber schon selbst erkannt haben; kleine Geschwister provozieren größere Geschwister auch gerne mal - und - manchmal hat man als Mama/Papa das Gefühl, dass die uns gerade veräppeln, wenn die schreien. Das ist aber auch völlig normal - jedes Kind weiß - dass Mama sofort angesprintet kommt, wenn es auf die Tränendrüse drückt. Man steht im Mittelpunkt, bekommt die volle Aufmerksamkeit und, man wird wieder gesund gepflegt und auch verwöhnt. Außerdem bekommt der ältere Bruder dann meistens auch noch ärger - gerade bei „älteren“ jüngeren Geschwistern wird das interessant. Ich weiß gar nicht, wie oft mein Bruder früher ärger bekommen hat, weil ich ihn in was reingeritten habe #schein. Aber - so etwa 30 Jahre später verstehen mein Bruder und ich uns blendet und es herrscht ein sehr großes, gegenseitiges Vertrauensverhältnis. Das ist sicherlich auch eine Sorge - die man als Elternteil haben wird; man sollte nie vergessen, dass es halt noch Kleinkinder sind. Nur, weil die sich heute in die Haare bekommen, heißt das nicht, dass die Morgen - wenn es drauf ankommt - gemeinsam durch Dick und Dünn gehen könnten.

Bei Ihrem letzten Beispiel - haben Sie hier denn das Gefühl, dass die Motivation des Großen dann eher ist, den Kleinen zum weinen zu bringen - oder - merkt er gar nicht den Übergang, wann aus Spiel plötzlich Tränen werden? Gerade, wenn die im Spielen vertieft sind, bekommen die eigentlich recht wenig von der Außenwelt mit. Auch fehlt einem 4-Jährigen hier ganz natürlich noch das nötige Feingefühl und die nötige Motorik, da immer auf seinen jüngeren Bruder Rücksicht nehmen zu können; viele Dinge wird er auch noch gar nicht verstehen. Auch das ist etwas, was - wohlgemerkt - beide noch erlernen müssen. Wahrscheinlich hilft hier nur der Tipp: Durchhalten.

Konsequenzen fallen mir da nur recht wenige ein. Wenn die Beiden gerade nicht miteinander spielen können (oder einer von beiden nicht will), würde ich zusehen, dass die beiden räumlich voneinander getrennt sind und beide Kinder die Grenze (ich will jetzt nicht mehr spielen) des anderen Geschwisterkindes respektieren müssen. Auch wenn das manchmal gemein ist und man als Mutter eigentlich möchte, dass die 24/7 miteinander friedlich spielen. Man kann sich sein Geschwisterkind halt nicht aussuchen; als 9-Jährige hätte ich meinen Bruder sicherlich gegen Baseball eingetauscht - aber 30 Jahre später für kein Geld der Welt mehr. Auch Geschwister müssen erst noch reifen.

Beitrag von mama062006 24.10.10 - 19:40 Uhr

Hallo,

erstmal danke an alle :-) . Bin ja schon etwas beruhigt, dass es mir da nicht allein so geht.

Getrennte Gruppen wären evtl. eine Option, da der KIGA allerdings ein offenes Konzept hat, würden sie sich auch immer sehen bzw. zueinander gehen können (und das dann auch wahrscheinlich tun). Die können gar nicht ohne einander. Aber ab und an auch nicht mit dem anderen ...

Also nochmal vielen Dank #liebdrueck #danke

Beitrag von stormkite 25.10.10 - 07:55 Uhr

Hi du,

Geschwisterstreit kenn ich zur Genüge. Meine Zwei sind jetzt 15 und 13 - und glaub es oder glaub es nicht, seit einem halben Jahr wird es etwas besser. Eine Phase? Ich klammere mich an die Hoffnung, das sie möglichst lange anhält.

Ich war schon soweit, das ich drüber nachgedacht habe, eines der Kinder bei meinem Exmann unterzubringen, einfach damit diese ewige Streiterei ein Ende hat. Ich hatte sogar schon mit ihm darüber gesprochen. Das war vor etwa einem Jahr. Wir hatten dann eine paar Beratungsstunden beim Sozialpädagogen mit meinem Sohn, eigentlich wegen einer ganz anderen Sache, aber seitdem ist es deutlich besser - warum auch immer.

Ich wünsch dir gute Nerven.

Kite

Beitrag von kleinemimi 25.10.10 - 15:44 Uhr

Hallo,

da dachte ich immer bei uns ist was los, aber da sind ja meine fast Engel dagegen. Sie sind 6 und 10 und können auch oft nicht miteinander, ganz einfach weil sie auch sehr unterschiedliche Typen sind, der eine sehr emotional und platzt sofort raus egal was es ist nur um fünf Minuten später wieder heile Welt zu spielen und der Grosse der alles sehr wohl überlegt und sehr berechnend ist, der genau weiss mit welchen Worten er einen Wutanfall vom Kleinen hervorrufen kann. Die Kleinen wissen meist sich nicht richtig zu helfen, weil sie immer irgendwie im Nachteil sind, deswegen suchen sie andere Sachen um in den Mittelpunkt zu kommen, Deiner fängt an zu weinen, obwohl gar nichts war, aber Du kommst. Meiner quiekt in den höchsten Tönen. Grausam. Aber ich habe es oft so gehalten, das ich sie gelassen habe, denn meistens war ich die Dumme, ich habe mich eingemischt und die zwei haben sich wieder vertragen. Gibts nicht mehr. Klar gibt es Zeiten wo ich auch eingreife, aber ich bin wirklich ruhiger geworden und lasse sie einfach mal. Sie müssen es miteinander ausmachen.