Hab keine Lust mehr auf Stillen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von centrino2inside 24.10.10 - 12:35 Uhr

Meine Maus ist jetzt 6 Monate alt und ich habe keine Lust mehr auf Stillen.
Vor allem nachts hätte ich es so gerne dass ich auch mal liegen bleiben kann und mein Mann geht rüber zum Füttern, aber sie will partout die Flasche nicht, brüllt dann wie am Spieß, ja und dann MUSS ich ja ran.
Mein Mann gibt alles, und wir haben auch schon verschiedene Flaschen und Milchsorten durch...

Hilfe, ich will einfach nicht mehr.
Ich weiß, das können viele nicht verstehen!!!

Beitrag von 20girli 24.10.10 - 12:39 Uhr

Hi,

doch ich kann das verstehen. Was ich nicht verstehen kann ist...warum rüber gehen? Warum nimmst du dein Kind nicht mit in euer Zimmer? Das wäre für dich soviel einfacher.

Das Bett neben deines...so schläft es nicht in euer aber so dicht bei dir das du nachts nicht aufstehen musst.

Du machst es dir selbst so schwer -- und glaube mir...aufstehen und Flasche machen ist dann auch nicht besser - auch wenn das dann ab und an mal dein Mann übernimmt..so bleiben für dich doch auch noch genügend aufstehende Momente übrig.

lg Kerstin

Beitrag von mini-wini 24.10.10 - 12:48 Uhr

Hallo,

ich kann dich auch verstehen, ich denke die meistens können das. Oder wer steht nachts schon wirklich gerne auf (mal ganz ehrlich#cool ich nicht). Aber ich ziehs durch;-). Hol die kleine zu euch ins Zimmer. Kannst du nicht ihr Bett neben eures stellen und das Gitter weg machen. Unsere Maus schläft im Beistellbett und wenn die wach wird brauch ich sie nur zu mir ziehen und fertig. Dann schläfe ich weiter. So kann ich morgens immer gar nicht genau sagen wie oft wir wach waren. Das funktioniert alles im Halbschlaf.

LG und durchhalten

Beitrag von centrino2inside 24.10.10 - 12:57 Uhr

Oh Gott jetzt klingt es noch Rabenmutter-mäßiger:
ABER ich mag das nicht wenn sie bei uns schläft.
Nachts ist die einzige Zeit, die ich mal ohne Kinder haben möchte, also rein räumlich gesehen. Habe zu unserem Baby noch ein zweijähriges Kind und ein Kind hängt immer an mir :-) und nachts ist mir einfach nicht so nach Kindernähe.
Ich kann das so schwer beschreiben, aber ich fühle mich eingeengt, wenn sie bei mir schläft.

Beitrag von muehlie 24.10.10 - 13:36 Uhr

Tja, dann stille sie halt ab, gewöhne sie mit Gebrüll an die Flasche und freu dich auf die kinderfreien Nächte, in denen du mehrmals aufstehen und in die kalte Küche geistern darfst, um ein Fläschchen zu machen. ;-)

Also, ich finde ja immer, dass bei Frauen, die so sehr auf kinderfreie Nächte mit ihrem Partner bestehen, der Leidensdruck einfach (noch) nicht groß genug ist. #schein

Beitrag von centrino2inside 24.10.10 - 13:37 Uhr

Ach du bist gemein, aber was solls. Schade.

Beitrag von muehlie 24.10.10 - 14:03 Uhr

Na, was soll man dir denn raten? Du hast dich irgendwann mal für Kinder entschieden. Wusstest du nicht, dass es die nur zusammen mit massiven Einschränkungen deines Privatlebens gibt? ;-)

Kopf hoch! Wird alles auch wieder besser. Bis dahin würde ich es mir einfach so bequem wie möglich machen. Wenn die Kleine im angrenzenden Beistellbett (ohne Gitter) liegt, ist sie ja nicht wirklich bei euch im Bett, und du hast trotzdem noch ein wenig Privatsphäre im Bett.

Beitrag von daisy80 24.10.10 - 14:10 Uhr

Ach Quatsch, das muss überhaupt kein Gebrüll bedeuten.

Probiers halt.

Beitrag von muehlie 24.10.10 - 14:19 Uhr

Kannst du lesen?

"sie will partout die Flasche nicht, brüllt dann wie am Spieß,"

Steht ganz oben. ;-)

Beitrag von daisy80 24.10.10 - 14:24 Uhr

Das habe ich in der Tat überlesen.
Dann muss sie halt weiterstillen oder es immer mal wieder versuchen, aber ich finds nicht verwerflich, wenn man nach 6 Monaten sagt, dass man nicht mehr stillen möchte.

