Wie Nachtflasche entwöhnen...???

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von betty38 25.10.10 - 08:25 Uhr

Hallo zusammen,

mein Sohnemann (22 Monate) zieht es vor, seinen Flüssigkeitshaushalt über Nacht aufzubauen.

Tagsüber trinkt er total wenig und so gebe ich ihm und seiner Schwester abends vor dem Schlafengehen ein Fläschchen und Max kommt auch in der Nacht noch einmal.

Beide trinken total wenig tagsüber, fast nur zu den Mahlzeiten und er könnte auch noch etwas mehr Gewicht vertragen. Von der Seite bin ich froh, dass er nachts noch ne Flasche trinkt und auch abends zum Einschlafen. Aber es ist ja für die Zähne nicht so wirklich gut und mich nervt es auch etwas.

Es ist reine Gewohnheit, sagt meine Kinderärztin und ich könnte es ihm abgewöhnen. Aber wie? Ich lasse ihn doch nicht schreien. Habe es auch schon mit weniger in der Flasche versucht. Das bringt es nicht wirklich, dann kommt er ne Stunde später wieder.

Habt ihr ne Idee??

lg betty

Beitrag von line81 25.10.10 - 08:43 Uhr

Hallo,

ich habe die Frage auch mal vor einiger Zeit hier gestellt und bin dann letztendlich zu dem Schluss gekommen es einfach bei der Flasche zu belassen. Wir geben sie nur noch, wenn er sie wirklich verlangt. Und siehe da, es kommt nur noch ganz, ganz selten vor, dass mein Sohn die Flasche braucht. Meist nimmt er sie nur morgen zum Wach werden. Heute z.B. aber es gibt immer wieder tage, wo er von der Flsche nicht wissen möchte.

Mein Tip, einfach warten, bis er selbst damit aufhört und bis dahin: DURCHHALTEN!

LG Line

Beitrag von mara0818 25.10.10 - 09:27 Uhr

Vielleicht Milch mit mehr Wasser mischen? Und irgendwann nur noch Wasser geben? Dann werden die ersten 2,3 Nächte bestimmt anstrengend, aber danach wird es sicherlich besser.

Beitrag von fibo 25.10.10 - 10:02 Uhr

Mein Sohnemann hatte das auch (21 Monate), es hat sich jetzt einfach von selber erledigt. Wir waren am Ende soweit, dass er sogar 2-3 Flaschen wollte und von heute auf morgen war es dann rum.

Einfach durchhalten und trotzdem versuchen, dass er tagsüber mehr drinkt.

LG

Fibo

Beitrag von cori0815 25.10.10 - 10:30 Uhr

hi Betty!

Er wird bald zwei Jahre alt sein und braucht diese nächtliche Mahlzeit natürlich nicht mehr wirklich. Es ist reine Gewohnheit, nach seiner Nachtflasche zu verlangen. Das Aufwachen hat sich mittlerweile schon so in seinen "Nachtablauf" integriert, dass auch der Hunger mittlerweile durch Gewohnheit tatsächlich da ist. Deshalb würde ich die Flasche auch nicht einfach von einem Tag auf den anderen einfach weglassen. Denn dann lässt du ihn wirklich nachts richtig "hungern".

Aber du solltest auf jeden Fall in meinen Augen daran arbeiten, die Flasche bald nicht mehr geben zu müssen.

Auch wenn du sagst, er schreit nach einer Stunde wieder, wenn du ihm weniger gibst: es ist ein machbarer Weg, durch LANGSAME Reduzierung der Menge den Hunger einzudämmen: Wenn du ihm jede Woche 10 ml weniger in die Flasche machst, wird sich der Magen daran gewöhnen. 10 ml sind aber (bei einer Gesamtmenge von vielleicht 200 ml) ja nicht so viel, dass er deshalb nach einer Stunde wieder vom Hunger aufwacht.

Zusätzlich (oder abwechselnd mit der Mengenreduzierung) kannst du die Konzentration der Milch verringern, indem du Pulvermilch mit weniger Pulver bei gleicher Wassermenge anrührst oder Kuhmilch mit Wasser verdünnst. Natürlich auch hier immer langsam, schleichend sozusagen. Die Verdünnung macht die Milch für ihn weniger attraktiv, außerdem wird die Sättigung langsam herab gesetzt, so dass auch der Hunger mit der Zeit nachlassen wird.

Solltest du es geschafft haben, die Menge und Konzentration zu reduzieren, ist es irgendwann so, dass der nächtliche Hunger auch so gering ist, dass du irgendwann einfach die Flasche weglassen kannst, ohne Angst zu haben, dass er vor Hunger brüllt. Es ist dann lediglich noch die (blöde) Angewohnheit, die ihm abgewöhnt werden muss. Gut, das kann schon mal mit ein bisschen Weinen einhergehen. Aber ich denke, das kann man gut ertragen, wenn man weiß, dass es nur die Gewohnheit und nicht der Hunger ist, der ihm das Leben schwer macht.

Trösten kann dich vielleicht in dem Moment der Gedanke, dass ein Zahnarztbesuch auch sehr weh tun und mit Weinen verbunden sein kann. Und der wird deinem Sohn auf Dauer nicht erspart bleiben, wenn er weiterhin nachts seine Milchflasche trinkt.

Wir haben es bei meiner Tochter auf diesem Wege auch geschafft, ihr die nächtliche Flasche abzugewöhnen. Es war bis zur völligen Entwöhnung (also letzte Stufe) völlig problemlos. Nach 2-3 Nächten war auch der letzte Schritt vollzogen, danach gab es diesbezüglich nie wieder Probleme. Und ich finde, 2-3 Nächte zu investieren, um anschließend nächtelang Ruhe zu haben, ist okay.


Die Angabe, dass du ja froh bist, dass er die Flasche nachts trinkt, weil er ja tagsüber so wenig trinkt, ist in meinen Augen deine hausgemachte Legitimation der Flasche, weil du dich noch nicht unbedingt dazu durchgerungen hast, sie ihm abzugewöhnen. Denn wenn du ihm nachts die Flasche abgewöhnst, wird er die fehlende Trinkmenge tagsüber automatisch ausgleichen - du wirst sehen! Auch das Trinken tagsüber ist genau so Gewohnheit wie nachts, also versuche, feste Trinkzeiten einzuführen, so gewöhnen sich Kinder auch das kontinuierliche und ausreichende Trinken an.

LG
cori

Beitrag von betty38 25.10.10 - 13:40 Uhr

Hi zusammen,

danke schön, für eure Tipps und Antworten:) Da war ja doch was dabei - Menge des Milchpulvers verringern. Das habe ich zum Beispiel noch nicht probiert.

Das werde ich nun mal testen, denn auf einen Zahnarztbesuch wegen Karies habe ich natürlich auch keine Lust...

lg und DANKE#blume
betty