Frage zu Arbeitslosengeld und Nebenverdienst

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von kalotati 24.10.10 - 20:51 Uhr

Hallo,
ist es richtig, dass man während des Arbeitlosengeld-I-Bezuges nur 165 Euro anrechnungsfrei hinzuverdienen darf? Verdiene ich mehr als 165 Euro erhöhnt sich mein Gesamteinkommen jedoch nicht, oder? Da es ja vom Arbeitslosengeld abgezogen wird. Richtig? Ich habe noch Anspruch auf 1 Jahr Arbeitlosengeld. Angenommen nach 4 Monaten würde mir gekündigt werden, erfolgt dann eine Neuberechnung oder bleibt das Arbeitlosengeld einfach in der Höhe gleich?
LG
Kalotati

Beitrag von hedda.gabler 24.10.10 - 21:03 Uhr

Hallo.

http://www.sozialleistungen.info/arbeitslosengeld/zuverdienst-beim-alg-i.html

Und eine Neuberechnung erfolgt erst, wenn Du wieder 12 Monate beschäftigt warst und Dir damit einen neuen Alg 1 Anspruch erworben hast.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von pebbles-maus 24.10.10 - 21:10 Uhr

juhu.. wenn du den NV zu beginn und während der ALO aufgenommen hast, darfst du nicht mehr als 165 euro verdienen. hast du den NV jedoch länger als 12 monate greift hier die besitzstandwahrung ein und es wird nichts angerechnet. egal wieviel du beim NV verdienst, es wird immer dein ALG + 165 euro sein. wenn du also 200 euro verdienst, werden 35 euro beim ALG einbehalten und somit hast du wieder ALG + 165 euro. also es bleibt die identische höhe. sollte dein NV gekündigt werden, gibt es keine neurechnung, es bleibt bei deiner normalen ALG höhe. du musst es nur angeben.
weiterhin entbindet ein NV nicht von den laufenden mitwirkungspflichten. also einen termin bei der AA wegen NV ist kein grund, da musst du vorher deinen zuständigen vermittler/-in fragen. das gleiche gilt für andere termine und den eigenbemühungen.

liebe grüße

Beitrag von kalotati 24.10.10 - 21:22 Uhr

Danke Dir für Deine Antwort.
Bin am überlegen, was ich für einen Stundenlohn verlange. Rechne ich die 165 Euro durch die Stundenanzahl kommt ein Lohne raus, der die Hälfte ist von dem, den ich eigentlich verlangen würde. Aber verlange ich mehr, tu ich dem Unternehmen nix gutes und mir wahrscheinlich auch nicht da sie sich dann vielleicht für jemanden anderen entscheiden. Verlange ich weniger tu ich dem Sozialstaat nix gutes. Ist wohl eher ne moralische Frage. Was würdet Ihr tun?
LG
Kalotati

Beitrag von pebbles-maus 24.10.10 - 22:55 Uhr

was du machen kannst ist einen normalen stundenlohn bei einem NV zu verlangen, der liegt in der regel zw. 7,50-9,00 euro. je nach tätigkeit. kommst du über die 165 euro, lasse dir dies als überstunden anrechnen und als plus-std liegen. du hast die möglichkeit einmal im halben jahr zusätzlich 200 euro steuerfrei zu bekommen. die plus-std helfen auch, wenn du bsp krank bist oder urlaub hast oder mal weniger zu arbeiten ist, dann kannst auch 165 euro verdienen, auch wenn du in dem monat nicht arbeiten warst. das würde ich machen.
wenn es bei deinem NV aber die chance und möglichkeit gibt, eine festeinstellung zu bekommen, würde ich auf die 165 euro freibetragsgrenze verzichten, normal verdienen.. auch wenn es über 165 euro ist und angerechnet wird und mich bei der firma interessant machen

Beitrag von kalotati 25.10.10 - 00:00 Uhr

Ja, die Chance besteht, später vielleicht auf 30 h hochzukommen. Also Du meinst ich sollte lieber den normalen Stundenlohn angeben, um mich einfach nicht unter Wert zu verkaufen?
Lg
Kalotati