Beitrag von sonne_1975 24.10.10 - 14:59 Uhr

Natürlich ist es nicht verwerflich.

Aber sie muss sich vor Augen halten, dass dadurch alles noch schwieriger wird, sie muss dann in der Nacht nicht zum Stillen aufstehen, sondern zum Flasche machen. Und das dauert länger und schlaucht mehr.

Die paar Mal, die ihr Partner dann übernehmen kann, bringen sie nicht weiter.

Beitrag von daisy80 24.10.10 - 18:38 Uhr

Ich persönlich bin eigentlich ganz froh, dass ich nachts nicht mehr stille, denn stillen dauerte dann immer so 45 Minuten aufwärts und Flasche füttern nun 10 Minuten und danach können alle Beteiligten zufrieden weiterschlafen.

Beitrag von silbermandel 24.10.10 - 19:19 Uhr

45 min stillen ?? Bei uns dauert das genauso lang wie eine Flasche. Ich bin mittlerweile Profi mit Beidem. Stillen und Flasche Nachts ist Stillen die bessere Variante, finde ich jedenfalls
Jedem das Seine

Beitrag von daisy80 24.10.10 - 19:35 Uhr

Jaaa, leider... :-( Wir sind ja auch schon 9 Monate dabei und es ging auch schon schneller, aber das mutierte nachts zum Marathon und jetzt machen wir das halt anders ;-) War auch langer per Stillen bequemer.

Beitrag von hej-da 24.10.10 - 19:24 Uhr

Woher weißt du denn, wie oft ihr Partner das übernehmen kann? Ist er zeitweise auf Montage oder anderweitig außer Haus?

Beitrag von muehlie 24.10.10 - 19:48 Uhr

Kein vernünftiger Mann, der wahrscheinlich auch noch berufstätig ist, wird sich aus verständlichen Gründen dauerhaft für den nächtlichen Fütterungsdienst einspannen lassen. Das machen die Männer vielleicht an den Wochenenden, aber sicherlich nicht jede Nacht, wenn sie selbst am nächsten Tag früh raus müssen. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass es solche gutmütigen Hammel unter den Männern gibt, die sich jede Nacht ums Baby kümmern. ;-) Oder gibt es sowas doch??? #gruebel

Beitrag von lilly7686 24.10.10 - 20:13 Uhr

So, wir kennen nun deine Sicht der Dinge. Und deine Kinder kennen sie wohl auch.

ABER hast du eigentlich schon mal dran gedacht, das Ganze mal aus der Sicht deines Kindes zu sehen?
Stell dir vor: du bist da so ein kleines, hilfloses 6 Monate altes Ding. Das liegt da in seinem Gitterbett, das viiiel zu groß für seinen winzigen Körper ist.
Nachts, wo kein Licht scheint.
Es riecht nirgends nach Mama.
Heißt das etwa, Mama ist nicht da?
Panik! Ich bin allein! Schreien.
Mama kommt. Okay, Mama ist doch da.
Stillen. Danach lieg ich wieder allein im Bett. In der Finsternis.
Vielleicht scheint irgendwo ein winziges Nachtlicht.
Wo ist Mama? Warum ist sie nicht da? Hat sie mich nicht lieb?
Tagsüber hat sie mich immer lieb, aber wo ist sie, wenn ich sie am dringendsten brauche? Wo ist sie nachts, wenn ich Angst vor der Dunkelheit habe?

Nur mal so als Beispiel, wie ich persönlich es mir vorstelle, als so kleines Ding allein in einem leeren Zimmer in einem riesigen Bett zu schlafen (ja, so ein Winziges Gitterbett ist für ein Baby riesig!).

Zu deinem Ausgangspost: Was hältst du davon, noch so lange zu stillen, bis dein Baby gut Beikost bekommt? Und dann gibst du ihr die Milch im Becher?
Der Doidy Cup soll wirklich toll sein, gerade für Stillkinder. Die Trinktechnik ist ähnlich dem Stillen. Persönlich versucht hab ich ihn aber noch nicht.
Schau mal bei Amazon, da gibts ihn in vielen verschiedenen Farben.

Einem Baby die Flasche aufdrängen, wenn es sie nicht will, davon halte ich persönlich nichts.

Liebe Grüße!

Beitrag von lucaundhartmut 24.10.10 - 22:37 Uhr

Hi centrino2inside,

mache das, womit es Dir am besten geht.


LG
Steffi